Samstag, 27. Juni 2026

Im Kino: Obsessions – Du sollst mich lieben

Curry Barker's Horrorfilm ist einer von zwei US-amerikanischen Horrorfilmen, die schon jetzt weltweit sehr erfolgreich gelaufen sind. Auch das OFF-Kino hier in Köln war gestern gut besucht, ist aber wegen Erkältungsgefahr (23-24 Grad) nicht unbedingt zu empfehlen. 

Der Film handelt von einem jungen, schüchternen Mann, der in einem Musikladen jobt und in seine Arbeitskollegin dort verknallt ist, es ihr aber nicht zu beichten getraut. In einem Esoterikladen, in dem er ein Geschenk sucht, kauft er ein „handelsübliches“ ordentlich verpacktes Objekt (Weidenzweig) mit Bedienungsanleitung und Sicherheitshinweis, das damit wirbt, dass man einen Wunsch äußern kann, wenn man es zerbricht. In verzweifelter Lage wünscht er sich schließlich, dass seine Angebetete ihn mehr als alles andere auf der Welt lieben soll. 

Soweit ist die Story in der phantastischen Literatur und im Film schon seit Langem in zahlreichen Variationen wohlbekannt. Auch dass diese Wünsche sich erfüllen, aber ein fatales Ende nehmen. So auch hier. 

Aber es kommt auf die Umsetzung im Detail an, besonders im Film. Und dieser Film ist schon sehr stimmig im Setting, in seiner Ausstrahlung, in der Geräuschkulisse und im Handeln der Personen (ohne dümmliche Protagonist:innen). Von daher ist der Erfolg nachvollziehbar, auch wenn andere gute, günstig produzierte Filme häufig keinen Erfolg haben. 

Der Film erinnert mich manchmal an „Der Exorzist“, obwohl das Setting ein ganz Anderes ist und auch überhaupt keine Religion hier eine Rolle spielt. Aber ein Dämon übernimmt die Frau bzw. ihr Gehirn und kann sich meistens ihr gegenüber durchsetzen, unterdrückt ihr Ich. Und als Folge möchte die Frau, der Dämon nur noch mit dem Mann zusammen sein, am liebsten 24 Stunden am Tag.

Nach kino-zeitsetzt das Werk auf eine Atmosphäre, die uns ab einem gewissen Punkt stets das Schlimmste befürchten lässt – womit wir dann erschreckend oft richtig liegen .... absolutes Grusel-Gold“. 

Eine Empfehlung gibt’s meinerseits, aber seid gewarnt, der Film ist schon „krass“ mit Blick auf einige Gewaltszenen und einige unheimliche Szenen.

Donnerstag, 25. Juni 2026

Im Kino: The Love That Remains

Wie z. B. bei epd-film nachzulesen ist, ist Hlynur Pálmason's Film „eine träumerisch-surreale Betrachtung einer zerbrochenen Elternbeziehung vor der malerischen Kulisse Islands“. 

Die Frau ist frei schaffende Künstlerin, macht Metall-Schrott-Kunst auf offenem Feld, kann damit aber nicht finanziell reüssieren. Bei ihr in einem Haus nahe dem Meer leben ihre drei Kinder, ein Hund, und es gibt einen Hühnerstall. Ihr Mann arbeitet hingegen auf einem Fischkutter, ist schon mal längere Zeit weg. Sie leben getrennt, aber der Mann kommt öfter zu Besuch, um sie und seine Kinder zu sehen. 

Der Film zeigt einerseits Alltagsleben, vom Fischfang bis zur Kunstwerkerstellung. Andererseits werden einschneidende Begebenheiten insbesondere der Kinder, die von diesen in Träumen verarbeitet werden, surreal in Szene gesetzt. 

Beispielsweise üben die Kinder oft mit Pfeil und Bogen und haben eine ritterähnliche Attrappe gebaut, auf die sie schießen, jedoch schießt der eine Bruder den anderen Bruder an, was einen Notfall-Besuch im Krankenhaus zur Folge hat, und später wird die mit Pfeilen gespickte Ritterattrappe lebendig. Oder ein großer Hahn, der zuvor vom Vater erschlagen worden war (wie er der Tochter gestehen musste), zerrt nachts den Vater aus dem Bett. 

Insgesamt wirkt der Film vielleicht etwas ziellos (wie das Leben auch schon mal sein kann), konventionell inszeniert und viele Kurzszenen sind eventuell auch überflüssig, weil sie nirgendwo hinführen; dennoch aus meiner Sicht ein passabler Film, eben auch, weil er Eindrücke vom Leben auf Island vermittelt.

