Donnerstag, 13. Dezember 2018

Unterwegs im Kölner Norden

Am letzten Sonntag bin ich bei gewagtem Wetter im Kölner Norden unterwegs gewesen. Eine längere, regenbedingte Zwangspause war angesagt. 


>Am Rhein bei Köln-Niehl<

Bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh gibt es mehr Eindrücke von der Tour zu sehen. 

Auch habe ich erstmals die Route mittels GPS mit der Android-App "Komoot" aufgezeichnet. Für Köln-Touren geht das in meinem Fall noch "umsonst", für andere Regionen ist es aber vermutlich sinnig, sich direkt das komplette Kartenwerk für 29,99 € zuzulegen, da Einzelregionen zurzeit 8,99 € kosten.

Montag, 10. Dezember 2018

Meine Woche (KW 49)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, im Kino gewesen, Basketball gespielt, Vater besucht in der Seniorenresidenz, im Kölner Norden gewandert (Bericht folgt).  

Gesehen: im Kino „Die Erbinnen“, „November“ und „Roma“, TV ohne Highlights.  

Gehört: Aldous Harding, Emiliana Torrini, King Crimson, Sumie und bei spotify in einige Alben hineingehört.  

Gelesen: in Kim Stanley Robinson's SF-Roman „New York 2140“, im Kölner Stadtanzeiger und der Rock-Zeitschrift Eclipsed.  

Gegessen: das Kantinenessen war in dieser Woche ganz gut - häufiger mit Bratkartoffeln. Das ist etwas, was es bei mir zu Hause nie gibt.  

Getrunken: überwiegend Kaffee, auch grünen Mango-Kokos-Tee und Kölsch.  

Gefunden: Driss Chraibi's Marokko-Roman „Ermittlungen im Landesinnern“ im öffentlichen Bücherschrank.  

Verloren: ---  

Gekauft: nichts über 20 €.  

Gestaunt, gelacht, gefreut: ---  

Gewünscht: mehr Freizeit.  

Gefühlt: relativ gesund und ausgeglichen.  

Gemessen: Wegstrecken und Höhenmeter.  

Gedacht: ---  

Gefrustet: vom Regenwetter.  

Genervt, geärgert: ---  

Fazit: eine relativ gemütliche Woche mit Antriebsarmut bei sonnenarmem, oftmals schlechtem Wetter. 

Im Kino: Roma

Alfonso Cuarón's Film „Roma“ spielt in Mexico-City und Umgebung um 1970/71. Der Film ist mehr oder weniger ein Familienportrait einer gehobenen Mittelstandsfamilie, vielleicht auch schon an der Grenze zum Reichtum, denn sie bewohnen ein Haus mit Innenhof, haben zwei indigene Haushälterinnen, Autos etc. 

Der Haussegen hängt schief, der Mann lässt sich nur einmal blicken, hat eine Andere. Umso mehr spielen die Haushälterinnen die Hauptrolle im Film, ihr Tun und Lassen im Haushalt wird sorgsam portraitiert. Es gibt vier Kinder, einen Hund, eine Oma und natürlich die Mutter. Viel zu tun. 

Nebenbei spielt der Film auch noch auf dem Lande bei den Indigenas, er zeigt die Studentenunruhen und Massaker sowie Krankenhaus-Chaos in Mexico-City. 

In Detail-Reichtum und Intensität ist dieser Schwarzweiss-Film beeindruckend. 

Die emotionale Tiefe, die aus jedem perfekt kadrierten und inszenierten Bild kommt, durchströmt das gesamte Werk“, meint kino-zeit.

Der Balkon im November/Dezember

Im November zieht sich die Vegetation kontinuierlich zurück. Es gibt nicht mehr viel zu sehen.


>Den Birnbaum habe ich beschnitten, nach stärkere Winde in den letzten Tagen fast alle Blätter weggeweht haben. Was es dort noch gibt, ist eine Paprika-Pflanze.< 

Samstag, 8. Dezember 2018

Im Kino: November

So einen archaisch-surrealen wirkenden Film wie Rainer Sarnet's in schwarzweiss inszenierten estländischen Geister-/Liebesfilm „November“ nach einem Roman von Andrus Kivirähk bekommt man selten zu sehen. 

Er spielt im Umfeld eines Schlosses irgendwo in der „Pampa“ Estlands, vermutlich im 19. Jahrhundert und verarbeitet bäuerliche Volkssagen und Aberglauben. Hier spielen „Kratts“ eine wichtige Rolle, Wesen, die aus bäuerlichen Gegenständen und Knochen zusammengebaut sind, denen von Schamanen, Teufeln oder Hexen Leben eingehaucht wurde und die auch sprechen, laufen und herumfliegen können. 

Zum Schloss gehören Wirtschaftsgebäude und primitive Wohnstätten der ausgebeuteten Landbevölkerung, die kaum etwas zu essen hat, aber mit dem Personal des Schlosses regen Handel mit Schloss-Gegenständen treibt. 

An Allerseelen steigen die Toten aus den Gräbern des benachbarten Friedhofs, um in ihren Familien für einen Tag zu leben und zu schauen, ob die Familienschätze noch gut versteckt und vorhanden sind. 

Die Dreiecks-Liebesgeschichte selbst ist nicht so besonders, gothic-archaisch, Hexenzauber soll helfen. „Wer Märchen kennt, nicht die zuckersüßen aus dem Haus mit der Maus, sondern diejenigen grimmschen Formats, weiß, wie die Sache ausgeht“, meint kino-zeit

Leider verflacht der Film doch etwas in der zweiten Hälfte bei Mondschein und der somnambulen schlafwandelnden Geliebten und kann nicht mehr wirklich spannend über die Zeit tragen. Dennoch ist es ein besonderer Film – mit ebenso archaischen Sountrack. 

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Stadtspaziergänge

Dieser Tage gibt es nicht so übermäßig viel Neues zu berichten, zumal das Wetter mir entweder zu nass oder zu kalt ist. Am Montag besuchte ich meine Zahnärztin, die aber auch keine große Lust hatte, Probleme zu finden. 


>Alte Feuerwache, Balthasarstraße, Köln-Nordstadt<

Ich komme bei diesen Besuchen dann in die sonst von mir nur selten besuchte nördliche City, in der es auch einige mehr oder weniger schöne Winkel gibt.


 >Hinterhof-Graffity, Maybachstraße, Köln-Nordstadt<

Heute spielten wir mal wieder Basketball und morgens musste ich noch dringend ein Amazon-Päckchen in einer Filiale abholen - diese Message habe ich auf meinem Smartphone fast übersehen, da wird ja so alles Mögliche irgendwo gemeldet.


Montag, 3. Dezember 2018

Im Kino: Die Erbinnen

Marcelo Martinessi's paraguayischer Film handelt von zwei etwa 60-jährigen Frauen, die in einem palastähnlichen Anwesen in der Hauptstadt Asunción hausen, aber mehr oder weniger Pleite sind und nach und nach das Inventar verscherbeln. Dabei versinken sie meist in Melancholie und denken vermutlich an alte, glanzvollere Zeiten. Eine Haushälterin leisten sie sich aber noch. 

Eine der Frauen muss dann auch noch für ca. einen Monat ins Gefängnis wegen offener Rechnungen, während die andere in dieser Zeit Freundinnen als Quasi-Taxifahrerin durch die Gegend kutschiert. 

In diesem Sittengemälde einer verarmten, früheren Oberschicht erfährt man wenig über die Hintergründe und überhaupt geben die Protagonistinnen wenig über sich und ihr Denken Preis. 

Ich sage mal, kann man ansehen, muss man aber nicht. 

Gemächlich erzählt, inhaltlich seltsam blutarm“, meint rbb24.

