Montag, 31. Dezember 2018

Meine Woche (KW 52)

Getan: Eingekauft, Fenster geputzt, aufgeräumt in der Wohnung, im Kino gewesen, Vater im Seniorenheim besucht, am Freitag nach Lanzarote geflogen und in oft karger Landschaft gewandert. 

Gesehen: im Kino „Drei Gesichter“ (Bericht), "Shoplifters" (Bericht), neue Orte auf Lanzarote.

Gehört: King Crimson.  

Gelesen: in Kim Stanley Robinson's SF-Roman „New York 2140“, in Haruki Murakami's Erzählungsband „Von Männern, die keine Frauen haben“, in Genevieve Cogman's Roman "Die unsichtbare Bibliothek".

Gegessen: gegrillte Sardinen auf Lanzarote als Highlight.

Getrunken: überwiegend Kaffee und Bier, auch Grapefruit-Saft, Pfefferminztee und Glühwein.  

Gefunden, geborgen: ---

Verloren: Käppi. 


Gekauft: eintägige Wandertour auf Lanzarote.

Gestaunt: über die verfallende Agrarlandschaft auf Lanzarote. 

Gefreut: über landschaftliche Ausblicke auf Lanzarote.

Gelacht: ---  

Gewünscht: einen angenehmen Flug.

Gefühlt: einigermaßen ausgeglichen, moderat gestresst. 

Gemessen: Temperaturen. 

Geforscht: "Gegend" auf Lanzarote.

Gedacht: ---

Gefrustet: über fehlgeschlagene, organisierte Tourplanung auf Lanzarote.

Genervt, geärgert: über unnötige Wartezeiten und Technik-Probleme mit Tablet und Kamera.

Fazit: eine eher angenehme Woche bei kühlem Wetter in Köln und warmem Wetter auf Lanzarote. 


(veröffentlicht am 02.02.2019)

Freitag, 28. Dezember 2018

Auf nach Lanzarote

So, ich plane morgen, nach Lanzarote zu fliegen. Das Wetter stimmt mich optimistisch: 


Bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh findet die Berichterstattung während meiner Reise statt. Ich hoffe, die Technik funktioniert?

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Neues Café !

Zuletzt im Juni berichtete ich hier von der immer noch leer stehenden Strauss-Filiale am Chlodwigplatz. Jetzt gibt es dort etwas Neues: ein Café!! 


Heute morgen gesehen, und am frühen Abend habe ich es ausprobiert mit einem großem Cappuccino und einem Stück Apfeltorte. Preiswert war es nicht, aber an diesem exponierten Standort war das auch sowieso nicht zu erwarten. Wie mir schien, nutzen die üblichen Gäste dort ihre Notebooks für irgendwelche Zwecke. 

"Coffee Fellows" - das ist eine deutsche (?) Kette, deren erster Laden 1999 entstand. Mittlerweile gibt es über 200 solcher Kaffeehäuser in Europa. Auch in Köln war dies nun schon der 5. Standort, aber die anderen sind mir bisher noch nicht aufgefallen (Hauptbahnhof) oder ich bin nicht dran vorbei gekommen. 

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Wandern um den Rodderberg bei Bonn

Heiligabend, eine letzte Wanderung in diesem Jahr in der Umgebung. Eine altbekannte Gegend (weil schnell und einfach für mich zu erreichen). 


Weitere Eindrücke gibt's bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh.

Dienstag, 25. Dezember 2018

Fensterdurchblick

Ich war mal aktiv und habe alle 6 Fensterscheiben meiner Wohnung heute geputzt - man neigt ja zu eher außergewöhnlichen Weihnachtsaktivitäten. 

Durchsichtiges Fensterglas hat längst den Siegeszug durch die Zivilisation angetreten. Die Anfänge werden auf das 2. Jahrhundert n. Chr. datiert. Aber es dauerte, und nach wikipedia war Fensterglas noch im 15. Jh. auch in Städten keineswegs selbstverständlich. 


>Wieder Ausblick!<

Glasfenster sind "wider die Natur", und deshalb verschmutzen sie ständig. 

Fenster putzen nervt, und ich brauche meist mehrere freie Tage hintereinander, um die Muße zu finden, damit überhaupt anzufangen. Weihnachten ist da sozusagen "ein dankbares Opferfest". 

Der monetäre Wert von Büchern

Des Vaters Bücherbestand wird voraussichtlich zu über 95 % an eine gemeinnützige Organisation abgegeben werden, denke ich mir mal. Ein paar Dutzend Bücher habe ich in meine Wohnung geschafft, aber jetzt ist sie voll und bestenfalls kann ich noch einen oder zwei halbvolle Umzugskatons in meinem Keller deponieren. 

Mitgenommen habe ich das, was mich vielleicht irgendwann mal interessieren könnte. Das ist nicht unbedingt alt. Darunter war beispielsweise die 20-bändige „Die große Chronik-Weltgeschichte“, die in 2008 erschien und mit dem Urknall beginnt. Dafür habe ich eine andere, ältere, bestimmt 25-bändige Universal-Lexikon-Reihe, die ich vor Jahren schon vom Vater „geerbt“ hatte, rausgeschmissen und in die Papiertonne entsorgt. Die neuere und spezialisiertere Reihe ist im Buchformat höher und breiter, aber sie passt noch auf das Regal genau unter der Wohnzimmerdecke. Das war Voraussetzung, um sie mitnehmen zu können, da ich ganz bestimmt keine weiteren Bücherregale bei mir installieren werde. 

Mitgenommen habe ich auch etwa 15 Romane, die mich vielleicht interessieren könnten. Romane haben höchsten im Laden einen Wert oder auf den Internet-Angebotsseiten, etwa bei Amazon und Booklooker. Antiquarisch beträgt ihr Wert maximal vielleicht 5 €, wenn sie gebunden und gut erhalten sind. 

Interessanterweise fand ich auch ein paar Asien-Romane, meist gedruckt in den 1950er Jahren, beispielsweise Romane der chinesischen Ärztin Han Suyin oder Indien-Romane von Louis Bromfield, z.B. seinen berühmten, auch früh verfilmten Roman „Der große Regen“ (1937). Kolonialzeit-Literatur. Vielleicht lese ich die Bücher mal, einen monetären Wert oberhalb von ein paar Euros haben sie nicht – auch schon deshalb, weil sie in zahlreich wiederveröffentlicht wurden. 

Bei den Bildbänden steigt der Wert vielleicht auf 10 € bei ausgesuchten Exemplaren an. Keine Ahnung, ich werde es nicht im Detail erforschen, aber selbst ein großes, dickes, 5 kg schweres Buch wie Ducret's „Deutsches Porzellan und deutsche Fayencen“ (Ausgabe 1974) kann man für 6 € im Internet erwerben (mehr kostet allerdings das Porto im Falle der Bestellung). Ein gut erhaltener 3-Bänder wie „Keysers Kunst- und Antiquitätenbuch“, 1957-73, ist auch bestenfalls 30 € Wert. Die vielen Kunst- und Antiquitätenbände interessieren mich überhaupt nicht. 

Bei Büchern vor 1933 steigt der Wert eventuell an, aber auch nicht immer und oft auch nicht viel. Lehmann/Petersen's „Illustrierte Weltgeschichte“ (1925), gebunden in 6 Lederbänden, bekommt man schon für 18 € bei booklooker und das Angebot steht schon seit über 2 Jahren dort. 

Mitgenommen habe ich beispielsweise:  

Fleischer, H. „Der Käferfreund“ (1905/06).  

Das Original ist leider bereits von 1896. Interessanterweise gab es auch einen Reprint in 2012 als Taschenbuch. Lt. booklooker könnte das Buch 20 – 30 € Wert sein.  

Friedenthal, Albert „Das Weib im Leben der Völker“ (1910).  

Das sind zwei dicke, gut mit Photos bebilderte Bände. Wert lt. booklooker vermutlich 20 - 60 €, wahrscheinlich ist bestenfalls der Mittelwert anzusetzen. Das Problem ist, es gab damals in kurzem Abstand mindestens 3 Auflagen mit unterschiedlich gestalteten Einbänden und einer Auflage von 35.000 Exemplaren, außerdem gab es in 2018 (!) auch noch einen Reprint. Tendenziell sehen die Bücher ähnlich diesem 43-€-Angebot aus, das bereits seit April 2011 bei booklooker aufgeführt ist – anders ausgedrückt, es gibt keine Abnehmer. Tja, so etwas liest man auch nicht ernsthaft heute mehr.  

Jacques, Norbert „Reise nach Sumatra. Schicksale von Menschen und Tieren“ (1929).  

Ein Weltreisender und Abenteurer aus vermögendem Hause. Er machte bereits 1912 mit seiner zweiten Frau eine 16-monatige Abenteuer-Hochzeitsreise per Schiff nach China (und hoch nach Tibet), Australien, Peru und Brasilien. Wert lt. booklooker: vermutlich 5 – 10 €. 

Es gibt auch noch Bücher aus dem 19. Jahrhundert im Schrank, beispielsweise:  

Faulmann, Karl „Illustrierte Kulturgeschichte für Leser aller Stände“ (1881).  

Auch dieses Werk hat man (leider) als Taschenbuch in 2017 neu herausgebracht. Das Original war antiquarisch gerade mal nicht zu finden (ein gutes Zeichen!).  

Neumayr, Melchior „Erdgeschichte“ (1887). 2 Bde.  

Der Mann war bekannt. Dieses Werk gab es auch in diversen Auflagen, sogar einen Reprint von 2018 gibt es. Dennoch könnte es lt. booklooker 50 € Wert sein. 


Aber mal im Ernst, wer kauft solche Bücher? Die engagierte Enkelin zu Weihnachten für den halbsenilen Opa, der in der Vergangenheit lebt und es selbst nicht kaufen kann, weil er des Internets nicht mächtig ist? 

Montag, 24. Dezember 2018

Meine Woche (KW 51)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, im Kino gewesen, mehrmals in Vaters Wohnung einige Gegenstände und Bücher geborgen.  

Gesehen: im Kino „Under The Silver Lake“, „Die Schneiderin der Träume“ (Bericht).  

Gehört: Andrea Schroeder, Emily Jane White, The Heard, King Crimson, Poems For Laila, Whispering Sons.  

Gelesen: in Kim Stanley Robinson's SF-Roman „New York 2140“, im Kölner Stadtanzeiger und in der „Smartphone“.  

Gegessen: es gab ziemlich viel selbst gebackenen Kuchen der Arbeitskollegen. Die Lammhaxe mit grünen Bohnen und Pellkartoffeln in der Kantine war auch lecker.  

Getrunken: überwiegend Kaffee, Grapefruit-Saft, auch Pfefferminztee.  

Gefunden, geborgen: Gewichte, Bücher, Kissen in Vaters Wohnung.  

Verloren: ---  

Gekauft: Gepäcktransport bei Condor (online). 

Gestaunt: ---  

Gefreut: Brillenreparatur mit Sekundenkleber vorläufig gelungen.  

Gelacht: ---  

Gewünscht: weniger Chaos, weniger Regen.  

Gefühlt: einigermaßen ausgeglichen.  

Gemessen: ---  

Geforscht: nach dem mutmaßlichen Wert ausgewählter Bücher, meist bei booklooker (Bericht folgt).

Gedacht: der Dezember schafft es anscheinend noch, dass es nicht das trockenste Jahr der Geschichte in Köln wird, oder?  

Gefrustet: im Jahr 2050 könnte die Menge an Plastik im Jahr die Menge an Fischen übersteigen (Ergebnis einer Studie für das Weltwirtschaftsforum).

Genervt,geärgert: ---  

Fazit: eine eher mittelmäßige Woche bei nassem Wetter in Köln. 

Sonntag, 23. Dezember 2018

Alte Läden in Sülz

In letzter Zeit komme ich häufiger mal nach Köln-Sülz, da mein Bruder und ich ab und zu (und keineswegs immer zusammen) brauchbare Gegenstände aus des Vaters Wohnung schaffen. 

20 Jahre meiner Kinheit/Jugendzeit habe ich dort gelebt. Viel hat sich geändert in der Viertel-Struktur in den letzten Jahrzehnten, aber nicht unbedingt im nächsten Umfeld. Einige Orte, auch solche, wo wir einkauften, existierten schon als wir 1970 dort hinzogen. 


 >Dieses Radio-Geschäft ist nun am Ende, der Laden geräumt. In den 1970er Jahren war ich mehrmals dort, um die Tonköpfe meines Radiorekorders dort reparieren zu lassen. Das war ein absolut wichtiges Gerät, ich saß am Radiorekorder, lauschte den WDR-Spezialsendungen und Schnitt Songs mit. Wenn der Radiorekorder kaputt war, drohte die Welt unterzugehen. Die Reparaturen waren teuer, kosteten schon damals 40 oder 50 Mark. Aus heutiger Sicht eine schrottige Technik. Nee, wirklich, mit Kassetten, Bandsalat und kaputten Tonköpfen will ich nichts mehr zu tun haben.<


 >Das Mommsenbad gab es dort schon, als wir 1970 einzogen. Es ist eine Sauna mit Therapieangeboten. Muss wohl gut sein, wenn sie immer noch existiert. Drin war ich aber nie.<



>In diesem Schuhhaus am Auerbachplatz kauften wir früher oft die Schuhe. Sichtlich hat sich der Look des Ladens geändert, früher sah das alles hier etwas altmodischer aus.<



 >Früher habe ich sehr viel genascht und Büdchen wie diese beiden am Auerbachplatz (oben) bzw. an der Mommsenstraße (unten) waren häufig das Ziel. Diese Büdchen sind relativ typisch für die an die Innenstadt Kölns angrenzenden Wohnviertel, zu denen auch Sülz gehört. Ich weiß nicht, wann sie entstanden sind, aber sie existierten durchweg 1970 schon, sind vielleicht auch schon Jahrzehnte vorher gebaut worden. Süßigkeiten, Zeitungen, Zigaretten, Naschwerk und Eis sind ihr traditionelles Geschäftsfeld.<


Samstag, 22. Dezember 2018

Sounds - Sumie mit "Lost in Light"

Die Schwedin mit japanischen Wurzeln hat auf ihrem zweiten Album "Lost in Light" einen Sound geschaffen, der sich auch für Weihnachten eignet - aber zum Glück sind es keine Weihnachtslieder, sondern es ist "raumerfüllender Folk, vorgetragen mit zarter Stimme und gekonntem Finger­picking an der Akustikgitarre. Verloren unter der ­Kuscheldecke", meint der musikexpress noch dazu.  



>Sumie-Video mit dem Song "Fortune"<

Freitag, 21. Dezember 2018

Kino-Tipp: Under The Silver Lake

David Robert Mitchell's Film spielt in Los Angeles und handelt von einem Typen, der mit Vorliebe schönen Frauen hinterher guckt und ziemlich viele Joints raucht. Dabei vermischen sich seine Eindrücke zunehmend mit Zwangsvorstellungen, die szenisch aber so gut eingebaut sind, dass man nicht so recht weiß, ob nun Realität oder nur die Vorstellungswelt des jungen Mannes gezeigt wird. Der Film kann dabei auch schon mal in die unheimliche Phantastik abgleiten. 

