Dienstag, 19. November 2019

Meine Woche (KW 47)

Getan: gearbeitet, Basketball gespielt, eingekauft, zwei Filme im Kino gesehen, Vater im Seniorenheim besucht.  

Gesehen: im Kino „Scary Stories to Tell in the Dark“, „Portrait einer jungen Frau in Flammen“, im TV u.a. einen Krankenhaus-Tatort (WDR).  


>Graffiti, Bayenstraße, Köln-Südstadt. "Ghosteen", Werbung für das neue Album von Nick Cave & The Bad Seeds<

Gehört: Musik von Catherine Ribeiro + Alpes, Deine Lakaien, Faun, In The Nursery, Lord of the Lost und einige spotify-Alben anderen Bands.  

Gelesen: in Cixin Liu's Roman „Der dunkle Wald“ und im Kölner Stadtanzeiger.  

Gegessen: das Kantinen-Essen war passabel. Lamm-Fleisch mit Rosenkohl, Porree, Kartoffeln sowie gebratenen Zwiebeln und Pilzen ist immer noch „in“.  

Getrunken: Kaffee, Wasser (z.T. Mit Vitamin-Tablette).  

Geöffnet: wichtige Post (aber zu spät).  

Gezahlt: Inkasso-Forderung.  

Gefühlt: oftmals zu müde, Burnout- und Stress-Symptome im Gehirn.  

Gekauft: nichts > 20 €.  

Gewünscht: mehr Freizeit.  

Fazit: wenig konstruktive, auch klimatisch kalt-ungemütliche Woche. 

Montag, 18. November 2019

Im Kino: Portrait einer jungen Frau in Flammen

Céline Sciamma's Film spielt vor etwa 200 Jahren und erzählt von einer Frau, die auf eine einsame italienische Insel geschickt wird, um dort eine andere Frau zu malen. Deren Mutter will dann das Bild nach Mailand bringen lassen, um mit diesem Bild für ihre Tochter zu werben, die sie dort verheiratet sehen will. 

Die Tochter jedoch will nicht gemalt werden. So hat die Malerin zunächst die Aufgabe, die Frau über mehrere Tage heimlich zu beobachten, um sie dann nach und nach aus dem Gedächtnis malen zu können. Für die Mutter entwickelt sich die Geschichte jedoch zunächst anders als gedacht, denn die Malerin handelt mit der Mutter aus, dass die Tochter das Bild zuerst sehen darf. Als die Frau das Bild sieht und der Malerin erklärt, wie und warum das Bild schlecht sei, zerstört die Malerin das Bild und zeigt der Mutter das zerstörte Portrait. 

Dieser Film ist in seiner Bildkomposition toll. Es wäre gelogen zu behaupten, es käme kein Mann im Film vor, aber ich musste ernsthaft darüber nachdenken. Im Zentrum der Geschichte stehen jedenfalls 4 Frauen, und es kommen noch zahlreiche andere Frauen im Film vor, obgleich die Geschichte weitgehend in einem Herrenhaus und an der wilden Küste der Insel spielt. 

Der Film ist auch kein starres, hölzernes Sittengemälde, geht es doch später auch um lesbische Liebe. Ich bin allerdings nicht sicher, ob man sich diese Liebe vor 200 Jahren so vorstellen kann. 

Wenn es der Film in meine Jahresbestenliste schafft, liegt das sicher auch an der Malerin (Noémie Merlant). Sie ist einfach „mein Typ“, und wie sie hier ernsthaft ihrer Aufgabe nachgeht, wirkt auf mich ziemlich erotisch. 

Betörend schön“, meint die zeit.

Inkasso-Verfahren

Ich sage mal, hier ist dringend eine Selbstoptimierung erforderlich. Das war eine deutliche Warnung. 

Zu keinem Zeitpunkt habe ich beabsichtigt, die Rechnung der Deutschen Bahn nicht zu zahlen. Nur häufig habe ich gerade mal keine Lust und Zeit, einen Überweisungsträger auszufüllen und die Angelegenheit wird vergessen, die Rechnung versinkt sozusagen in der sonstigen Papierflut. 

Hier lief Einiges schräg und die Selbstoptimierung betrifft vor allem die Absicht, zukünftig wieder alle Briefe zeitnah, am besten direkt zu öffnen. 

Sonntag, 17. November 2019

Stadt- und Rheinwanderung Köln (Stammheim/Mülheim)

Anfang November wanderte ich bei mutmaßlich zweifelhaftem Wetter in Köln. Es bestand Regengefahr. Ein Großteil der Strecke führte am Rhein entlang. Insgesamt ist dies eine der interessantesten Strecken in Köln, vielleicht aber auch, weil ich normalerweise eher selten überhaupt in diese Gegend Kölns komme. 


>Die Route. 14.4 km, 120 Höhenmeter bergauf, 90 Höhenmeter runter. Das ist wenig Relief, und die meisten Höhermeter machten sicher der Fortpark und die Zoobrücke aus.<
 
Startpunkt war die S-Bahn-Station Stammheim (A). Von dort erkundete ich erst einmal einen Park, Standort des ehemaligen Forts XII. Von der Festung selbst habe ich keine Spur mehr gefunden, es gibt nur noch Wall- und Grabenanlagen, die überwiegend bewaldet sind. Im Zentrum und drumherum sind Wiesen und Sportanlagen. Dieser Ort lohnt nur bedingt. 

Weiter ging ich dann am Großklärwerk Stammheim vorbei, Kölns größte Kläranlage, die ich praktisch weitläufig umrundet habe. Besonders viel sah ich daher auch nicht von den Anlagen, aber ich wollte eben in die Rheinaue. 


>In der Rheinaue< 

 
Südlich, fast angrenzend an das Klärwerk, liegt der Stammheimer Schlosspark. Er ist – neben den Parkwiesen - gekennzeichnet durch alten Baumbestand, Ruinen und Skulpturen. 


>Lost Place<


>Skulpturen, diese hier aus Schrott<

 

Weiter führte der Weg dann direkt am Rhein entlang vorbei an Stammheim und Mülheim. Das ist alles gut ausgebaute Fußgängerpromenade.


>Uferpromenade, oben mit dem alten Wasserturm<

  
Es gibt zwischendurch weite Ausblicke auf den Rhein: 


Der Weg führte dann am Mülheimer Hafen entlang. Es fing an leicht zu regnen, aber ich schaffte es noch unter die Zoobrücke. Dort ist ein Thermalbad, dessen zugeordnete Parkplätze unter der Brücke liegen. 

Die Zoobrücke war eigentlich nicht geplant, ich überquerte sie dann aber doch, als der Regen nachließ, da die nächstgelegene Bahnhaltestelle „Zoo/Flora“ die Überquerung erforderte. Auf dieser Brücke sind Fußgänger dem Straßenlärm ausgesetzt. Lohnen tut deshalb bestenfalls der Blick, hier nach Norden: