Dienstag, 22. September 2026

Im Kino: Frühstück bei Audrey

Sophie Beaulieu's Film erzählt von einem allein lebenden Mann, der sich eine fraugroße Puppe zwecks Gesellschaft zulegt. Nur seine Schwester weiß davon. Dieses Grundkonzept ist weder in der Literatur noch im Film neu. In diesem Film erwacht die Puppe irgendwann zum Leben, ein Ansatz, den es meist nur in Horrorfilmen gibt. 

Dieser Film ist jedoch eine Wohlfühlkomödie, und so ist „die Puppe“ dem Mann ergeben. Die schnell menschenähnlich agierende Frau kann der Protagonist dann in die Gesellschaft einführen, seinen Eltern und den Arbeitskolleg:innen vorstellen. 

Der Film ist einfühlsam und dialogtechnisch in diversen Szenen durchaus amüsant. Aber weil es eben eine Komödie ist, die sich keinen Deut um Erklärungen zum „Aufwachen“ bemüht und kein SF-Film, wird unendlich viel Potenzial verspielt. Maria Schrader's Film „Ich bin dein Mensch“ (2021) gefiel in dieser Hinsicht viel besser. 

Lt. kino-zeit „stolpert [der Film] über die eigene Mutlosigkeit, echte Ambition zur Gratwanderung an den Tag zu legen“.

Meine Woche (KW 38/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/City, im Kino gewesen, Wald-Pilzsuch-Wanderungen bei Lissendorf in der Eifel (Bericht folgt) und in der Ville bei Liblar, mit Ex-Studienkollegen Jürgen in der Braustelle gewesen.  


>Am Neumarkt, Köln-City<

Gefunden: ein paar Pilze. 

Gesehen: im Kino „Vaterland“.  

Gelesen: in Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Standardkost. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Kölsch (Odeon), Weizenbier (Torburg), Kölsch (Braustelle).  

Gehört: Musikkonserven von Long Fin Killie, Loreena McKennitt, Whispering Sons, Woven Hand.  

Gefühlt: geht so. Unzufrieden, weil ich bezüglich Urlaub keine Entscheidung treffen konnte. 

Gegangen: 71.400 Schritte/Woche (3.700 – 25.900 Schritte/Tag).   

Gekauft: zwei leichte Jacken (Primark 20/22 €). Außerdem musste ich schon wieder meine Brille am (anderen) Bügel reparieren lassen (45 €). 

Fazit: einigermaßen passable Woche.

Montag, 21. September 2026

Im Kino: Vaterland

Pawel Pawlikowski's Film handelt von der Reise des 1933 emigrierten Schriftstellers Thomas Mann (Hanns Zischler) in Begleitung seiner Tochter (Sandra Hüller) nach Deutschland im Jahr 1949. Anlässlich der Verleihung von Goethe-Preisen machen sie Station in Frankfurt und in Weimar, welche damals in der Sowjetische Besatzungszone lag. Eine Menschenmenge erwartet sie, man erwartet Reden vom Schriftsteller und viele Journalisten sind immer anwesend, stellen auch kritische Fragen. 

„Über allem liegt das Gefühl der Fremdheit, in fast jeder Einstellung“, meint epd-film. Man macht auf Einladung die Reise, fühlt sich aber nicht wohl in Deutschland, kehrt auch nie wieder an den Wohnsitz in Deutschland zurück. Ja, das kommt gut rüber in diesem in Schwarzweiß gedrehten Film, von dem ich mich aber dennoch frage, ob ich ihn hätte angucken müssen. Im Grunde habe ich überhaupt keinen Bezug zu dieser Geschichte.

Dienstag, 15. September 2026

Meine Woche (KW 37/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/City, im Kino gewesen, Wanderung zwischen Remagen und Lohrsdorf/Ahrtal (Bericht).  


>Der Käseladen in der Severinstraße scheint auch schon wieder dicht gemacht zu haben<

Gesehen: im Kino „Das Ende der Sterne“, „Ghost School“ (Bericht).  

Gelesen: in Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Standardkost. Ein halbes Hähnchen vom Chlodwigplatz war der Einfachheit halber auch wieder dabei. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Spritz Bitter Lemon (Filmhaus).  

Gehört: Musikkonserven von Long Fin Killie, Loom Light, US Christmas, Woven Hand.  

Gefühlt: geht so. Energie-Probleme habe ich noch. 

Gegangen: 51.400 Schritte/Woche (3.500 – 19.900 Schritte/Tag).   

Gekauft: nichts > 20 €.  

Fazit: passable, gelangweilte Woche.

