Olivia Wilde's Film widmet sich einem bekannten Arthouse-Thema: Pärchen. Junges Pärchen, verstaubtes Pärchen mit längst erloschener Leidenschaft. Sie wohnen im Film gern zusammen in einem Mietshaus, und das Lustgestöhn des jungen Paares nervt dann bald das ältere Paar, im Klischee vor allem den Mann, hier den beruflich frustrierten Musikprofessor. Dennoch kommt es zu einer Kennenlern-Einladung mit Vorschlägen zu Gruppensex oder Partnertausch, die dann emotional etwas eskaliert.
Das hatten wir 2023 schon in Sabine Boss' Schweizer Film „Die Nachbarn von oben“, den ich gut fand, und tatsächlich beruhen beide Filme auf einer spanischen Vorlage („Sentimental“ von Cesc Gay, 2020), die hierzulande – wie vermutlich alle seine Filme - gar nicht ins Kino kam.
Hier also nun die US-amerikanische Version des Stoffs. Schauspielerisch überzeugend, kann meines Erachtens allerdings auch nichts darüber hinwegtäuschen, dass die thematische Behandlung des Stoffs und vor allem dessen visuelle Umsetzung etwas bemüht und bieder wirkt. Ich vermute mal in allen drei Versionen. Man wird dennoch gut unterhalten.
„Das Ganze ist dann aber doch auch ein sehr konventionelles Genre-Vergnügen“, meint denn auch daskulturblog.




