Meine Woche (KW 48)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, im Kino gewesen, Kneipe "Braustelle" mit Freund besucht, Sachen geborgen aus Vaters Wohnung, Vater besucht in der Seniorenresidenz, ein wenig in Köln herumspaziert.  

Gesehen: im Kino „Suspiria“ und „Cold War“, TV ohne Highlights.  

Gehört: Agnes Obel, Ahab, Eloy, Elysian Fields, Emerson, Lake & Palmer, Emiliana Torrini, Sumie.  

Gelesen: in Kim Stanley Robinson's SF-Roman „New York 2140“, in Haruki Murakami's Erzählungsband „Von Männern, die keine Frauen haben“, in diversen Zeitschriften.  

Gegessen: meine Standard-Kost.  

Getrunken: fast nur Kaffee und Kölsch.  

Gefunden, verloren: ---  

Gekauft: nichts Besonderes.  

Gestaunt, gelacht, gefreut: ---  

Gewünscht: mehr Freizeit.  

Gefühlt: relativ gesund.  

Gemessen: Straßen-Geräuschpegel.  

Gedacht: alt werden ist ein finsteres Spiel.  

Gefrustet, genervt, geärgert: ---  

Fazit: mittelprächtige Woche bei mittelprächtigem Wetter. 

Sonntag, 2. Dezember 2018

Waagen und Gewichte

Mein Vater war leidenschaftlicher Sammler. Alles, was man sammeln kann und nicht zu.... groß ist (wie etwa Möbel), schleppte er über Jahrzehnte in die Wohnung. Alte Waagen und Gewichte gehörten auch dazu. 



Nun, da wir den Vater in ein Seniorenheim umgezogen haben und die Aufgabe der Wohnung geplant ist, schaue ich gelegentlich, was mich interessiert und gerettet werden sollte und noch in meine Wohnung passt. Gelegentlich finde ich ein Plätzchen, etwa hier für diese altertümlichen Waagen und Gewichte.


Aber es ist nicht viel an Platz verfügbar - in Anbetracht der Massen an Kram in seiner Wohnung und in Anbetracht des beschränkten Platzes in unseren Wohnungen. 

Samstag, 1. Dezember 2018

Im Kino: Cold War - Der Breitengrad der Liebe

Pawel Pawlikowski's polnischer Liebesfilm fängt in den späten 1940er Jahren an und erzählt über vielleicht drei Jahrzehnte von einer großen Liebe. Anfangs lernen sie sich in einer Sing-/Tanz-Akademie kennen, einem eigens hierfür wahrscheinlich beschlagnahmten Herrensitz. Er ist Klavierlehrer und Komponist, sie eine Schülerin. 

Später wird der Tanzchor bekannt im Osten und man darf Auslandsreisen in befreundete Länder machen. Bei einem Gastauftritt in Ost-Berlin setzt sich der Mann in den Westen ab, aber seine Geliebte hat nicht das Selbstvertrauen zu folgen und kommt nicht zum verabredeten Treffpunkt. 

Der Mann geht weiter nach Westen, nach Paris, ist dort mehr in der Jazz-Szene zu Hause. Später kommt der Tanzchor auch gelegentlich nach Westeuropa auf Tournee. Sie treffen sich heimlich in diversen Städten, leben später zeitweise auch mal in Paris zusammen, doch die Frau hat Sehnsucht nach Polen und kehrt dorthin zurück.

Atmosphärisch in schwarzweiss gedreht, wirkte die Geschichte auf mich relativ kühl, die tiefe Leidenschaft ist nur angedeutet. 

Ein Meisterstück erzählerischer Konzentration, dem es gelingt, seinen Protagonisten unverbrüchlich treu zu bleiben und zugleich tragenden Nebenfiguren Raum zu geben“, meint epd-film

Aus meiner Sicht ist es eher ein Film für echte Filmkunst-Cineasten.

Einige Lärmmessungen

Naja, ich stehe erst am Anfang der „Ermittlungen“ mit der Lärm-App. Laerminfo zeigt die Lärmskala. „Flüstern“ ist mit 30 dB, ein „leises Gespräch“ mit 50 dB, ein „normales Gespräch“ mit 60 dB und ein „lautes Gespräch“ mit 70 dB (Dezibel) angesetzt. 80 dB steht für die Gefährdung des Gehörs bei Dauerbelastung und 130 dB für die Schmerzgrenze. 

Meine Messwerte sind natürlich nur kleine Minuten-Stichproben. 

Heute im Wohnzimmer gegen 18 Uhr bei geschlossenem Fenster und ohne Medienkonsum: 

7.5 – 22.0 – 48.2 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 10.11 Minuten 

Was man hört, ist der Verkehr, das Ticken einer Uhr und als Spitzen Hausgeräusche. Wenn jemand über mir herumstapft oder Sachen rumräumt, hört man das. Im Prinzip halte ich es für ein hellhöriges Haus, aber wenn die Nachbarn nicht da sind und keine Personen quatschend durch das Treppenhaus laufen, kann man eben auch – wie oben - zu sehr guten Messwerten kommen. 


Fußweg in der Severinstraße gegen 19 Uhr: 

43.4 – 56.8 – 78.0 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 6.05 Minuten 

Meine Geschäfsstraße in der Südstadt ist verkehrsberuhigt und gegen 19 Uhr ist sowieso meist nicht mehr viel los. 


Fußweg Rudolfplatz – Zeughausstraße gegen 9 Uhr 30: 

41.2 – 56.3 – 78.7 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 10.37 Minuten 


Fußweg Neumarkt – Zeughausstraße gegen 9 Uhr 30: 

40.5 – 61.0 – 80.6 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 8.05 Minuten 

Im Geschäftszentrum ist es durch Verkehr etwas lauter. 


Fußweg zu meiner Paketstation (Südstadt) gegen 9 Uhr: 

27.9 – 51.2 – 76.0 (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 6.37 Minuten 

Das ist eine Art Schleichpfad durch wenig befahrenen Gassen. Unter 50 dB im Mittel wird man nur schwer kommen, denn in die Geh-Messungen fließen bereits in erheblichem Umfang Eigengeräusche durch das eigene Gehen ein, insbesondere wenn man zeitweise beispielsweise auch noch durch raschelndes Laub auf den Gehwegen geht. Auch der Wind kann sich am Mikrophon des Smartphones fangen. 


In der Straßenbahn Ulrepforte – Rudolfplatz: 

1) 41.0 – 58.4 – 76.9 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 6.54 Minuten 
2) 36.2 – 58.0 – 77.2 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 5.37 Minuten 
3) 43.5 – 62.2 – 81.8 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 6.45 Minuten 

Der Normalpegel (Mittel) bewegt sich demnach bei der Lautstärke eines „normalen Gesprächs“. Auf der dritten Fahrt gab es Spitzen durch Kinder und eine Psychotikerin, die den Mittelwert nach oben trieben. 


In der Straßenbahn Barbarossaplatz – Neumarkt: 

54.9 – 65.4 – 83.3 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 2.50 Minuten 

Am Barbarossaplatz fährt die Straßenbahn in den Untergrund. U-Bahn – das kann hier bei quietschenden „Bahngelenken“ in engeren Kurven sehr laut sein, aber ich hatte eine ruhigere Fahrt erwischt. Aber in der U-Bahn ist es generell lauter als in der Straßenbahn. 


In der S-Bahn Mülheim – Stammheim: 

38.6 – 50.3 – 74.7 dB (Min./Mittel/Max.) - Messzeit: 5.59 Minuten 

In der S-Bahn ist es wohl oftmals deutlich leiser als in der Straßenbahn. Dies war jedenfalls eine ruhige Fahrt. Die auf- und zugehenden Türen und die Ansagen verursachen die Spitzen. 