Freitag, 11. September 2026

Im Kino: Das Ende der Sterne

Der britische Regisseur Ridley Scott, längst berühmt durch beispielsweise seine Alien-Filme, wagt sich in seinem biblischen Alter von 88 Jahren noch an ein postapokalyptisches Endzeitdrama, das zwar auf einen Roman des US-Amerikaners Peter Heller aus dem Jahr 2013 fußt („The Dog Stars“, 2012; gibt’s auch auf Deutsch), sich aber wohl erhebliche Freiheiten herausnimmt. 

In dem etwa im Jahr 2050 spielenden Film ist die Zivilisation durch eine Seuche dahin gerafft, und es gibt nur wenige Überlebende. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zunächst zwei Männer, die in Zweckgemeinschaft auf einem kleinen Flugplatz in den Bergen leben. Der eine Typ ist für die Verteidigung zuständig, legt alle um, die sich vereinzelt oder in kleinen Gruppen dem Flugplatz nähern, der andere macht gelegentlich Erkundungsflüge mit seinem Hund in einem kleinen Flugzeug, fliegt auch manchmal in die zerfallene US-Großstadt, um nach Vorräten zu suchen. Außerdem haben sie Beziehungen zu einer Mennonitengemeinschaft mit zahlreichen Kindern, die in der Nähe wohnt. 

Eines Tages muss der Pilot jedoch notlanden. Das gelingt. Er kommt zu einer Hütte, in der ein Mann und seine erwachsene Tochter leben. Gemeinsam können sie den Flieger reparieren, gerade rechtzeitig, bevor eine „wilde Horde“ angreift. Sie kehren zum Flugplatz zurück, später folgen sie mit dem Flieger einem Funksignal, das zu einem weiteren Airport führt. Doch das Ziel erweist sich als Falle mit autoritärer Führungsstruktur. Sie entkommen, kehren zu „ihrem“ Flugplatz zurück, der seinerseits von einer „wilden Horde“ angegriffen wurde. 

Der Film hat durchwachsene Kritiken bekommen, sicher nicht ganz zu unrecht, erzählt die Geschichte doch auch nicht so viel Neues im Reigen endlos vieler postapokalyptischer Visionen, die schon zu Papier gebracht, aber nur im Ausnahmefall verfilmt wurden. Abgesehen davon, dass er visuell schön in Szene gesetzt wurde, sowohl zärtliche als auch Brutalo-Szenen hat, ist der Film vielleicht realitätsnäher als viele Visionen, die dann auch noch Vampire oder Zombies ins Feld führen, hat aber keine Vision zum Wiederaufbau einer Zivilisation wie z. B. „The Postman“ (1997) eine hatte. 

„Als hätte er tatsächlich lieber einen Western gedreht, dafür aber nicht die passende Romanvorlage gefunden, inszeniert Scott die Angriffe auf seine Männeridylle wie einst Indianerüberfälle aufs Fort Bravo“, so die taz, gesteht dem Film aber dennoch „einigen Charme“ zu. 

Als Anhänger von postapokalyptischen Visionen fand ich selbst den Film schon ganz gut in Szene gesetzt.

Montag, 7. September 2026

Meine Woche (KW 36/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/City, im Kino gewesen, Wanderungen im Ahrtal zwischen Altenahr und Dernau (Bericht) und am Mittelrheintal bei Oberwinter (Bericht). 

Gesehen: im Kino „Exit 8“. 


>Dort hinten, wo das Gerüst steht und mal eine Dachterrasse war, wurde an den Hauswänden herumsaniert. Die jetzt weiße Wand bekam zuvor auch schwarze Wärmeschutzplatten. Es mangelte nicht an Krach<

Gelesen: in Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: Standardkost. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Schultenbräu-Weizenmix-Dose. 

Gehört: Musikkonserven von Lisa Gerrard & Patrick Cassidy, London After Midnight, Tindersticks. 

Gefühlt: geht so. Dennoch habe ich Energie-Probleme, die ich auch bei meinen Wanderungen merke. 

Gegangen: 66.800 Schritte/Woche (3.300 – 23.500 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: bei zwei geschafften Wanderungen war dies vergleichsweise eine Aktivwoche.

Sonntag, 6. September 2026

Im Kino: Exit 8

Genki Kawamura spielt in seinem japanischen Film subtil mit Großstadtängsten. In der rätselhaften Geschichte läuft ein junger Mann in steril beleuchteten und spartanisch ausgestatteten unterirdischen Metrogängen herum und findet den Ausgang nicht, läuft vielmehr gefühlt nur im Kreis herum, obwohl er Schildern folgt. 

Doch die Beschriftung der Schilder scheint sich zu ändern. Und es gibt schriftliche Anweisungen für den Fall, dass man nicht hinausfindet. 

Der Mann trifft immer wieder auf dieselbe merkwürdige Personen, später auf zwei weitere Personen, doch sind sie „echt“ oder Gespenster? Manchmal tritt Blut aus den Wänden, auch fällt der Strom aus, und er sieht rattenähnliche Ungeheuer. Am Ende findet er den Ausgang und erlebt eine Situation in der Bahn, die er kurz zuvor schon mal erlebt hat. 

Vorlage des Films ist ein gleichnamiges Computerspiel, bei dem es darum geht, Abweichungen zu erkennen, die den Weg aus der Endlosschleife weisen. Nach epd-film ist der Film „eine Allegorie auf die Angst eines jungen Manns vor der Vaterschaft, die ihn mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert. Der Endlichkeit weicht er aus, indem er in eine endlose Schleife flüchtet“. 

Ich liebe Phantastik, und dieser Film ist Phantastik pur.

Dienstag, 1. September 2026

Meine Woche (KW 35/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/Klettenberg/Sülz, im Kino gewesen, ein paar Fenster geputzt, Pflanzen gegossen beim Bruder in Klettenberg, Ausflug zum Tiger & Turtle Magic Mountain (Duisburg) und Wanderung in Süd-Duisburg (Bericht) sowie Wanderung in der Eifel bei Jünkerath (Bericht folgt), Kneipentreffen mit Ex-Studienkollegen Jürgen in Braustelle und Connection (Ehrenfeld). 


>Ein Roheisenpfannenwagen der Jünkerather Maschinenfabrik. Gebaut 1966, hier am Bahnhof Jünkerath in 2025 aufgestellt<

Gesehen: im Kino „Spaziergang nach Syrakus“ (Bericht). 

Gelesen: beendet Jack London's Erzählungsband „Die glücklichen Inseln“ (Bericht), in Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Standardkost. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Schultenbräu-Weizenmix-Dose, Weizenbier (Ecco), Kölsch (Braustelle, Connection). 

Gehört: Musikkonserven von Lisa Gerrard & Pieter Bourke, LLL Mental, Thalia Zedek Band, Tindersticks. 

Gefühlt: die Sommergrippe scheint überstanden zu sein. 

Gegangen: 69.000 Schritte/Woche (3.200 – 25.600 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: vergleichsweise eine Aktivwoche.

Montag, 24. August 2026

Meine Woche (KW 34/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/City/Bickendorf/ Braunsfeld/Ehrenfeld/Neu-Ehrenfeld/Müngersdorf/Vogelsang. Ich habe einige Kölner Teiche besucht, wie den Blücherparkweiher oder den Kahnweiher. Oft im Kino gewesen. 


>Kurz Unterstellen an der Kirche. Das ist im Zentrum von Köln-Vogelsang. Möglicherweise war ich dort noch nie zuvor<

Gesehen: im Kino „Everytime“, „Im Spiegel meiner Mutter“, „The Invite“. 

Gelesen: in Jack London's Erzählungsband „Die glücklichen Inseln“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: oft Fischstäbchen mit Kartoffelsalat, ein halbes Hähnchen vom Chlodwigplatz war auch wieder dabei. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Zisch Blutorange (Cinenova). 

Gehört: Musikkonserven von Lisa Gerrard, Sumi, Thalia Zedek Band. 

Gefühlt: immer noch nicht fit, es dürfte nach Selbstdiagnose eine Sommergrippe sein. 

Gegangen: 59.200 Schritte/Woche (4.200 – 13.800 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: eine eher mittelprächtige Woche.

Im Kino: Im Spiegel meiner Mutter

Jutta Brückner's autobiographisch beeinflusster    Film erzählt von einer Archäologieprofessorin, die nach dem Tod ihrer alzheimerkranken Mutter mentale Probleme mit der Aufarbeitung der eher kühlen, problembeladenen Mutter-Tochter-Beziehung hat. Sie muss außerdem deren Haushalt auflösen und stellt am Institut eine neue Gehilfin zwecks Untersuchung einer illegal geborgenen Moorleiche ein. Diese Frau weiß merkwürdig viel von der Professorin und darf im Haus der Mutter wohnen. 

Und an der Uni wird die Professorin in ihren Seminaren vom Lärm laufender Sanierungsmaßnahmen genervt. 

Ich selbst konnte nicht so wirklich viel mit dem Film anfangen. Im Storytelling ist der Film zu nüchtern, emotionsarm. 

Man mag sich selbst eine Meinung bilden, etwa anhand der artechock-Kritik.

