Mittwoch, 15. August 2018

Im Kino: Aus nächster Distanz

Der Regisseur Eran Riklis ist sozusagen Spezialist für auf Familienebene heruntergebrochene Nahost-Konflikte. Auch sein Geheimagenten-Drama „Aus nächster Distanz“ fällt in diese Sparte. 

Erzählt wird von einer libanesischen Frau, die als Informantin des israelischen Geheimdienstes geschützt werden soll und eine neue Identität bekommen muss. Sie wird nach Hamburg gebracht, unterzieht sich gewissen Gesichtsoperationen und wird in einer angeblich sicheren Wohnung versteckt. Eine Frau des israelischen Geheimdienstes soll sie dort beschützen. Die beiden Frauen kommen sich näher. 

Ich bin nicht sicher, ob ich die Geschichte wirklich verstanden habe. Es gibt übergangslos Einblendungen aus der Vergangenheit, die die Hintergründe beleuchten, die in ihrer zeitlichen Reihenfolge aber irgendwie sortiert werden müssen, um einen Sinn zu ergeben. 

Aus meiner Sicht ist es sicher nicht Riklis' bester Film, aber ein talentierter Filmemacher, der immer wieder interessante Figuren findet, ist er auf jeden Fall. Diesem Film fehlt es aus meiner Sicht jedoch bei der Umsetzung irgendwie an „Intensität“, obgleich die beiden Schauspielerinnen (Neta Riskin, Golshifteh Farahani) überzeugen. 

Riklis’ Stärke besteht darin, seine Geschichten mit einem feinen Gewebe persönlicher und historischer Erfahrungen zu durchziehen“, meint der tagesspiegel.

Im Kino: Gute Manieren

Juliana Rojas & Marco Dutra's Werwolf-Film "Gute Manieren" spielt in der brasilianischen Metropole Sao Paulo. Erzählt wird von zwei Frauen, von denen die eine aus reichen Verhältnissen kommt und ein Luxusappartement in der City bewohnt und die andere, die aus prekäreren Verhältnissen kommt, ihre Haushälterin und ihr zukünftiges Kindermädchen wird und bei ihr einzieht. 

Die beiden Frauen kommen sich – auch sexuell - näher, doch etwas stimmt nicht, denn die Haushälterin beobachtet, wie ihre Arbeitgeberin schlafwandelt und nachts in diesem Zustand anscheinend auf Jagd geht. 

Die Geburt wird dann zu einem Fiasko und die Haushälterin entscheidet danach, das „Kind“ selbst aufzuziehen. 

Der Film springt dann 10 Jahre weiter. Die Haushälterin versucht den Jungen zu schützen, doch dies bedeutet, dass sie ihn in Vollmondphasen in einem gesicherten Raum anketten muss. Es kommt der Tag, an dem dies nicht planmäßig abläuft und die Katastrophe ihren Lauf nimmt. 

Dieser zum Teil sehr sinnliche Film kann erzählerisch und visuell überzeugen. 

„Aus einem fantastischen Sozialdrama, einer übersinnlichen Liebesgeschichte zweier Frauen wird ein modernes Großstadtmärchen über Mutterliebe, Kinderfreundschaften, das Erwachsenwerden und das Ausgestoßensein“, meint kino-zeit

Dienstag, 14. August 2018

Neues Windspiel

In der letzten Woche hatte ich Lust, ein Windspiel zu kaufen. Einige Wochen zuvor saß ich im Biergarten der Birgeler Wassermühle beim Bier und hörte den Klängen eines großen Muschel-Windspiels zu. Der Klang war toll.

Nun ist es illusorisch, genau so ein Windspiel zu kaufen - zumal es wirklich groß war. Ich forschte mal etwas hier in der Stadt herum, aber keine Ahnung, wo man in Köln so etwas kaufen kann. Also bemühte ich Amazon - und dort gibt es viele. Ich entschied mich für ein Capiz-Windspiel:


>Jetzt hängt das Windspiel da von der Decke des Wohnzimmers, wo zuvor mein kleines australisches Fledermaus-Windspiel hing. Der Ort ist nicht so wirklich optimal, weil ich das Windspiel wohl weghängen muss, wenn ich einen Film über den Beamer schauen will.<

Zweierlei Dinge sind an meiner Kaufentscheidung allerdings bedauerlich:

1) ist es wohl Natur-Frevel, solche Muschel-Dinge zu kaufen,

2) hätte ich das Teil vor Ort als Mitbringsel kaufen sollen. 