Jedenfalls verfolgt der junge Mann ein Ziel, nämlich jene Frau wiederzufinden, die im Innenhof gegenüber wohnte und mit der eine Liebesnacht verbracht hat. Manchmal führt die Spur auf Nobelparties. So surreal wie die Geschichte insgesamt gestrickt ist, ist allerdings nicht sicher, ob diese Frau überhaupt existiert, zumal deren Wohnung am nächsten Tag komplett geräumt war. 

Es ist im Grunde unmöglich, diesen Film nachvollziehbar zu erzählen, aber das Ansehen lohnt. Erwähnenswert ist noch, dass auch Tiere eine oft bizarre Rolle in diesem Film spielen – Hunde, Papageien, Stinktiere, Eichhörnchen. 

Ein „popkulturell aufgela­dener Neulingsblick [eines jungen Regisseurs] auf das Labyrinthische, Mystische und Esoterische“ von Los Angeles, meint epd-film

In 2015 sah ich hierzulande schon seinen Horrorfilm „It Follows“, der mir ebenfalls sehr gut gefiel. 

Man ist sich aber nicht wirklich einig über den neuen Film. Herr Balzer, Autor der zeit, schreibt dort eine witzig-lesenswerte, gute Kritik zu einem seiner Ansicht nach schlechten Film. Geht das überhaupt? Oder „bespricht“ Die Zeit nicht sowieso nur gute Filme, von denen der eine oder andere mal mehr oder weniger gut ist? 

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Kino-Tipp: Gegen den Strom

Benedikt Erlingsson's Film spielt überwiegend in/auf Island und handelt von einer im Alltagsleben unauffälligen Frau, die die örtliche Aluminiumhütte mit Sabotageakten bekämpft. Abgesehen hat sie es dabei auf die Stromversorgung, der sie mit Bogen, Seilen, Sprengstoff und Sägen mitten in der weitgehend baumfreien isländischen "Pampa" zu Leibe rückt. Doch nach diversen solcher Attacken mit entsprechenden Erfolgen wird die Überwachung und Spurensuche intensiviert, das Gebiet mit Hubschraubern und Drohnen überwacht. 

Immer wenn es etwas brenzlich wird, spielt eine Kapelle auf oder singt ein dreiköpfiger ukrainischer Frauenchor. Nur die Protagonistin sieht und hört diese Personen. Dadurch und durch die schrägen Klänge erhält der Film einen surrealen Charakter. Witziges Element ist ein spanischsprechender Tourist, der auf einem Fahrrad unterwegs ist und drei Mal von den Sicherheitsbehörden irrtümlich überwältigt wird, weil sie ihn für den Saboteur halten. 

Die Ukraine spielt hier in dem Film noch eine Nebenrolle, denn die Protagonistin adoptiert dort ein Kind und flüchtet zunächst dorthin, als sie die Zusage bekommt, das Mädchen dort in einem Waisenhaus abholen zu dürfen.

Ein clever rhythmisierter und durch surreale und komische Elemente strukturierter Film“, meint epd-film. Es lohnt wirklich, ihn anzuschauen. 

Montag, 17. Dezember 2018

Meine Woche (KW 50)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, im Kino gewesen, Basketball gespielt, an Weinachtsfeier teilgenommen, mehrmals in Vaters Wohnung einige Gegenstände und Bücher geborgen.  

Gesehen: im Kino „Climax“, „Gegen den Strom“ (Bericht folgt).  

Gehört: Ain Soph, Aldous Harding, Andrea Schroeder, Emily Jane White, King Crimson, Sumie und bei spotify in einige Alben hineingehört.  

Gelesen: in Kim Stanley Robinson's SF-Roman „New York 2140“, im Kölner Stadtanzeiger, im Greenpeace Magazin und in der „Smartphone“.  
 
Gegessen: „gebratenen Zander an Bohnen mit Kartoffelstampf“ sowie einen „Metthappen“ als Vorspeise in der Gastätte „Im Roten Ochsen“, Köln-City. Außerdem ist Hühnersuppe wieder angesagt.  

Getrunken: überwiegend Kaffee, auch Mango-Kokos- und Pfefferminztee sowie Kölsch.  

Gefunden, geborgen: viele Gewichte und Bücher in Vaters Wohnung. Ich nahm auch einen großen Edelstahl-Kochtopf mit, der größer als mein zuvor größter Kochtopf ist. Das ist insbesondere besser für meine gelegentlich zu kochenden Suppenhühner.  

Verloren: ---  

Gekauft: nichts über 20 €.  

Gestaunt: die ersten Zeugnisse einer kriegerischen Auseinandersetzung in Mitteleuropa sollen erst aus dem Jahr 1250 v. Chr. datieren.  

Gelacht, gefreut: ---  

Gewünscht: mehr Freizeit.  

Gefühlt: kalt und ausgeglichen.  

Gemessen: ---.  

Gedacht: Jahrgang 1929 waren anscheinend Habenichts-Kinder.  

Gefrustet: ---.  

Genervt: ---.  

Geärgert: Gleitsichtbrille defekt.  

Fazit: eher mittelmäßige Woche bei für mich zu kaltem Wetter und sogar Schnee am Sonntag. 

Sonntag, 16. Dezember 2018

Der erste Winterschnee

Köln hat heute der Schnee erreicht. 



Mittlerweile ist allerdings fast alles an Schnee wieder weg. 2,5 Grad zeigt mein Außenthermometer im Moment.
 

Samstag, 15. Dezember 2018

Eine Zeitreise

Vorgestern: Weihnachtsfeier. Wir besuchten zunächst „TimeRide“ in der Kölner Altstadt. 


Man besteigt dort eine alte Straßenbahn, bekommt eine 3-D-Brille und fährt dann mit der Bahn ziemlich langsam, aber vermutlich in Originalgeschwindigkeit, durch das Köln des Jahres 1909. Neben ein paar kleinen Straßenbahnen waren damals nur Pferdefuhrwerke und Fußgänger in der Stadt unterwegs, und am Rhein lagen kleinere Frachtdampfer mit großen qualmenden Schornsteinen. Alte Geschäfte, Markt am „Alter Markt“. 

Kann man machen, sage ich mal, aber das Schauspiel war ziemlich verpixelt. 

„Im Roten Ochsen“, in Rhein-Nähe, waren wir danach Essen. Das Essen kam schnell, da es vorbestellt war. Zu trinken gab's allerdings nur wenig, denn personell war der Laden an diesem Abend mit seinen 2 Persönchen zur Bedienung der mindestens 70 Gäste, die auch alle Essen wollten, völlig unterbesetzt. 

Sound-Welten (15/2018)

In dieser spotify-Prüfserie gefiel mir das Album von "The Heard" am besten.  

Autumnal Blossom. Album: Spellbound (2016). Zweites Album einer deutschen Melodic-Prog-Band mit Lady am Micro. Der Sound gefällt mir im Grunde ganz gut, weshalb ich vor einigen Jahren schon das Debut-Album kaufte. Auch dieses Album hat ein paar Highlights, aber nicht alle Songs überzeugen mich. „Mal melancholische, mal verhalten fröhliche, aber immer leicht verschrobene Klangkonstrukte“, meinen die babyblauen-seiten. Anspieltipp: „Because I Could Not Stop For Death“. SHR: 1 T. WD: n.v.  

Bröselmaschine. Album: Indian Camel (2017). Fünftes Album einer deutschen 70er-Jahre-Krautrock-Band, die aber nie besonders stabil in der Besetzung war und Jahrzehnte mehr oder weniger pausierte. Das neue, nach 32 Jahren Schaffenspause erschienene Album liefert sogar einen kontemplativ-perkussiven 12-minütigen Longtrack, will mich aber – trotz Sängerin (!) - als Ganzes nicht wirklich überzeugen. SHR: 1 - 4 T. WD: 40/d.  

Cowboy Junkies. Album: All That Reckoning (2018). Diese kanadische Folk-/Americana-Band hat ihr erstes Album zwar 1989 herausgebracht, ich sehe sie jedoch in erster Linie als 90er-Jahre-Band. Damals kaufte ich zwei Scheiben von ihnen. Mit dem neuen Studio-Album, etwa Nr. 20, haben sie es erstmals in die deutsche Top 100 geschafft. Der Sound ist auch heute noch typisch „Cowboy Junkies“, mal melancholisch-balladesk, manchmal auch mit schrofferen Gitarren – und die Lady am Micro hat immer noch eine tolle Stimme. Die Geschwisterchen machen ihr Ding, bis sie irgendwann einmal tot umfallen, vermute ich. Anspieltipp: „Wooden Stairs“. SHR: 38 - 178 T. WD: 24/d.  

Darling West. Album: While I Was Asleep (2018). Drittes Album einer norwegischen Folkband mit Lady am Micro und Gruppengesang. „Sehnsuchtsvolle Country-Balladen“, meint soundsandbooks. Streckenweise etwas arg „fröhlich-kitschig“, finde ich. SHR: 14 - 679 T. WD: n.v. 

Emma Ruth Rundle. Album: On Dark Horses (2018). Von ihr kaufte ich im letzten Jahr schon ein Album. Auf ihrem vierten Solo-Album verliert sie sich wieder in ihrem düster-schroffem, aber nur selten melancholischem Sound. Aus meiner Sicht ist das Album etwas zu geradlinig. SHR: 48 - 120 T. WD: 29/d.  

Family 5. Album: Ein richtiges Leben in Flaschen (2018). Etwa siebtes Studio-Album einer deutschen, seit mindestens 1981 zeitweise aktiven Rock-/NDW-Band. Die deutschen Texte gefallen mir besser als der oft simple „Stimmungsmacher-Sound“. SHR: 1 T. WD: 26/d.  

The Green Apple Sea. Album: Directions (2018). Viertes Studio-Album einer Nürnberger Indie-Folk-Band. Solche soften lieblich-fluffigen Sounds sind ja nicht so mein Ding. SHR: 1 – 13 T. WD: 26/d.  

The Heard. Album: The Island (2018). Debut-Album einer schwedischen, überwiegend von Ladies gebildeten Hard-Rock-Band. „Schwere Riffs, mystische Songs und vor allem treibende Hard Rock Grooves machen das Betörende dieses Albums aus“, meint crossfire-metal. Der mitunter klagende Gesang und die schweren Riffs können durchaus gefallen, falls man mal wieder etwas Power in der Bude haben will. Anspieltipp: „Sirens“. SHR: 1 – 3 T. WD: n.v. 

Influence X. Album: Quantum Reality (2018). Zweites Album einer schweizerischen Prog-Metal-Band. „Es dominieren hart rockende Progmetal-Einfälle, die immer wieder vom atmosphärischen Artrock, oder von den durch die Tasteninstrumente bestimmten symphonischen Momenten unterbrochen werden“, meinen die babyblauen-seiten. Stilistisch nicht so ganz mein Ding. SHR: 1 T. WD: n.v.  

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 
 

Im Kino: Climax

Gaspar Noé's Film „Climax“ handelt ausschließlich von einer Tanzfete in einer Schule, die völlig aus dem Ruder läuft, weil der Fruchtbowle eine Psycho-Droge untergemischt wurde. Desorientierung, sexuelle Enthemmung und Gewalt greifen bei meist technoiden Klängen um sich. 

Der Regisseur lässt den Zuschauer visuell teilhaben am Wahn, die Bilder stehen oftmals auf dem Kopf oder drehen sich, die Räume sind häufig in einem gespenstisch-rötlichem Licht getaucht. 

Im Ergebnis wüsste ich jetzt nicht, warum ich eine Empfehlung für den Film aussprechen sollte. Eine Geschichte im engeren Sinne erzählt er nicht.
 
"Ein 95-minütiger House-Track, nach dem einem schwindelig im Kopf und mulmig in den Beinen ist", meint denn auch kino-zeit

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Unterwegs im Kölner Norden

Am letzten Sonntag bin ich bei gewagtem Wetter im Kölner Norden unterwegs gewesen. Eine längere, regenbedingte Zwangspause war angesagt. 


>Am Rhein bei Köln-Niehl<

Bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh gibt es mehr Eindrücke von der Tour zu sehen. 

Auch habe ich erstmals die Route mittels GPS mit der Android-App "Komoot" aufgezeichnet. Für Köln-Touren geht das in meinem Fall noch "umsonst", für andere Regionen ist es aber vermutlich sinnig, sich direkt das komplette Kartenwerk für 29,99 € zuzulegen, da Einzelregionen zurzeit 8,99 € kosten.

Montag, 10. Dezember 2018

Meine Woche (KW 49)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, im Kino gewesen, Basketball gespielt, Vater besucht in der Seniorenresidenz, im Kölner Norden gewandert (Bericht folgt).  

Gesehen: im Kino „Die Erbinnen“, „November“ und „Roma“, TV ohne Highlights.  

Gehört: Aldous Harding, Emiliana Torrini, King Crimson, Sumie und bei spotify in einige Alben hineingehört.  

Gelesen: in Kim Stanley Robinson's SF-Roman „New York 2140“, im Kölner Stadtanzeiger und der Rock-Zeitschrift Eclipsed.  

Gegessen: das Kantinenessen war in dieser Woche ganz gut - häufiger mit Bratkartoffeln. Das ist etwas, was es bei mir zu Hause nie gibt.  

Getrunken: überwiegend Kaffee, auch grünen Mango-Kokos-Tee und Kölsch.  

Gefunden: Driss Chraibi's Marokko-Roman „Ermittlungen im Landesinnern“ im öffentlichen Bücherschrank.  

Verloren: ---  

Gekauft: nichts über 20 €.  

Gestaunt, gelacht, gefreut: ---  

Gewünscht: mehr Freizeit.  

Gefühlt: relativ gesund und ausgeglichen.  

Gemessen: Wegstrecken und Höhenmeter.  

Gedacht: ---  

Gefrustet: vom Regenwetter.  

Genervt, geärgert: ---  

Fazit: eine relativ gemütliche Woche mit Antriebsarmut bei sonnenarmem, oftmals schlechtem Wetter. 

Im Kino: Roma

Alfonso Cuarón's Film „Roma“ spielt in Mexico-City und Umgebung um 1970/71. Der Film ist mehr oder weniger ein Familienportrait einer gehobenen Mittelstandsfamilie, vielleicht auch schon an der Grenze zum Reichtum, denn sie bewohnen ein Haus mit Innenhof, haben zwei indigene Haushälterinnen, Autos etc. 

Der Haussegen hängt schief, der Mann lässt sich nur einmal blicken, hat eine Andere. Umso mehr spielen die Haushälterinnen die Hauptrolle im Film, ihr Tun und Lassen im Haushalt wird sorgsam portraitiert. Es gibt vier Kinder, einen Hund, eine Oma und natürlich die Mutter. Viel zu tun. 

Nebenbei spielt der Film auch noch auf dem Lande bei den Indigenas, er zeigt die Studentenunruhen und Massaker sowie Krankenhaus-Chaos in Mexico-City. 

In Detail-Reichtum und Intensität ist dieser Schwarzweiss-Film beeindruckend. 