Freitag, 21. August 2026

Im Kino: Everytime

Sandra Wollner's Film handelt von Trauerverarbeitung. Ein Teenie-Mädchen springt in Berlin unter Drogeneinfluss von einem Hochhaus, ihr Freund, ihre jüngere Schwester und ihre Mutter versuchen das Trauma zu verarbeiten. Dazu gibt es verschiedene Wege, etwa Fotos und Urlaubsvideos ansehen, ihr auf WhatsApp Nachrichten schicken, zum Friedhof gehen, gegenseitig trösten. 

Später fliegen sie zu Dritt nach Teneriffa, kommen in einem Ressort am Meer unter, dort wo die Mutter mit ihrer toten Tochter vor 14/15 Jahren schon mal Urlaub machte. Die Filmhandlung nimmt magische Züge an. Sie finden in der Hotelanlage ein Kind, das zu niemandem zu gehören scheint, kümmern sich drum. Die Sonne wird eckig (wie auf dem Filmplakat) und geht lange nicht unter. Mit dem neuen Kind, das die verlorene Tochter ist, kehren sie auf dem See-/Landweg nach Deutschland zurück. 

Man spürt viel Empathie in diesem ziemlich guten Film, der seine eigene mitunter rätselhafte Filmsprache entwickelt. 

„Der Tod und das Leben, die Vergan­gen­heit und die Zukunft, alles ist gleich­zeitig da, wenn wir nicht mehr wissen, wo wir eigent­lich sind“, meint artechock.

Dienstag, 18. August 2026

Im Kino: The Invite

Olivia Wilde's Film widmet sich einem bekannten Arthouse-Thema: Pärchen. Junges Pärchen, verstaubtes Pärchen mit längst erloschener Leidenschaft. Sie wohnen im Film gern zusammen in einem Mietshaus, und das Lustgestöhn des jungen Paares nervt dann bald das ältere Paar, im Klischee vor allem den Mann, hier den beruflich frustrierten Musikprofessor. Dennoch kommt es zu einer Kennenlern-Einladung mit Vorschlägen zu Gruppensex oder Partnertausch, die dann emotional etwas eskaliert. 

Das hatten wir 2023 schon in Sabine Boss' Schweizer Film „Die Nachbarn von oben“, den ich gut fand, und tatsächlich beruhen beide Filme auf einer spanischen Vorlage („Sentimental“ von Cesc Gay, 2020), die hierzulande – wie vermutlich alle seine Filme - gar nicht ins Kino kam. 

Hier also nun die US-amerikanische Version des Stoffs. Schauspielerisch überzeugend, kann meines Erachtens allerdings auch nichts darüber hinwegtäuschen, dass die thematische Behandlung des Stoffs und vor allem dessen visuelle Umsetzung etwas bemüht und bieder wirkt. Ich vermute mal in allen drei Versionen. Man wird dennoch gut unterhalten. 

„Das Ganze ist dann aber doch auch ein sehr konventionelles Genre-Vergnügen“, meint denn auch daskulturblog.

Montag, 17. August 2026

Meine Woche (KW 33/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City/Klettenberg/Sülz, mit Freund:innen im Herbrand's Essen gewesen, Blumen gegossen beim Bruder in Klettenberg. 

Gedacht: nach der fünften Hitzewelle in diesem Sommer denke ich, die Stadt und ihre Bewohner sind auf die Folgen des Treibhauseffekts kein bisschen vorbereitet. In der Politik und Verwaltung schlafen die Entscheidungsträger konsequent seit mindestens 25 Jahren. Daran ändern auch Wassernebel-Events nichts, auch weil es eben nur zeitlich und örtlich stark limitierte Events sind. Irgendwann wird es jedenfalls wahrscheinlich besser sein, eine „echte“ Klimaanlage in der Wohnung zu haben, wenn man nicht im Erdgeschoss wohnt; denn dann kann man sich bei etwa 25 Grad wenigstens in der Wohnung erholen, wenn draußen 35 oder 40 Grad sind.


>Vor ein paar Tagen: Regenbogen-/Wassernebel-Event an der Severinstraße, Köln-Südstadt<

Gesehen: städtisches Sommerleben. 

Gelesen: beendet N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, in Jack London's Erzählungsband „Die glücklichen Inseln“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Highlight „Gyros-Bowl“, mit Geflügelfleisch, Salat, bunter Quinoa, Kirschtomaten, Sprossen und Tzatziki-Dressing (Herbrand's). 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Bier + Weizenbier (Herbrand's). 

Gehört: Musikkonserven von The Legendary Pink Dots, Lilium, Liquid Laughter Lounge Quartet, Solstafir. 

