Freitag, 13. Februar 2026

Sound-Welten (03/2026)

In dieser kleinen Platten-Prüfrunde überzeugten mich vor allem einige uralte Songs von Nico. 

Jade Bird. Erstmals geprüft. Album: Jade Bird (2019). Erstes von bislang drei Alben einer britischen Folk-Rock-Sängerin. Sie schaffte es damit auf Platz 10 der britischen Charts, aber es scheint, dass ihr Erfolg schon wieder etwas verblasst. Mir sagen weder ihre Voice noch die Kompositionen zu. SHR: 1.062 T – 28.686 T. WD: 4/day. 

Katatonia. Alben: Sky Void of Stars (2023) // Nightmares As Extensions of the Waking State (2025). 12./13. Studio-Album dieser schwedischen Metal-Band, die ab 1993 mit Veröffentlichungen in Erscheinung trat. Es ist bemerkenswert, dass sie zuletzt nur noch im deutschsprachigen Raum in den Charts punkten konnte. In ihren meist 4-5-minütigen Songs ihres neuesten Werks wirkt sie manchmal schon fast wie eine gemäßigt-normale Melodic-Rockband. Der Sound kann mir streckenweise gefallen, aber insgesamt fehlt es mir an Höhepunkten in beiden Werken. SHR: 636 T – 3.370 T // 246 T – 1.719 T. WD: 95/day. 

Liquid Orbit. Erstmals geprüft. Alben: Game of Promises (2019) // More Spontaneous Floating Rock Creations (2025). Zweites und viertes Album einer deutschen, ziemlich unbekannten Psychedelic-Rock-Band mit Lady am Micro. Mit ihrem „aus der Zeit gefallenen“ Stil kann mich die Band mitunter überzeugen, insbesondere wenn ihre Sängerin, „der wertvollste Posten bzw. das Alleinstellungsmerkmal der Formation“ lt. musikreviews, zu hören ist und kein Jam-Charakter überwiegt. Ich würde das ältere dieser beiden Alben bevorzugen. SHR: 1 T // 1 T. WD: n.v. 

Mostly Autumn. Alben: Dressed In Voices (2014) // Seawater (2025). Etwa 11. und 16. Studio-Album einer britischen Progressive-Rock-Band mit Lady(/Man) am Micro. Ich habe einige Alben von ihnen, aber sie sind mindestens 20 Jahre alt. Ich finde nicht, dass sich die Band nach zahlreichen Besetzungswechseln positiv entwickelt hat. Symphonischer Rock, wenig balladesk, und aus meiner Sicht nur noch mäßig melodisch oder atmosphärisch hört sich das neueste Werk an. Das ältere Album gefällt mir da noch etwas besser, dürfte allerdings auch nicht an ihre Meilensteine herranreichen. SHR: 35 T – 132 T // 31 T – 56 T. WD: 10/day. 

Nico. Erstmals geprüft!! Alben: Desertshore (1970) // The End … (1974). Ihr drittes und viertes von insgesamt 5 offiziellen Studioalben. Ich hatte sie nie auf dem Radar, keine Ahnung, woran das liegt, schuf sie 1974 doch eine bemerkenswert düsteres Remake des Doors-Klassikers „The End“. Vielleicht wurde sie als „enfant terrible“ im Radio blockiert? Heute lange tot (1988), wird ihr musikalisches Schaffen als viel bedeutender bewertet als zu ihren Lebzeiten, „wegweisend in Musikrichtungen wie Punk, Wave und Gothic“. Diese beiden Alben sind für die damalige Zeit im Sound ungewöhnlich düster, mitunter pastoral, gesungen auf Englisch und vereinzelt auch auf Deutsch. SHR: 306 T – 1.757 T // 67 T – 210 T. WD: 305/day. 

Paatos. Album: Ligament (2025). Siebtes Studio-Album einer schwedischen Progressive-Rock-Band mit Lady am Micro. Erschien nach 12/13-jähriger Schaffenspause. Ich habe einige alte Alben von ihnen, besonders ansprechen konnte mich das neue Werk jedoch nicht. SHR: 5 T – 38 T. WD: 2/day. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im westlich geprägten Kulturkreis. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.

Montag, 9. Februar 2026

Meine Woche (KW 05/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City/Klettenberg/ Sülz/Zollstock, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, Kinobesuch- mit Ex-Chef Rolf, gewandert in tributären Seitentälern der Sieg bei Eitorf (Bericht) und an der Sieg bei Alt-Windeck (Bericht). 


>Manchmal unfreundliches Wetter, hier: im Volksgarten, Köln-Südstadt<

Gesehen: im Kino „No other Choice“ (Bericht), meine älteren Filmkonserven „Ride with the Devil“ (1999), „Tigerland“ (2000), „Jellyfish ... vom Meer getragen“ (2007), „Sunshine Cleaning“ (2008), „Pandorum“ (2009). 

Gelesen: beendet Tschingis Aitmatow's Novellen „Scheckiger Hund, der am Meer entlang läuft // Frühe Kraniche“, begonnen Haruki Murakami's Roman „Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: nichts Besonderes. 

Getrunken: Kaffee, diversen Tee, Bananennektar, Wasser mit Vitamintabletten. 

Gehört: Musikkonserven Jan Garbarek, Janus, Jesus And The Gurus sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gegangen: 60.200 Schritte/Woche (3.500 – 16.200 Schritte/Tag). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gefühlt: geht so. 

Fazit: trotz zweier Wanderungen war mir die Woche nicht warm genug, aber mehr erwarten kann man hier im Februar auch nicht.

Montag, 2. Februar 2026

Meine Woche (KW 04/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City/Nordstadt, Zahnärztin besucht, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, gewandert bei Bonn (Bericht). 



>Innenhof-Ambiente am Pfandhaus, Köln-Südstadt<

Gesehen: meine älteren Filmkonserven „Die Geschichte der Dienerin“ (1990), „Die Mumie“ (1999), „Die innere Sicherheit“ (2000), „In America“ (2002), „Jindabyne“ (2006), „Birdwatchers“ (2008), „Das gelbe Segel“ (2008). 

Gelesen: in Tschingis Aitmatow's Novellen „Scheckiger Hund, der am Meer entlang läuft // Frühe Kraniche“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: u.a. Fischstäbchen mit Kartoffelsalat und mal wieder Lachs mit Gemüse im Wok. 

Getrunken: Kaffee, diversen Tee, Bananennektar. 

Gehört: Musikkonserven Jan Garbarek, Janus, Jess And The Ancient Ones, Marie Fisker & Kira Skov sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gegangen: 52.500 Schritte/Woche (5.000 – 15.100 Schritte/Tag). 

Gekauft: nichts > 20 €, aber Eigenanteil zur Zahnkrone bezahlt (um 211 €). 

Gefühlt: geht so. 

Fazit: eher langweilige Woche bei meist unerfreulich kühl-nassem Wetter.

Montag, 26. Januar 2026

Meine Woche (KW 03/2026)

Gemacht: Einkäufe mit Spaziergängen in der Südstadt/City, Kinobesuch, Treffen mit Ex-Studienkollegen in der Braustelle/Ehrenfeld, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, gewandert an der Erft zwischen Euskirchen und Weilerswist (Bericht), Homekino-Anlage modernisiert und wieder in Betrieb genommen. 

Gekauft: DVD/Blue-ray-Player Panasonic DP-UB424EGS (249 € bei Saturn) und 4K-60Hz-HDMI-Splitter von der Firma Rofavezco (32 € bei Amazon)sowie diverse erforderliche HDMI-Kabel. 

Geappt: Signal. 

Gesehen: im Kino „Silent Friend“ sowie meine älteren Filmkonserven „27 Missing Kisses“ (2000), „Glaubensfrage“ (2008). 


>So eine ganze Reihe Leerstände in der Severinstraße, der Haupteinkaufsstraße der Kölner Südstadt, fallen schon auf. Der "Katzentempel" war relativ neu und nach meinem Eindruck auch nicht schlecht besucht - und hat zu Anfang des Jahres dicht gemacht, bevor ich es jemals schaffte, ihn zu besuchen. Sehr bedauerlich<

Gelesen: in Tschingis Aitmatow's Novellen „Scheckiger Hund, der am Meer entlang läuft // Frühe Kraniche“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: u.a. Rindergulasch mit Sauerkraut in der Braustelle und mal wieder Lachs mit Gemüse im Wok. 

Getrunken: Kaffee, diversen Tee, Kölsch (Braustelle). 

Gehört: Musikkonserven von Jack Bruce, Jan Garbarek, Janus, Javier Paxarino & Glen Velez, Masion sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gegangen: 52.500 Schritte/Woche (3.600 – 17.100 Schritte/Tag). 

Gefühlt: manchmal ganz gut. 

Fazit: passable Woche.

Sonntag, 25. Januar 2026

Home-Cinema - neuer DVD-/Blue-ray-Player

Mein Home-Cinema ist gut 20 Jahre alt und hat so seine Macken. In 02/2024 kaufte ich einen neuen Denon-AV-Receiver, nachdem sich das alte Gerät mit Brandgeruch selbst abschaltete. Der Denon-DVD-Player spinnt auch schon seit Jahren, weil er häufiger mal ausging, während die DVD-Lade einfährt - und danach schwer wieder in Gang zu bringen war. Obwohl das Gerät im Nov/Dez. des letzten Jahres bemerkenswert einwandfrei lief, ging es nun plötzlich bei meinen letzten Filmen mitten im Film aus – eine reichlich nervige Angelegenheit. 

Meine KI „ChatGPT“ vermutet einen typischen Altersdefekt im Netztteil mit gealterten Kondensatoren, so dass die Versorgungsspannungen instabil werden, der Player Unterspannung erkennt und dann eine Schutzabschaltung durchführt - und empfiehlt (ungefragt), das Gerät für geschätzt 80 – 150 € in einer Werkstatt reparieren zu lassen. Aber nö, das riskiere ich nicht bei einem im Juli 2005 für 279 € gekauften Gerät. 

Ich habe mir jetzt einen neuen DVD-/Blue-ray-Player von Panasonic für 249 € bei Saturn zugelegt, na klar, eine KI-Empfehlung: 



Allerdings wurde es noch deutlich teurer, da ich realisieren musste, noch einen HDMI-Splitter und 3 HDMI-Kabel zu benötigen, weil es von der KI die klare Empfehlung gab, meinen Beamer an die HDMI-Out-Buchse des Receivers anzuschließen. Vorher hing der Beamer am DVD-Player. 

Das Problem war, dass der Receiver nur eine solche HDMI-Out-Buchse hat, an der der TV hängt und dort auch angeschlossen werden soll. Deshalb musste ich erst noch einen Splitter beschaffen. Das Model, das ich bei Amazon geordert habe, ist ebenfalls eine KI-Empfehlung. 

Wie auch immer, heute gelang es mir nach einigen Schwierigkeiten, die Anlage wieder ans Laufen zu bekommen. KI hat geholfen, insbesondere mit dem Hinweis, den Beamer an OUT 1 des Splitters anzuschließen und den TV an OUT 2 des Splitters. Das hatte ich erst nicht gesehen/beachtet, hatte dann aber kein Bild am Beamer. Nach Erläuterungen der KI ist OUT 1 die EDID-Master-Buchse bei manchen Splittern und in diesem Fall die richtige Buchse für den Beamer. 

Der Film lief dann ganz gut durch. Positive/negative Veränderungen am Bild konnte ich erst einmal nicht feststellen. Eventuell sollte ich aber noch mal bei Gelegenheit schauen, ob ich verschiedene Einstellungen, die mir die KI für den Player und den Receiver ungefragt genannt hat, prüfen und optimieren kann. Das habe ich erst einmal nicht gemacht, weil es immer die Frage ist, wie und wo man die Einstellungen aufrufen kann.

Über den Austausch der Beamer-Lampe habe ich auch schon mit der KI "gesprochen". Aber dazu habe ich jetzt erst einmal keine Lust. Nun ja, die KI kennt die Komponenten meines Home-Cinemas jetzt schon sehr gut, das "Gespräch" kann ich auch in einigen Monaten fortsetzen.    

Freitag, 23. Januar 2026

Im Kino: Silent Friend

Ildikó Enyedi's Film spielt im Botanischen Garten von Marburg und kreist um einen alten Gingko-Baum. Erzählt werden drei Episoden, die in den Jahren 1908/1972/2020 spielen. 

Der Film hat durch seine langsame Erzählweise, seinem Soundtrack und in vielen Bildern einen mystisch-meditativen Touch. Man sieht viele Tiere und Pflanzen, erhält fragmentarische Einblicke über die erste zugelassene Studentin der Uni Marburg im Jahr 1908, die sich für Pflanzen interessierte und eine fotografische Ausbildung machte, über eine Studentin, die im Jahr 1972 das geheime Leben ihrer Geranie erforschte und im Garten mit anderen Hasch rauchte sowie über einen Gastprofessor aus Hongkong, der die Gehirnaktivitäten von Babies erforscht und dann auch auf den Gingko-Baum aufmerksam wird und diesen verkabelt. 

Der Film ist lang und aus meiner Sicht auch langatmig erzählt. Sein Film "Körper und Seele" (2017) gefiel mir da deutlich besser. 

Man kann das wohl auch anders sehen, immerhin ist es nach dem Kölner Kritiker-Spiegel einer der fünf herausragenden Filme des Monats Januar. 

Es ist ein Kino der Wahrnehmung, das den Zuschauer nicht mit Handlung überfällt, sondern ihn einlädt, langsamer zu werden, genauer hinzusehen“, meint kino-zeit

Montag, 19. Januar 2026

Meine Woche (KW 02/2026)

Gemacht: eingekauft, Termin bei meiner Zahnärztin absolviert, Spaziergänge in der Südstadt/Nordstadt, Kinobesuch, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, gewandert bei Euskirchen (Bericht). 

Gedacht: der Grönland-Konflikt zeigt mir mal wieder, dass einige Entscheidungsträger nicht mehr richtig ticken, wozu auch die Entscheidung gehört, ein paar Soldaten auf eine kurze „Erkundungsmission“ dorthin zu schicken. 

Gesehen: im Kino „Therapie für Wikinger“ sowie meine älteren Filmkonserven „Lust auf Anderes“ (2000), „Cargo“ (2006), „Alles für meinen Vater“ (2008), „Affären A La Carte“ (2009). 


>Ein Motiv aus der Kyllstraße, Köln-Südstadt<

Geärgert: das Ansehen weiterer DVD's scheiterte an meinem über 20 Jahre alten Denon-DVD-Player, der in den letzten Tagen auch schon ein paar mal mitten im Film ausging. Ich werde ihn jetzt als endgültig defekt ausmustern und durch einen Panasonic-DVD/Blue-Ray-Player ersetzen. Außerdem hat gestern meine Glühbirne in der Deckenlampe der Küche ihren Geist aufgegeben. 

Gelesen: in Tschingis Aitmatow's Novellen „Scheckiger Hund, der am Meer entlang läuft // Frühe Kraniche“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: nix Besonderes, aber manchmal gab's gemanschte Banane mit halber ausgepresster Zitrone und 5-Korn-Bio-Basis-Müsli. So etwas Ähnliches gab es schon in meiner Kindheit, aber ich meine, mich zu erinnern, dass auch noch Traubenzuckerpulver rein kam. 

Getrunken: Kaffee, diversen Tee, Kölsch (Braustelle). 

Gehört: Musikkonserven von Jabba, Jack Bruce, Jane Weaver, Jan Garbarek Group, Mamiffer und einige Alben bei spotify geprüft. 

Gegangen: 56.900 Schritte/Woche (3.400 – 17.500 Schritte/Tag). 

Gefühlt: manchmal ganz gut. 

Fazit: passable Woche mit ein paar überdurchschnittlich warmen Januartagen bis 11 Grad.

Sonntag, 18. Januar 2026

Ein Schritteziel?

Ich habe beschlossen, meine Zielvorgabe von "> 6.000 Schritte täglich" zu ändern. Im letzten Jahr habe ich das sowieso nicht durchgängig geschafft.

Ich ändere das Ziel jetzt auf ">42.000  Schritte/Woche" und ">3.000 Schritte täglich". Deshalb muss ich beispielsweise heute nur > 3.000 Schritte laufen, da ich keine Lust habe auf 6.000 Schritte; dennoch bin ich in dieser Woche, immer gezählt von Montag bis Sonntag, schon über 56.000 Schritte gelaufen.

Im Prinzip denke ich, dass solche Ziele sowieso weder fundiert sinnvoll festgelegt noch ausreichend sind. Meine Schritte-App bezeichnet aber Tage < 3.000 Schritte als "Sofa-Tage". Sofa-Tage möchte ich nicht, wobei aber natürlich anzunehmen ist, dass die App auch die Schritte in der Wohnung zählt. Schritte in der Wohnung erfasse ich aber nur zu einem geringen Teil, da meine App auf dem Smartphone ist und ich dieses keineswegs immer von Raum zu Raum herumtrage.

Prinzipiell ist Bewegung draußen sinnvoll. Ich gehe davon aus, dass diese Aktivität mein Immunsystem stärkt und auch günstig für den Erhalt der Muskulatur ist. Auf der anderen Seite ist die Aktivität "Gehen" zu einseitig, bedient nur einige Muskeln und Sehnen ausreichend, andere aber fast gar nicht. "Gehen" allein reicht daher nicht, die Beweglichkeit zu erhalten. Aber auf andere Dinge, etwa Gymnastik oder Fitnessstudio oder Schwimmen, muss man erst einmal "Lust" verspüren.

Freitag, 16. Januar 2026

Sound-Welten (02/2026)

In dieser Prüfrunde konnte mich keines der geprüften Alben wirklich überzeugen. Bei einigen Alben kann man aber den gewollt unkommerziellen Sound beklatschen, für den es heutzutage leider jedoch kaum noch Zuhörer gibt. 

AB Syndrom. Erstmals geprüft. Album: Plastik (2018). Drittes von heute vermutlich sechs Studio-Alben einer Berliner Combo. Vom musikexpressan Post-Dubstep und Indietronica geschulte Musik“ bezeichnet. „Zwischen … sprechgesungenen Texten … und dem verschleppten Elektrosound ... entsteht ein waberndes, schwingendes Feld der postdigitalen Stimmungen“. Diese Soundstrukturen sind mir doch zu simpel gestrickt. SHR: 22 T – 371 T. WD: n.v. 

Bad Cop/Bad Cop. Erstmals geprüft. Alben: Warriors (2017) // Lighten Up (2025). Das zweite und vierte Studio-Album einer US-amerikanischen Lady-Punk-Rock-Band. Stilistische Unterschiede zwischen den Alben sind bei flüchtiger Hörprobe eher schwierig zu erkennen, kloppen meist straight drauflos. SHR: 260 T – 3.515 T // 13 T – 119 T. WD: 18/day. 

Carla Bozulich. Album: Quieter (2018). Etwa sechstes und bis dato letztes Solo-Studio-Werk der US-Amerikanerin. Sie war auch Kopf und Sängerin der nicht mehr als existent anzusehenden Band Evangelista. Ihr Album ist düster-experimenteller Underground mit oft schrägen, sägenden Tönen, sie kann aber auch Melodien. Interessant, nicht leicht verdaulich, erinnert mich manchmal an Jarboe. In Deutschland wohl bestenfalls Insidern bekannt. SHR: 9 T – 47 T. WD: n.v. 

Death Machine. Erstmals geprüft. Album: Dawning Eyes (2025). Viertes Studio-Album einer dänischen Band. „Seit Jahren ein verlässlicher Garant für einen Stilmix aus Folk, Pop, Indie und Prog, der viele bekannte Größen der Siebziger zitiert, gleichzeitig aber auch neue Wege beschreitet“, meint powermetal. Ist nicht mein Ding, zu softig-poppig. SHR: 2 T – 29 T. WD: n.v. 

Elifantree. Erstmals geprüft. Alben: Blood Moon (2019), Hachi (2021). Sechstes und siebtes, bis dato letztes Studio-Album einer finnischen Band mit Lady am Micro, deren Sound mit Genres wie Jazz, Pop, Elektronik und experimenteller Musik assoziiert wird. Auf diesen Alben dominieren jazz-voice-experimentelle Klangstrukturen, denen man häufig, aber nicht immer, songdienlich-melodische Elemente oder Rhythmik absprechen kann. Diese Musik, tendenziell oft minimalistisch, ist ziemlich eigenwillig, in einzelnen Songs aber auch nervig. In Deutschland nur einer eingeweihten Hörerschaft bekannt. SHR: 1 T – 10 T // 1 T – 26 T. WD: n.v. 

Fuchs. Album: Too Much Too Many (2023). Viertes von fünf Alben eines deutschen Progressive-Rock-Musikers. Melodischer Sound, Melodic Prog eben. Die Songs können schon mal die 10-min-Marke überschreiten. „Hin und wieder etwas langatmig“, meinen die babyblauen-seiten. Stilistisch ist mir das Werk zu konservativ und die Voices sagen mir nicht zu. SHR: 1 T – 3 T. WD: n.v. 

Garbage. Alben: No Gods No Masters (2021) // Let All That We Imagine Be The Light (2025). Die britisch/US-amerikanische Band mit ihrer Lady am Micro gefiel mir vor allem am Anfang ihrer Karriere, ich kaufte in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ihre beiden ersten Alben. Mittlerweile sind sie bei den Alben No. 7 und 8 angekommen. Es ist eine auch heute noch relativ melodische Rockband mit gesunder Härte. Ansprechend, für mich aber nicht zwingend. In die Top 20 haben es bisher alle ihre Alben irgendwo (nicht zwingend in Deutschland) geschafft. Auf dem ruppigeren 2021er-Album konnte der Patti-Smith-Klassiker „Because the Night“ viele Hörer gewinnen. SHR: 327 T – 3.114 T // 200 T – 1.259 T. WD: 93/day. 

Harald Grosskopf & Ümit Han. Album: Magnetfeld (2025). Als Schlagzeuger und Keyboarder ist der Mann seit 1971 an zahlreichen Projekten und Bands beteiligt gewesen. Dies hier ist jedoch auch das neunte Album unter seinem Namen. Ich bezeichne es hier der Einfachheit halber als Tangerine-Dream-Stil, lange, durch Syntheziser und Rhythmusmaschinen getragene Kompositonen. Mir ist diese Instrumental-Musik jedoch zu einlullend „stromlinienförmig“ ohne irgendwelche besonderen Höhepunkte. SHR: 1 T – 3 T. WD: 22/day. 

Inezona. Erstmals geprüft. Album: Heartbeat (2023). Dieses dritte Album einer Schweizer Band mit Lady am Micro hat rocktimes treffend einem Stilmix aus Dark Americana, Desert Pop und New Age zugeordnet. Nicht jeder Song überzeugt mich, einige können aber punkten. SHR: 1 T – 7 T. WD: n.v. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im westlich geprägten Kulturkreis

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum. 

 Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.

Mittwoch, 14. Januar 2026

Im Kino: Therapie für Wikinger

Der Film des dänischen Regisseurs Anders Thomas Jensen ist eine Art psychotisch gewalttätig-skurril-sentimentales Hinterwäldler-Drama im europäisch adaptierten Tarantino-Stil. 

Im Kern handelt der Film von zwei Brüdern, von denen der eine bei der Mutter lebt und der andere nach 15 Jahren Gefängnis wegen eines Banküberfalls gerade entlassen wurde. Vor 15 Jahren hatte er seinen Bruder gebeten, das geraubte Geld in der Nähe des Elternhauses zu verstecken. Doch dieser erinnert sich nicht bzw. will sich nicht erinnern, hat eine Persönlichkeitsstörung, hält sich für John Lennon. 

Dennoch brechen die Brüder auf zum Elternhaus, in dem jetzt ein anderes Pärchen wohnt. Das wie eine Hexenvilla aussehende alte Haus liegt einsam gelegen in einem Bergwald. Zu der Truppe gesellen sich weitere Psychos mit speziellen Beatles-Persönlichkeitsstörungen, um eine neue Beatles-Band ins Leben zu rufen. Und irgendwann trifft noch der Ex-Kumpan als gewalttätiger Psycho ein, der das Geld ebenfalls haben will. 

In Rückblicken erzählt der Film auch von den dysfunktionalen Familienverhältnissen und dem verschwundenen Vater, wodurch deutlich wird, dass es im Film um Traumata und deren Verarbeitung geht. 

Die Schatzsuche wird zum Bild für Erinnerung und Versöhnung, das alberne Rollenspiel zum Vehikel für den Umgang mit Traumata“, resümiert kino-zeit

Es ist durchaus auch mal skurril-witzig, was man hier sieht, besonders in der ersten Hälfte des Film. Dennoch, sicherlich ist das kein Film für „den guten Geschmack“. Ziemlich gut gemacht und unterhaltsam ist er dennoch, auch wenn er wahrscheinlich nicht das Niveau von „Men & Chicken“ (2015) erreicht. 

Erwähnen muss man noch den Prolog und den Epilog zum Film, die gelungene Wikinger-Sequenzen in Animationstechnik zeigen.

Sonntag, 11. Januar 2026

Meine Woche (KW 01/2026)

Gemacht: am Montag von Schweden nach Köln zurückgekehrt, eingekauft in der Südstadt und der City, in Bruders Wohnung nach dem Rechten geschaut, Spaziergänge in der Südstadt/City und Klettenberg/Sülz, Kinobesuche, davon einer mit zwei Ex-Arbeitskollegen, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut. 

Gedacht: Reisen im Winter kann etwas „Ungemach“ mit sich bringen. Von Haustür zu Haustür dauerte die Rückreise von Schweden > 12 Std., vor allem weil der Flieger in Stockholm mit anderthalb Stunden Verspätung los flog. 

Gesehen: im Kino „Der Fremde“, „Sorry, Baby“, Filmkonserven „Die Fliege“ (1958), „Letzte Runde“ (2001), „El Baño del Papa“ (2007), „C'Est La Vie“ (2008), „Taking Woodstock“ (2009). 


>Schiffspanne im Rhein. Die Schiffe liegen bewegungslos im Wasser. Der Kohlefrachter soll wegen Überladung wohl am Grund gelaufen sein<

Gelesen: beendet Kazuo Ishiguro's Roman „Der begrabene Riese“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: einen Suppenhuhn-Gemüse-Eintopf musste ich mal wieder dringend kochen. 

Getrunken: Kaffee, Gewürz-Chai, Kölsch (Torburg). 

Gehört: Musikkonserven von Die Irrlichter, Iron Butterfly, Isobel Campbell, Ivoux, Lankum, Lean Year. 

Gegangen: durchschnittlich 6.600 Schritte/Tag (4.500 – 8.300). Das 6.000-Schritte-Ziel pro Tag habe ich seit dem 21. Dezember nicht mehr konsequent verfolgt, aber als Wochen-Mittel wird es noch erreicht. 

Gekauft: Zugticket „Stockholm – Arlanda Airport“ (22 €). 

Gefühlt: ganz gut im schläfrigen Post-Urlaubs-Modus ohne schlechte Nachrichten. 

Fazit: gute Woche, manchmal mit Schnee und Eis. Heute war für Manche noch Rodeln am „Pilzberg“ im Beethoven-Park angesagt. Es war ziemlich glatt im Park.

Samstag, 10. Januar 2026

Sound-Welten (01/2026)

In dieser Prüfrunde hat mich insbesondere das Album von Susanna & The Brotherhood of Our Lady ansprechen können. 

RPWL. Alben: God Has Failed (2000) // Beyond Man And Time (2012). News from the Past; erstes und achtes Studio-Album einer deutschen Progressive-Rock-Band, die vergleichsweise recht erfolgreich ist. Andere, auch neuere Alben habe ich früher schon mal geprüft. Aber irgendwie will mich ihr Sound nicht packen. SHR: 66 T – 2.312 T // 117 T – 3.652 T. WD: 21/day. 

Susanna & The Brotherhood of Our Lady. Debüt-Album: Garden of Earthly Delights (2019). „Experimental-Pop im Bosch-Bilder-Rausch, Electronics und Folk“, meint musikreviews. Hier werden von der norwegischen Band Hieronymus-Bosch-Bilder vertont. Gesangstechnisch und instrumental ziemlich toll, ab und zu auch unheimlich. SHR: 4 T – 17 T. WD: n.v. 

TT. Album: LoveLaws (2018). Erstes Solo-Album der Warpaint-Sängerin. Der Sound ist überwiegend im langsam-verschleppenden Trip Hop angesiedelt. „Ein Sehnsuchtsalbum für Erwachsene“, meint eclag-mag. Kann gefallen, mir ist der Sound aber vielleicht doch zu handzahm und ihre Voice nicht ansprechend genug. SHR: 97 T – 1.039 T. WD: n.v. 

Vanja Sky. Album: Access All Areas (2025). Nach drei Studio-Alben ein langes Live-Album einer kroatischen Blues-Rock-Lady, natürlich mit Begleit-Combo. Sehr rockig, stilistisch sehr klassisch, es gibt auch einige Songs > 8 min mit schönen Gitarren-Linien. Anhänger dieses Musikstils kann das sicherlich gefallen. SHR: 1 T – 6 T. WD: 21/day. 

Without Us. Erstmals geprüft. Album: Second Raise (2025). Zweites Album einer deutschen Melodic-Prog-Band mit Lady am Micro. „Stilistisch betrachtet bewegen sich die Kompositionen zwischen farbenfrohem symphonischem Neoprog, den popmusikalischen Akzenten, Soul- und Jazz-Rock-Anleihen und den hochkomplexen Passagen, die einem beachtliche Instrumentenbeherrschung abverlangen“, ist auf den babyblaue-seiten nachzulesen. Das „Farbenfrohe“ stört mich, wahrscheinlich auch die Voice. Aber das längere Instrumental „Time Signs“ kann überzeugen. SHR: 1 T. WD: n.v. 

The Young Gods. Album: Appear Disappear (2025). Das ist das etwa 15. Studio-Album einer schweizer Post-Industrial-Band, deren erste Alben bereits in den 1980er Jahren erschienen. Dieses Album hat in der Schweiz die Top-1-Position der Charts erreicht. Das ist außerhalb des Landes für diese Soundrichtung quasi unmöglich. Ich habe einige Alben von ihnen und behaupte hier mal, dass das neue Werk nicht so viel Neues bringt. SHR: 36 T – 122 T. WD: 53/day. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im westlich geprägten Kulturraum. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.

Freitag, 9. Januar 2026

Im Kino: Der Fremde

Der Roman „Der Fremde“ von Albert Camus ist Weltliteratur und wurde 1942 geschrieben. Er gilt als eines der Hauptwerke der Philosophie des Existentialismus und Absurdismus. 

François Ozon's Verfilmung ist nicht die erste. Bei Luchino Visconti's Verfilmung von 1967 weiß ich jedoch nicht, ob ich sie jemals gesehen habe. 

Wie auch immer, nach dem Kölner Kritikerspiegel ist es einer der fünf herausragenden Filme des Kinomonats Januar 2026. Ein eindeutiges Votum gibt es in diesem Monat nicht. 

Es ist vergleichsweise schwere Kost. Der Film spielt im algerischen, damals französisch besetzten algerischen Oran in den 1930er Jahren. Er handelt von einem französischstämmigen Mann, dessen Mutter wenige Tage zuvor verstorben ist, der eine Freundin hat und der nach einem Streit, in dem er selbst nur Nebenfigur war, einen Araber erschießt und zum Tode verurteilt wird, da er sich nicht angemessen verteidigen will und obwohl das Urteil in Anbetracht des rassistischen Justizsystems ziemlich unwahrscheinlich war. 

Besonders begeistert hat mich der Film nicht. Der Protagonist agiert in Anbetracht seiner Lebensumstände insgesamt nicht nachvollziehbar. Vermutlich ist das schon in der Romanvorlage so. 

Die SW-Fotografie verleiht dem Drama das Aussehen eines vergessenen Meisterwerks aus den fünfziger Jahren“, meint u.a. kriminalakte.

Mittwoch, 7. Januar 2026

Im Kino: Sorry, Baby

Sehr einfühlsam mit hohen Empathiegrad erzählt die US-amerikanische Regisseurin und Hauptdarstellerin Eva Victor in ihrem Debüt-Film im ländlichen Massachusetts von einer jungen, an der Uni erfolgreichen Frau, ihrer Freundin, ihren Sex-Erfahrungen und der Verarbeitung eines traumatischen sexuellen Übergriffs und ihrer hieraus resultierenden Ängste und Depressionen mit Hilfe ihrer Freundinnen und Bekannten sowie eines aufgefundenen Kätzchens. 

Es gibt diverse Kapitel im Film, die vor und nach dem sexuellen Übergriff spielen, aber keiner Chronologie folgen. 

Es stimmt schon, dieser Film lebt vor allem von seinen Dialogen und den Gesprächsszenen. 

Ein Film der subtilen Momente, der feinen Emotionen“, sagt kino-zeit. Stimmt, deshalb ist er auch ziemlich gut.

Nach dem Kölner Kritikerspiegel ist es einer der fünf herausragenden Filme des Kinomonats Januar 2026. Ein eindeutiges Votum gibt es in diesem Monat nicht. 

Bücherwelten: Kazuo Ishiguro's Roman „Der begrabene Riese“

Der in 2015 erschienene Roman spielt im 5./6. Jahrhundert nach Christi in England. Es ist das dritte Buch, das ich von diesem nobelpreisgekrönten Autor in diesem Jahrzehnt gelesen habe. 

Erzählt wird in diesem Roman von einem betagten Pärchen, das sich aufmacht, seinen wohnhöhlenartigen Weiler zu verlassen, um den verlorenen Sohn zu besuchen. Es geht das Gerücht um, dass der Atem eines Drachen die Gegend verpestet hat, so dass alle Menschen schnell die Vergangenheit vergessen. Oder handelt das Buch von einem alzheimerähnlichen Problem? Das Pärchen ist sich jedenfalls seiner Vergangenheit und vergangener Ereignisse nicht sicher. Dazu kommen noch Träume und oft düstere Visionen. Aber auch andere Menschen haben das Problem. 

Auf ihrer mehrtägigen Wanderung kommen sie zu einem Dorf der Sachsen und später zu einem Kloster in den Bergen. Ein alter Ritter auf seinem Ross, der bereits mit König Artus kämpfte und den Drachen beschützen will und ein anderer Schwertkämpfer, der den Drachen töten soll, kreuzen mehrfach ihren Weg. 

An der Schlafstätte des Drachens hoch in den Bergen kommt es zum entscheidenden Schwertkampf, den der alte Ritter verliert. Der Drache wird sodann vom siegreichen Schwertkämpfer getötet, langsam hebt sich der Schleier des Vergessens. Das alte Pärchen ist Zeuge dieser Geschehnisse. 

Mühsam kämpft es sich sodann runter zur Küste, vor der eine geheimnisvolle Insel liegt, auf der vielleicht ihr Sohn lebt. Doch auch um die Fährmänner ranken sich düstere Geschichten, und sie bringen oft nicht alle Kunden rüber, sondern transportieren sie einzeln auf ihren kleinen Booten, wenn sie eine Prüfung bestehen. 

In diesem Roman wird zentral die Frage verhandelt, ob vor dem Hintergrund endloser Gewaltspiralen in vielen Konflikten Geschehnisse der Vergangenheit besser vergessen oder aufgedeckt werden sollten, um friedlich zusammenleben zu können. 

Aus meiner Sicht ist das ein tolles Buch. Es soll auch eine der besten Sterbeszenen der moderneren Weltliteratur enthalten. Man muss das mystisch-nebulöse Ende des Romans jedoch erst einmal verstehen.

Dienstag, 6. Januar 2026

Meine Woche (KW 52/2025)

Gemacht: kürzere und längere Spaziergänge um Strömsholm mit dem Bruder. Wir waren auch wieder Einkaufen in der nächstgelegenen Großstadt Västeras und mit Petra auch wieder im Pferdestall, Besuch des Gräberfeldes Anundshög, Spaziergang mit Kaffeetrinken in Västeras, Kurzbesuch eines Parks in Hallstahammar, Besuch des Cafés an der Reitschule in Strömsholm, Mau Mau und Memory gespielt.

Gemerkt: ziemlich oft kalte Füße gehabt, obwohl ich mich an unangenehmere Situationen in meiner Kindheit erinnere. Schuhwerk und Socken reichten qualitativ einfach nicht aus. Wenn man wirklich wandert, auch durch den Schnee ist das kein Problem, bei längeren Stehphasen, etwa im Pferdestall aber schon.

Gesehen: Pferde, Vögel, Fluss, Kanal, angestauten See, vermoosten Wald mit vielen größeren Steinen, uralte Eichen, ein wenig Feuerwerk. In der Nacht zu Neujahr fiel Schnee, etwa 5 cm, der sich dann im Laufe der Tage auf 20-25 cm erhöhte.


>Strömsholm - Schnee an der Reitschule<

Gelesen: in Kazuo Ishiguro's Roman "Der begrabene Riese". 

Gegessen: mein Bruder kocht; zu Sylvester gab's Schweinemedaillons mit Sauerkraut und Kartoffeln.

Getrunken: Kaffee, Cappuccino, Säfte, Gewürz-Chai, Glühwein, Vodka, Rum, Bier.

Gehört: nichts Besonderes, der Schnee dämpft die Geräusche.

Gegangen: durchschnittlich 7.000 Schritte/Tag (3.900 – 11.300). Die letzten Tage waren mit -3/-4 Grad zu kalt, als dass ich noch Lust gehabt hätte, meine 6.000 Schritte zu erreichen.

Gekauft: Zugticket "Eskilstuna - Stockholm-Airport", etwa 40 €. 

Gefühlt: ganz gut. Es sind schläfrig-gemütliche Tage, an denen es um 15:00 zu dämmern beginnt.

Fazit: gemütliche Woche (im Haus), draußen aber mitunter ungemütlich kalt und windig.     

Sonntag, 28. Dezember 2025

Meine Woche (KW 51/2025)

Gemacht: kürzere und längere Spaziergänge um Strömsholm, auch mal zwischen Kolbäck und Strömsholm mit dem Bruder gewandert. Wir waren auch Einkaufen in der nächstgelegenen Großstadt und ich war mit Petra im Stall, dort, wo ihre zwei Pferde untergebracht sind und versorgt werden müssen. Mau Mau und Memory gespielt.


>Ralf und Petra, Weihnachten in Strömsholm<

Gemerkt: eine ziemlich abgelegene Klein-Siedlung ist Strömsholm. Einen "echten" Laden gibt's hier nicht, dafür muss man mindestens 5 km nach Kolbäck fahren. 

Gesehen: Pferde, Vögel, Schloss Strömsholm, See, Fluss, vermoosten Wald mit vielen größeren Steinen, uralte Eichen.

Gelesen: in Kazuo Ishiguro's Roman "Der begrabene Riese". 

Gegessen: es gab Schweinebraten mit Rotkohl, Fischstäbchen mit Kartoffelsalat, Spaghetti, ausgedehnte Frühstücksbuffets, Kekse u.a.

Getrunken: Kaffee, Säfte, Gewürz-Chai, Glühwein, Rosé, Bier, Vodka. 

Gehört: viel Radio, Vögel. Hier bilden Dohlen große Schwärme, die in der Dämmerung ihre Schlafbäume an der Reitschule umfliegen.

