Sonntag, 6. September 2026

Im Kino: Exit 8

Genki Kawamura spielt in seinem japanischen Film subtil mit Großstadtängsten. In der rätselhaften Geschichte läuft ein junger Mann in steril beleuchteten und spartanisch ausgestatteten unterirdischen Metrogängen herum und findet den Ausgang nicht, läuft vielmehr gefühlt nur im Kreis herum, obwohl er Schildern folgt. 

Doch die Beschriftung der Schilder scheint sich zu ändern. Und es gibt schriftliche Anweisungen für den Fall, dass man nicht hinausfindet. 

Der Mann trifft immer wieder auf dieselbe merkwürdige Personen, später auf zwei weitere Personen, doch sind sie „echt“ oder Gespenster? Manchmal tritt Blut aus den Wänden, auch fällt der Strom aus, und er sieht rattenähnliche Ungeheuer. Am Ende findet er den Ausgang und erlebt eine Situation in der Bahn, die er kurz zuvor schon mal erlebt hat. 

Vorlage des Films ist ein gleichnamiges Computerspiel, bei dem es darum geht, Abweichungen zu erkennen, die den Weg aus der Endlosschleife weisen. Nach epd-film ist der Film „eine Allegorie auf die Angst eines jungen Manns vor der Vaterschaft, die ihn mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert. Der Endlichkeit weicht er aus, indem er in eine endlose Schleife flüchtet“. 

Ich liebe Phantastik, und dieser Film ist Phantastik pur.

Dienstag, 1. September 2026

Meine Woche (KW 35/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/Klettenberg/Sülz, im Kino gewesen, ein paar Fenster geputzt, Pflanzen gegossen beim Bruder in Klettenberg, Ausflug zum Tiger & Turtle Magic Mountain (Duisburg) und Wanderung in Süd-Duisburg (Bericht) sowie Wanderung in der Eifel bei Jünkerath (Bericht folgt), Kneipentreffen mit Ex-Studienkollegen Jürgen in Braustelle und Connection (Ehrenfeld). 


>Ein Roheisenpfannenwagen der Jünkerather Maschinenfabrik. Gebaut 1966, hier am Bahnhof Jünkerath in 2025 aufgestellt<

Gesehen: im Kino „Spaziergang nach Syrakus“ (Bericht). 

Gelesen: beendet Jack London's Erzählungsband „Die glücklichen Inseln“ (Bericht), in Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Standardkost. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Schultenbräu-Weizenmix-Dose, Weizenbier (Ecco), Kölsch (Braustelle, Connection). 

Gehört: Musikkonserven von Lisa Gerrard & Pieter Bourke, LLL Mental, Thalia Zedek Band, Tindersticks. 

Gefühlt: die Sommergrippe scheint überstanden zu sein. 

Gegangen: 69.000 Schritte/Woche (3.200 – 25.600 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: vergleichsweise eine Aktivwoche.

Montag, 24. August 2026

Meine Woche (KW 34/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/City/Bickendorf/ Braunsfeld/Ehrenfeld/Neu-Ehrenfeld/Müngersdorf/Vogelsang. Ich habe einige Kölner Teiche besucht, wie den Blücherparkweiher oder den Kahnweiher. Oft im Kino gewesen. 


>Kurz Unterstellen an der Kirche. Das ist im Zentrum von Köln-Vogelsang. Möglicherweise war ich dort noch nie zuvor<

Gesehen: im Kino „Everytime“, „Im Spiegel meiner Mutter“, „The Invite“. 

Gelesen: in Jack London's Erzählungsband „Die glücklichen Inseln“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: oft Fischstäbchen mit Kartoffelsalat, ein halbes Hähnchen vom Chlodwigplatz war auch wieder dabei. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Zisch Blutorange (Cinenova). 

Gehört: Musikkonserven von Lisa Gerrard, Sumi, Thalia Zedek Band. 

Gefühlt: immer noch nicht fit, es dürfte nach Selbstdiagnose eine Sommergrippe sein. 

Gegangen: 59.200 Schritte/Woche (4.200 – 13.800 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: eine eher mittelprächtige Woche.

Im Kino: Im Spiegel meiner Mutter

Jutta Brückner's autobiographisch beeinflusster    Film erzählt von einer Archäologieprofessorin, die nach dem Tod ihrer alzheimerkranken Mutter mentale Probleme mit der Aufarbeitung der eher kühlen, problembeladenen Mutter-Tochter-Beziehung hat. Sie muss außerdem deren Haushalt auflösen und stellt am Institut eine neue Gehilfin zwecks Untersuchung einer illegal geborgenen Moorleiche ein. Diese Frau weiß merkwürdig viel von der Professorin und darf im Haus der Mutter wohnen. 

Und an der Uni wird die Professorin in ihren Seminaren vom Lärm laufender Sanierungsmaßnahmen genervt. 

Ich selbst konnte nicht so wirklich viel mit dem Film anfangen. Im Storytelling ist der Film zu nüchtern, emotionsarm. 

Man mag sich selbst eine Meinung bilden, etwa anhand der artechock-Kritik.

Freitag, 21. August 2026

Im Kino: Everytime

Sandra Wollner's Film handelt von Trauerverarbeitung. Ein Teenie-Mädchen springt in Berlin unter Drogeneinfluss von einem Hochhaus, ihr Freund, ihre jüngere Schwester und ihre Mutter versuchen das Trauma zu verarbeiten. Dazu gibt es verschiedene Wege, etwa Fotos und Urlaubsvideos ansehen, ihr auf WhatsApp Nachrichten schicken, zum Friedhof gehen, gegenseitig trösten. 

Später fliegen sie zu Dritt nach Teneriffa, kommen in einem Ressort am Meer unter, dort wo die Mutter mit ihrer toten Tochter vor 14/15 Jahren schon mal Urlaub machte. Die Filmhandlung nimmt magische Züge an. Sie finden in der Hotelanlage ein Kind, das zu niemandem zu gehören scheint, kümmern sich drum. Die Sonne wird eckig (wie auf dem Filmplakat) und geht lange nicht unter. Mit dem neuen Kind, das die verlorene Tochter ist, kehren sie auf dem See-/Landweg nach Deutschland zurück. 

Man spürt viel Empathie in diesem ziemlich guten Film, der seine eigene mitunter rätselhafte Filmsprache entwickelt. 

Der Tod und das Leben, die Vergan­gen­heit und die Zukunft, alles ist gleich­zeitig da, wenn wir nicht mehr wissen, wo wir eigent­lich sind“, meint artechock.