Die emotionale Tiefe, die aus jedem perfekt kadrierten und inszenierten Bild kommt, durchströmt das gesamte Werk“, meint kino-zeit.

Der Balkon im November/Dezember

Im November zieht sich die Vegetation kontinuierlich zurück. Es gibt nicht mehr viel zu sehen.


>Den Birnbaum habe ich beschnitten, nach stärkere Winde in den letzten Tagen fast alle Blätter weggeweht haben. Was es dort noch gibt, ist eine Paprika-Pflanze.< 

Samstag, 8. Dezember 2018

Im Kino: November

So einen archaisch-surrealen wirkenden Film wie Rainer Sarnet's in schwarzweiss inszenierten estländischen Geister-/Liebesfilm „November“ nach einem Roman von Andrus Kivirähk bekommt man selten zu sehen. 

Er spielt im Umfeld eines Schlosses irgendwo in der „Pampa“ Estlands, vermutlich im 19. Jahrhundert und verarbeitet bäuerliche Volkssagen und Aberglauben. Hier spielen „Kratts“ eine wichtige Rolle, Wesen, die aus bäuerlichen Gegenständen und Knochen zusammengebaut sind, denen von Schamanen, Teufeln oder Hexen Leben eingehaucht wurde und die auch sprechen, laufen und herumfliegen können. 

Zum Schloss gehören Wirtschaftsgebäude und primitive Wohnstätten der ausgebeuteten Landbevölkerung, die kaum etwas zu essen hat, aber mit dem Personal des Schlosses regen Handel mit Schloss-Gegenständen treibt. 

An Allerseelen steigen die Toten aus den Gräbern des benachbarten Friedhofs, um in ihren Familien für einen Tag zu leben und zu schauen, ob die Familienschätze noch gut versteckt und vorhanden sind. 

Die Dreiecks-Liebesgeschichte selbst ist nicht so besonders, gothic-archaisch, Hexenzauber soll helfen. „Wer Märchen kennt, nicht die zuckersüßen aus dem Haus mit der Maus, sondern diejenigen grimmschen Formats, weiß, wie die Sache ausgeht“, meint kino-zeit

Leider verflacht der Film doch etwas in der zweiten Hälfte bei Mondschein und der somnambulen schlafwandelnden Geliebten und kann nicht mehr wirklich spannend über die Zeit tragen. Dennoch ist es ein besonderer Film – mit ebenso archaischen Sountrack. 

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Stadtspaziergänge

Dieser Tage gibt es nicht so übermäßig viel Neues zu berichten, zumal das Wetter mir entweder zu nass oder zu kalt ist. Am Montag besuchte ich meine Zahnärztin, die aber auch keine große Lust hatte, Probleme zu finden. 


>Alte Feuerwache, Balthasarstraße, Köln-Nordstadt<

Ich komme bei diesen Besuchen dann in die sonst von mir nur selten besuchte nördliche City, in der es auch einige mehr oder weniger schöne Winkel gibt.


 >Hinterhof-Graffity, Maybachstraße, Köln-Nordstadt<

Heute spielten wir mal wieder Basketball und morgens musste ich noch dringend ein Amazon-Päckchen in einer Filiale abholen - diese Message habe ich auf meinem Smartphone fast übersehen, da wird ja so alles Mögliche irgendwo gemeldet.


Montag, 3. Dezember 2018

Im Kino: Die Erbinnen

Marcelo Martinessi's paraguayischer Film handelt von zwei etwa 60-jährigen Frauen, die in einem palastähnlichen Anwesen in der Hauptstadt Asunción hausen, aber mehr oder weniger Pleite sind und nach und nach das Inventar verscherbeln. Dabei versinken sie meist in Melancholie und denken vermutlich an alte, glanzvollere Zeiten. Eine Haushälterin leisten sie sich aber noch. 

Eine der Frauen muss dann auch noch für ca. einen Monat ins Gefängnis wegen offener Rechnungen, während die andere in dieser Zeit Freundinnen als Quasi-Taxifahrerin durch die Gegend kutschiert. 

In diesem Sittengemälde einer verarmten, früheren Oberschicht erfährt man wenig über die Hintergründe und überhaupt geben die Protagonistinnen wenig über sich und ihr Denken Preis. 

Ich sage mal, kann man ansehen, muss man aber nicht. 

Gemächlich erzählt, inhaltlich seltsam blutarm“, meint rbb24.

Meine Woche (KW 48)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, im Kino gewesen, Kneipe "Braustelle" mit Freund besucht, Sachen geborgen aus Vaters Wohnung, Vater besucht in der Seniorenresidenz, ein wenig in Köln herumspaziert.  

Gesehen: im Kino „Suspiria“ und „Cold War“, TV ohne Highlights.  

Gehört: Agnes Obel, Ahab, Eloy, Elysian Fields, Emerson, Lake & Palmer, Emiliana Torrini, Sumie.  

Gelesen: in Kim Stanley Robinson's SF-Roman „New York 2140“, in Haruki Murakami's Erzählungsband „Von Männern, die keine Frauen haben“, in diversen Zeitschriften.  

Gegessen: meine Standard-Kost.  

Getrunken: fast nur Kaffee und Kölsch.  

Gefunden, verloren: ---  

Gekauft: nichts Besonderes.  

Gestaunt, gelacht, gefreut: ---  

Gewünscht: mehr Freizeit.  

Gefühlt: relativ gesund.  

Gemessen: Straßen-Geräuschpegel.  

Gedacht: alt werden ist ein finsteres Spiel.  

Gefrustet, genervt, geärgert: ---  

Fazit: mittelprächtige Woche bei mittelprächtigem Wetter. 

Sonntag, 2. Dezember 2018

Waagen und Gewichte

Mein Vater war leidenschaftlicher Sammler. Alles, was man sammeln kann und nicht zu.... groß ist (wie etwa Möbel), schleppte er über Jahrzehnte in die Wohnung. Alte Waagen und Gewichte gehörten auch dazu. 



Nun, da wir den Vater in ein Seniorenheim umgezogen haben und die Aufgabe der Wohnung geplant ist, schaue ich gelegentlich, was mich interessiert und gerettet werden sollte und noch in meine Wohnung passt. Gelegentlich finde ich ein Plätzchen, etwa hier für diese altertümlichen Waagen und Gewichte.


Aber es ist nicht viel an Platz verfügbar - in Anbetracht der Massen an Kram in seiner Wohnung und in Anbetracht des beschränkten Platzes in unseren Wohnungen. 

Samstag, 1. Dezember 2018

Im Kino: Cold War - Der Breitengrad der Liebe

Pawel Pawlikowski's polnischer Liebesfilm fängt in den späten 1940er Jahren an und erzählt über vielleicht drei Jahrzehnte von einer großen Liebe. Anfangs lernen sie sich in einer Sing-/Tanz-Akademie kennen, einem eigens hierfür wahrscheinlich beschlagnahmten Herrensitz. Er ist Klavierlehrer und Komponist, sie eine Schülerin. 

Später wird der Tanzchor bekannt im Osten und man darf Auslandsreisen in befreundete Länder machen. Bei einem Gastauftritt in Ost-Berlin setzt sich der Mann in den Westen ab, aber seine Geliebte hat nicht das Selbstvertrauen zu folgen und kommt nicht zum verabredeten Treffpunkt. 

Der Mann geht weiter nach Westen, nach Paris, ist dort mehr in der Jazz-Szene zu Hause. Später kommt der Tanzchor auch gelegentlich nach Westeuropa auf Tournee. Sie treffen sich heimlich in diversen Städten, leben später zeitweise auch mal in Paris zusammen, doch die Frau hat Sehnsucht nach Polen und kehrt dorthin zurück.

Atmosphärisch in schwarzweiss gedreht, wirkte die Geschichte auf mich relativ kühl, die tiefe Leidenschaft ist nur angedeutet. 

Ein Meisterstück erzählerischer Konzentration, dem es gelingt, seinen Protagonisten unverbrüchlich treu zu bleiben und zugleich tragenden Nebenfiguren Raum zu geben“, meint epd-film

Aus meiner Sicht ist es eher ein Film für echte Filmkunst-Cineasten.

Einige Lärmmessungen

Naja, ich stehe erst am Anfang der „Ermittlungen“ mit der Lärm-App. Laerminfo zeigt die Lärmskala. „Flüstern“ ist mit 30 dB, ein „leises Gespräch“ mit 50 dB, ein „normales Gespräch“ mit 60 dB und ein „lautes Gespräch“ mit 70 dB (Dezibel) angesetzt. 80 dB steht für die Gefährdung des Gehörs bei Dauerbelastung und 130 dB für die Schmerzgrenze. 

Meine Messwerte sind natürlich nur kleine Minuten-Stichproben. 

Heute im Wohnzimmer gegen 18 Uhr bei geschlossenem Fenster und ohne Medienkonsum: 

7.5 – 22.0 – 48.2 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 10.11 Minuten 

Was man hört, ist der Verkehr, das Ticken einer Uhr und als Spitzen Hausgeräusche. Wenn jemand über mir herumstapft oder Sachen rumräumt, hört man das. Im Prinzip halte ich es für ein hellhöriges Haus, aber wenn die Nachbarn nicht da sind und keine Personen quatschend durch das Treppenhaus laufen, kann man eben auch – wie oben - zu sehr guten Messwerten kommen. 


Fußweg in der Severinstraße gegen 19 Uhr: 

43.4 – 56.8 – 78.0 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 6.05 Minuten 

Meine Geschäfsstraße in der Südstadt ist verkehrsberuhigt und gegen 19 Uhr ist sowieso meist nicht mehr viel los. 


Fußweg Rudolfplatz – Zeughausstraße gegen 9 Uhr 30: 

41.2 – 56.3 – 78.7 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 10.37 Minuten 


Fußweg Neumarkt – Zeughausstraße gegen 9 Uhr 30: 

40.5 – 61.0 – 80.6 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 8.05 Minuten 

Im Geschäftszentrum ist es durch Verkehr etwas lauter. 


Fußweg zu meiner Paketstation (Südstadt) gegen 9 Uhr: 

27.9 – 51.2 – 76.0 (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 6.37 Minuten 

Das ist eine Art Schleichpfad durch wenig befahrenen Gassen. Unter 50 dB im Mittel wird man nur schwer kommen, denn in die Geh-Messungen fließen bereits in erheblichem Umfang Eigengeräusche durch das eigene Gehen ein, insbesondere wenn man zeitweise beispielsweise auch noch durch raschelndes Laub auf den Gehwegen geht. Auch der Wind kann sich am Mikrophon des Smartphones fangen. 


In der Straßenbahn Ulrepforte – Rudolfplatz: 

1) 41.0 – 58.4 – 76.9 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 6.54 Minuten 
2) 36.2 – 58.0 – 77.2 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 5.37 Minuten 
3) 43.5 – 62.2 – 81.8 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 6.45 Minuten 

Der Normalpegel (Mittel) bewegt sich demnach bei der Lautstärke eines „normalen Gesprächs“. Auf der dritten Fahrt gab es Spitzen durch Kinder und eine Psychotikerin, die den Mittelwert nach oben trieben. 


In der Straßenbahn Barbarossaplatz – Neumarkt: 

54.9 – 65.4 – 83.3 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 2.50 Minuten 

Am Barbarossaplatz fährt die Straßenbahn in den Untergrund. U-Bahn – das kann hier bei quietschenden „Bahngelenken“ in engeren Kurven sehr laut sein, aber ich hatte eine ruhigere Fahrt erwischt. Aber in der U-Bahn ist es generell lauter als in der Straßenbahn. 


In der S-Bahn Mülheim – Stammheim: 

38.6 – 50.3 – 74.7 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 5.59 Minuten 

In der S-Bahn ist es wohl oftmals deutlich leiser als in der Straßenbahn. Dies war jedenfalls eine ruhige Fahrt. Die auf- und zugehenden Türen und die Ansagen verursachen die Spitzen. 


Alles in Allem zeigen die Werte Stadt-Normalität. In „Allgemeinen Wohngebieten“ gilt nach der TA Lärm ein Immissionsrichtwert von 55 dB(A) tagsüber in „Kerngebieten“ - und das sind meist die Innenstädte - 60 dB(A). Im Deutschen Recht ist das der Mittelwert einer 16-Stunden-Messung von 6 – 22 Uhr. Spitzen dürfen 30 dB(A) drüber liegen. Einen Wert von 85 dB habe ich oben gar nicht gemessen. 

Freitag, 30. November 2018

Wanderung Köln-Stammheim – Bergisch Gladbach

Am letzten Sonntag – bei grau-düster und nass-kaltem Wetter – wanderte ich weitgehend im sehr selten von mir besuchten Nordosten Kölns herum. Um die 7 Grad, aber geregnet hat es nicht. 


>Im Schlosspark, Köln-Stammheim< 

Bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh könnt ihr den volllständigen Bericht ansehen.

Mittwoch, 28. November 2018

Kino-Filmtipp: Suspiria

Ein Filmtipp – aber nicht für alle. 

Der neue Hexen-Tanz-Horrorfilm von Luca Guadagnino gefiel mir gut. Es ist ein Film für die Augen – visuell häufig beeindruckend, besonders auch in den krassen Tanzszenen. Eine etwas laszive Erotik und die sonderbare Atmosphäre sprechen auch für den Film. Die Handlung erscheint relativ komplex bzw. undurchsichtig inszeniert und spielt auf mehreren Zeitebenen. Sie ist zudem durchsetzt mit bizarren Visionen oder Flashbacks. Vermutlich habe ich die Zusammenhänge noch nicht einmal richtig verstanden. 

Erzählt wird von einer jungen Amerikanerin (Dakota Johnson), die noch zu DDR-Zeiten in den 1970er Jahren nach Ost-Berlin kommt, um bei einer Frauen-Tanz-Akademie anzuheuern. 

Die Akademie residiert in einem herrschaftlich eingerichteten, verschachtelten Häuserkomplex direkt an der Mauer. Sie tanzt vor – und wird direkt genommen. Die Tänze der Gruppe entfalten jedoch irgendeine magische Bedeutung und Kraft, können Rituale sein und werden von der Hexen-Führungsriege auch genutzt, um Verräterinnen in den eigenen Reihen hinzurichten. Diese okkult angehauchte „Tanzsekte“ stützt ihre Kraft dabei auf „vergammelte Alt-Hexen“, die man später in den Kellergewölben herumkriechen sieht. 

Das Verschwinden von Mädchen erregt Aufmerksamkeit einiger Personen, u.a. eines alten Psychiaters, der Nachforschungen anstellt. 

Am Ende wird um die Macht unter den Hexen getanzt. Sehr bizarr und sehr blutig. 

Die Innenszenen wurden in einem Lost Place, einer alten Hotel-Ruine in der norditalienischen Stadt Varese gedreht (lt. wikipedia), dort in der Stadt gab es auch alte Gewölbe als Drehort. 

Der Film ist ein Remake. Wenn ich es richtig sehe, habe ich nie einen Film von Dario Argento gesehen, also auch nicht das Original „Suspiria“ (1977). Das müsste ich interessehalber mal nachholen – zumal die ungekürzte Fassung erst im letzten Jahr für den Film-Konservenmarkt freigegeben wurde. 

Der Filmtipp ist für jene, die sich heutzutage noch trauen, in einen Film zu gehen, der erst ab 16 Jahre freigegeben wurde. 

Allein die Analyse aller Motive und Metaphern des Filmes wird ein ganzes Buch füllen können“, meint kino-zeit.

Montag, 26. November 2018

Meine Woche (KW 47)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, im Kino gewesen, Vater besucht in der Seniorenresidenz, gewandert im Nordosten von Köln (Bericht folgt).  

Gesehen: im Kino „Juliet, Naked“, TV ohne Highlights.  

Gehört: Agnes Obel, Ahab, Eloy, Elysian Fields.  

Gelesen: in Kim Stanley Robinson's SF-Roman „New York 2140“, Horror-Zeitschrift „Virus“.  

Gegessen: es war mal wieder Linsensuppe angesagt, aufgewertet mit Gemüse und Suppenfleisch.  

Getrunken: fast nur Kaffee.  

Gefunden, verloren: ---  

Gekauft, gebucht: zwei Flüge nach Lanzarote (hin) und Düsseldorf (zurück), weitere Details siehe dort.  

Gestaunt, gelacht, gefreut: ---  

Gewünscht: noch viel-viel mehr Freizeit.  

Gefühlt: ziemlich gestresst (außer am Wochende).  

Gemessen: diverse Geräuschpegel in der Straßen- und U-Bahn Kölns.  

Gedacht: scheiss Spiel!  

Gefrustet, genervt: von der Urlaubsplanung.  

Geärgert: im Job.  

Fazit: ziemlich anstrengende Woche. 

Samstag, 24. November 2018

Ein rechtsrheinischer Spaziergang in Köln

Am letzten Sonntag war ich für einen 9 km langen Spaziergang auf der anderen Rheinseite unterwegs, wobei es auch darum ging, mein neues Smartphone auszuprobieren. Das funktionierte auch ganz gut, wobei ich allerdings noch die „richtigen“ Apps rauf bringen muss. Was nützt es beispielsweise, wenn ich Lärmmessungen mache, diese nicht gespeichert werden können und zu Hause die Ergebnisse vergessen habe? 

Die alten Fabrikgemäuer am Mülheimer Hafen und am Auenweg waren ein spezielles Ziel, denn diese werden demnächst abgerissen und weichen modernen Wohnprojekten. 


>Am Mülheimer Hafen<

 
Der marode unberührte Charme, den diese Gegend noch vor wenigen Jahren hatte, ist indes bereits heute weitgehend verloren gegangen, da alle möglichen Abriss- und Zerstörungsmaßnahmen bereits stattgefunden haben. 


  >Fabrikruinen nahe dem Mülheimer Hafen<



Das gilt auch insbesondere für die Fabrikgemäuer an der Deutz-Mülheimer-Straße, in denen die Veranstaltungsstätte „Gebäude 9“ und zahlreiche Künstlerateliers liegen. Überall Sanierungsmaßnahmen, Gerüste, Kräne. 

Nach diesem Rundspaziergang fuhr ich ein paar Stationen mit der Straßenbahn weiter zum Wiener Platz und ging durch Mülheim runter zum Rhein. Dort ging ich am Ufer lang bis Köln-Stammheim. Neben einigen wenigen altertümlichen Relikten wie dem Haus Krahnenburg sind hier viele Wohn-Neubauprojekte entstanden. In der abendlichen Sonne war es am Rhein ganz nett. Auch waren relativ viele Spaziergänger unterwegs. 

 
>Rheinufer-Bebauung, Köln-Mülheim<



 
>Am Rheinufer, Köln-Mülheim<


Fast die letzte Station war ein alter Wasserturm am südlichen Ende von Köln-Stammheim: 


Dort war ich zuvor sicherlich noch nie. Aber auch diese alte imposante, nicht ungefährliche Ruine wird voraussichtlich eine zweifelhafte, zweckentfremdete Inwertsetzung als Wohnturm erfahren. 

Von der S-Bahnstation Köln-Stammheim fuhr ich dämmerungsbedingt zurück nach Hause, müsste dort in der Gegend bei Gelegenheit aber noch ein paar andere Orte in Augenschein nehmen.

Freitag, 23. November 2018

Im Kino: Juliet, Naked

Jesse Peretz' Film „Juliet, Naked“ basiert auf einer Roman-Vorlage von Nick Hornby. Erzählt wird von einem verheirateten Typen, der mit seiner Musikleidenschaft in der Vergangenheit hängen geblieben ist, leidenschaftlich einen längst vergessenen Singer-/Songwriter verehrt und eine Internet-Fanseite betreibt. Seine Frau ist längst genervt von dieser Marotte und als tatsächlich eine neue Platte erscheint, zerreisst sie diese in einer Kritik auf der Fanseite ihres Mannes. Nach einem Riesenkrach und dem Geständnis ihres Mannes, dass er mit einer anderen angebändelt hat, wirft sie ihn hinaus. 

Bald erhält sie tatsächlich eine Antwort des verschollen geglaubten Musikers, kommt so mit ihm in Kontakt und erfährt schließlich, dass dieser plant, sie zu besuchen. Der Musik kommt tatsächlich vorbei – und ihr Mann, der Schwierigkeiten hat, die zu realisieren, flippt völlig aus, muss auch unangenehme Wahrheiten über seine Fanseite realisieren. 

Ich fand die Verfilmung ziemlich bieder. Auch wenn ich den Roman nicht kenne, so habe ich dennoch vor Jahren seinen Roman „High Fidelity“ gelesen, und auch dessen Verfilmung im Jahr 2000 konnte aus meiner Sicht nicht mit seinem Roman konkurrieren. Bei „Juliet, Naked“ vermute ich Ähnliches. 

Nach cineman ist es „ein überaus reizender Film. Keiner, der das Genre erschüttern würde oder besonders originell wäre, aber einer, der das Herz am rechten Fleck hat.“ Das kann man so sehen.

Sonntag, 18. November 2018

Meine Woche (KW 46)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, Basketball gespielt, Smartphone in Betrieb genommen, beim Friseur und im Kino gewesen, Vater besucht in der Seniorenresidenz, Spaziergang gemacht in Köln (Bericht folgt).  

Gesehen: im Kino „In My Room“, TV ohne Highlights.  

Gehört: Eloy, Witchcraft, Witch Mountain, Wucan.  

Gelesen: in Kim Stanley Robinson's SF-Roman „New York 2140“, im Kölner Stadtanzeiger und in der Rock-Zeitschrift Eclipsed.  

Gegessen: es ist mal wieder Hühnersuppe angesagt.  

Getrunken: fast nur Kaffee und Tee.  

Gefunden: ---  

Verloren: gekauften Tabak bereits im Geschäft nicht mitgenommen.  

Gekauft: z.B. eine neue, externe 1-TB-Festplatte für meine Datensicherung.  

Gestaunt, gelacht: ---  

Gefreut: die Smartphone-Inbetriebnahme über WLAN funktionierte recht reibungslos.  

Gewünscht: noch viel-viel mehr Freizeit.  

Gefühlt: etwas gestresst.  

Gemessen: Geräuschpegel zu Hause heute gegen 23:15 Uhr = 26.3 dB (5-Minuten-Mittelwert; der Wert ist irgendwo zwischen dem Ticken einer Uhr und Flüstern angesiedelt). Manche Apps sind ganz interessant, aber diese beispielsweise speichert das Ergebnis nicht, weshalb man unterwegs einen Notizblock bräuchte.  

Gedacht in Anbetracht alter Familienphotos: alles versinkt im Staub der Jahrzehnte.  