Mittwoch, 24. Juni 2026

Im Kino: The Death of Robin Hood

Michael Sarnoski's Film kommt als brutal-empathisches, im 13. Jahrhundert angesiedeltes Werk daher, das die letzten Monate des Volkshelden visualisiert. 

Zunächst lebt Robin Hood (Hugh Jackman) allein in karger Berglandschaft (gedreht in Irland). Besuch von Fremden macht ihn misstrauisch, denn meist hat es dieser Besuch auf sein Leben abgesehen, Blutrache oft als Motiv. 

Er trifft dann einen seiner alten Gefährten (Bill Skarsgård), der eine Rechnung begleichen, Frau und Tochter zurückgewinnen will. Schwer verletzt in dem Gemetzel um den von ihnen angegriffenen Hof wird der Protagonist von seinem Gefährten per Lastkarren und Boot auf eine landnahe Klosterinsel gebracht und von der schönen Priorin (Jodie Comer) gepflegt. 

Später soll er im Klostergarten mithelfen, und er kümmert sich um die im Kampf befreite, traumatisierte Tochter seines Gefährten, der bald an Lepra stirbt, ihm aber vorher noch ein düsteres Detail aus dem Leben der Priorin erzählt, in das er verwickelt ist. Es gibt hier berührende Szenen. Später, nachdem er ihr seine Missetaten gebeichtet hat, wird ihn die Priorin auf eigenen Wunsch töten. 

Robin Hood, dessen Existenz historisch nicht verbürgt ist, wurde schon im 15. Jahrhundert als „berühmter Mörder“ bezeichnet. Deshalb ist auch eine finstere Interpretation seiner Figur erlaubt. Darum geht es in diesem Film jedoch auch, Gnade, Sühne für seine gewalttätigen Missetaten. 

Der Film gefiel atmosphärisch und in seinen Settings ganz gut. Eine gute Kritik ist beispielsweise bei artechock zu finden.

Montag, 22. Juni 2026

Meine Woche (KW 25/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City, Relaxing am Poller Rheinufer, gewandert in der Eifel bei Hillesheim (Bericht), mit Ex-Arbeitskollegin Tanja im My-Da-Garden und im Stadtgarten gewesen, dort schweres Gewitter erlebt. 


>Neulich am Friesenplatz, Köln-City<

Gesehen: Landschaft in der Eifel. Mitunter WM-Fußball geguckt. 

Gelesen: beendet Stephen King's Roman „Schwarz. Der dunkle Turm (I)“, beendet Franka Potente's Story-Sammlung „Zehn“ (Bericht), in N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gefunden in einem Public Bookcase: Amitav Gosh's Roman „Das mohnrote Meer“. 

Gegessen: Highlight „Coco-Mango mit Duftreis, gebratenem Huhn, Paprika, Brokkoli, Bohnen, Pak Choi, Zucchini und Kokos-Curry-Mango“ (My Da-Garden, Friesenplatz). 

Getrunken: Kaffee, Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dose, Saigon Bier (My-Da-Garden), Weizenbier (Stadtgarten, Torburg), Kettenfett (Lakritz-Likör). 

Gehört: Musikkonserven von Lacrimosa, L'Ame Immortelle, P. J. Harvey, Poems For Laila sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: ganz gut. Aber die Temperaturen liegen am Ende der Woche schon mal bei 28 Grad in der Wohnung. 

Gegangen: 60.600 Schritte/Woche (4.200 – 24.300 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: ziemlich heiße Woche mit einigen Aktivitäten.

Donnerstag, 18. Juni 2026

Hitzewelle


Den Kölnern stehen harte Zeiten bevor. Das sagt jedenfalls die Wetter-Online-Prognose von heute.

Die ersten zwei Hitzetage, beginnend heute, sind ja noch kein Problem, aber danach beginnt sich das Außenwetter negativ in der Wohnung bemerkbar zu machen. 

Und im Übrigen möchte ich anmerken, dass die Flugzeuge, die nachts am Airport Köln/Bonn starten gefühlt immer mehr werden, so dass das Schlafen bei offenem Fenster zwar für etwas Abkühlung sorgen mag, aber nicht für einen ruhigen Schlaf.

Aus meiner Sicht ist das ein langjähriges Politik- bzw. Regierungsversagen, wenn in der Nähe einer Millionenstadt Nachtflüge erlaubt werden bzw. die Genehmigung nicht zurückgenommen wird.    

Seien wir mal realistisch, wem dieser nächtliche Lärm nicht passt, muss wegziehen.