Donnerstag, 18. Juni 2026

Hitzewelle


Den Kölnern stehen harte Zeiten bevor. Das sagt jedenfalls die Wetter-Online-Prognose von heute.

Die ersten zwei Hitzetage, beginnend heute, sind ja noch kein Problem, aber danach beginnt sich das Außenwetter negativ in der Wohnung bemerkbar zu machen. 

Und im Übrigen möchte ich anmerken, dass die Flugzeuge, die nachts am Airport Köln/Bonn starten gefühlt immer mehr werden, so dass das Schlafen bei offenem Fenster zwar für etwas Abkühlung sorgen mag, aber nicht für einen ruhigen Schlaf.

Aus meiner Sicht ist das ein langjähriges Politik- bzw. Regierungsversagen, wenn in der Nähe einer Millionenstadt Nachtflüge erlaubt werden bzw. die Genehmigung nicht zurückgenommen wird.    

Seien wir mal realistisch, wem dieser nächtliche Lärm nicht passt, muss wegziehen. 

Bücherwelten: Stephen King's Roman „Schwarz. Der dunkle Turm (I)“

Stephen King, der mittlerweile auch schon 78 Jahre alt ist, begleitet mich von Zeit zu Zeit durchs Leben, allerdings war das noch nicht in meiner Jugendzeit so, denn sowohl mein Kinobesuch des Films „Carrie“ als auch die Übersetzung dieses ersten Stephen-King-Romans ins Deutsche erfolgten erst 1977. 

Der Roman „Schwarz“, im Original 1982 erschienen, bildet den Auftakt des 8-bändigen Dunklen-Turm-Zyklus, dessen Vollendung 30 Jahre dauerte und die ein zentrales Werk in Stephen King's Schaffen ist. Ich wollte ihn schon seit längerer Zeit mal lesen, und überhaupt ist es 25 Jahre her, dass ich jetzt mal wieder einen Stephen-King-Roman las. 

Das Buch ist der Dark Fantasy zuzuordnen. Die Rahmenhandlung ist noch einfach: vermutlich einige Jahrhunderte in der Zukunft, wahrscheinlich in einer Parallelwelt, folgt ein Revolvermann einem Mann in Schwarz durch eine karge postapokalyptische Landschaft, um etwas über einen dunklen Turm in Erfahrung zu bringen. Er begegnet anderen Personen, bei denen er einige Tage unterkommt oder mit denen er dann zeitweilig unterwegs ist, am Ende begegnet er auch dem Mann in Schwarz. 

Darüber hinaus wird es dann allerdings schwierig, der Geschichte zu folgen, weil die Zusammenhänge und die Vergangenheit nur bruchstückhaft offenbart werden und das Zeitgefüge der Welt eventuell defekt ist. Einige Szenen spielen in der "mittelalterlichen" Vergangenheit des Revolvermanns, die er den anderen Figuren bruchstückhaft in Gesprächen offenbart. Seine Gesprächspartner haben ihrerseits flashbackartig auftretende Erinnerungsfetzen, die weder sie selbst noch der Revolvermann verstehen. Wurden sie in eine Parallelwelt geschleudert? 

Unterwegs begegnen sie auch Dämonen. Gegen Ende spielt der Roman tagelang in einem langen unterirdischen Tunnel oder Bergwerk, in dem jedenfalls sowohl ein Fluss als auch verrottende Schienen verlaufen und wo Mutanten leben. Am Ausgang wartet der Mann in Schwarz. Sie sprechen über dunkle Mächte und das Universum. 

Ein interessantes Buch. Band 2 werde ich wahrscheinlich auch noch bei Gelegenheit lesen (als e-book), aber die Bände gibt es auch noch als Papierexemplare zu kaufen.

Montag, 15. Juni 2026

Meine Woche (KW 24/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City, Spaziergang in Essen-Kettwig bei Regengefahr und in Mülheim an der Ruhr, Kölsch trinken in der Braustelle zu nächtlicher Stunde mit dem Ex-Studienkollegen Jürgen. 

Gesehen: ein paar neue Orte. Mitunter WM-Fußball geguckt. 


>Wasserkraftwerk Kahlenberg, Mülheim/Ruhr<

Gelesen: beendet Emi Yagi's Roman „Frau Shibatas geniale Idee“ (Bericht), begonnen Stephen King's Roman „Schwarz. Der dunkle Turm (I)“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Geschockt/geschlaucht: Smartphone nach Mitternacht in der Stadt nach Kneipenbesuch verloren/wiedergefunden. Ich habe in der Straßenbahn auf dem Ring die ganze Zeit das Smartphone gesucht. Zu Hause konnte ich es orten und direkt sperren, da ich zwei Smartphones habe, die sich kennen. Die Google-Maps-Karte zeigte den Ort: „Nahe Mango/Klapsmühle, Hohenzollernring“. Ich wusste genau, was ich dort machte, nämlich an eine Platane pinkeln. So ein Mist, dachte ich, aber die Chancen standen theoretisch gut, es dort wiederzufinden. Nur, es war 01:00 Uhr, der Ort einige Kilometer entfernt, es fuhr keine Bahn mehr, und es regnete. So machte ich mich zu Fuß auf und fand das Smartphone tatsächlich nach längerer nerviger Suche. Ich hatte sogar eine Taschenlampe eingesteckt. Das Problem war, dass ich mir vor Ort gar nicht mehr so sicher sicher war, welche Platane es genau war, die Lichtverhältnisse waren mäßig und wie sich zeigte, stimmte die angezeigte Position auch nicht genau genug. Der Fundort war etwa 35 m entfernt, aber es war eine Platane. Der Vorgang zeigte mir wieder mal, dass man machen kann, was man will, um etwas sicher am Körper zu tragen, es nützt nicht unbedingt, wenn man wie in diesem Fall vergißt, den Reisverschluss der Jackentasche zuzuziehen. Ich versuche da immer drauf zu achten, aber es funktioniert einfach nicht hundertprozentig. Ich war erst wieder gegen 03.30 zu Hause, und hatte da schon über 10.000 Schritte in den frühen Morgenstunden absolviert. 

Gefunden in einem Public Bookcase: Franka Potente's Story-Sammlung „Zehn“. 

Gegessen: nach der Kettwig-Tour hatte ich abends so großen Hunger, dass ich im Hauptbahnhof Köln im Asiagourmet einkehrte und erst mal Hähnchen mit gebratenen Nudeln in einer Orangensauce aß. Im Grunde sind mir solche Aktionen zu teuer, es kostete immerhin 12.50 €, aber ab und zu muss es einfach sein. 

Getrunken: Kaffee, Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Kölsch. 

Gehört: Musikkonserven von Labradford, Lacrimosa, Lady Besery's Garden, Pixel, P. J. Harvey, sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: hält sich in Grenzen, aber besser motiviert. 

Gegangen: 63.400 Schritte/Woche (5.000 – 15.200 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: relativ ereignisarme, kühlere Woche mit häufiger mal etwas Regen.

Sound-Welten (05/2026)

In dieser Prüfrunde sind aus meiner Sicht „Die Nerven“ am interessantesten. 

Anna von Hausswolff. Alben: Dead Magic (2017) // Iconoclasts (2025). Viertes und sechstes Studio-Album einer schwedischen Organistin und Chanteuse, die mit ihren düster-sakralen Bombastwerken und ihrem Album „Dead Magic“ auch im deutsprachigen Raum bekannt wurde. Sie tritt gerne in Kirchen auf, wurde nach Protesten wegen Satanismusnähe ihrer Musik aber auch schon ausgeladen. Ich selbst empfinde ihe Musik überwiegend als „schwer verdaulich“, mitunter ist sie aber interessant. SHR: 765 T – 4.500 T // 155 T – 1.833 T. WD: 24/day. 

Brunhilde. Erstmals geprüft. Alben: To Cut A Long Story Short (2020) // Twenty Seven (2022). Drittes und viertes Album einer deutschen Hardrock-Band mit Lady am Micro. Überwiegend Straight-On-Rock, kann aber auch Balladen. Kann man streckenweise anhören. SHR: 4 T – 228 T // 3 T – 20 T. WD: 32/day. 

Chantal Acda. Erstmals geprüft. Alben: Saturday Moon (2021) // The Whale (2025). Etwa achtes und neuntes Studio-Solo-Album einer niederländischen Singer-/Songwriterin und Fusionmusikerin. Sound und Voice finde ich ganz angenehm, doch irgendwo fehlt mir ein „Ohrwurm“. Manchmal balladesk, selten auch mal rau. SHR: 11 T – 54 T // 6 T – 29 T. WD: 1/day.  

