Montag, 5. Oktober 2026

Meine Woche (KW 40/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/City und am Deutzer Rheinufer, im Kino gewesen, Wald-Pilzsuch-Wanderung bei Mayschoß/Dernau (Ahrtal).  


>Motiv Dernau, Ahrtal<

Gedacht: schlimmes Gequetsche in der Ahrtalbahn am Samstag, in keinem „Entwicklungsland“ so erlebt. 

Gesehen: im Kino „Hirten“.  

Gelesen: beendet Andreas Gruber's Roman „Das Eulentor“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: oft Standardkost. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Weizenbier (Torburg). 

Gehört: Musikkonserven von Loreena McKennitt, Wovenhand. 

Gefühlt: ganz gut. 

Gegangen: 58.400 Schritte/Woche (4.900 – 22.100 Schritte/Tag).   

Gekauft: Hosen (C & A/Primark, 60 €), langärmelige Regenjacke (Primark, 32 €). 

Fazit: passable Woche.

Bücherwelten: Andreas Gruber's Roman „Das Eulentor“

Ich habe zuvor noch nie etwas von dem österreichischen Autor Andreas Gruber gehört und gelesen. Sein nur in 888 Exemplaren erschienener Roman war in 2008 der erste Gewinner des noch jungen Vincent Preises, der seither jährlich für deutschsprachige Horrorliteratur in Marburg vergeben wird und diverse Kategorien wie auch die „Kurzgeschichte“ oder „Anthologie“ kennt. Auch dieser Preis dürfte nur „Eingeweihten“ der Horrorliteratur bekannt sein. 

Meine gelesene Fassung des Romans ist eine erweiterte Neuauflage, die in 2021 erschien. Stilistisch ist der Roman schon sehr spannend geschrieben, kann Atmosphäre aufbauen, hat auch mitunter unheimliche und grausige Details. 

Er handelt von Spitzbergen-Expeditionen, die um einen senkrechten, endlos tiefen Schacht kreisen, den die erste Expedition zufällig im Jahr 1911 entdeckte. Eine Rahmenhandlung im Jahr 2021 schildert, wie eine Frau unter Gewaltanwendung zu der geheimnisvollen Anlage über dem Schacht gelangt, unter falschen Identitätsangaben auch eingelassen wird, dann aber überraschend Zeugin eines Angriffs wird, den letztlich nur sie selbst in der Station überlebt. 

Sie verschanzt sich in der Station, findet alte Tagebücher, und der Roman schildert dann rückblickend anhand der Aufzeichnungen, was in den letzten ca. 100 Jahren bei der Erforschung des Schachts dort passierte und was man herausfand. Weiter möchte ich gar nicht auf den Inhalt eingehen. Man findet u.a. Nester mit verwachsenen Skeletten großer Eulen noch in vielen Kilometern Tiefe auf Vorsprüngen im Schacht, und man wird nicht ans Ende des Schachts gelangen. Mythologische Quellen aus alten Büchern spielen auch eine Rolle, denn vielleicht hat man hier einen Eingang zur Hölle gefunden. 

Man wäre jedoch ein Anhänger obskurer Verschwörungstheorien, würde man irgendetwas hier für glaubwürdig halten. Bei der Erforschung des Unbekannten auf der Erde hatten die Schriftsteller:innen vor über 100 Jahren noch deutliche Vorteile, weil noch nicht jeder Winkel erforscht war, etwa Arthur Conan Doyle 1912 mit seinem Roman „The Lost World“.

Freitag, 2. Oktober 2026

Im Kino: Hirten

Sophie Deraspe's Film erzählt von einem kanadischen jüngeren Mann, der nach Burnout-Problemen die Notleine zieht und in die Provence geht, um Schäfer zu werden. Er lernt zuvor eine junge Frau kennen, bei der er vergeblich um eine Arbeitserlaubnis bittet. Da dies schwierig ist, empfiehlt sie ihm mehr oder weniger direkt, schwarz zu arbeiten. 

So beginnt er auf ein, zwei Höfen. Dort geht er zunächst durch eine „harte Schule“, die ihm aber später hilft, bei einem anderen Hof direkt zu landen. Mittlerweile hat seine Arbeitsvermittlerin vom Amt die Nase voll von ihrem Job, kündigt und zieht mit ihm und den Schafen auf Hochweiden in den Alpen. 

„Auch wenn der Film von der Idee der Selbstfindung durchdrungen ist, gelingt es ihm doch, das uralte Handwerk nicht zu romantisieren“, resümiert kino-zeit. 

Anfangs funktioniert das gut, doch Wetter und Wölfe beenden diesen Job. 

Der Film kommt in der zweiten Hälfte besser in Fahrt, ist aber vielleicht doch mit seinen knapp zwei Stunden etwas lang geraten und mit seiner Frauenrolle vielleicht auch nicht so wirklich realistisch. Ihm liegt ein autobiographischer Roman zugrunde, ich weiß aber nicht, ob der Autor dort eine junge Frau so eingeführt hat.

Dienstag, 29. September 2026

Meine Woche (KW 39/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt und am Deutzer/Poller Rheinufer, im Kino gewesen, Wald-Pilzsuch-Wanderungen bei Dernau (Ahrtal) und bei Bad Münstereifel (Berichte folgen vielleicht).  


>Die Engelstrompete auf meinem Balkon<

Gefunden: ein paar Pilze. 

Geplant: eine 3-wöchige Griechenland-Reise zwischen Kos und Athen. Start: 6. Oktober. 

Gesehen: im Kino „Frühstück bei Audrey“.  

Gelesen: beendet Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“ (Bericht), begonnen Andreas Gruber's Roman „Das Eulentor“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: oft Standardkost, aber auch Toast mit/ohne Spiegelei und selbst gefundenen Waldpilzen. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Dosen Schultenbräu Weizen mit Grapefruit und Natur Radler. 

Gehört: Musikkonserven von Loreena McKennitt, Wino, Wucan, The Young Gods. 

Gefühlt: ganz gut. 

Gegangen: 71.200 Schritte/Woche (3.400 – 20.100 Schritte/Tag).   

Gekauft: mit einigen Hundert Euro bin ich Vorleistung gegangen, habe Hin- und Rückflug bei Eurowings sowie die ersten Hotelübernachtungen auf Kos gebucht. 

Fazit: passable Woche.

Dienstag, 22. September 2026

Im Kino: Frühstück bei Audrey

Sophie Beaulieu's Film erzählt von einem allein lebenden Mann, der sich eine fraugroße Puppe zwecks Gesellschaft zulegt. Nur seine Schwester weiß davon. Dieses Grundkonzept ist weder in der Literatur noch im Film neu. In diesem Film erwacht die Puppe irgendwann zum Leben, ein Ansatz, den es meist nur in Horrorfilmen gibt. 

Dieser Film ist jedoch eine Wohlfühlkomödie, und so ist „die Puppe“ dem Mann ergeben. Die schnell menschenähnlich agierende Frau kann der Protagonist dann in die Gesellschaft einführen, seinen Eltern und den Arbeitskolleg:innen vorstellen. 

Der Film ist einfühlsam und dialogtechnisch in diversen Szenen durchaus amüsant. Aber weil es eben eine Komödie ist, die sich keinen Deut um Erklärungen zum „Aufwachen“ bemüht und kein SF-Film, wird unendlich viel Potenzial verspielt. Maria Schrader's Film „Ich bin dein Mensch“ (2021) gefiel in dieser Hinsicht viel besser. 

Lt. kino-zeit „stolpert [der Film] über die eigene Mutlosigkeit, echte Ambition zur Gratwanderung an den Tag zu legen“.