Donnerstag, 25. Juni 2026

Im Kino: The Love That Remains

Wie z. B. bei epd-film nachzulesen ist, ist Hlynur Pálmason's Film „eine träumerisch-surreale Betrachtung einer zerbrochenen Elternbeziehung vor der malerischen Kulisse Islands“. 

Die Frau ist frei schaffende Künstlerin, macht Metall-Schrott-Kunst auf offenem Feld, kann damit aber nicht finanziell reüssieren. Bei ihr in einem Haus nahe dem Meer leben ihre drei Kinder, ein Hund, und es gibt einen Hühnerstall. Ihr Mann arbeitet hingegen auf einem Fischkutter, ist schon mal längere Zeit weg. Sie leben getrennt, aber der Mann kommt öfter zu Besuch, um sie und seine Kinder zu sehen. 

Der Film zeigt einerseits Alltagsleben, vom Fischfang bis zur Kunstwerkerstellung. Andererseits werden einschneidende Begebenheiten insbesondere der Kinder, die von diesen in Träumen verarbeitet werden, surreal in Szene gesetzt. 

Beispielsweise üben die Kinder oft mit Pfeil und Bogen und haben eine ritterähnliche Attrappe gebaut, auf die sie schießen, jedoch schießt der eine Bruder den anderen Bruder an, was einen Notfall-Besuch im Krankenhaus zur Folge hat, und später wird die mit Pfeilen gespickte Ritterattrappe lebendig. Oder ein großer Hahn, der zuvor vom Vater erschlagen worden war (wie er der Tochter gestehen musste), zerrt nachts den Vater aus dem Bett. 

Insgesamt wirkt der Film vielleicht etwas ziellos (wie das Leben auch schon mal sein kann), konventionell inszeniert und viele Kurzszenen sind eventuell auch überflüssig, weil sie nirgendwo hinführen; dennoch aus meiner Sicht ein passabler Film, eben auch, weil er Eindrücke vom Leben auf Island vermittelt.

Mittwoch, 24. Juni 2026

Im Kino: The Death of Robin Hood

Michael Sarnoski's Film kommt als brutal-empathisches, im 13. Jahrhundert angesiedeltes Werk daher, das die letzten Monate des Volkshelden visualisiert. 

Zunächst lebt Robin Hood (Hugh Jackman) allein in karger Berglandschaft (gedreht in Irland). Besuch von Fremden macht ihn misstrauisch, denn meist hat es dieser Besuch auf sein Leben abgesehen, Blutrache oft als Motiv. 

Er trifft dann einen seiner alten Gefährten (Bill Skarsgård), der eine Rechnung begleichen, Frau und Tochter zurückgewinnen will. Schwer verletzt in dem Gemetzel um den von ihnen angegriffenen Hof wird der Protagonist von seinem Gefährten per Lastkarren und Boot auf eine landnahe Klosterinsel gebracht und von der schönen Priorin (Jodie Comer) gepflegt. 

Später soll er im Klostergarten mithelfen, und er kümmert sich um die im Kampf befreite, traumatisierte Tochter seines Gefährten, der bald an Lepra stirbt, ihm aber vorher noch ein düsteres Detail aus dem Leben der Priorin erzählt, in das er verwickelt ist. Es gibt hier berührende Szenen. Später, nachdem er ihr seine Missetaten gebeichtet hat, wird ihn die Priorin auf eigenen Wunsch töten. 

Robin Hood, dessen Existenz historisch nicht verbürgt ist, wurde schon im 15. Jahrhundert als „berühmter Mörder“ bezeichnet. Deshalb ist auch eine finstere Interpretation seiner Figur erlaubt. Darum geht es in diesem Film jedoch auch, Gnade, Sühne für seine gewalttätigen Missetaten. 

Der Film gefiel atmosphärisch und in seinen Settings ganz gut. Eine gute Kritik ist beispielsweise bei artechock zu finden.

Montag, 22. Juni 2026

Meine Woche (KW 25/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City, Relaxing am Poller Rheinufer, gewandert in der Eifel bei Hillesheim (Bericht), mit Ex-Arbeitskollegin Tanja im My-Da-Garden und im Stadtgarten gewesen, dort schweres Gewitter erlebt. 


>Neulich am Friesenplatz, Köln-City<

Gesehen: Landschaft in der Eifel. Mitunter WM-Fußball geguckt. 

Gelesen: beendet Stephen King's Roman „Schwarz. Der dunkle Turm (I)“, beendet Franka Potente's Story-Sammlung „Zehn“ (Bericht), in N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gefunden in einem Public Bookcase: Amitav Gosh's Roman „Das mohnrote Meer“. 

Gegessen: Highlight „Coco-Mango mit Duftreis, gebratenem Huhn, Paprika, Brokkoli, Bohnen, Pak Choi, Zucchini und Kokos-Curry-Mango“ (My Da-Garden, Friesenplatz). 

Getrunken: Kaffee, Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dose, Saigon Bier (My-Da-Garden), Weizenbier (Stadtgarten, Torburg), Kettenfett (Lakritz-Likör). 

Gehört: Musikkonserven von Lacrimosa, L'Ame Immortelle, P. J. Harvey, Poems For Laila sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: ganz gut. Aber die Temperaturen liegen am Ende der Woche schon mal bei 28 Grad in der Wohnung. 

Gegangen: 60.600 Schritte/Woche (4.200 – 24.300 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: ziemlich heiße Woche mit einigen Aktivitäten.

Donnerstag, 18. Juni 2026

Hitzewelle


Den Kölnern stehen harte Zeiten bevor. Das sagt jedenfalls die Wetter-Online-Prognose von heute.

Die ersten zwei Hitzetage, beginnend heute, sind ja noch kein Problem, aber danach beginnt sich das Außenwetter negativ in der Wohnung bemerkbar zu machen. 

Und im Übrigen möchte ich anmerken, dass die Flugzeuge, die nachts am Airport Köln/Bonn starten gefühlt immer mehr werden, so dass das Schlafen bei offenem Fenster zwar für etwas Abkühlung sorgen mag, aber nicht für einen ruhigen Schlaf.

Aus meiner Sicht ist das ein langjähriges Politik- bzw. Regierungsversagen, wenn in der Nähe einer Millionenstadt Nachtflüge erlaubt werden bzw. die Genehmigung nicht zurückgenommen wird.    

Seien wir mal realistisch, wem dieser nächtliche Lärm nicht passt, muss wegziehen. 

Bücherwelten: Stephen King's Roman „Schwarz. Der dunkle Turm (I)“

Stephen King, der mittlerweile auch schon 78 Jahre alt ist, begleitet mich von Zeit zu Zeit durchs Leben, allerdings war das noch nicht in meiner Jugendzeit so, denn sowohl mein Kinobesuch des Films „Carrie“ als auch die Übersetzung dieses ersten Stephen-King-Romans ins Deutsche erfolgten erst 1977. 

Der Roman „Schwarz“, im Original 1982 erschienen, bildet den Auftakt des 8-bändigen Dunklen-Turm-Zyklus, dessen Vollendung 30 Jahre dauerte und die ein zentrales Werk in Stephen King's Schaffen ist. Ich wollte ihn schon seit längerer Zeit mal lesen, und überhaupt ist es 25 Jahre her, dass ich jetzt mal wieder einen Stephen-King-Roman las. 

Das Buch ist der Dark Fantasy zuzuordnen. Die Rahmenhandlung ist noch einfach: vermutlich einige Jahrhunderte in der Zukunft, wahrscheinlich in einer Parallelwelt, folgt ein Revolvermann einem Mann in Schwarz durch eine karge postapokalyptische Landschaft, um etwas über einen dunklen Turm in Erfahrung zu bringen. Er begegnet anderen Personen, bei denen er einige Tage unterkommt oder mit denen er dann zeitweilig unterwegs ist, am Ende begegnet er auch dem Mann in Schwarz. 

Darüber hinaus wird es dann allerdings schwierig, der Geschichte zu folgen, weil die Zusammenhänge und die Vergangenheit nur bruchstückhaft offenbart werden und das Zeitgefüge der Welt eventuell defekt ist. Einige Szenen spielen in der "mittelalterlichen" Vergangenheit des Revolvermanns, die er den anderen Figuren bruchstückhaft in Gesprächen offenbart. Seine Gesprächspartner haben ihrerseits flashbackartig auftretende Erinnerungsfetzen, die weder sie selbst noch der Revolvermann verstehen. Wurden sie in eine Parallelwelt geschleudert? 

Unterwegs begegnen sie auch Dämonen. Gegen Ende spielt der Roman tagelang in einem langen unterirdischen Tunnel oder Bergwerk, in dem jedenfalls sowohl ein Fluss als auch verrottende Schienen verlaufen und wo Mutanten leben. Am Ausgang wartet der Mann in Schwarz. Sie sprechen über dunkle Mächte und das Universum. 

Ein interessantes Buch. Band 2 werde ich wahrscheinlich auch noch bei Gelegenheit lesen (als e-book), aber die Bände gibt es auch noch als Papierexemplare zu kaufen.