Freitag, 2. Oktober 2026

Im Kino: Hirten

Sophie Deraspe's Film erzählt von einem kanadischen jüngeren Mann, der nach Burnout-Problemen die Notleine zieht und in die Provence geht, um Schäfer zu werden. Er lernt zuvor eine junge Frau kennen, bei der er vergeblich um eine Arbeitserlaubnis bittet. Da dies schwierig ist, empfiehlt sie ihm mehr oder weniger direkt, schwarz zu arbeiten. 

So beginnt er auf ein, zwei Höfen. Dort geht er zunächst durch eine „harte Schule“, die ihm aber später hilft, bei einem anderen Hof direkt zu landen. Mittlerweile hat seine Arbeitsvermittlerin vom Amt die Nase voll von ihrem Job, kündigt und zieht mit ihm und den Schafen auf Hochweiden in den Alpen. 

„Auch wenn der Film von der Idee der Selbstfindung durchdrungen ist, gelingt es ihm doch, das uralte Handwerk nicht zu romantisieren“, resümiert kino-zeit. 

Anfangs funktioniert das gut, doch Wetter und Wölfe beenden diesen Job. 

Der Film kommt in der zweiten Hälfte besser in Fahrt, ist aber vielleicht doch mit seinen knapp zwei Stunden etwas lang geraten und mit seiner Frauenrolle vielleicht auch nicht so wirklich realistisch. Ihm liegt ein autobiographischer Roman zugrunde, ich weiß aber nicht, ob der Autor dort eine junge Frau so eingeführt hat.

Dienstag, 29. September 2026

Meine Woche (KW 39/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt und am Deutzer/Poller Rheinufer, im Kino gewesen, Wald-Pilzsuch-Wanderungen bei Dernau (Ahrtal) und bei Bad Münstereifel (Berichte folgen vielleicht).  


>Die Engelstrompete auf meinem Balkon<

Gefunden: ein paar Pilze. 

Geplant: eine 3-wöchige Griechenland-Reise zwischen Kos und Athen. Start: 6. Oktober. 

Gesehen: im Kino „Frühstück bei Audrey“.  

Gelesen: beendet Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“ (Bericht), begonnen Andreas Gruber's Roman „Das Eulentor“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: oft Standardkost, aber auch Toast mit/ohne Spiegelei und selbst gefundenen Waldpilzen. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Dosen Schultenbräu Weizen mit Grapefruit und Natur Radler. 

Gehört: Musikkonserven von Loreena McKennitt, Wino, Wucan, The Young Gods. 

Gefühlt: ganz gut. 

Gegangen: 71.200 Schritte/Woche (3.400 – 20.100 Schritte/Tag).   

Gekauft: mit einigen Hundert Euro bin ich Vorleistung gegangen, habe Hin- und Rückflug bei Eurowings sowie die ersten Hotelübernachtungen auf Kos gebucht. 

Fazit: passable Woche.

Dienstag, 22. September 2026

Im Kino: Frühstück bei Audrey

Sophie Beaulieu's Film erzählt von einem allein lebenden Mann, der sich eine fraugroße Puppe zwecks Gesellschaft zulegt. Nur seine Schwester weiß davon. Dieses Grundkonzept ist weder in der Literatur noch im Film neu. In diesem Film erwacht die Puppe irgendwann zum Leben, ein Ansatz, den es meist nur in Horrorfilmen gibt. 

Dieser Film ist jedoch eine Wohlfühlkomödie, und so ist „die Puppe“ dem Mann ergeben. Die schnell menschenähnlich agierende Frau kann der Protagonist dann in die Gesellschaft einführen, seinen Eltern und den Arbeitskolleg:innen vorstellen. 

Der Film ist einfühlsam und dialogtechnisch in diversen Szenen durchaus amüsant. Aber weil es eben eine Komödie ist, die sich keinen Deut um Erklärungen zum „Aufwachen“ bemüht und kein SF-Film, wird unendlich viel Potenzial verspielt. Maria Schrader's Film „Ich bin dein Mensch“ (2021) gefiel in dieser Hinsicht viel besser. 

Lt. kino-zeit „stolpert [der Film] über die eigene Mutlosigkeit, echte Ambition zur Gratwanderung an den Tag zu legen“.

Meine Woche (KW 38/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/City, im Kino gewesen, Wald-Pilzsuch-Wanderungen bei Lissendorf in der Eifel (Bericht) und in der Ville bei Liblar, mit Ex-Studienkollegen Jürgen in der Braustelle gewesen.  


>Am Neumarkt, Köln-City<

Gefunden: ein paar Pilze. 

Gesehen: im Kino „Vaterland“.  

Gelesen: in Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Standardkost. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Kölsch (Odeon), Weizenbier (Torburg), Kölsch (Braustelle).  

Gehört: Musikkonserven von Long Fin Killie, Loreena McKennitt, Whispering Sons, Woven Hand.  

Gefühlt: geht so. Unzufrieden, weil ich bezüglich Urlaub keine Entscheidung treffen konnte. 

Gegangen: 71.400 Schritte/Woche (3.700 – 25.900 Schritte/Tag).   

Gekauft: zwei leichte Jacken (Primark 20/22 €). Außerdem musste ich schon wieder meine Brille am (anderen) Bügel reparieren lassen (45 €). 

Fazit: einigermaßen passable Woche.

Montag, 21. September 2026

Im Kino: Vaterland

Pawel Pawlikowski's Film handelt von der Reise des 1933 emigrierten Schriftstellers Thomas Mann (Hanns Zischler) in Begleitung seiner Tochter (Sandra Hüller) nach Deutschland im Jahr 1949. Anlässlich der Verleihung von Goethe-Preisen machen sie Station in Frankfurt und in Weimar, welche damals in der Sowjetische Besatzungszone lag. Eine Menschenmenge erwartet sie, man erwartet Reden vom Schriftsteller und viele Journalisten sind immer anwesend, stellen auch kritische Fragen. 

„Über allem liegt das Gefühl der Fremdheit, in fast jeder Einstellung“, meint epd-film. Man macht auf Einladung die Reise, fühlt sich aber nicht wohl in Deutschland, kehrt auch nie wieder an den Wohnsitz in Deutschland zurück. Ja, das kommt gut rüber in diesem in Schwarzweiß gedrehten Film, von dem ich mich aber dennoch frage, ob ich ihn hätte angucken müssen. Im Grunde habe ich überhaupt keinen Bezug zu dieser Geschichte.