Gegangen: durchschnittlich 8.100 Schritte/Tag (500 – 14.300)

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gefühlt: ganz gut. Es sind schläfrich-gemütliche Tage, an denen es um 15:00 zu dämmern beginnt.

Fazit: gemütliche Woche mit einem ähnlichen Temperaturprofil wie in Köln. Mal Frost, mal nicht.

Meine Woche (KW 50/2025)

Bin hier in Verzug.

Gemacht: eingekauft, Spaziergänge in der Südstadt/City und ein längerer Spaziergang zwischen Köln-Wahn/Zündorf/Porz, Kinobesuch, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, Flug mit Bruder nach Stockholm und dort von Petra mit Auto abgeholt und nach Strömsholm gefahren.


>Zielgebiet Schweden<

Gemerkt: Bahn – keine Besserung in Sicht; der Zug Richtung Au/Sieg hatte etwa 40 min. Verspätung. 

Gesehen: im Kino „Rückkehr nach Ithaka“, Filmkonserven „Faustrecht der Prärie“ (1946), „Assault – Anschlag bei Nacht“ (1976), „Italienisch für Anfänger“ (2000), „Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück“ (2001), „Pakt der Wölfe“ (2001), „Sie sind unter uns“ (2002). 

Gelesen: in Kazuo Ishiguro's Roman "Der begrabene Riese", im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: Standard-Kost. 

Getrunken: Kaffee, Schwarzen Tee. 

Gehört: Musikkonserven von Iona, IQ, Irfan, Iridio, Laibach, Lana Del Rey. 

Gegangen: durchschnittlich 7.900 Schritte/Tag (5.500 – 14.800)

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gefühlt: geht so. 

Fazit: passable, für Dezember ziemlich warme Woche mit 8 – 13 Grad Maximum in Köln.

Samstag, 20. Dezember 2025

Im Kino: Rückkehr nach Ithaka

Von Homer ist nicht sicher, ob er überhaupt gelebt hat. Die Odyssee ist jedoch ein berühmtes Werk der Antike. Uberto Pasolini's Film erzählt von wenigen Wochen, in denen Odysseus (Ralph Fiennes) etwa 20 Jahre nach Ende des Trojanischen Krieges an die Küste seiner Heimatinsel Ithaka gespült wird und nach seiner Regeneration incognito langsam wieder nach der Macht greift. 

Penelope (Juliette Binoche), seine treue biedere Ehefrau und Königin residiert in einer Festung über dem Meer und hat in den vielen Jahren zahlreiche Freier hingehalten, indem sie vorgab, erst ein Totentuch fertigstellen zu müssen. Doch sie zerstörte es nachts immer wieder. Die Freier, die auch in der Burg leben und den König schon lange für tot halten, werden immer aggressiver. 

Die Geschichte beginnt sehr langsam, wirkt intensiv erzählt, hat Tiefe. Traumata des Helden, der zunächst als Bettler auftritt, spielen eine Rolle. Und Penelope erkennt ihn langer Zeit gar nicht, als err auf der Burg erscheint. 

Der Film lebt insbesondere von seinen beiden Hauptdarsteller*innen, aber auch der Atmosphäre, die in den Landschaftsaufnahmen und dem einfachen Leben zur damaligen Zeit zum Ausdruck kommt. Bombast sieht man im Film nicht, gleichwohl, wer die Geschichte kennt, kann ahnen, dass sie gewalttätig wird; denn gegen Ende verkündet die Königin, dass derjenige, der mit Odysseus' Bogen das aufgestellte Ziel trifft, ihr Gemahl werden kann. Alle Freier versagen, bekommen den Bogen nicht mal gespannt, bis ein „Bettler“ antritt. Ab 16. 

Dem Regisseur „gelingt ein stiller, eindringlicher Film, der den Mythos als Grundlage nutzt, aber vor allem von Menschlichkeit erzählt“, sagt kino-zeit. Ein sehr schöner Film, fand ich.

Montag, 15. Dezember 2025

Meine Woche (KW 49/2025)

Gemacht: eingekauft, Covid-Impfung No. 5 bei meiner Internistin, Zahnärztin besucht wegen erwarteter Probleme mit lockerer Füllung, Spaziergänge in der Südstadt/City/Nordstadt, mehrere Kinobesuche, Erft-Wanderung bei Erftstadt-Bliesheim, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, Kneipenbesuch in der Braustelle/Ehrenfeld mit meinem alten Studienkollegen Jürgen, Brauhausbesuch mit Ex-Chef Rolf. 


>Ein Motiv aus der Kölner Nordstadt unweit der Agneskirche<

Gemerkt: Bahn – keine Besserung in Sicht; der Zug Richtung Weilerswist blieb mehrmals liegen und in Liblar mussten dann alle aussteigen. 

Gesehen: im Kino "Calle Malaga", „Der geheimnisvolle Blick des Flamingos“, „Sentimental Value“, zu Hause die uralten Filmkonserven „Der weiße Hai“ (1975), „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ (1982), „X-Men“ (2000), „8 Frauen“ (2002). 

Gelesen: im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: nach einem Kinobesuch war ich mit meinem Ex-Chef noch im „Zum Alten Brauhaus“ in der Severinstraße. Ich aß Traditionelles „Grünkohl mit Kartoffeln und zwei Mettwürsten“. Ich war dort zuvor noch nie drin. 

Getrunken: Kaffee, Schwarzen Tee, Kölsch (Braustelle, Zum Alten Brauhaus). 

Gehört: Musikkonserven von Jarboe & Helen Money, Kjellvandertonbruket, Klone, Laibach sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gegangen: durchschnittlich 9.300 Schritte/Tag (6.600 – 16.500). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gefühlt: geht so. 

Fazit: passable, für Dezember ziemlich warme Woche mit 7 – 14 Grad Maximum.