Über die Capiz-Muschel könnt ihr bei wikipedia nachlesen. Capiz selbst ist eine Provinz auf der philippinischen Insel Panay. Die Provinz-Hauptstadt Roxas City gilt als "Hauptstadt der Meeresfrüchte" auf den Philippinen. Ein Besuch der Insel könnte wohl lohnen. Es gibt dort über 2.000 m hohe Berge, viele Höhlen und wahrscheinlich keine Kannibalen.

Montag, 13. August 2018

Meine Woche (KW 32)

Getan: Gearbeitet, Vater besucht.  

Gesehen: im Kino „Gute Manieren“ (Bericht folgt); im TV „Quarks“ mit einem interessanten Bericht über sich auftuende Löcher im Boden.  

Gehört: Aldous Harding, Dead Can Dance, The Deer Tracks, Mamiffer; und in weitere Alben bei Spotify hineingehört.  

Gelesen: In Jeff VanderMeer's Roman „Autorität“ (Southern Reach Trilogie, Teil II); in der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau“.  

Gegessen: Standard-Kost.  

Getrunken: neben Kaffee auch viel Leitungswasser; Blutorangen- und Grapefruit-Saft, Karlskrone Radler.  

Gefreut: am Mittwoch kam etwas Abkühlung.  

Gelacht: zu lachen gab's wenig. 

Genervt: hinsichtlich fremdenfeindlicher Debatten.  

Geärgert: gezielt ungewollte DVD gekauft.  

Gefrustet: über mangelnde Fortschritte (auch wenn sie hitzebedingt waren).  

Geklickt: nach Amazon-Windspielen, Panay, DVD's.   

Gefunden: ---  

Gekauft: CD's, DVD's; philippinisches Windspiel bei Amazon (Bericht folgt).  

Gestaunt: über abgebrannte Häuser in Siegburg. So etwas kennt man meist nur aus den USA oder Mittelmeer-Ländern wie Griechenland oder Portugal.  

Gewünscht: Abkühlung zu Wochenbeginn.  

Gefühlt: zeitweise deutlich zu warm in der ersten Wochenhälfte, aber geistiges Erwachen aus dem Hitzenebel in der zweiten Wochenhälfte.  

Gedacht: zu wenig Freizeit.  

Fazit: Woche mit einigen sehr heißen Tagen und reduzierten Aktivitäten. 

Freitag, 10. August 2018

Wetterumschwung

Nachdem auch die offizielle Wetterstation von Köln-Stammheim dort für Dienstag 38 Grad angezeigt hat, fiel die Maximal-Temperatur am Mittwoch um 10 Grad.

Aktuell sind draußen auf dem Balkon 21 Grad und hier am PC 26.4 Grad - zu kühl, um meinen Mini-Ventilator zu betreiben. 

Und heute morgen, draußen bei 18 Grad, zog ich lieber mein Jäckchen an.
 

Donnerstag, 9. August 2018

Eine Eifel-Wanderung nördlich von Urft

Am letzten Sonntag waren für Köln 31 Grad, für Kall jedoch nur 26 Grad Maximum angesagt. Ich fuhr bis zur Bahnstation Urft-Steinfeld, verließ das Urft-Tal jedoch bald und ging oberhalb meist an schattigen Waldrändern lang. 

Es wehte oft ein angenehmer Wind. Oben, auf der von kleineren Kalkkuppen geprägten Landschaft, gab es meist abgeerntete, gelbe Getreidefelder mit vielen Strohballen zu sehen:


>Am Ravelsberg< 

Bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh gibt es den vollständigen Bericht mit mehr Photos.