Geärgert, gefrustet, genervt: bei mancher Entscheidungsfindung komme ich einfach nicht vortan.  

Fazit: anstrengende Woche. 

Im Kino: In My Room

Ulrich Köhler's Endzeit-Fantasie fängt relativ düster mit dem Lebensalltag des Protagonisten an, der als Kameramann bei einem Dreh Mist baut, dann sein Eltern in der ostdeutschen Provinz besucht, wo eine seiner Oma's im Sterben liegt und ansonsten wenig los ist. 

Doch kaum ist die Oma tot, sind plötzlich alle lebenden Menschen verschwunden. Er fährt mit seinem Auto durch den Ort - niemand mehr da. Er zündet das Haus mit der toten Oma an, macht sich auf zu einer längeren Spritztour, befreit hier und da die Tiere aus Ställen oder Viehtransportern, die verweist auf der Straße stehen. Dann kehrt er zurück, besiedelt in einem nahegelegenen Tal ein Haus am Bach, bringt die Wassermühle wieder in Gang, sammelt Haustiere (Ziege, Hühner) für seinen Stall, reitet auf einem Pferd (vermutlich über Jahre) durch die Umgebung. 

Eines Tages kommt es zu einem Zusammentreffen mit einer weiteren „überlebenden“ Person – einer schönen Frau, einer Britin. Ihr Hund greift den Reiter an, er erschiesst den Hund, das Pferd geht durch, er stürzt kopfüber in das Geröll eines Baches, ist bewußlos und verletzt. So lernen sie sich kennen. Danach betreiben sie zunächst Landwirtschaft am Haus und lernen sich (selbstverständlich) lieben. 

Der Frau ist dieses Leben so nicht genug. Sie sagt „adé“ und fährt mit einem Katastrophentruck davon. 

Der zweistündige Film konnte mich ganz gut über die Zeit bringen, ohne langweilig zu sein; er wirkt wie eine Traum-Fantasie von einzelgängerischen Typen, die in Ruhe gelassen werden wollen. Und ja, ich verstehe die Frau in ihrer Entscheidung, weiterzufahren. Die Welt ist leer von Menschen und der Typ entscheidet sich für ein einsames häusliches Leben in seiner Heimat?? Echt nicht nachvollziehbar. 

Der Protagonist „erhält durch die Katastrophe ... die Chance, frei von sozialen Zwängen noch mal von vorn anzufangen. Ein atemberaubendes Gedankenspiel“, meint epd-film.

Samstag, 17. November 2018

Das neue MI-Smartphone

Allzu viel Geld wollte ich für ein Smartphone nicht ausgeben, denn wenn man dem Greenpeace-Magazin in einem Bericht über das Edelmetall Tantal Glauben schenken möchte, werden Smartphones nach durchschnittlich 20 Monaten ersetzt, sei es dass sie kaputt gegangen sind, verloren oder schlichtweg als veraltet betrachtet wurden. Und da auch dieses neue Smartphone keinen - zumindest von Laien - austauschbaren Akku hat, lohnt es vielleicht schon deshalb nicht, viel Geld auszugeben. Die angepeilte Preisklasse zwischen 100 - 200 € gehörte zu den wenigen Dingen, die mir klar waren.

Ich habe dieses Xiaomi-Modell für 140 € bei Amazon gekauft. Gut sieht es aus. Bedienungsanleitung? Fehlanzeige. Die Mi-Webseite ist schrott, Bedienungsanleitungen sucht man dort vergeblich, nur Selbstbeweihräucherung ist dort zu sehen.

Aber es gibt einen hilfreichen deutschsprachigen Film eines Youtubers zur Einrichtung und mit den ersten Eindrücken zum Smartphone. Sonst hätte ich es eventuell noch nicht mal geschafft, die SIM- und SD-Karte einzusetzen. 

WLAN an, Gerät anmachen, deutsche Sprache einstellen, sich im Google-Konto anmelden. Das Gerät legte los. Meine Fingerabdrücke habe ich sinnigerweise für die Sperrfunktion eingescannt (auch das zeigte der Film). Das Betriebssystem wurde schnell auf Android 8 aktualisiert. 

Soweit, so gut, viel weiter bin ich aber auch noch nicht, jetzt wird es komplizierter. WhatsApp habe ich gestern installiert, aber zunächst nicht mitbekommen, dass ich eine ID-Kennung bestätigen musste. Aber heute morgen habe ich immerhin schon mit meinem Bruder kurz gechattet. 

Mit der Aktivierung der blau-SIM-Karte könnte es noch Probleme geben, ich bin im Moment im Zweifel, ob das funktioniert hat.

Mittwoch, 14. November 2018

Sound-Welten (14/2018)

Manchmal habe ich nach wie vor das Bedürfnis, in mir unbekannte Platten hineinzuhören – das dient der Entspannung. Allerdings bin ich letzter Zeit kaum dazu gekommen. Erst jetzt wieder. In dieser spotify-Prüfserie gefiel mir das Album von den Whispering Sons deutlich am besten. 

The Parity Complex. Album: The Parity Complex (2017). Debut-Album einer schwedischen Gothic-Metal-Band mit Lady am Micro. Manchmal sentimental-melodisch, manchmal harsch mit Growls uns schwer verdaulich. Ein „Mix aus Evanescene-Performance und relativ gesichtsloser Modern-Metal-Darbietung“, meint powermetal. SHR: 15 – 340 T. WD: n.v. 

Spain. Album: Carolina (2016). Etwa achtes Studio-Album einer US-amerikanischen Alternative-Rock-Band. Bereits im ersten Album dem „Slowcore“ zugeneigt, handelt es sich auch bei diesem Album um langsame bzw. traurige Indie-Musik. Das kann ich sehr gut anhören, der Sound hat mir aber dennoch zu wenig Kanten. SHR: 14 – 46 T. WD: 11/day. 

Travelin Jack. Album: Commencing Countdown (2017). Zweites Album einer Berliner Hard-Rock-Band mit Lady am Micro. Kann man anhören, aber nur kurze Songs in der 3-5-Minuten-Spanne sind auf dem Album zu hören und innovativ ist der treibende, relativ schroffe, alte Hard-Rock-Stil natürlich stilbedingt sowieso nicht. SHR: 3 – 13 T. WD: 5/day. 

Vashti Bunyan. Album: Just Another Diamond Day (1970). Ein historisches, damals erfolgloses Debut-Album einer britischen Folk-Singer-/Songwriterin, die erst 35 Jahre später weiter machte. Sehr lieblich, mit 18 Songs, die zwischen 1 und 4 Minuten lang sind. Heute ist sie musikalisch erfolgreicher. SHR: 149 – 2.231 T. WD: 9/day. 

Whispering Sons. Album: Image (2018). Debut-Album einer belgischen Post-Punk-Band mit Lady am Micro. Gute Platte für Joy Division-, Bauhaus-, Cure-Anhänger. „Hervorzuheben ist ... der rigorose Machtanspruch, mit dem Sängerin Fenne Kuppens die Zügel straff hält“, steht im sonic seducer. Gefällt mir, auch wegen der düsteren Voice der Sängerin. SHR: 5 – 47 T. WD: n.v. 

Yuka & Chronoship. Album: Ship (2018). Viertes Studio-Album einer japanischen Progressive-Rock-Band mit Man/Lady und anfangs der originalen Curved-Air-Sängerin am Micro. Melodisch-verspielt mit deutlichen 70er-Jahre-Anklängen. „Mit wechselnder Dynamik, spielerischer Wucht und gelegentlichem lautmalerischen Gesang von Yuka Funakoshi pflügt man sich durch bekannte musikalische Gewässer“, meint betreutesproggen. SHR: 1 – 2 T. WD: n.v.  

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs.