Der US-amerikanische Autor schrieb ab Ende der 1980er Jahre über 20 Jahre lang eine Vielzahl von Romanen, darunter auch eine Star-Wars-Trilogie.
Der vorliegende Roman aus dem Jahr 2000 bildete den Auftakt der Roman-Trilogie „Chronicles of Solace“, deren dritter Roman gar nicht mehr auf Deutsch erschien. In diesem Werk sind „Zeitschächte“ etabliert, durch die Raumschiffe in die Vergangenheit oder Zukunft fliegen können. Die Besatzungen überleben dies eingefroren in Kryokammern.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Vorfall, in dem unbemannte und unbekannte Sonden mit hoher Geschwindigkeit durch einen Zeitschacht fliegen und der Kommandant eines Wachschiffes dessen Schließung daraufhin veranlasst. Diese Schließung führt zu einer Human-Katastrophe, da eine terraformte Welt dadurch von Güterimporten abgeschnitten wird. Als der Kommandant später die ebenfalls terraformte Welt Solace mit einem anderen Raumschiff erreichen will, kommt er dort zwar an, jedoch ungeplant etwa 125 Jahre in der Zukunft, und er sieht eine sterbende Welt.
Der Roman befasst sich mit der Lösung des Rätsels. Er ist sehr technikaffin, was die Schilderung der technischen Ausstattung der Raumschiffe und -stationen angeht. Im Übrigen ist es eine interessante Arbeitshypothese anzunehmen, dass Terraforming nie funktioniert, sondern die Ökosysteme zwangsläufig aus dem Ruder laufen werden, weil ihre Komplexität nicht ausreichend sicher simuliert werden kann.
Es gibt so einige Aussagen im Roman, die mir heute, 25 Jahre später, echt zu denken geben, etwa: „Wenn die Umwelt zum Teufel ging, verschlechterte sich auch das politische Klima. Dann gelangte früher oder später jemand zu dem Schluss, dass die Situation nach strengeren Maßnahmen verlange, nach energischer Führung und straffer Disziplin. Mit einem Wort: Diktatur. Die Dissidenten und sonstigen Unruhestifter mussten verhaftet werden, am besten auch die Wissenschaftler als Überbringer der schlechten Nachrichten“ (ebd. S. 466).
Wikipedia: Roger MacBride Allen



