Gemacht: ich wurde nach Köln zurück transportiert. Als wenig gehfähiger Patient in einem Kölner Südstadt-Krankenhaus lag der Schwerpunkt meines Aktionismus beim Gehen mit Gehhilfen, vor allem Krücken. Das Gehen mit Krücken wurde mir von einem Physiotherapeuten mehrmals gezeigt. Das ist wichtig, da das verletzte Bein geschont werden muss. Bei Waagerecht- und runter gehen, wird mit dem kranken Bein jeweils der erste Schritt gemacht, beim Hochgehen mit dem "gesunden". Weil das verletzte Bein durch die Orthese stark gestreckt ist, ist das Aufstehen aus der Sitzposition mit dem linken Bein nach wie vor das größte Problem, weil es Kraft erfordert und gleichzeitig nicht schmerzfrei ist, weil auch dieses Bein durch Prellung etc. mindestens etwas verletzt ist.
Gedacht: an Krankenhaus-Chaos und desolater "Betreuung" mangelt es nicht. Auch wenn mein Rücktransport mit diversen "Übergabestellen" perfekt funktionierte, lief es schon am Anfang schlecht, weil ich aus dem griechischen Krankenhaus entlassen/entführt wurde, ohne irgendetwas von denen an Papieren zu bekommen. Der Krankenwagen musste schließlich einfach fahren, ohne dass irgendein Bericht oder sonst was fertig war, sonst hätten wir den Flieger in Athen verpasst. Also kann man festhalten, das Krankenhäuser nach wie vor grundlegende, eigentlich selbstverständliche Dinge mangels ausreichender Kommunikation nicht auf die Reihe bekommen.
Gesehen: in einer perfekt getakteten Verlegeaktion wurde ich von Tripoli in Griechenland über Athen und Frankfurt nach Köln verlegt. Ich kam wie gewünscht in das Südstadt-Krankenhaus. Wehmütig konnte ich noch etwas von der Landschaft des Peloponnes sehen. Im Südstadt-Krankenhaus hatte ich ein tolles 2-Bett-Zimmer mit Außenterrasse und Blick in einen ansprechenden Innenhof-Garten mit einer alten Kastanie in der Nähe. Es kam häufiger ein Eichhörnchen vorbei, weshalb mein Bettnachbar dann auch Erdnüsse in Schale kaufte. DVD: "Franklyn" (2008).