Die Nerven. Alben: Fake (2018) // Live im Elfenbeinturm (2025). Viertes Studio- und zweites Live-Abum einer deutschen Postpunk-/Indie-Band. Ich war nie Punk-Rock-Fan im engeren Sinne, gleichwohl ist diese Band interessant, auch weil sie Songs mit Passagen zwischen melodisch-leise mit entsprechenden ruhig-melancholischen Gesang und typischen Punk komponieren kann. Außerdem können die Songs zumindest auf dem Live-Album schon mal 9 min. lang sein. Noise-Orgien gibt es vereinzelt auch. Natürlich wird auf Deutsch gesungen. Es wird trotzdem keine Lieblingsband von mir. SHR: 111 T – 1.222 T // 4 T – 14 T. WD: 27/day.  

Edenbridge. Erstmals geprüft. Alben: The Great Momentum (2017) // Set the Dark on Fire (2026). Neuntes/zwölftes Studio-Album einer österreichischen Symphonic-Metal-Band mit Lady am Micro, die seit gut 25 Jahren aktiv ist. Mir fehlt die innere Überzeugung für diesen pompösen Metal. SHR: 45 T – 382 T // 7 T – 218 T. WD: 12/day.  

Firewire. Erstmals geprüft. Album: A Tribute to the Manzini (2004). News from the Past. Wahrscheinlich handelte es sich um ein deutsches Duo und um ein Einzelwerk. Deskriptiv soll es sich um eine „Art elektronischer, dekonstruierter Soul-Musik“ handeln, mit Acid wie Hiphop wie Ambient-Einflüssen. Kann man anhören. Längst vergessen, obwohl man sogar die CD noch kaufen könnte. SHR: 1 T. WD: n.v.  

Gazpacho. Album: Magic 8-Ball (2025). Mittlerweile zwölftes Studio-Album dieser norwegischen Neo-Prog-Band. Ich kaufte einige Alben von ihnen, aber das ist auch schon wieder 10 Jahre und länger her. Ihr Schaffen überzeugt mich nicht immer. Auch auf diesem Album dominiert aus meiner Sicht oftmals gepflegte sentimentale Langeweile. SHR: 48 T – 128 T. WD: 8/day.  

Heather Nova. Alben: Pearl (2019) // Breath And Air (2025). Die Lady von den Bermudas ist auch noch aktiv. Ich kaufte einige Alben von ihr, aber das ist sogar schon mehr als 20 Jahre her. Ihre große Glanzzeit ist zwar vorbei, aber sie hält sich noch ganz gut in den deutschen Charts mit Erfolgen um Platz 20 in den letzten Jahren. Ihren ruhigen Folkpop kann ich immer noch ganz gut anhören, auch wenn ich schon lange nicht mehr das Bedürfnis verspüre, ihre neueren Alben öfter goutieren bzw. haben zu müssen. Letztendlich ist ihr Stil zu mainstreamig. Interessant ist, dass sie im englischen Sprachraum nie wirklich landen konnte. SHR: 116 T – 949 T // 45 T – 360 T. WD: 48/day.  

Iotunn. Erstmals geprüft. Album: Kinship (2024). Zweites, viel gelobtes Album einer dänisch-faröischen Progressive-Metal-Band. Ein melodisch-düsteres Album mit sehr ruhigen, aber auch brutalen Passagen und mit einigen längeren Songs jenseits der 10-min-Marke. Es gibt auch Growls, und natürlich wird das Genre stilistisch nicht neu erfunden. SHR: 178 T – 433 T. WD: 26/day. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im westlich geprägten Kulturkreis. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum.  

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.

Sonntag, 7. Juni 2026

Meine Woche (KW 23/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt, Spaziergänge in Bad Godesberg, Duisburg und in Neuss bei Regengefahr. 

Gesehen: andere Orte, aber nur Neuss war wirklich neu für mich. 


>Gestern am Innenhafen, Duisburg. Das hohe Speichergebäude ist Teil des Landesarchivs NRW<

Gelesen: beendet George R. R. Martin's Erzählungsband „Traumlieder II“, in Emi Yagi's Roman „Frau Shibatas geniale Idee“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: Standard-Kost, zu der im Sommer auch mal Cornflakes mit Milch gehören. 

Getrunken: Kaffee, Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dose. 

Gehört: Musikkonserven von Kutna Hora, Pelander, sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: hält sich in Grenzen, aber besser motiviert. 

Gegangen: 58.500 Schritte/Woche (4.800 – 14.900 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: ereignisarme, kühlere Woche mit häufiger mal etwas Regen.