Alles in Allem zeigen die Werte Stadt-Normalität. In „Allgemeinen Wohngebieten“ gilt nach der TA Lärm ein Immissionsrichtwert von 55 dB(A) tagsüber in „Kerngebieten“ - und das sind meist die Innenstädte - 60 dB(A). Im Deutschen Recht ist das der Mittelwert einer 16-Stunden-Messung von 6 – 22 Uhr. Spitzen dürfen 30 dB(A) drüber liegen. Einen Wert von 85 dB habe ich oben gar nicht gemessen. 

Freitag, 30. November 2018

Wanderung Köln-Stammheim – Bergisch Gladbach

Am letzten Sonntag – bei grau-düster und nass-kaltem Wetter – wanderte ich weitgehend im sehr selten von mir besuchten Nordosten Kölns herum. Um die 7 Grad, aber geregnet hat es nicht. 


>Im Schlosspark, Köln-Stammheim< 

Bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh könnt ihr den volllständigen Bericht ansehen.

Mittwoch, 28. November 2018

Kino-Filmtipp: Suspiria

Ein Filmtipp – aber nicht für alle. 

Der neue Hexen-Tanz-Horrorfilm von Luca Guadagnino gefiel mir gut. Es ist ein Film für die Augen – visuell häufig beeindruckend, besonders auch in den krassen Tanzszenen. Eine etwas laszive Erotik und die sonderbare Atmosphäre sprechen auch für den Film. Die Handlung erscheint relativ komplex bzw. undurchsichtig inszeniert und spielt auf mehreren Zeitebenen. Sie ist zudem durchsetzt mit bizarren Visionen oder Flashbacks. Vermutlich habe ich die Zusammenhänge noch nicht einmal richtig verstanden. 

Erzählt wird von einer jungen Amerikanerin (Dakota Johnson), die noch zu DDR-Zeiten in den 1970er Jahren nach Ost-Berlin kommt, um bei einer Frauen-Tanz-Akademie anzuheuern. 

Die Akademie residiert in einem herrschaftlich eingerichteten, verschachtelten Häuserkomplex direkt an der Mauer. Sie tanzt vor – und wird direkt genommen. Die Tänze der Gruppe entfalten jedoch irgendeine magische Bedeutung und Kraft, können Rituale sein und werden von der Hexen-Führungsriege auch genutzt, um Verräterinnen in den eigenen Reihen hinzurichten. Diese okkult angehauchte „Tanzsekte“ stützt ihre Kraft dabei auf „vergammelte Alt-Hexen“, die man später in den Kellergewölben herumkriechen sieht. 

Das Verschwinden von Mädchen erregt Aufmerksamkeit einiger Personen, u.a. eines alten Psychiaters, der Nachforschungen anstellt. 

Am Ende wird um die Macht unter den Hexen getanzt. Sehr bizarr und sehr blutig. 

Die Innenszenen wurden in einem Lost Place, einer alten Hotel-Ruine in der norditalienischen Stadt Varese gedreht (lt. wikipedia), dort in der Stadt gab es auch alte Gewölbe als Drehort. 

Der Film ist ein Remake. Wenn ich es richtig sehe, habe ich nie einen Film von Dario Argento gesehen, also auch nicht das Original „Suspiria“ (1977). Das müsste ich interessehalber mal nachholen – zumal die ungekürzte Fassung erst im letzten Jahr für den Film-Konservenmarkt freigegeben wurde. 

Der Filmtipp ist für jene, die sich heutzutage noch trauen, in einen Film zu gehen, der erst ab 16 Jahre freigegeben wurde. 

Allein die Analyse aller Motive und Metaphern des Filmes wird ein ganzes Buch füllen können“, meint kino-zeit.

Montag, 26. November 2018

Meine Woche (KW 47)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, im Kino gewesen, Vater besucht in der Seniorenresidenz, gewandert im Nordosten von Köln (Bericht folgt).  

Gesehen: im Kino „Juliet, Naked“, TV ohne Highlights.  

Gehört: Agnes Obel, Ahab, Eloy, Elysian Fields.  

Gelesen: in Kim Stanley Robinson's SF-Roman „New York 2140“, Horror-Zeitschrift „Virus“.  

Gegessen: es war mal wieder Linsensuppe angesagt, aufgewertet mit Gemüse und Suppenfleisch.  

Getrunken: fast nur Kaffee.  

Gefunden, verloren: ---  

Gekauft, gebucht: zwei Flüge nach Lanzarote (hin) und Düsseldorf (zurück), weitere Details siehe dort.  

Gestaunt, gelacht, gefreut: ---  

Gewünscht: noch viel-viel mehr Freizeit.  

Gefühlt: ziemlich gestresst (außer am Wochende).  

Gemessen: diverse Geräuschpegel in der Straßen- und U-Bahn Kölns.  

Gedacht: scheiss Spiel!  

Gefrustet, genervt: von der Urlaubsplanung.  

Geärgert: im Job.  

Fazit: ziemlich anstrengende Woche. 

Samstag, 24. November 2018

Ein rechtsrheinischer Spaziergang in Köln

Am letzten Sonntag war ich für einen 9 km langen Spaziergang auf der anderen Rheinseite unterwegs, wobei es auch darum ging, mein neues Smartphone auszuprobieren. Das funktionierte auch ganz gut, wobei ich allerdings noch die „richtigen“ Apps rauf bringen muss. Was nützt es beispielsweise, wenn ich Lärmmessungen mache, diese nicht gespeichert werden können und zu Hause die Ergebnisse vergessen habe? 

Die alten Fabrikgemäuer am Mülheimer Hafen und am Auenweg waren ein spezielles Ziel, denn diese werden demnächst abgerissen und weichen modernen Wohnprojekten. 


>Am Mülheimer Hafen<

 
Der marode unberührte Charme, den diese Gegend noch vor wenigen Jahren hatte, ist indes bereits heute weitgehend verloren gegangen, da alle möglichen Abriss- und Zerstörungsmaßnahmen bereits stattgefunden haben. 


  >Fabrikruinen nahe dem Mülheimer Hafen<



Das gilt auch insbesondere für die Fabrikgemäuer an der Deutz-Mülheimer-Straße, in denen die Veranstaltungsstätte „Gebäude 9“ und zahlreiche Künstlerateliers liegen. Überall Sanierungsmaßnahmen, Gerüste, Kräne. 

Nach diesem Rundspaziergang fuhr ich ein paar Stationen mit der Straßenbahn weiter zum Wiener Platz und ging durch Mülheim runter zum Rhein. Dort ging ich am Ufer lang bis Köln-Stammheim. Neben einigen wenigen altertümlichen Relikten wie dem Haus Krahnenburg sind hier viele Wohn-Neubauprojekte entstanden. In der abendlichen Sonne war es am Rhein ganz nett. Auch waren relativ viele Spaziergänger unterwegs. 

 
>Rheinufer-Bebauung, Köln-Mülheim<



 
>Am Rheinufer, Köln-Mülheim<


Fast die letzte Station war ein alter Wasserturm am südlichen Ende von Köln-Stammheim: 


Dort war ich zuvor sicherlich noch nie. Aber auch diese alte imposante, nicht ungefährliche Ruine wird voraussichtlich eine zweifelhafte, zweckentfremdete Inwertsetzung als Wohnturm erfahren. 

Von der S-Bahnstation Köln-Stammheim fuhr ich dämmerungsbedingt zurück nach Hause, müsste dort in der Gegend bei Gelegenheit aber noch ein paar andere Orte in Augenschein nehmen.

