Freitag, 17. April 2026

Im Kino: Romería – Das Tagebuch meiner Mutter

Carla Simón's Film erzählt von einer jungen Frau, die nicht bei ihren Eltern in aufgewachsen ist und in Barcelona wohnt. Doch sie hat recherchiert, möchte ihre Verwandten in Vigo kennen lernen und macht sich auf in den Nordwesten. 

Sie wird dort herzlich empfangen, doch nur nach und nach offenbart sich die von den Verwandten auch widersprüchlich wiedergegebene düstere Geschichte ihrer Eltern und wird in Rückblenden aus alten Filmen und Fotos bruchstückhaft beleuchtet. 

Es handelt sich um ein Drogen-/Aids-Drama, das vor allem mit authentisch wirkenden spanischen Familienszenen aufwarten kann, aber nur wenige inhaltlich-dramaturgische Höhepunkte vor allem im letzten Drittel des Films hat. 

Die Regisseurin erkundet „auch die Entstehung filmischer Erinnerungen oder Annäherungen an eine facettenreiche, bruchstückhafte, nie ganz begreifliche Realität“, stellt kino-zeit fest.

Montag, 13. April 2026

Meine Woche (KW 15/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City/Poll, mit Ex-Arbeitskollegen Rolf im Kino gewesen, gewandert im Siebengebirge (Bericht) und nahe Bonn (Bericht folgt). 

Gesehen: im Kino „La Grazia“. 

Gelesen: in Katharina Seck's Roman „Tochter des dunklen Waldes“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, in der Geographischen Rundschau. 

Gegessen: Highlight war wohl das thailändische Essen „Pad Thai“ (gebratene Reisnudeln thailändischer Art mit Huhn, Paprika, Möhren und Erdnüssen in Tamarinde-Tomatensoße) im Rim Khong, Südstadt. 



Getrunken: Kaffee, Wasser (auch mit Multivitamin-/Magnesiumtabletten), Schöffenhofer Grapefruit-Weizen-Mix, Chang Bier (Rim Khong), Tee. 

Gehört: Musikkonserven von King Crimson, Klaus Schulze, Nick Cave & The Bad Seeds, sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: geht so. Manchmal habe ich schon echt lästig-unangenehme Alpträume. 

Gegangen: 90.700 Schritte/Woche (7.500 – 28.200 Schritte/Tag). Viel für meine Verhältnisse. Einige 1.000 Schritte sind massiven Störungen im KVB-Verkehr zu verdanken. Über 100.000 Schritte komme ich normalerweise nur an einigen Urlaubstagen bei schönem Wetter im Ausland. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: durchschnittliche Woche mit einiger Außenaktivität, obwohl es nicht so wirklich warm war.

Mittwoch, 8. April 2026

Im Kino: La Grazia

Paolo Sorrentino erzählt von einem fiktiven Präsidenten in den letzten Monaten seiner Amtszeit. Er muss/sollte noch ein paar Entscheidungen treffen, zögert lange. Er bewegt sich meist in seinem Regierungspalast in gediegenem Ambiente, genießt den Blick über Rom, hat kaum Bedienstete, jedoch seine Tochter ist seine rechte Hand, manchmal redet er mit dem Papst und anderen Vertrauten. 

Über Kopfhörer hört er Hip Hop. Und er hat psychische Probleme mit seiner vor Jahrzehnten verstorbenen Frau, die ihn (angeblich) betrogen hat, ohne dass er jemals den Namen des Liebhabers erfahren hat. Melancholie und Selbstzweifel umwehen den Mann. 

Ich war mir nicht sicher, ob mich dies interessiert und ob ich diesen Film anschauen soll, aber Andere fanden ihn sehr gut. Insgesamt war der Film in Ordnung, wenn auch etwas zu lang. 

Das Ergebnis ist ein visuell beeindruckender, ambitionierter Film, der gelegentlich berührt, dessen Umsetzung jedoch uneinheitlich bleibt“, meint kino-zeit.

Montag, 6. April 2026

Meine Woche (KW 14/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/Ehrenfeld/City, Brücke bei meiner Zahnärztin einbauen lassen, zwei Kinobesuche, Treffen mit Freunden zum Kaffee/Kuchen in Ehrenfeld. 


>Das Schokoladenmuseum am Rheinauhafen hat seine Toiletten nach außen verlagert. Es kostet immer noch nichts<

Gedacht: die Umstellung auf die Sommerzeit kommt meinem Tagesrhythmus echt entgegen. 

Gesehen: im Kino „Alpha“, „Blue Moon“ sowie meine älteren Filmkonserven „Chocolat“ (2000), „Der fremde Sohn“ (2008), „Die Frau des Zeitreisenden“ (2009). 

Gelesen: beendet Roger MacBride Allen's Roman „Die Tiefen der Zeit“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, in der Geographischen Rundschau. 

Gegessen: nichts Besonderes. 

Getrunken: Kaffee, Cappuccino, Bananennektar, Wasser mit Mineraltabletten. 

Gehört: Musikkonserven von King Crimson, Klaus Schulze, Nick Cave & The Bad Seeds, Nightwish, Oh Wonder sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: geht so. 

Gegangen: 47.100 Schritte/Woche (4.000 – 10.700 Schritte/Tag).  

Gekauft: über 400 € musste ich für mein Brückenbauwerk im Mund zahlen. 

Fazit: durchschnittliche Woche mit wenig Außenaktivität wegen zweifelhaftem Wetter.

Im Kino: Alpha

Es wurde Zeit, mal einen Film von Julia Ducournau zu sehen. An ihre beiden ersten Filme „Raw“ (lief hierzulande nicht im Kino) und „Titane“ habe ich mich noch nicht herangetraut. 

Ihr drittes Werk „Alpha“ ist schon ziemlich eigentümlich. Angeblich angesiedelt in Le Havre in den 1980er Jahren, handelt dieser Film von Drogen, einer Seuche und einer Mutter-Tochter-Onkel-Beziehung. 

Es ist jedoch auch Phantastik, denn diese Seuche, verursacht häufig durch Blutübertragung wie Aids, lässt die Menschen langsam versteinern, im Tod wie vollendete Marmorstatuen aussehend, vorher werden einzelne Körperteile befallen. 

Die Frau hat Probleme mit ihrer Tochter, denn die lässt sich ein Tattoo machen trotz der gesundheitlichen Risiken, und mit ihrem Bruder, der Junkie ist und von ihr zusammen mit der Tochter in der Wohnung untergebracht werden muss. 

Dadurch, dass die Frau als Ärztin im Krankenhaus arbeitet, sieht sie (und der Zuschauer) Einiges von der Seuche und dem Verfall der betroffenen Menschen. 

Mir schien der Film nicht chronologisch zu verlaufen, aber vielleicht vermischen sich hier auch bebilderte Ängste und Realität. 

Im Ergebnis ist es ein stilistisch interessanter Film mit auch gelungenem Soundtrack mit Songs von Nick Cave und Portishead und starken schauspielerischen Leistungen. 

Der Film „bietet das für Ducournau typische diskursive wie affektgeladene Körperkino, ist allerdings auch ihr bislang ruhigster und melancholischster Film“, meint epd-film.