Dienstag, 18. August 2026

Im Kino: The Invite

Olivia Wilde's Film widmet sich einem bekannten Arthouse-Thema: Pärchen. Junges Pärchen, verstaubtes Pärchen mit längst erloschener Leidenschaft. Sie wohnen im Film gern zusammen in einem Mietshaus, und das Lustgestöhn des jungen Paares nervt dann bald das ältere Paar, im Klischee vor allem den Mann, hier den beruflich frustrierten Musikprofessor. Dennoch kommt es zu einer Kennenlern-Einladung mit Vorschlägen zu Gruppensex oder Partnertausch, die dann emotional etwas eskaliert. 

Das hatten wir 2023 schon in Sabine Boss' Schweizer Film „Die Nachbarn von oben“, den ich gut fand, und tatsächlich beruhen beide Filme auf einer spanischen Vorlage („Sentimental“ von Cesc Gay, 2020), die hierzulande – wie vermutlich alle seine Filme - gar nicht ins Kino kam. 

Hier also nun die US-amerikanische Version des Stoffs. Schauspielerisch überzeugend, kann meines Erachtens allerdings auch nichts darüber hinwegtäuschen, dass die thematische Behandlung des Stoffs und vor allem dessen visuelle Umsetzung etwas bemüht und bieder wirkt. Ich vermute mal in allen drei Versionen. Man wird dennoch gut unterhalten. 

Das Ganze ist dann aber doch auch ein sehr konventionelles Genre-Vergnügen“, meint denn auch daskulturblog.

Montag, 17. August 2026

Meine Woche (KW 33/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City/Klettenberg/Sülz, mit Freund:innen im Herbrand's Essen gewesen, Blumen gegossen beim Bruder in Klettenberg. 

Gedacht: nach der fünften Hitzewelle in diesem Sommer denke ich, die Stadt und ihre Bewohner sind auf die Folgen des Treibhauseffekts kein bisschen vorbereitet. In der Politik und Verwaltung schlafen die Entscheidungsträger konsequent seit mindestens 25 Jahren. Daran ändern auch Wassernebel-Events nichts, auch weil es eben nur zeitlich und örtlich stark limitierte Events sind. Irgendwann wird es jedenfalls wahrscheinlich besser sein, eine „echte“ Klimaanlage in der Wohnung zu haben, wenn man nicht im Erdgeschoss wohnt; denn dann kann man sich bei etwa 25 Grad wenigstens in der Wohnung erholen, wenn draußen 35 oder 40 Grad sind.


>Vor ein paar Tagen: Regenbogen-/Wassernebel-Event an der Severinstraße, Köln-Südstadt<

Gesehen: städtisches Sommerleben. 

Gelesen: beendet N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, in Jack London's Erzählungsband „Die glücklichen Inseln“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Highlight „Gyros-Bowl“, mit Geflügelfleisch, Salat, bunter Quinoa, Kirschtomaten, Sprossen und Tzatziki-Dressing (Herbrand's). 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Bier + Weizenbier (Herbrand's). 

Gehört: Musikkonserven von The Legendary Pink Dots, Lilium, Liquid Laughter Lounge Quartet, Solstafir. 

Gefühlt: immer noch nicht fit, ein Virus, ähnlich einer Low-Level-Sommergrippe,  bin oft müde und habe diverse Symptome, Schnupfen, manchmal Husten, auch Magen-Darm-Probleme, mal mehr, mal weniger, das schwankt. 

Gegangen: 43.800 Schritte/Woche (3.400 – 9.400 Schritte/Tag). Sehr unambitioniert, aber in dieser Woche gab es wieder 4 Tage mit 32 – 38 Grad Maximum am Stück, und gesundheitlich angeschlagen bin ich auch nach wie vor. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: eine eher mittelprächtige Woche.

N.K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“

Das ist der erste Band ihrer Broken-Earth-Trilogie, die tendenziell mehr Fantasy als Science Fiction ist. In 2016-2018 gewann die afroamerikanische US-Autorin mit allen drei Bänden ihrer Trilogie den bedeutenden Hugo-Award in Folge und noch weitere renommierte Preise und stieg damit in kurzer Zeit zu einer der bedeutendsten Fantasy-Autor:innen ihrer Zeit auf. 

In der von ihr erschaffenen Welt haben einige Menschen von Geburt an mentale Kräfte, mit denen sie plattentektonische Prozesse wie Erdbeben und Vulkanausbrüche beeinflussen können, wenn sie zuvor geschult wurden. In der Hauptstadt des Kontinents gibt es eine entsprechende, für Außenstehende geschlossene, streng hierarchisch geführte Einrichtung, in der diese Menschen verbracht werden, weil sie andernfalls eine Gefahr für alle anderen Menschen darstellen und oft deshalb umgebracht werden. Gleichzeitig gibt es eine Wächterkaste, deren Mitglieder in der Lage sind, diese mentalen Kräfte zu neutralisieren. Die genauen Zusammenhänge schildert der Roman nicht. 

Im Mittelpunkt des Romans stehen drei junge, mental talentierte Frauen, die auf verschiedenen, leicht versetzten Zeitebenen mit ihrem mächtigen Mentor oder alleine bzw. in wechselnder Begleitung durch eine postapokalyptische Welt ziehen. Diese dörfliche Welt wird alle paar Hundert Jahre durch plattentektonische Ereignisse in die Finsternis geschleudert. Hungersnöte und Anarchie sind die Folge, bevor wieder Normalität eintritt. Die Frauen leben folglich in einer dünnbesiedelten Welt voller Ruinen untergegangener Städte und Relikten fortschrittlicher Technologie, deren Zweck sie nicht kennen. So gibt es beispielsweise riesige leuchtende Kristalle am Himmel, die unzweifelhaft nicht natürlichen Ursprungs sind. Eine der Frauen kommt auch in eine unterirdische bewohnte Stadt, die in einem amethystdrusenartigen Hohlraum errichtet wurde. 

Das Setting des Romans ist teilweise spektakulär, aber seine Handlung ist relativ schwer nachvollziehbar, weil der Roman einen Blick auf das Leben dreier Frauen wirft und sich der Fortgang dieser Geschichten in einzelnen Kapiteln immerfort abwechselt. Viele Fragen bleiben offen. Im Grunde müsste ich, auf mehr Transparenz bei den Zusammenhängen hoffend, den Roman direkt noch mal von vorne zu lesen beginnen. 

Ich weiß noch nicht, ob ich den Zyklus weiter verfolge. Die Gefahr ist groß, endgültig nicht mehr durchzublicken, wenn ich in einem Jahr oder so mit dem zweiten Band fortfahre; andererseits locken die ungeklärten Geheimnisse, denn hier im ersten Band blicken die Protagonist:innen bei vielen Zusammenhängen nicht durch und also auch der Leser nicht.

Bei lovelybooks haben sich einige Leser:innen zum Buch geäußert.

Montag, 10. August 2026

Meine Woche (KW 32/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City, Blumen gegossen beim Bruder in Klettenberg, Kinobesuche, Abholservice der Elektronikschrottentsorgung genutzt, Rheinuferspaziergang bei Bornheim-Hersel und Mondorf, Brillenreparatur bei Smile Optik erledigt. 


>Niedrigwasser am Rhein-Nebenarm bei der Insel Herseler Werth. Der Nebenarm wird noch durchflossen. Aber mehr als 25 cm ist das Wasser am Einfluss sicher nicht tief. Man könnte rüberwaten, aber amphibische Sandalen würde ich empfehlen, da Eisenschrott im Wasser liegen könnte<

Gedacht: wider Erwarten klappte die Bestellung und Durchführung der Elektroschrottentsorgung durch die AWB ganz gut. Sie haben auch alles mitgenommen, was ich gegen Mitternacht aus meinem Keller geschafft und auf den Gehweg neben der Haustür herausgestellt hatte. Das war bei den Klein- und Hifi-Geräten sowie den Kabeln nicht so sicher, weil man diese Sachen auf dem Anmeldebogen nicht ankreuzen kann, andere Geräte schon. Das Anmeldeformular als auch die Terminbestätigung durch die AWB sind nicht eindeutig formuliert.

Gesehen: im Kino „Bitteres Fest“, „Nulpen“. 

Gelesen: in N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Standard-Kost. Ein halbes Hähnchen vom Chlodwigplatz war auch mal wieder dabei. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Kölsch (Filmhaus), Weizenbier (Torburg), Apfelschorle (Cinenova). 

Gehört: Musikkonserven von Led Zeppelin, The Legendary Pink Dots, Le Mans, Lethargy, Savoy Grand. 

Gefühlt: nicht fit, ich habe mir einen Schnupfen-Virus eingefangen, bin viel müde und habe mitunter auch Magen-Darm-Probleme. 

Gegangen: 51.700 Schritte/Woche (3.900 – 13.500 Schritte/Tag).  

Gekauft: sozusagen eine Brillenreparatur (69 €). Wirklich überzeugen tun mich die Smile-Optik-Brillen nicht mehr, sie haben zu oft Schäden nach kurzer Zeit. 

Fazit: Wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung eine durchschnittliche Woche. Diese Woche hatte an 5 Tagen Maximaltemperaturen von 30 – 36 Grad lt. Klima-Station Airport Köln/Bonn, aber nicht am Stück – und deshalb wurde es auch nicht so heiß in der Wohnung.

Im Kino: Bitteres Fest

Pedro Almodóvar neuer Film spielt in Madrid und auf Lanzarote. Es ist eine verschachtelte Story, in der ein Autor eine Beziehungsgeschichte über ein Paar schreibt, die als zweite Handlungsebene den Film trägt. Auf der ersten Handlungsebene wird die Beziehung des Autors zu seinem Freund und Lebensgefährten sowie zu seiner Assistentin beleuchtet, die sich eine längere Auszeit nimmt und ebenfalls nach Lanzarote fliegt. 

Es geht um Selbstzweifel, Schuldgefühle, Identitätskrise, Panikattacken, ausgelöst zum Teil externe Faktoren wie Tod der Mutter, Tod des Kindes, um Egozentrik und schriftstellerische Aneignung von Figuren. 

Der Film ist insbesondere in seiner Konstruktion und seinen Settings visuell ansprechend. 

So besonders viel erzählt die Geschichte allerdings nicht, und die Kritik sieht ihn nicht unbedingt als Highlight, auch weil er sich zieht, siehe beispielsweise film-rezensionen.