Sandra Wollner's Film handelt von Trauerverarbeitung. Ein Teenie-Mädchen springt in Berlin unter Drogeneinfluss von einem Hochhaus, ihr Freund, ihre jüngere Schwester und ihre Mutter versuchen das Trauma zu verarbeiten. Dazu gibt es verschiedene Wege, etwa Fotos und Urlaubsvideos ansehen, ihr auf WhatsApp Nachrichten schicken, zum Friedhof gehen, gegenseitig trösten.
Später fliegen sie zu Dritt nach Teneriffa, kommen in einem Ressort am Meer unter, dort wo die Mutter mit ihrer toten Tochter vor 14/15 Jahren schon mal Urlaub machte. Die Filmhandlung nimmt magische Züge an. Sie finden in der Hotelanlage ein Kind, das zu niemandem zu gehören scheint, kümmern sich drum. Die Sonne wird eckig (wie auf dem Filmplakat) und geht lange nicht unter. Mit dem neuen Kind, das die verlorene Tochter ist, kehren sie auf dem See-/Landweg nach Deutschland zurück.
Man spürt viel Empathie in diesem ziemlich guten Film, der seine eigene mitunter rätselhafte Filmsprache entwickelt.
„Der Tod und das Leben, die Vergangenheit und die Zukunft, alles ist gleichzeitig da, wenn wir nicht mehr wissen, wo wir eigentlich sind“, meint artechock.