Freitag, 23. November 2018

Im Kino: Juliet, Naked

Jesse Peretz' Film „Juliet, Naked“ basiert auf einer Roman-Vorlage von Nick Hornby. Erzählt wird von einem verheirateten Typen, der mit seiner Musikleidenschaft in der Vergangenheit hängen geblieben ist, leidenschaftlich einen längst vergessenen Singer-/Songwriter verehrt und eine Internet-Fanseite betreibt. Seine Frau ist längst genervt von dieser Marotte und als tatsächlich eine neue Platte erscheint, zerreisst sie diese in einer Kritik auf der Fanseite ihres Mannes. Nach einem Riesenkrach und dem Geständnis ihres Mannes, dass er mit einer anderen angebändelt hat, wirft sie ihn hinaus. 

Bald erhält sie tatsächlich eine Antwort des verschollen geglaubten Musikers, kommt so mit ihm in Kontakt und erfährt schließlich, dass dieser plant, sie zu besuchen. Der Musik kommt tatsächlich vorbei – und ihr Mann, der Schwierigkeiten hat, die zu realisieren, flippt völlig aus, muss auch unangenehme Wahrheiten über seine Fanseite realisieren. 

Ich fand die Verfilmung ziemlich bieder. Auch wenn ich den Roman nicht kenne, so habe ich dennoch vor Jahren seinen Roman „High Fidelity“ gelesen, und auch dessen Verfilmung im Jahr 2000 konnte aus meiner Sicht nicht mit seinem Roman konkurrieren. Bei „Juliet, Naked“ vermute ich Ähnliches. 

Nach cineman ist es „ein überaus reizender Film. Keiner, der das Genre erschüttern würde oder besonders originell wäre, aber einer, der das Herz am rechten Fleck hat.“ Das kann man so sehen.

Sonntag, 18. November 2018

Meine Woche (KW 46)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, Basketball gespielt, Smartphone in Betrieb genommen, beim Friseur und im Kino gewesen, Vater besucht in der Seniorenresidenz, Spaziergang gemacht in Köln (Bericht folgt).  

Gesehen: im Kino „In My Room“, TV ohne Highlights.  

Gehört: Eloy, Witchcraft, Witch Mountain, Wucan.  

Gelesen: in Kim Stanley Robinson's SF-Roman „New York 2140“, im Kölner Stadtanzeiger und in der Rock-Zeitschrift Eclipsed.  

Gegessen: es ist mal wieder Hühnersuppe angesagt.  

Getrunken: fast nur Kaffee und Tee.  

Gefunden: ---  

Verloren: gekauften Tabak bereits im Geschäft nicht mitgenommen.  

Gekauft: z.B. eine neue, externe 1-TB-Festplatte für meine Datensicherung.  

Gestaunt, gelacht: ---  

Gefreut: die Smartphone-Inbetriebnahme über WLAN funktionierte recht reibungslos.  

Gewünscht: noch viel-viel mehr Freizeit.  

Gefühlt: etwas gestresst.  

Gemessen: Geräuschpegel zu Hause heute gegen 23:15 Uhr = 26.3 dB (5-Minuten-Mittelwert; der Wert ist irgendwo zwischen dem Ticken einer Uhr und Flüstern angesiedelt). Manche Apps sind ganz interessant, aber diese beispielsweise speichert das Ergebnis nicht, weshalb man unterwegs einen Notizblock bräuchte.  

Gedacht in Anbetracht alter Familienphotos: alles versinkt im Staub der Jahrzehnte.  

Geärgert, gefrustet, genervt: bei mancher Entscheidungsfindung komme ich einfach nicht vortan.  

Fazit: anstrengende Woche. 

Im Kino: In My Room

Ulrich Köhler's Endzeit-Fantasie fängt relativ düster mit dem Lebensalltag des Protagonisten an, der als Kameramann bei einem Dreh Mist baut, dann sein Eltern in der ostdeutschen Provinz besucht, wo eine seiner Oma's im Sterben liegt und ansonsten wenig los ist. 

Doch kaum ist die Oma tot, sind plötzlich alle lebenden Menschen verschwunden. Er fährt mit seinem Auto durch den Ort - niemand mehr da. Er zündet das Haus mit der toten Oma an, macht sich auf zu einer längeren Spritztour, befreit hier und da die Tiere aus Ställen oder Viehtransportern, die verweist auf der Straße stehen. Dann kehrt er zurück, besiedelt in einem nahegelegenen Tal ein Haus am Bach, bringt die Wassermühle wieder in Gang, sammelt Haustiere (Ziege, Hühner) für seinen Stall, reitet auf einem Pferd (vermutlich über Jahre) durch die Umgebung. 

Eines Tages kommt es zu einem Zusammentreffen mit einer weiteren „überlebenden“ Person – einer schönen Frau, einer Britin. Ihr Hund greift den Reiter an, er erschiesst den Hund, das Pferd geht durch, er stürzt kopfüber in das Geröll eines Baches, ist bewußlos und verletzt. So lernen sie sich kennen. Danach betreiben sie zunächst Landwirtschaft am Haus und lernen sich (selbstverständlich) lieben. 

Der Frau ist dieses Leben so nicht genug. Sie sagt „adé“ und fährt mit einem Katastrophentruck davon. 

Der zweistündige Film konnte mich ganz gut über die Zeit bringen, ohne langweilig zu sein; er wirkt wie eine Traum-Fantasie von einzelgängerischen Typen, die in Ruhe gelassen werden wollen. Und ja, ich verstehe die Frau in ihrer Entscheidung, weiterzufahren. Die Welt ist leer von Menschen und der Typ entscheidet sich für ein einsames häusliches Leben in seiner Heimat?? Echt nicht nachvollziehbar. 

Der Protagonist „erhält durch die Katastrophe ... die Chance, frei von sozialen Zwängen noch mal von vorn anzufangen. Ein atemberaubendes Gedankenspiel“, meint epd-film.

Samstag, 17. November 2018

Das neue MI-Smartphone

Allzu viel Geld wollte ich für ein Smartphone nicht ausgeben, denn wenn man dem Greenpeace-Magazin in einem Bericht über das Edelmetall Tantal Glauben schenken möchte, werden Smartphones nach durchschnittlich 20 Monaten ersetzt, sei es dass sie kaputt gegangen sind, verloren oder schlichtweg als veraltet betrachtet wurden. Und da auch dieses neue Smartphone keinen - zumindest von Laien - austauschbaren Akku hat, lohnt es vielleicht schon deshalb nicht, viel Geld auszugeben. Die angepeilte Preisklasse zwischen 100 - 200 € gehörte zu den wenigen Dingen, die mir klar waren.

Ich habe dieses Xiaomi-Modell für 140 € bei Amazon gekauft. Gut sieht es aus. Bedienungsanleitung? Fehlanzeige. Die Mi-Webseite ist schrott, Bedienungsanleitungen sucht man dort vergeblich, nur Selbstbeweihräucherung ist dort zu sehen.

Aber es gibt einen hilfreichen deutschsprachigen Film eines Youtubers zur Einrichtung und mit den ersten Eindrücken zum Smartphone. Sonst hätte ich es eventuell noch nicht mal geschafft, die SIM- und SD-Karte einzusetzen. 

WLAN an, Gerät anmachen, deutsche Sprache einstellen, sich im Google-Konto anmelden. Das Gerät legte los. Meine Fingerabdrücke habe ich sinnigerweise für die Sperrfunktion eingescannt (auch das zeigte der Film). Das Betriebssystem wurde schnell auf Android 8 aktualisiert. 

Soweit, so gut, viel weiter bin ich aber auch noch nicht, jetzt wird es komplizierter. WhatsApp habe ich gestern installiert, aber zunächst nicht mitbekommen, dass ich eine ID-Kennung bestätigen musste. Aber heute morgen habe ich immerhin schon mit meinem Bruder kurz gechattet. 

Mit der Aktivierung der blau-SIM-Karte könnte es noch Probleme geben, ich bin im Moment im Zweifel, ob das funktioniert hat.

Mittwoch, 14. November 2018

Sound-Welten (14/2018)

Manchmal habe ich nach wie vor das Bedürfnis, in mir unbekannte Platten hineinzuhören – das dient der Entspannung. Allerdings bin ich letzter Zeit kaum dazu gekommen. Erst jetzt wieder. In dieser spotify-Prüfserie gefiel mir das Album von den Whispering Sons deutlich am besten. 

The Parity Complex. Album: The Parity Complex (2017). Debut-Album einer schwedischen Gothic-Metal-Band mit Lady am Micro. Manchmal sentimental-melodisch, manchmal harsch mit Growls uns schwer verdaulich. Ein „Mix aus Evanescene-Performance und relativ gesichtsloser Modern-Metal-Darbietung“, meint powermetal. SHR: 15 – 340 T. WD: n.v. 

Spain. Album: Carolina (2016). Etwa achtes Studio-Album einer US-amerikanischen Alternative-Rock-Band. Bereits im ersten Album dem „Slowcore“ zugeneigt, handelt es sich auch bei diesem Album um langsame bzw. traurige Indie-Musik. Das kann ich sehr gut anhören, der Sound hat mir aber dennoch zu wenig Kanten. SHR: 14 – 46 T. WD: 11/day. 

Travelin Jack. Album: Commencing Countdown (2017). Zweites Album einer Berliner Hard-Rock-Band mit Lady am Micro. Kann man anhören, aber nur kurze Songs in der 3-5-Minuten-Spanne sind auf dem Album zu hören und innovativ ist der treibende, relativ schroffe, alte Hard-Rock-Stil natürlich stilbedingt sowieso nicht. SHR: 3 – 13 T. WD: 5/day. 

Vashti Bunyan. Album: Just Another Diamond Day (1970). Ein historisches, damals erfolgloses Debut-Album einer britischen Folk-Singer-/Songwriterin, die erst 35 Jahre später weiter machte. Sehr lieblich, mit 18 Songs, die zwischen 1 und 4 Minuten lang sind. Heute ist sie musikalisch erfolgreicher. SHR: 149 – 2.231 T. WD: 9/day. 

Whispering Sons. Album: Image (2018). Debut-Album einer belgischen Post-Punk-Band mit Lady am Micro. Gute Platte für Joy Division-, Bauhaus-, Cure-Anhänger. „Hervorzuheben ist ... der rigorose Machtanspruch, mit dem Sängerin Fenne Kuppens die Zügel straff hält“, steht im sonic seducer. Gefällt mir, auch wegen der düsteren Svoice der Sängerin. SHR: 5 – 47 T. WD: n.v. 

Yuka & Chronoship. Album: Ship (2018). Viertes Studio-Album einer japanischen Progressive-Rock-Band mit Man/Lady und anfangs der originalen Curved-Air-Sängerin am Micro. Melodisch-verspielt mit deutlichen 70er-Jahre-Anklängen. „Mit wechselnder Dynamik, spielerischer Wucht und gelegentlichem lautmalerischen Gesang von Yuka Funakoshi pflügt man sich durch bekannte musikalische Gewässer“, meint betreutesproggen. SHR: 1 – 2 T. WD: n.v.  

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 

Sonntag, 11. November 2018

Meine Woche (KW 45)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, oft im Kino gewesen, Vater besucht in der Seniorenresidenz.  

Gesehen: im Kino „Der Trafikant“, „The Guilty“ und „25 km/h“, im TV „Abenteuer Erde: Auf Leben und Tod“ (WDR); u.a. wurde gezeigt, wie Goldmakrelen und Fregattvögel einen kompletten Schwarm Fliegender Fische vernichten. „Quarks: Gefährliches Erbe - wie wir die Folgen des Bergbaus bewältigen“ (WDR).  

Gehört: The Electric Family, Electrelane, Elektrostar, Eloy, Lucifer's Friend, USX, Witchcraft; und in einige Platten bei spotify hineingehört. 


Gelesen: zu Ende gelesen Andreas Brandhorst's Space-Opera-Roman „Das Arkonadia Rätsel“ und in den Zeitschriften Eclipsed und Greenpeace Magazin.  

Gegessen: am Dienstag gab es in der Kantine „Hirschkeule mit Spätzle und Rosenkohl“ - eine seltene, etwas teurere Speise, aber der Hirsch schmeckte gut.  
Getrunken: Kaffee und Tee.  

Gefunden: im öffentlichen Bücherschrank den Roman „Land meines Herzens“ von Anchee Min und den Roman „Memoiren einer unrealistischen Frau“ von Sahar Khalifa.  

Verloren: ---  

Gekauft: SIM-Karte.  

Gestaunt, gelacht: ---  

Gefreut: VG Köln hat Fahrverbote für Dieselautos in Köln und Bonn verhängt.  

Gewünscht: noch viel-viel mehr Freizeit.  

Gefühlt: o.k.  

Gedacht: in Anbetracht des Sachverhaltes, dass so manche Tiere auf der Roten Liste stehen, ist es ein Ärgernis, wenn diese sich gegenseitig auffressen.  

Geärgert: Abholung des Smartphones am Samstag verpasst.  

Gefrustet, genervt: nicht wirklich, aber am 11.11. kann man in Köln nicht das Haus verlassen, ohne genervt zu werden.

Fazit: passable Woche. 

Im Kino: 25 km/h

Markus Goller's Film handelt von zwei Brüdern, die sich anläßlich des Todes des Vaters nach langer Zeit mal wieder im Schwarzwald sehen, sich bei der Beerdigung direkt raufen, weil der eine zu spät kommt und die Kirche verpasst und dann aber versuchen, einen Jugendtraum zu verwirklichen. 

Sie fahren mit ihren Mopeds quer durch die Republik, um in die Ostsee zu pinkeln. Unterwegs machen sie bizarre oder kuriose Bekanntschaften auf Festen und Camping-Plätzen sowie mit Tramper_innen. 

Aus meiner Sicht ist der Film zeitweise gut unterhaltend und komisch, manchmal allerdings auch etwas nervig überdreht. 

Eine schöne Mischung aus nachdenklicher Tiefgründigkeit und luftig beschwingter Leichtigkeit“, meint epd-film.

Köln – Die autofreie Stadt

Köln muss wegen hoher Luftverschmutzung ab dem 1. April 2019 Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge einführen. Das hat das Kölner Verwaltungsgericht am letzten Donnerstag nach einer Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) entschieden. Die Fahrverbote gelten in Köln für die Umweltzone (mehr dazu siehe tagesschau). Die Kölner Umweltzone umfasst eine Fläche von 88 Quadratkilometer des Stadtgebietes, weit mehr also als die komplette Innenstadt. 


>Die Nord-Süd-Fahrt gestern. Eine der Hauptverkehrsachsen durch Köln. Vielleicht war der Kölner noch zu geschockt, um sich ins Auto zu trauen? Es ist jedenfalls nicht viel los auf der Straße.<

Prima, ich bin begeistert. Wieder ein Richter, der Vernunft hat walten lassen. Oder, neutraler ausgedrückt, ein Richter, der festgestellt hat, dass weder die Luftqualität noch die Pläne, sie zu verbessern, erwarten lassen, dass die gesetzlich festgelegten Grenzwerte eingehalten werden. 

Mein Bruder meckerte zwar am Telefon, ab April dürfe er nicht mehr mit seinem Auto fahren, aber bereits im August 2011 brachte Spektrum den Artikel Die autofreie Stadt ist keine Utopie und einer der Befragten bemerkte dazu „Jeder kenne die Konsequenzen des überbordenden Verkehrs, doch kaum einer hinterfrage ernsthaft dessen Berechtigung“. 

Und die Stadtverwaltung stellte selbst fest: “Mit den Bevölkerungszahlen werden in Köln auch stetig mehr Pkw zugelassen. Die Anzahl ist seit dem Jahr 2010 um 26.134 Autos gestiegen“. Und liegt bei > 450.000 Autos. 

So viele Autos wurden 1929 noch nicht einmal im gesamten Deutschen Reich gezählt (Quelle). Man will „selbstverständlich“ (!??!) gegen das Urteil in Berufung gehen. Anders ausgedrückt, mich/uns vergiften. 

Ein schwerwiegender Umstand ist aus meiner Sicht, dass es den Entscheidungsträgern (und auch der Bevölkerung) seit Jahren landauf-landab an jeglichen stadt- und verkehrsplanerischen Visionen und erst recht an deren Umsetzungswille fehlt. Man möchte immer nur weitermachen wie bisher. 

Dass es auch anders geht, siehe oben. Die Städte im Deutschen Reich funktionierten auch ohne (viele) Autos. Und man hatte damals nicht die Möglichkeiten, die es heute gibt (Elektroautos, moderne Bahnen, Car-Sharing etc.). 

Die autofreie Stadt – für Köln ist das Utopie, diese Stadt hat sich immer als autogerechte Stadt verstanden. Nicht, dass es nicht gehen würde mit der autofreien Stadt, kein Problem, aber aufgrund der langwierigen Planungsprozesse etc. würde es wohl mindestens 30 Jahre bis zur Verwirklichung dauern, wenn man es straight anpacken würde. Es ist viel wahrscheinlicher, dass vorher tatsächlich nur noch Elektroautos in der Stadt fahren (dürfen). Eigentlich sollte man für diesen Ausstieg direkt eine Verordnung machen.

Space Opera: Andreas Brandhorst „Das Arkonadia Rätsel“

Die Liste seiner Romane ist ziemlich lang (siehe wikipedia). Man kann den Autor mittlerweile als Vielschreiberling bezeichnen. Vermutlich ist er im Bereich „SF“ inzwischen auch der kommerziell erfolgreichste lebende deutsche Autor. 

Sein Roman „Das Arkonadia Rätsel“ (2017) fällt wie viele seiner letzten Romane unter das Subgenre „Space Opera“. Zu diesem Roman gibt es den Vorgänger-Roman „Omni“ (2016), der im letzten Jahr den deutschen Science-Fiction-Preis (Kurd-Laßwitz-Preis) gewann. Es ist der Auftakt zu einem mindestens milchstraßenweiten Zyklus mit „Super-Zivilisationen“ und großen Weltraum-Rätseln und -Artefakten. 

Beim „Arkonadia Rätsel“ geht es irgendwo in der Galaxis um einen Planeten, der ca. alle 450 Jahre in die Barberei zurückfällt, weil nach und nach alle bedeutenden technischen Geräte versagen. 

Die Ereignisse sind verknüpft mit einem Artefakt, das zu dieser Zeit an irgendeinem Ort auf dem Planeten erscheint und große Macht verspricht. Alle lokalen Machthaber versuchen ins Artefakt zu gelangen und bekämpfen sich auf dem Weg dorthin. Und die Super-Zivilisationen schicken verdeckt Beauftragte zum Planeten, um die Ereignisse zu kontrollieren. 

So weit, so gut. Ich fand das Buch nicht wirklich gut. Der Autor hat blendende Visionen, unbestritten. Passagenweise ist das Buch auch wirklich gut, beispielsweise als die Protagonist_innen in das innere des Artefakts vordringen und auf unendliche Welten stoßen, durch die ein ewiglanger Zug mit bizarren Insassen fährt. Es gibt allerdings eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem bombastischen Geschehen und den Protagonist_innen, die ziemlich einfach gestrickt erscheinen und denen man nix zutraut; so, als würden einige unbedarfte Jugendliche mit den großen Rätseln des Universums konfrontiert und könnten diese lösen. Auch die Vertreter der „Super-Zivilisationen“ kommen nicht gerade mit einem überwältigendem Intellekt daher. 

Und überhaupt missfällt mir der Hang des Autors zu größenwahnsinnigen Galaxis-Konstruktionen, etwa mit Milliarden Jahre alten Rassen, ebenso alten Raumschiffen und Rätseln. Zeit, Raum, Distanzen, Objektgrößen – alles in Superlative. Das geht leider auf Kosten der Glaubwürdigkeit und Seriosität, wenn man diese Eigenschaften einer Space Opera überhaupt zubilligen möchte. Es kann an das Perry-Rhodan-Universum erinnern, wenn ich mich in dieser Hinsicht auch nicht zu weit vorwagen möchte, da ich schon seit Jahrzehnten keinen Perry-Rhodan-Roman mehr gelesen habe. 

Kurzweilig zu lesen, sind Romane wie dieser dennoch bisweilen.

Kölner Dörfer - Eine Wanderung um Zündorf, Langel und Wahn

Am vorherigen Sonntag. Köln besteht nicht nur aus alten Kirchen, Wohnvierteln, Straßen und häßlichen Gewerbegebieten. Im äußersten Südosten wirkt es sogar eher ländlich, es gibt dort sogar noch unverbauten Raum, wo allerdings „nix“ zu sehen ist. 


>Köln-Zündorf< 

Ich wanderte dort 13 km herum. Am attraktivsten ist es allerdings am Rhein.

Bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh gibt es den ausführlicheren Bericht mit mehr Photos zu sehen.
 

Samstag, 10. November 2018

Im Kino: The Guilty

Gustav Möller's Film „The Guilty“ spielt ausschließlich in einer dänischen Polizei-Notrufzentrale. Der dorthin strafversetzte Protagonist klemmt sich nach einem Anruf einer Frau, die von einem fahrenden Lieferwagen aus anruft, hinter den Fall – und dieser läuft ihm etwas aus dem Ruder, da er die Situation falsch einschätzt. Von seinem Arbeitsplatz aus managt er alle möglichen Einsätze, schickt Polizeiwagen hierhin und dorthin, telefoniert immer wieder mit der Frau, ihren Kindern, ihrem Mann, Arbeitskollegen. Er hat zwei Bildschirme am Arbeitsplatz, der eine davon zeigt wenige Sekunden nach dem Anruf auf einer Karte, woher der Anruf kommt. 

Wenn man bedenkt, dass dieser Film wenig Schaueffekte hat, da eine Notrufzentrale eben nicht viele visuellen Eindrücke bieten kann, kann man doch festhalten, dass er ziemlich spannend ist und man gut unterhalten wird.

Möllers Film ist nicht nur ein großartig-minimalistischer und daher umso spannender Thriller, er ist auch eine Charakterstudie des Polizisten Asgers, der etwas gutmachen will“, sagt epd-film

Freitag, 9. November 2018

Das Hashtag

Da ich mit sozialen Netzwerken im engeren Sinne noch nie etwas zu tun hatte, ist mir auch das Zeichen „#“ (Hashtag) nicht besonders vertraut, obwohl das Hashtag im letzten Jahr bereits 10 Jahre alt geworden ist und eine Internet-Revolution auslöste. Erfunden von Twitter, wurde es durch Instagramm bekannt, und bei Facebook und Youtube ist es ebenfalls sehr bedeutsam. 

Es gibt berühmte Beispiele wie 

#JeSuisCharlie oder 
#RefugeesWelcome, 

die zeigten, wie Menschenmassen mobilisiert und Meinungen gebildet werden können. Die Bedeutung der Blogs ist zurückgegangen, da sich die Kommunikation eben in großen Teilen auf die sozialen Netzwerke und deren Hashtags verlagert hat. Der Frage, ob ich Hashtags machen oder nutzen soll und mit diesen gleichzeitig meinen Blog fördern kann, werde ich noch nachgehen. Anhand von Instagram-Hashtags sollte ich das im nächsten Jahr mal testen. 

Ich bin auf dieses Thema jetzt nur gekommen, weil Zucker's Beitrag Das leere Internet auf das Anfang November veröffentlichte WW-Video Warum es Youtube nächstes Jahr nicht mehr gibt und das youtube-Hashtag #SaveYourInternet verweist. 

Das vorgenannte WW-Video ist ein toll gemachtes Werk - und in Hinblick auf Massenmobilisierung (z.Zt. > 3,6 Mio. Aufrufe, > 52.000 Kommentare) und Meinungsmanipulation ein exzellentes Beispiel. Deshalb sollte man sich auch beispielsweise das Video Warum Youtube 2019 NICHT tot ist | Faktencheck ansehen (welches ebenfalls der Meinungsmanipulation dient). 

Was immer ihr darüber denkt, es solle bloß keiner glauben, es gäbe keine Auswirkungen. Fast alle werden betroffen sein (alle, die Internet nutzen), nur das Ausmaß ist unklar und natürlich auch individuell sehr verschieden. Die Konsumenten von Internet-Angeboten werden naturgemäß etwas weniger betroffen sein (obwohl das Video vor allem dieses Gruppe ansprechen soll) als die Produzenten von Angeboten. 

Es funktioniert nach meinem Eindruck immer ähnlich. Es gibt einige mehr oder weniger problematische Mißstände, die behoben werden sollen (und sollten), und dann wird ein sehr allgemein gehaltenes Gesetz oder eine ebensolche Verordnung konstruiert, die alle trifft, nicht zwischen ernsthaften Problemen und Bagatelldelikten unterscheidet oder gar für Viele wirre, zweifelhafte oder undurchführbare Regelungen trifft, die gänzlich an der Realität vobeigehen. 

Und vor allem „die Kleinen“ bekommen es dann meist zu spüren - auch weil sie keine eigene Rechtsabteilung unterhalten können. Beispiele aus der Vergangenheit gibt es genug. Ich denke beispielsweise an Blog-Beiträge über Stadtbesuche und die vielen Photos, auf denen keine einzige Person mehr zu sehen ist. Ich weiss, woran das liegt, aber ist das „normal“? 

Tja, und manchmal denke ich auch, dass etwas ganz Anderes mit diesen Verordnungen bezweckt werden soll als im offiziellen Begründungstext zu lesen ist. 

Jedenfalls ist das ein gutes WW-Video, denn es sagt nicht, was passieren wird, sondern in vielerlei Hinsicht, was passieren könnte. 

Donnerstag, 8. November 2018

Im Kino: Der Trafikant

Nikolaus Leytner's Film „Der Trafikant“ spielt im Salzkammergut und in Wien in den späteren 1930er Jahren. Eine Junge wird in die große Stadt geschickt, um bei einem „Trafikanten“ zu arbeiten. Hier würde man das heute „Tabakladen“ nennen. Ein Kunde dort ist der Psychoanalytiker Sigmund Freud, mit dem der Junge nähere Bekanntschaft schliesst. Ansonsten hat er Probleme mit einer jungen Frau, die er zwar schnell kennen lernt, die sich ihm aber zunächst zu entziehen sucht. Da der Trafikant und auch der Psychoanalytiker von jüdischer Abstammung sind, kommt es zunehmend zu Problemen mit dem in Österreich aufkommenden Nationalsozialismus und seinen fanatischen rassistischen Anhängern. 

Aus meiner Sicht handelt es sich bei dem Film um eine gefällige, eher biedere und mitunter etwas angekitschte Inszenierung mit einigen verfilmten Traumelementen, die dem Erzählfluss nicht unbedingt gut tun. Ein Roman von Robert Seethaler, den ich nicht kenne, bildet die Grundlage der Geschichte. Ein bißchen mehr Dramaturgie und Tiefgang in den Dialogen hätten dem Film nicht geschadet. 

Der Trafikant bleibt als Film hinter den Qualitäten des Romans weit zurück“, meint filmclicks. Das würde ich jetzt auch vermuten.

Mittwoch, 7. November 2018

History – Meine alten mobilen Kommunikationsgeräte

Nun, ich warte auf mein neues Smartphone, weshalb ich über meine bisher genutzte mobile Technik, die gänzlich veraltet und sehr überschaubar ist, berichten kann. Diese Technik fällt komplett in meine Bloggerzeit und kann daher – anders als bei meinen Kameras mit ihrer Analog-Zeit auf echten Filmenrollen - leicht vollständig dargestellt werden.  


3) Samsung Galaxy 7.0 SM T211 (09/2013 - heute) 

Mein erstes Tablett, 7 Zoll. Betriebssystem: Android OS 4.1 Jelly Bean. Prozessor: Marvell PXA986 mit zwei 1,2-GHz-Rechenkernen (Cortex A9), Arbeitsspeicher: 1 GB, 8 GB interner Speicher (+ SD-Card einsetzbar). HSDPA-Verbindung und WLAN. 

289.- € habe ich damals für das Gerät gezahlt, wobei der gewünschte SIM-Karten-Slot den Preis deutlich nach oben getrieben hatte. 

Dieses Tablet revolutionierte auf meiner Polen-Tschechien-Reise damals meine Urlaubstechnik, denn von nun an konnte ich mit dem Tablet Übernachtungsquartiere häufig vor Ort im Urlaub in der Unterkunft oder im Café buchen und Stadtpläne mir völlig fremder Städte direkt vor Ort offline anzeigen lassen. Durch GPS wusste man auch direkt, wo man war. Papier-Reiseführer mit ihren Informationen verloren damit an Bedeutung. Und für das Schreiben im Blog musste ich auch meist keines der sowieso im Aussterben begriffenen, nur noch selten anzutreffenden und in den Vorjahren oft viren- und insektenverseuchten sowie überhitzten Internet-Cafés in den Tropen mehr aufsuchen. 

Leider ist dieses Tablet mittlerweile als etwas zu langsam einzuschätzen. Es hat vor allem aber zu wenig internen Speicher, was bisweilen zu Problemen bei der App-Nutzung führt. Und die im Datenblatt mit über 16 Stunden angegebene Akku-Laufzeit dürfte mindestens auf die Hälfte abgesunken sein. 

Telefoniert oder Photos gemacht, habe ich mit diesem Tablet noch nie. Aber es hat 10 Reisen in Europa und Asien überstanden, über die ich von vor Ort mit diesem Gerät berichtet habe, und es wird sicher auch noch auf der nächsten Reise mitgenommen werden.


2) Samsung GT-S5230 (02/2012 - heute) 

Mein zweites Mobiltelefon. Ich zahlte 66 €. Man kann damit komfortabel telefonieren, SMS empfangen. Auch die Alarmclock benutze ich heute noch. Eine echte App-Technologie und ein namhaftes Betriebssystem hat das Gerät nicht, an Speicher hat es 100 MB RAM. 

Man kann ins Internet gehen, aber die Verbindung über GSM EDGE mit der langsamen Datenübertragungsrate und das 3-Zoll-Display machten die Sache schon damals nicht komfortabel und letztendlich auch teuer, da man wegen fehlendem WLAN normales Datenvolumen kaufen musste. In 2012 kam das Internet bei zwei kleineren Deutschland-Reisen in die Schwäbische Alb und zum Pfälzer Wald zeitweise zum Einsatz.

Zufrieden war ich mit diesem Gerät nie, auch weil das Scrollen in den Menus wenig sensitiv funktioniert. 



1) Alcatel OT-E259 (10/2006 – 02/2012) 

Mein erstes Mobiltelefon, ein Klapp-Handy, war wirklich nur zum Telefonieren gedacht. Vermutlich hast es 49 € gekostet.

Ich war damals einer der letzten der unter 50 Jahre alten Bürger der Republik, der sich ein Mobiltelefon zulegte. 

Das Mobiltelefon habe ich z.T. aus beruflichen Gründen angeschafft. 

