Montag, 20. April 2026

Meine Woche (KW 16/2026)

Gemacht: Einkäufe in der Südstadt/City, Spaziergänge am Deutzer/Poller, Bayenthaler Rheinufer, mit meinem Ex-Studienkollegen Jürgen zum Kölsch-Umtrunk in der Braustelle (Ehrenfeld) gewesen und mit dem Bruder Kaffee getrunken und am Rhein spazieren gegangen, gewandert in der Rur-Eifel (Bericht folgt). 


>Man kann 50 Jahre in einer großen Stadt leben, aber an manchen städtischen Orten war man zuvor noch nie. Das hier ist das "Denkmal der Grauen Busse" am LVR-Gebäude in Köln-Deutz. Es erinnert an Euthanasie-Verbrechen der Nationalsozialisten<

Gesehen: im Kino „Romería – Das Tagebuch meiner Mutter“. 

Gebucht: Flug mit Eurowings nach Sardinien (55 €, nur mit Handgepäck). 

Gelesen: beendet Katharina Seck's Roman „Tochter des dunklen Waldes“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Geographischen Rundschau. 

Gegessen: Dorade mit Süsskartoffeln, Mören, Zucchini, Champions im Wok kommt in diversen Gemüsevarianten immer mal wieder vor. 

Getrunken: Kaffee, Wasser (auch mit Multivitamintabletten), Tee, Kölsch (Braustelle). Gehört: Musikkonserven von The Knife, Kosheen, Nightwish. 

Gefühlt: geht so, aber Urlaubsplanung und -vorbereitung fällt mir schon echt schwer. Genau genommen kann ich Reiseabenteuer längst besser/entspannter im Buch erleben.

Gegangen: 62.400 Schritte/Woche (4.100 – 18.600 Schritte/Tag).  

Gekauft: leichte Wanderschuhe von Quechua (Decathlon, 48 €). 

Fazit: eher durchschnittliche Woche.

Sonntag, 19. April 2026

Bücherwelten: Katharina Seck's Roman „Tochter des dunklen Waldes“

Der Roman dieser deutschen Autorin wurde in 2017 veröffentlicht. Genre-bezogen ist es Naturmystik-Fantasy und Romantasy mit dunklen Elementen. 

Im Zentrum steht ein dunkler Wald. Lang überlieferte Schauergeschichten, die gefürchtet werden, machen sein Betreten für die Bewohner eines nahegelegenen Dorfes angstbedingt unmöglich. Doch die junge Protagonistin, die einen geheimnisvollen, als Saison-Erntehelfer häufig abwesenden Geliebten hat, sieht sich gezwungen, diesem in den Wald zu folgen und dort zu leben. 

Sie trifft auf eine ihr fremde Welt, in der Dryaden in Baumhäusern leben und eine enge, magische Partnerschaft mit Partnerbäumen pflegen, die ihr Leben verlängern und mit denen sie mental kommunizieren können. Doch ihr Geliebter erweist sich als gefährlicher Dunkelelf, der ungewollt, aber durch archaische Triebe gesteuert Unheil anrichtet, von ihr aus Liebe aber dennoch gerettet wird. 

Der Roman weist Stärken in den naturmystischen Beschreibungen des Waldes und in der nachhaltigen natur-achtenden Lebensweise der Dryaden auf, handelt von einer starken Frau, doch die Liebesgeschichte (Romantasy) wirkt auf mich zunehmend zu emotional naiv-romantisch-idealisierend und hat im Grunde wenig erzählerischen Tiefgang.

Freitag, 17. April 2026

Im Kino: Romería – Das Tagebuch meiner Mutter

Carla Simón's Film erzählt von einer jungen Frau, die nicht bei ihren Eltern in aufgewachsen ist und in Barcelona wohnt. Doch sie hat recherchiert, möchte ihre Verwandten in Vigo kennen lernen und macht sich auf in den Nordwesten. 

Sie wird dort herzlich empfangen, doch nur nach und nach offenbart sich die von den Verwandten auch widersprüchlich wiedergegebene düstere Geschichte ihrer Eltern und wird in Rückblenden aus alten Filmen und Fotos bruchstückhaft beleuchtet. 

Es handelt sich um ein Drogen-/Aids-Drama, das vor allem mit authentisch wirkenden spanischen Familienszenen aufwarten kann, aber nur wenige inhaltlich-dramaturgische Höhepunkte vor allem im letzten Drittel des Films hat. 

Die Regisseurin erkundet „auch die Entstehung filmischer Erinnerungen oder Annäherungen an eine facettenreiche, bruchstückhafte, nie ganz begreifliche Realität“, stellt kino-zeit fest.

Montag, 13. April 2026

Meine Woche (KW 15/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City/Poll, mit Ex-Arbeitskollegen Rolf im Kino gewesen, gewandert im Siebengebirge (Bericht) und nahe Bonn (Bericht). 

Gesehen: im Kino „La Grazia“. 

Gelesen: in Katharina Seck's Roman „Tochter des dunklen Waldes“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, in der Geographischen Rundschau. 

Gegessen: Highlight war wohl das thailändische Essen „Pad Thai“ (gebratene Reisnudeln thailändischer Art mit Huhn, Paprika, Möhren und Erdnüssen in Tamarinde-Tomatensoße) im Rim Khong, Südstadt. 



Getrunken: Kaffee, Wasser (auch mit Multivitamin-/Magnesiumtabletten), Schöffenhofer Grapefruit-Weizen-Mix, Chang Bier (Rim Khong), Tee. 

Gehört: Musikkonserven von King Crimson, Klaus Schulze, Nick Cave & The Bad Seeds, sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: geht so. Manchmal habe ich schon echt lästig-unangenehme Alpträume. 

Gegangen: 90.700 Schritte/Woche (7.500 – 28.200 Schritte/Tag). Viel für meine Verhältnisse. Einige 1.000 Schritte sind massiven Störungen im KVB-Verkehr zu verdanken. Über 100.000 Schritte komme ich normalerweise nur an einigen Urlaubstagen bei schönem Wetter im Ausland. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: durchschnittliche Woche mit einiger Außenaktivität, obwohl es nicht so wirklich warm war.

Mittwoch, 8. April 2026

Im Kino: La Grazia

Paolo Sorrentino erzählt von einem fiktiven Präsidenten in den letzten Monaten seiner Amtszeit. Er muss/sollte noch ein paar Entscheidungen treffen, zögert lange. Er bewegt sich meist in seinem Regierungspalast in gediegenem Ambiente, genießt den Blick über Rom, hat kaum Bedienstete, jedoch seine Tochter ist seine rechte Hand, manchmal redet er mit dem Papst und anderen Vertrauten. 

Über Kopfhörer hört er Hip Hop. Und er hat psychische Probleme mit seiner vor Jahrzehnten verstorbenen Frau, die ihn (angeblich) betrogen hat, ohne dass er jemals den Namen des Liebhabers erfahren hat. Melancholie und Selbstzweifel umwehen den Mann. 

Ich war mir nicht sicher, ob mich dies interessiert und ob ich diesen Film anschauen soll, aber Andere fanden ihn sehr gut. Insgesamt war der Film in Ordnung, wenn auch etwas zu lang. 

Das Ergebnis ist ein visuell beeindruckender, ambitionierter Film, der gelegentlich berührt, dessen Umsetzung jedoch uneinheitlich bleibt“, meint kino-zeit.

Montag, 6. April 2026

Meine Woche (KW 14/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/Ehrenfeld/City, Brücke bei meiner Zahnärztin einbauen lassen, zwei Kinobesuche, Treffen mit Freunden zum Kaffee/Kuchen in Ehrenfeld. 


>Das Schokoladenmuseum am Rheinauhafen hat seine Toiletten nach außen verlagert. Es kostet immer noch nichts<

Gedacht: die Umstellung auf die Sommerzeit kommt meinem Tagesrhythmus echt entgegen. 

Gesehen: im Kino „Alpha“, „Blue Moon“ sowie meine älteren Filmkonserven „Chocolat“ (2000), „Der fremde Sohn“ (2008), „Die Frau des Zeitreisenden“ (2009). 

Gelesen: beendet Roger MacBride Allen's Roman „Die Tiefen der Zeit“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, in der Geographischen Rundschau. 

Gegessen: nichts Besonderes. 

Getrunken: Kaffee, Cappuccino, Bananennektar, Wasser mit Mineraltabletten. 

Gehört: Musikkonserven von King Crimson, Klaus Schulze, Nick Cave & The Bad Seeds, Nightwish, Oh Wonder sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: geht so. 

Gegangen: 47.100 Schritte/Woche (4.000 – 10.700 Schritte/Tag).  

Gekauft: über 400 € musste ich für mein Brückenbauwerk im Mund zahlen. 

Fazit: durchschnittliche Woche mit wenig Außenaktivität wegen zweifelhaftem Wetter.

Im Kino: Alpha

Es wurde Zeit, mal einen Film von Julia Ducournau zu sehen. An ihre beiden ersten Filme „Raw“ (lief hierzulande nicht im Kino) und „Titane“ habe ich mich noch nicht herangetraut. 

Ihr drittes Werk „Alpha“ ist schon ziemlich eigentümlich. Angeblich angesiedelt in Le Havre in den 1980er Jahren, handelt dieser Film von Drogen, einer Seuche und einer Mutter-Tochter-Onkel-Beziehung. 

Es ist jedoch auch Phantastik, denn diese Seuche, verursacht häufig durch Blutübertragung wie Aids, lässt die Menschen langsam versteinern, im Tod wie vollendete Marmorstatuen aussehend, vorher werden einzelne Körperteile befallen. 

Die Frau hat Probleme mit ihrer Tochter, denn die lässt sich ein Tattoo machen trotz der gesundheitlichen Risiken, und mit ihrem Bruder, der Junkie ist und von ihr zusammen mit der Tochter in der Wohnung untergebracht werden muss. 

Dadurch, dass die Frau als Ärztin im Krankenhaus arbeitet, sieht sie (und der Zuschauer) Einiges von der Seuche und dem Verfall der betroffenen Menschen. 

Mir schien der Film nicht chronologisch zu verlaufen, aber vielleicht vermischen sich hier auch bebilderte Ängste und Realität. 

Im Ergebnis ist es ein stilistisch interessanter Film mit auch gelungenem Soundtrack mit Songs von Nick Cave und Portishead und starken schauspielerischen Leistungen. 

Der Film „bietet das für Ducournau typische diskursive wie affektgeladene Körperkino, ist allerdings auch ihr bislang ruhigster und melancholischster Film“, meint epd-film.

Sonntag, 5. April 2026

Bücherwelten: Roger MacBride Allen's Roman „Die Tiefen der Zeit“

Der US-amerikanische Autor schrieb ab Ende der 1980er Jahre über 20 Jahre lang eine Vielzahl von Romanen, darunter auch eine Star-Wars-Trilogie. 

Der vorliegende Roman aus dem Jahr 2000 bildete den Auftakt der Roman-Trilogie „Chronicles of Solace“, deren dritter Roman gar nicht mehr auf Deutsch erschien. In diesem Werk sind „Zeitschächte“ etabliert, durch die Raumschiffe in die Vergangenheit oder Zukunft fliegen können. Die Besatzungen überleben dies eingefroren in Kryokammern. 

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Vorfall, in dem unbemannte und unbekannte Sonden mit hoher Geschwindigkeit durch einen Zeitschacht fliegen und der Kommandant eines Wachschiffes dessen Schließung daraufhin veranlasst. Diese Schließung führt zu einer Human-Katastrophe, da eine terraformte Welt dadurch von Güterimporten abgeschnitten wird. Als der Kommandant später die ebenfalls terraformte Welt Solace mit einem anderen Raumschiff erreichen will, kommt er dort zwar an, jedoch ungeplant etwa 125 Jahre in der Zukunft, und er sieht eine sterbende Welt. 

Der Roman befasst sich mit der Lösung des Rätsels. Er ist sehr technikaffin, was die Schilderung der technischen Ausstattung der Raumschiffe und -stationen angeht. Im Übrigen ist es eine interessante Arbeitshypothese anzunehmen, dass Terraforming nie funktioniert, sondern die Ökosysteme zwangsläufig aus dem Ruder laufen werden, weil ihre Komplexität nicht ausreichend sicher simuliert werden kann. 

Es gibt so einige Aussagen im Roman, die mir heute, 25 Jahre später, echt zu denken geben, etwa: „Wenn die Umwelt zum Teufel ging, verschlechterte sich auch das politische Klima. Dann gelangte früher oder später jemand zu dem Schluss, dass die Situation nach strengeren Maßnahmen verlange, nach energischer Führung und straffer Disziplin. Mit einem Wort: Diktatur. Die Dissidenten und sonstigen Unruhestifter mussten verhaftet werden, am besten auch die Wissenschaftler als Überbringer der schlechten Nachrichten“ (ebd. S. 466). 

Wikipedia: Roger MacBride Allen

Freitag, 3. April 2026

Im Kino: Blue Moon

Nach „Nouvelle Vague“ ist dies bereits Richard Linklater's zweiter Film, der hierzulande in diesem Jahr in die Kinos kommt. Auch hier geht es um die Rekonstruktion von Zeitgeschichte.

Der Film spielt 1943 weitgehend in einer New Yorker Bar, in der sich Musical-Größen die Hand reichen. Dabei ist auch ein ehemals erfolgreicher Musical-Texter (Ethan Hawke in der Rolle des Lorenz Hart), der hier mit dem Bar-Personal eher die Außenseiterrolle einnimmt, während die Macher und Gäste eines Musicals gerade nach erfolgreicher Uraufführung in den Laden strömen. 

Der Texter war wegen Alkohol- und anderen Problemen an diesem Musical-Erfolg seines früheren Partners nicht direkt beteiligt und schwadroniert endlos mit diversen Leuten, sowohl mit seinem ehemaligen Partner als auch mit dem Bar-Personal und einer schönen, angehenden Schauspielerin (Margaret Qualley), in die er unglücklich verliebt ist. 

Dieser Film gefiel mir wohl etwas besser als „Nouvelle Vague“, da die Gespräche deutlich intensiver sind. Ansonsten ist es ein auch melancholischer Film über den Niedergang eines Mannes, der an diesem deprimierenden Abend auch wieder dem Alkohol zuspricht, obwohl er behauptet, mit dem Trinken aufgehört zu haben. 

Ein elegantes Kummerspiel über Partnerschaften aller Art“, resümiert critic.

Donnerstag, 2. April 2026

Sound-Welten (04/2026)

Sound-Welten (04/2026) In dieser kleinen Prüfrunde überzeugte mich vor allem das Album von Us And Them. 

Riverside. Album: Second Life Syndrom (2005). Zweites von inzwischen acht Studio-Alben einer polnischen Progressive-Rock-Band. Gilt als Klassiker und „elegisches Art-Rock-Meisterwerk“. Aus meiner Sicht übertrieben, kann man aber anhören. SHR: 537 T – 4.843 T. WD: 17/day. 

Sages Comme Des Sauvages. Erstmals geprüft. Album: Maison Maquis (2024). Drittes Album einer belgischen Folk-Chanson-Weltmusik-Band mit Lady/Man am Micro. Unaufgeregt, eigenständig, auf französisch singend, aber nicht so meine Geschmacksrichtung. „Lässt Anstrengendes erwarten“, meint musikansich. SHR: 27 T – 602 T. WD: n.v. 

Terri Lyne Carrington & Social ScienceErstmals geprüft. Album: Waiting Game (2019). US-amerikanische Jazz-Schlagzeugerin und Komponistin, die schon 1981 unter eigenem Namen mit einer ersten Veröffentlichung in Erscheinung trat, in vielen Projekten mitwirkte und als eine der bedeutendsten Jazz-Schlagzeugerinnen gilt. Diese Doppel-CD ist mindestens ihr neuntes Werk, und es gibt noch jüngere Alben. Es ist meist stilistisch meditativ-fragiler Jazz, dessen überwiegend instrumentalen Kompositionen schon mal 18 min. lang sein können. Nicht schlecht, aber gibt es Höhepunkte? SHR: 9 T – 98 T. WD: 18/day. 

Us And ThemErstmals geprüft. Album: The Lights and the Shadow (2025). Eventuell Debüt-Album eines schwedischen Duos mit Lady am Micro. „Diese Art Ghost Folk fühlt sich wie ein Gegenentwurf zu all den kühlen Dingen da draußen an“, meint betreutesproggen. Ganz recht, es ist sehr fragil-mystisch, was hier geboten wird. Gutes Album, das gänzlich untergegangen ist. SHR: 1 T. WD: n.v. 

Vangelis. Album: Spiral (1977). Ich habe einige Vangelis-Alben. Dieses sechste Album des in 2022 verstorbenen griechischen Komponisten jedoch nicht. Es gilt heute als Kult, auch wenn es damals im Unterschied zu einigen vorangegangenen und späteren Werken nicht in die Charts kam. Es enthält mit „To the Unknown Man“ eine mehr oder weniger berühmte Melodie, aber auch streckenweise Kitsch. Das Album war filigraner als die vorangegangenen Werke. SHR: 327 T – 6.014 T. WD: 190/day. 

Whispers of GraniteErstmals geprüft. Album: Liquid Stone (2025). Debüt-Album eines deutsch-norwegischen Art-Rock-Pop-Duos mit Lady am Micro, die jedoch in ihren eigenen Bands keine Unbekannten sind. „Die Kompositionen sind auf vielfältige Weise eingängig, abwechslungsreich, atmosphärisch, tiefgründig“, meint betreutesproggen. Vielleicht zu eingängig, meine ich, aber oft auch sehr melodisch-melancholisch. SHR: 1 T – 6 T. WD: n.v. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im westlich geprägten Kulturkreis. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.

Montag, 30. März 2026

Meine Woche (KW 13/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/Klettenberg/ Zollstock/City/Deutz/Poll, beim Bruder Kaffee getrunken, im Schlosspark Augustusburg (Brühl) spazieren gewesen.


>Citymotiv Cologne, Marsplatz<

Gesehen: meine ältere Filmkonserve „The Good Thief“ (2002). 

Gelesen: in Roger MacBride Allen's Roman „Die Tiefen der Zeit“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: nichts Besonderes, z.B. gebratene Spaghetti mit Krakauerwurststücken, Zwiebeln, Pilzen und Rotkohl. 

Getrunken: Kaffee, Bananennektar, Wasser mit Mineraltabletten. 

Gehört: Musikkonserven von Karthago, Ketil Bjoernstad, The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble, Killing Joke, Nick Cave & The Bad Seeds. 

Gefühlt: geht so. 

Gegangen: 62.800 Schritte/Woche (5.100 – 16.200 Schritte/Tag). 

Gekauft: Globetrotter-Anorak (Galeria, 60 €).  

Fazit: durchschnittliche Woche bei manchmal kühl-regenreichem Wetter.

Montag, 23. März 2026

Meine Woche (KW 12/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City/Ehrenfeld/Deutz, wieder ein unangenehmer Besuch bei meiner Zahnärztin, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, mit Ex-Arbeitskollegen Rolf im Kino gewesen, mit Ex-Studienkollegen Jürgen in der Braustelle ein paar Kölsch getrunken, beim Bruder Kaffee getrunken, gewandert im Veybachtal zwischen Satzvey und Euskirchen (Bericht) sowie im Siebengebirge (Bericht). 


>Deutzer Hafen, Köln: ich frage mich wirklich, seit wann die Buche in diesem desolaten Zustand ist<

Gedacht: ich verstehe schon, wenn die SPD katastrophale Verluste erleidet, ich selbst sehe sie im Wesentlichen nur als Mehrheitsbeschaffer der CDU auf Bundesebene. Nur, wenn ihr Klientel zur AfD abwandert und wenn die CDU Gewinne macht, ist das leider ziemlich traurig. 

Gesehen: im Kino „Gelbe Briefe“, meine älteren Filmkonserven „Das Dorf der Verdammten“ (1960), „Tiger & Dragon“ (2000), „Zerrissene Umarmungen“ (2009). 

Gelesen: in Roger MacBride Allen's Roman „Die Tiefen der Zeit“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: nichts Besonderes. 

Getrunken: Kaffee, Capucino, Bananennektar, Wasser, Kölsch (Zappes Süd, Braustelle). 

Gehört: Musikkonserven von Karthago, Kastrierte Philosophen, Katharina Nuttall, Neurosis, Nick Cave & The Bad Seeds. 

Gefühlt: ganz gut, da viele Aktivitäten. 

Gegangen: 82.000 Schritte/Woche (5.700 – 21.700 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €.  

Fazit: ansprechende Woche.

Im Kino: Gelbe Briefe

İlker Çatak's Drama erzählt lt. Wikipediavon einem Künstlerpaar aus der türkischen Theaterszene, das aufgrund staatlicher Willkür und anscheinend regierungskritischer Äußerungen seine Arbeit verliert. Daraufhin muss es seine Werte hinterfragen und moralische Grenzen neu definieren. In der Folge werden die Ehe sowie die Beziehung zur jugendlichen Tochter auf eine harte Probe gestellt“. 

Der Film gewann den Goldenen Bären der Filmfestspiele in Berlin, aber wie das immer so ist, besteht bei Filmen, die sich mit Realitäten in autokratischen Regimen befassen, der Verdacht, dass politische Gründe eine Rolle bei der Auszeichnung gespielt haben. 

Der Film verschweigt nicht, in Berlin und Hamburg gedreht worden zu sein, obwohl er in Ankara und Istanbul spielt. Aber es wäre gar nicht mal so groß aufgefallen.

Schauspielerisch überzeugen die Darsteller*innen und auch die Darstellung der Geschehnisse, die kurzweilig in Szene gesetzt sind, aber ob die geradlinig inszenierte Geschichte aus cineastisch-stilistischen Gründen auch den Goldenen Bären verdient, kann hinterfragt werden.

Übergriffige politische Bestrebungen, die Opposition auszuschalten oder zu schwächen, gibt es im Übrigen auch in Deutschland, wie kürzlich medienwirksam an der in mancher Hinsicht absurd wirkenden staatlichen Einflussnahme auf die Auszeichnung von deutschen Buchläden zu erkennen war.

Montag, 16. März 2026

Meine Woche (KW 11/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City/Ehrenfeld/Nippes/ Deutz, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, notwendiger Besuch bei meiner Zahnärztin, gewandert bei Kall (Bericht folgt). 


>Motiv Liebigstraße, nahe S-Bahn-Haltestelle Köln-Nippes<

Gesehen: im Kino „Nouvelle Vague“, meine älteren Filmkonserven „American Beauty“ (1999), „Gosford Park“ (2001), „Minority Report“ (2002). 

Gelesen: beendet Haruki Murakami's Roman „Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ (Bericht), begonnen Roger MacBride Allen's Roman „Die Tiefen der Zeit“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: nichts Besonderes. 

Getrunken: Kaffee, Capucino, Bananennektar, Wasser. 

Gehört: Musikkonserven von Kammerflimmer Kollektief, Karin Höghielm, Karmadeva, Neurosis, Nick Cave & The Bad Seeds. 

Gefühlt: der abgebrochene Zahn musste gezogen werden. Wegen meinen Problemen am Wochenende wurde diese Aktion auf Montag vorverlegt. Es lief wahrscheinlich ziemlich reibungslos, dennoch bin ich mit Traumaverarbeitung beschäftigt gewesen. 

Gegangen: 58.300 Schritte/Woche (3.200 – 20.800 Schritte/Tag). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: diese Woche war sicher kein Highlight.

Im Kino: Nouvelle Vague

Richard Linklater widmet sich in seinem Film einer französischen Stilrichtung im Kino, die mit biederen Drehbüchern und vorhersehbaren Plots brechen wollte. Der Film zeigt die Dreharbeiten bei Jean-Luc Godard's erstem Erfolgsfilm „Außer Atem“ (1960), bei dem sehr viel improvisiert wurde und manchmal auch Drehtage ausfielen, weil dem Regisseur nicht einfiel, was wie gedreht werden soll. 

Der in Schwarzweiß gedrehte Film wirkt sehr authentisch bezüglich des rekonstruierten Ambientes, des Zeitgefühls und der in Szene gesetzten Drehbedingungen. Zoey Deutch in der Rolle der Jean Seberg gefiel mir besonders. 

Diese Liebes­er­klärung an das Kino mag nicht immer in die Tiefe gehen, aber sie trifft offenbar einen Nerv“, ist bei artechock nachzulesen. 

Ich weiß übrigens nicht, ob ich irgendeinen Godard-Film kenne bzw. mal vor langer Zeit im TV gesehen haben könnte.

Dienstag, 10. März 2026

Meine Woche (KW 10/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/Deutz/City, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, notwendiger Besuch bei meiner Zahnärztin, Kino- und Brauhausbesuch mit den Ex-Arbeitskollegen Michael und Rolf, Routinekontrolle bei meiner Internistin, Sushi essen mit meiner Ex-Arbeitskollegin Tanja im MiiTii (Lindenstraße), gewandert bei Valendar (Bericht) und bei Roisdorf/Alfter (Bericht folgt vielleicht noch). 


>Am Ebertplatz, Köln-City<

Gesehen: im Kino „Father Mother Sister Brother“, meine älteren Filmkonserven „Gran Torino“ (2008), „Nokan – Die Kunst des Ausklangs“ (2008). 

Gelesen: in Haruki Murakami's Roman „Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Geographischen Rundschau. 

Gegessen: die Sushi-Rollen im MiiTii mit Lachs, Reis, Fischeiern waren schon gut. Vorher aßen wir noch einen Seealgen-Salat. 

Getrunken: Kaffee, Capucino, Bananennektar, Wasser, Kölsch (im Herr Pimock, Zum Alten Brauhaus), japanisches Bier, Zuckerrohrschnaps. 

Gehört: Musikkonserven von Kalabra, Kammerflimmer Kollektief. 

Gefühlt: zeitweise nicht so gut wegen Zahnproblemen. Ich war zwar bei meiner Zahnärztin, aber das Zahnproblem wollten wir ad hoc – auch auf meinen Wunsch wegen einer Kinoverabredung - nicht angehen und haben es auf die nächste Woche vertagt. Die Schmerzentwicklung haben wir jedoch unterschätzt. Das verschriebene Ibuprofen 800 reichte qualitativ nicht, weil nur maximal 3 Tabletten täglich genommen werden dürfen. Das ist ein Problem, wenn sie nur 5 – 6 Stunden zufriedenstellend wirken. Ich habe Paracetamol 500 zwischengeschaltet, um die fehlenden Stunden größtenteils zu überbrücken. 

Gegangen: 83.300 Schritte/Woche (4.700 – 25.900 Schritte/Tag). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: obwohl viele Aktivitäten getätigt wurden und das vergleichsweise warme März-Wetter überzeugen konnte, trübten zunehmend schlimmere Zahnschmerzen mein Befinden insbesondere am Wochenende.

Samstag, 7. März 2026

Im Kino: Father Mother Sister Brother

Der Regisseur Jim Jarmusch ist mittlerweile auch schon deutlich über 70. Seine letzten Filme wie „Paterson“ (2016) oder „The Dead Don't Die“ (2019) fand ich schon ziemlich Spitze. Sein neuer Film kommt da vielleicht nicht so ganz ran, erzählt er doch in drei Episoden von eher wenig erfreulichen kurzen Kinder-Eltern-Besuchen. 

In der ersten Episode besuchen Sohn und Tochter ihren an einem abgelegenen See allein lebenden Vater (Tom Waits) in den Bergen New Jerseys. Sie wissen, dass er wohl knapp bei Kasse ist und bringen auch Vorräte mit. Ansonsten bleiben ihre Gespräche ziemlich oberflächlich, sie haben sich wohl alle ziemlich auseinandergelebt. 

In der zweiten Episode besuchen die zwei Töchter die Mutter in Dublin, die als erfolgreiche Schriftstellerin viel Wert auf Etikette legt. Auch sie sind dort eher selten zu Besuch und versuchen ansonsten ihr eigenes Leben zu leben. Viel zu sagen haben sie sich auch nicht. 

In der dritten Episode besuchen Sohn und Tochter die Wohnung ihrer Eltern, die kürzlich bei einem Unfall ums Leben kamen, in Paris, um die Wohnungsübergabe zu regeln. Anschließend fahren sie noch zu dem Lagerraum, in dem das ganze Hab und Gut aus der Wohnung verpackt und gestapelt ist. 

Insgesamt erzählt der Film relativ analytisch-nüchtern also vom Auseinanderleben und Auseinanderfallen familiärer Strukturen, wenn die Kinder groß sind. 

Leider etwas arg bemüht lakonisch“, meint critic. Ansehbar ist der Film trotzdem.

Montag, 2. März 2026

Meine Woche (KW 09/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/Deutz/Poll/City, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, Kinobesuch, ein paar kleinere Streicharbeiten, gewandert am Siebengebirge (Bericht) und im Koblenzer Stadtgebiet (Bericht folgt). 


>Nachdem sich das Rhein-Hochwasser deutlich zurückgezogen hat, sind fotogene Wasserflächen auf den Poller Wiesen verblieben. Man kann auf den Wiesen gehen, danach ist dann allerdings Schuhe putzen mit Schwamm angesagt, denn sie sind ziemlich schlammig. Foto von "heute" mit Südbrücke und Dom<

Gesehen: im Kino „Sie glauben an Engel, Herr Drowak“, meine älteren Filmkonserven „Pretty Woman“ (1990), „Together - Zusammen“ (2000). 

Gelesen: in Haruki Murakami's Roman „Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: nix Besonderes, aber nach meinem Besuch in Schweden habe ich so einige Sachen wiederentdeckt, wie Frühstücksei und „Bananenflocken“. 

Getrunken: Kaffee, Bananennektar, Wasser. 

Gehört: Musikkonserven von Joyce Hotel, Judgement of Paris, Julian's Treatment, Julie Doiron, Neurosis & Jarboe. 

Gegangen: 84.500 Schritte/Woche (5.800 – 24.900 Schritte/Tag). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gefühlt: ganz gut mit Abstrichen wegen Zahnbeschwerden (, da die erst vor wenigen Wochen eingebaute Zahnkrone schon wieder wackelt und manchmal Beschwerden verursacht). 

Fazit: aufgrund einiger sonniger Tage mit > 15 Grad fand ich das ganz gut draußen und habe auch zwei Wanderungen > 13 km hinbekommen.

Freitag, 27. Februar 2026

Im Kino: Sie glauben an Engel, Herr Drowak?

In einer kafkaesken Szenerie zwischen unaufgeräumter und mit Schnaps- und Weinflaschen vollgestellter Wohnung und einer Platten-Hochhaussiedlung inszeniert Nicolas Steiner ein bizarres Sozialdrama um einen älteren renitenten „Leistungsempfänger“, der vom Amt zu einem Kurs im kreativen Schreiben aufgefordert wird und diesen Kurs als Spezialbehandlung von einer jungen Studentin (Luna Wedler) in seiner Wohnung verabreicht bekommt. 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, überhaupt die Wohnung durch das komplett vermüllte Treppenhaus zu erreichen und hineingelassen zu werden, funktioniert das zunächst ganz gut. Die Studentin setzt dabei neben ihren Charme auch kleine und lebensgroße Puppen ein. 

Gefangen zwischen Erinnerungen an seine bedeutendste Liebesbeziehung und paranoiden Wahnvorstellungen setzt sich der Mann tatsächlich an die alte  Schreibmaschine und beginnt zu schreiben. Doch dann macht die Studentin einen Fehler, den der Mann als Vertrauensbruch bewertet und der schon die damalige Liebesbeziehung zerstört hatte. Der Mann dreht durch, und damit geht die ganze „Maßnahme“ den Bach runter. 

Der Film zeigt die Gegenwart in Schwarzweiß und die Erinnerungen in Farbe. Wahnvorstellungen in Form großer menschlicher Ratten, die ihn bedrohen, werden auch gezeigt. Insgesamt hat der eigenwillige Film so Einiges an surrealen und skurrilen Momenten in desaströser Szenerie zu bieten und kann auch schauspielerisch überzeugen.

Der Film „ist ein flammendes Plädoyer für Empathie und eine energische Aufforderung, die Ausgestoßenen, die Menschen, die aus dem System gefallen sind, nicht einfach zu vergessen“, sagt kino-zeit.

Montag, 23. Februar 2026

Meine Woche (KW 08/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/Bayenthal/City, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, Kino- und Friseurbesuch, ein paar Streicharbeiten vor allem in der Küche gemacht, mit Freund in der Braustelle Kölsch getrunken. 


>Altes Kloster "St. Maria vom Frieden", Schnurgasse, Köln-Südstadt; rekonstruierter Zustand etwa von 1716<

Gesehen: im Kino „Winter in Sokcho“ (Bericht), meine älteren Filmkonserven „Brot und Tulpen“ (2000), „Y Tu Mama Tambien - Lust for Life“ (2001), „Road to Perdition“ (2002), „Ein Augenblick Freiheit“ (2008), „Vinyan“ (2008). 

Gelesen: in Haruki Murakami's Roman „Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: nix Besonderes. 

Getrunken: Kaffee, Bananennektar, Kölsch. 

Gehört: Musikkonserven von Josefine Cronholm, Messa, The Ministry of Wolves, Nautilus, Nenia C'Alladhan. 

Gegangen: 45.500 Schritte/Woche (4.200 – 10.400 Schritte/Tag). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gefühlt: geht so. 

Fazit: ziemlich grenzwertige Woche wegen oft nassem Wetter und Karnevalsaktivitäten.