Der Regisseur Jim Jarmusch ist mittlerweile auch schon deutlich über 70. Seine letzten Filme wie „Paterson“ (2016) oder „The Dead Don't Die“ (2019) fand ich schon ziemlich Spitze. Sein neuer Film kommt da vielleicht nicht so ganz ran, erzählt er doch in drei Episoden von eher wenig erfreulichen kurzen Kinder-Eltern-Besuchen.
In der ersten Episode besuchen Sohn und Tochter ihren an einem abgelegenen See allein lebenden Vater (Tom Waits) in den Bergen New Jerseys. Sie wissen, dass er wohl knapp bei Kasse ist und bringen auch Vorräte mit. Ansonsten bleiben ihre Gespräche ziemlich oberflächlich, sie haben sich wohl alle ziemlich auseinandergelebt.
In der zweiten Episode besuchen die zwei Töchter die Mutter in Dublin, die als erfolgreiche Schriftstellerin viel Wert auf Etikette legt. Auch sie sind dort eher selten zu Besuch und versuchen ansonsten ihr eigenes Leben zu leben. Viel zu sagen haben sie sich auch nicht.
In der dritten Episode besuchen Sohn und Tochter die Wohnung ihrer Eltern, die kürzlich bei einem Unfall ums Leben kamen, in Paris, um die Wohnungsübergabe zu regeln. Anschließend fahren sie noch zu dem Lagerraum, in dem das ganze Hab und Gut aus der Wohnung verpackt und gestapelt ist.
Insgesamt erzählt der Film relativ analytisch-nüchtern also vom Auseinanderleben und Auseinanderfallen familiärer Strukturen, wenn die Kinder groß sind.
„Leider etwas arg bemüht lakonisch“, meint critic. Ansehbar ist der Film trotzdem.