Letztlich war es der kaum noch effizient arbeitende Akku, der mich dazu brachte, ein neues Gerät anzuschaffen. Außerdem sollte das neue Gerät Internet nutzen können.

Sonntag, 4. November 2018

Meine Woche (KW 44)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, am Dienstag die Heizung eingeschaltet, im Kino gewesen, Vater besucht in der Seniorenresidenz, eine Kölner-Dörfer-Wanderung gemacht (Bericht folgt).  

Gesehen: im Kino „Nanouk“ und „Dogman“, im TV „Abenteuer Erde: Urwald von morgen - Nationalpark Eifel “ (WDR), mit u.a. kleinen Uhus, Wildkatzen, Luchsen, „Quarks: Gesund und lecker - worauf es beim Brot ankommt“, Tatort.  

Gehört: The Dresden Dolls, Dunkelziffer, Eels, Einstürzende Neubauten, Elbow, Tindersticks, Tu Fawning, US Christmas.  

Gelesen: in Andreas Brandhorst's Roman „Das Arkonadia Rätsel“, in Haruki Murakami's Erzählungsband „Von Männern, die keine Frauen haben“, in diversen Zeitungen und Zeitschriften wie Choices, Eclipsed, Greenpeace Magazin, Kölner Stadtanzeiger und Smartphone.  

Gegessen: Linsensuppe war auch in dieser Woche noch „in“; Möhrengemüse mit Frikadelle, zubereitet bei Rewe Richrath in den Opern-Passagen kann mir auch gefallen. Ab und zu (wenn die Kantine dicht hat) bin ich mit ein, zwei Kollegen mal dort.  

Getrunken: neben Kaffee auch Tee.  

Gefunden: im öffentlichen Bücherschrank den Roman „Die scheue Schöne“ von Jessica Amanda Salmonson, den Erzählungen-Band „Nach dem Beben“ von Haruki Murakami und die Anthologie „Türkische Erzählungen“.  

Verloren: ---  

Gekauft: ein Smartphone.  

Gestaunt, gefreut, gelacht: ---  

Gewünscht: noch mehr Freizeit. 

Gefühlt: noch – trotz klimatischer Kühlphase - bemerkenswert gesund. Aber ein gutes Feeling konnte ich dennoch nicht aufbauen.  

Gedacht: wenig Konstruktives. 

Geärgert, gefrustet, genervt: ja.  

Fazit: eine höchst mittelmäßige Woche. 

Samstag, 3. November 2018

Im Kino: Dogman

Matteo Garrone's Film „Dogman“ spielt in einem kleinen süd-italienischen Küstenbad und handelt von einem schmächtigen Mann, der ein Hundegeschäft betreibt. Kein Verkauf, sondern Hundefriseurladen und -pension. Doch ein gewalttätiger, klobiger, dämlicher Krimineller, der gerade mal wieder aus dem Gefängnis entlassen wurde und dem er gelegentlich Kokain vertickt, macht ihm zunehmend Ärger. In der einzigen „lustigen“ Szenenabfolge des Films wird er von dem Kriminellen gezwungen, als Fahrer bei einem Einbruch mitzumachen und erfährt von den Einbrechern, dass sie dort einen kleinen Hund vorfanden, den sie kurzerhand in die Tiefkühtruhe sperrten. Später macht sich der „Dogman“ auf, den Hund zu retten, holt ihn handlich steifgefroren aus dem Kühlfach und wiederbelebt ihn in der Spüle. Der Konflikt weitet sich aus, bringt den „Dogman“ sogar ins Gefängnis. 

Wieder entlassen, will er Geld sehen für den Einbruch, an dem er mitgewirkt hat, wird zusammengeschlagen und schwört Rache. Mit einer List gelingt es dem „Dogman“, den Kriminellen in einen Hundekäfig zu sperren. 

Der Regisseur hat einen kleinen, schmutzigen, gegen Ende zunehmend krassen Film gedreht, der mit genauer Milieuzeichnung und seinen überzeugenden Darstellern punkten kann. 

Den Ort und damit auch das Land, das Dogman zeigt, ist eine düstere, kaum je sonnige und dem Untergang geweihte Gegend, in der am Ende jeder für sich alleine ums Überleben kämpft. Eine Vorhölle, in der die Hunde um vieles menschlicher erscheinen als ihrer zweibeinigen Besitzer“, meint kino-zeit.

Freitag, 2. November 2018

Angekühlter Südstadt-Spaziergang

Am letzten Sonntag. Am letzten Wochenende fühlte ich mich nicht akklimatisiert genug, um wandern zu gehen. Ungemütliches Wetter. Es regnete nicht,  nachmittags gab es zeitweise sogar Sonne.


Die Beine vertreten musste ich mir schon. Deshalb ging ich zum Volksgarten. In und am Teich gab es viele Wasservögel, auch ein Graureiher stand dort:


Im Laub und auf der Wiese suchten Gänse und Enten nach Freßbarem:






Hinter dem Volksgarten querte ich die Bahnunterführungen und nahm einen wenig begangenen Weg, der sich Vorgebirgsglacisweg nennt. Dort bin ich noch nie lang gegangen, und das hat vermutlich seinen Grund, kann dieser Weg doch als Anwärter für die Aufnahme in die Top 20 von Kölns langweiligsten Straßen gelten.


 >Aufgegebenes Dreirad am Vorgebirgsglacisweg<

Danach folgte der Bischofsweg, der ebenfalls zu Kölns langweiligsten Straßen gehören dürfte, gefolgt von der Marktstraße. Dort ist der Großmarkt, ebenfalls eine Gegend mit wenig Charme und ohne Zukunft.


 >Auf dem Großmarktgelände, Köln-Raderberg<

Einige Graffitis an der Marktstraße können noch etwas Aufmerksamkeit auf sich ziehen:




Über die Bonner Straße lief ich zurück nach Hause. 

Heute war übrigens auch ein Tag, der mich kaum hinter dem Ofen hervor locken konnte. Total grau, manchmal Regen. Ich besuchte immerhin noch den Vater im Seniorenheim. Vergleichsweise ging's ihm gut, aber machen tut er nichts, "chillen" sozusagen, positiv ausgedrückt.

Die Gasetagenheizung warf ich bereits gestern an.

Donnerstag, 1. November 2018

Im Kino: Nanouk

Milko Lazarov's Film spielt im sibirischen Schnee-Eis-Nirgendwo der Provinz Jakutien und handelt überwiegend von einem älteren Ehepaar, dass dort alleine mit einem Hund in einer fellbedeckten Jurte haust. Sie leben von der Jagd - auf Fische mittels Reuse/Netz und auf Landtiere mittels Fallen. 

Es wird viel vom Leben in der Jurte gezeigt, die mit Möbeln, Betten, Herd etc. ausgestattet ist. Oft wird gehandwerkelt, beispielsweise müssen Netze ausgebessert und Fallen neu gerichtet werden und als ein Schneefuchs in eine Falle geht, muss er gehäutet und das Fell zu Kleidung verarbeitet werden. 

Die Frau stirbt, der Mann macht sich dann auf, der Tochter, die irgendwo in einer Diamantmine arbeitet, die Nachricht zu überbringen. Ein Holztransporter nimmt ihn mit. 

Unterwegs wird nachts ein Rentier überfahren, dass kurzerhand oben auf die Baumstämme geworfen und auch mitgenommen wird. 

Der sozialrealistische Film erzählt von einer ganz anderen Lebenswelt. Erzählerisch und schauspielerisch nüchtern, karg, eher schweigsam, punktet er vor allem mit den Landschaftsaufnahmen. 

Geradezu dokumentarisch mutet das an, ungeschönt ist der Einblick in das harsche Leben, in dem Idylle und Verderben nahe beieinanderliegen“, stellt film-rezensionen fest.