Montag, 25. Mai 2026

Meine Woche (KW 21/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt, Spaziergänge und Relaxing am Deutzer/Poller Rheinufer, mit meinem Ex-Studienkollegen Jürgen zum Kölsch-Umtrunk in der Braustelle (Ehrenfeld) gewesen. 


>Im Volksgarten, Köln-Südstadt<

Gesehen: im Kino „Paris Murder Mystery“, „Rose“. 

Gelesen: beendet Nils Westerboer's Roman „Lyneham", begonnen George R. R. Martin's Erzählungsband „Traumlieder II“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, in der Geographischen Rundschau. 

Gegessen: Spargel mit Kochschinken ist gerade saisonbedingt bei mir häufiger auf der Speisekarte. 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dosen, Kölsch (Braustelle). 

Gehört: Musikkonserven von Krakow Loves Adana, Kristin Hersh, Die Krupps, Nightwish, Olivia Trummer. 

Gefühlt: ganz gut, weil der Sommer in Köln eingekehrt ist. 

Gegangen: 54.000 Schritte/Woche (3.200 – 12.500 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: eine relaxte Woche.

Im Kino: Rose

Markus Schleinzer's Schwarz-Weiß-Film spielt Mitte des 17. Jahrhunderts kurz nach Ende des 30-jährigen Krieges irgendwo in Deutschland. Eine Frau (Sandra Hüller) gibt sich als Mann aus, nahm so auch am Krieg teil, geht mit einer Urkunde, die sie bei einem toten Soldaten fand, in ein Dorf, um Land in Besitz zu nehmen und einen zerfallenen Hof wieder aufzubauen. 

Das funktioniert zunächst ganz gut, zumal sie einen wütenden Bären erschießen kann und damit eine Dorfbewohnerin rettet, womit ihr Ansehen stark steigt. Doch ihr Land ist zu klein und sie will wachsen. In einem Vertrag verpflichtet sie sich, eine Tochter des Großbauern gegen neues Land zu ehelichen. Probleme sind natürlich absehbar, doch ihre Frau verrät das Geheimnis nicht. 

Aufgrund eines medizinischen Notfalls, wohl ein allergischer Schock, bei dem sie entkleidet wird, wird ihr Geheimnis dennoch gelüftet, und sie muss mit ihrer Frau in den Wald fliehen. Sie werden gefasst, beide erhalten die Todesstrafe. 

Sandra Hüller brilliert, ansonsten ist der Film wahrscheinlich auch mangels finanzieller Mittel nicht ganz so einnehmend inszeniert, eher minimalistisch sowohl in Dramaturgie, Dialogen, als auch in den Schauplätzen. 

Ansehen kann man den Film schon, zumal es um Selbstbestimmung und Selbstermächtigung der Frau in düsteren Zeiten geht, in denen „Frau“ nicht viel zu melden hatte. Im Übrigen gibt es wohl historische Belege, die ähnlich gelagerte Fälle beschreiben. 

Vieles spielt sich im Off ab, Emotionen und Beziehungen werden nur angedeutet. So treffen die Schicksalsschläge, die sie erleiden muss, die Zuschauenden weniger hart als sie es könnten“, meint critic. Das stimmt.

Dienstag, 19. Mai 2026

Im Kino: Paris Murder Mystery

Die Regisseurin Rebecca Zlotowski erzählt in ihrem Film von einer Psychotherapeutin (Jodie Foster), die mental aus der Bahn geworfen wird, nachdem ihr ein Kunde aufgrund eines unmittelbaren Therapieerfolges bei einer Hypnotiseurin erläutert, unfähig zu sein und eine weitere Kundin tot aufgefunden wird, die anscheinend mit ihren Medikamentverschreibungen Suizid begangen hat.

Sie selbst glaubt jedoch nicht an einen Suizid, sondern an einen Mord im Familienkreis und stellt zusammen mit ihrem Ex-Mann Nachforschungen an. Nebenbei kommen sie sich auch wieder näher. 

Der Film ist recht unterhaltsam bis gemütlich inszeniert, arbeitet mit Rückblenden, wirkt aber auch „abgehoben-konstruiert“ und lebt natürlich von seiner Hauptdarstellerin. Der große Wurf ist es nicht, aber bestimmt perfekt für Senior*innen.

Eine „Erzählung über die Angst vor schmerzhafter Selbsteinsicht und deren Folgen“, meint kino-zeit.

Bücherwelten: Nils Westerboer's Roman „Lyneham“

Mir scheint, dass mit diesem deutschen Autor vor ein paar Jahren ein neues Talent die Science-Fiction-Bühne betreten hat. Dieser Roman, sein drittes Werk, gewann auch den Kurt-Laßwitz-Preis sowie den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar, beides seit Jahrzehnten renommierte Preise für deutschsprachige Originalausgaben. 

Das Buch, in einer unbestimmten, heute als weit weg zu betrachtenden Zukunft spielend, ist auf einer fremden Welt verortet, auf der die letzten Menschen in atmosphärisch abgeschotteten Kolonien leben und versuchen, durch hochentwickelte Technik die Atmosphäre bewohnbar zu machen und/oder sich selbst genetisch so anzupassen, dass sie dort leben können. 

Doch diese Welt ist von Tieren bewohnt, und das Terraforming würde den Tod allen einheimischen Lebens bedeuten. Dies führt zu Konflikten innerhalb des wissenschaftlichen Führungsteams, doch auch zu Konflikten mit einheimischen Lebensformen, die das Terraforming sabotieren. Die meisten Lebensformen können jedoch mit Schallwaffen vertrieben werden, wenn sie den Kuppeln zu nahe kommen. 

Die Geschichte wird zum Teil aus der Perspektive eines Jungen und seiner abtrünnigen Mutter erzählt. Die beschriebene Welt kann man sich als wüstenhafte Inselwelt mit hohen Bergen und tiefen Schluchten vorstellen, die Tierwelt als sehr bizarr, augenlos und aufgrund von Tarntechniken weitgehend unsichtbar. 

Stilistisch-erzählerisch, aber auch im forschungstechnischen Background, konnte das Buch mich überzeugen.

Montag, 18. Mai 2026

Meine Woche (KW 20/2026)

Gemacht: auf Sardinien weitere Orte erkundet, übernachtet in Santa Teresa Gallura und Olbia, Reise beendet und planmäßig ohne Zwischenfälle nach Köln zurückgekehrt. Berichte mit Fotos gibt es in meinem Reiseblog unterwegsnahwehfernweh.blogspot.com.

Gesehen: ein weiteres Nuraghen-Dorf und ein weiteres Gigantengrab, eine Küstenbatterie aus dem 1. Weltkrieg, das Meer, Strand, besondere geomorphologische, erosionsbedingte Kleinstrukturen (Tafoni), Macchie.

Gedacht: schön, dass der Rückflug so gut klappte. Aber es ist hart, um 05:30 aufstehen zu müssen. Am Airport Köln/Bonn kein Bahnverkehr, aber der Schienenersatzverkehr war sehr gut organisiert.

Gelesen: in Nils Westerboer's Roman „Lyneham", im Kölner Stadtanzeiger.

Gegessen: Highlight "Lemon Chicken" mit Ananas, Paprika, Zwiebel und gebratenen Nudeln im AsiaGourmet im Kölner Hauptbahnhof.

Getrunken: Kaffee, Wasser, Bier, diverse bitterlemon-artige Getränke.

>Manche meiner Unterkünfte hatten eine nutzbare Espresso-Maschine, meistens im Gemeinschaftsbereich, selten im Zimmer. Manchmal, wie hier zuletzt in Olbia, gehörten auch die Pads in ausreichender Anzahl dazu. Die Wirklichkeit ist leider unbefriedigender, denn man trifft immer auf andere Maschinen, deren Funktionsweise man erst ermitteln muss und manchmal werden keine oder keine oder keine ausreichende Anzahl an Pads gestellt. Einmal habe ich Pads im Supermarkt gekauft, aber das waren "natürlich" die falschen. Das ist schon nett, eine Espresso-Maschine vor allem morgens nutzen zu können, denn Koffein nach dem Aufstehen brauche ich im Grunde regelmäßig, um fit zu werden<

Gehört: Musikkonserven von Kosheen, Opium Warlords.

Gefühlt: ganz gut, weil die Woche gut lief.

Gegangen: 79.200 Schritte/Woche (4.500 – 22.900 Schritte/Tag). Gestern, am Sonntag, musste ich nur mein Minimum (3.000) an Schritten erfüllen. Ich schaute etwas Radrennen im Rheinau-Hafen, bekam auch die Siegerehrung mit.    

Gekauft: diverse Übernachtungen. 

Fazit: gelungene Urlaubsende-Woche mit auch kühlen Tagen und etwas Regen. Der letzte freie Tag in Olbia war allerdings der regenreichste Tag der Reise.