Gefühlt: immer noch nicht fit, ein Virus, ähnlich einer Low-Level-Sommergrippe,  bin oft müde und habe diverse Symptome, Schnupfen, manchmal Husten, auch Magen-Darm-Probleme, mal mehr, mal weniger, das schwankt. 

Gegangen: 43.800 Schritte/Woche (3.400 – 9.400 Schritte/Tag). Sehr unambitioniert, aber in dieser Woche gab es wieder 4 Tage mit 32 – 38 Grad Maximum am Stück, und gesundheitlich angeschlagen bin ich auch nach wie vor. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: eine eher mittelprächtige Woche.

N.K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“

Das ist der erste Band ihrer Broken-Earth-Trilogie, die tendenziell mehr Fantasy als Science Fiction ist. In 2016-2018 gewann die afroamerikanische US-Autorin mit allen drei Bänden ihrer Trilogie den bedeutenden Hugo-Award in Folge und noch weitere renommierte Preise und stieg damit in kurzer Zeit zu einer der bedeutendsten Fantasy-Autor:innen ihrer Zeit auf. 

In der von ihr erschaffenen Welt haben einige Menschen von Geburt an mentale Kräfte, mit denen sie plattentektonische Prozesse wie Erdbeben und Vulkanausbrüche beeinflussen können, wenn sie zuvor geschult wurden. In der Hauptstadt des Kontinents gibt es eine entsprechende, für Außenstehende geschlossene, streng hierarchisch geführte Einrichtung, in der diese Menschen verbracht werden, weil sie andernfalls eine Gefahr für alle anderen Menschen darstellen und oft deshalb umgebracht werden. Gleichzeitig gibt es eine Wächterkaste, deren Mitglieder in der Lage sind, diese mentalen Kräfte zu neutralisieren. Die genauen Zusammenhänge schildert der Roman nicht. 

Im Mittelpunkt des Romans stehen drei junge, mental talentierte Frauen, die auf verschiedenen, leicht versetzten Zeitebenen mit ihrem mächtigen Mentor oder alleine bzw. in wechselnder Begleitung durch eine postapokalyptische Welt ziehen. Diese dörfliche Welt wird alle paar Hundert Jahre durch plattentektonische Ereignisse in die Finsternis geschleudert. Hungersnöte und Anarchie sind die Folge, bevor wieder Normalität eintritt. Die Frauen leben folglich in einer dünnbesiedelten Welt voller Ruinen untergegangener Städte und Relikten fortschrittlicher Technologie, deren Zweck sie nicht kennen. So gibt es beispielsweise riesige leuchtende Kristalle am Himmel, die unzweifelhaft nicht natürlichen Ursprungs sind. Eine der Frauen kommt auch in eine unterirdische bewohnte Stadt, die in einem amethystdrusenartigen Hohlraum errichtet wurde. 

Das Setting des Romans ist teilweise spektakulär, aber seine Handlung ist relativ schwer nachvollziehbar, weil der Roman einen Blick auf das Leben dreier Frauen wirft und sich der Fortgang dieser Geschichten in einzelnen Kapiteln immerfort abwechselt. Viele Fragen bleiben offen. Im Grunde müsste ich, auf mehr Transparenz bei den Zusammenhängen hoffend, den Roman direkt noch mal von vorne zu lesen beginnen. 

Ich weiß noch nicht, ob ich den Zyklus weiter verfolge. Die Gefahr ist groß, endgültig nicht mehr durchzublicken, wenn ich in einem Jahr oder so mit dem zweiten Band fortfahre; andererseits locken die ungeklärten Geheimnisse, denn hier im ersten Band blicken die Protagonist:innen bei vielen Zusammenhängen nicht durch und also auch der Leser nicht.

Bei lovelybooks haben sich einige Leser:innen zum Buch geäußert.

Montag, 10. August 2026

Meine Woche (KW 32/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City, Blumen gegossen beim Bruder in Klettenberg, Kinobesuche, Abholservice der Elektronikschrottentsorgung genutzt, Rheinuferspaziergang bei Bornheim-Hersel und Mondorf, Brillenreparatur bei Smile Optik erledigt. 


>Niedrigwasser am Rhein-Nebenarm bei der Insel Herseler Werth. Der Nebenarm wird noch durchflossen. Aber mehr als 25 cm ist das Wasser am Einfluss sicher nicht tief. Man könnte rüberwaten, aber amphibische Sandalen würde ich empfehlen, da Eisenschrott im Wasser liegen könnte<

Gedacht: wider Erwarten klappte die Bestellung und Durchführung der Elektroschrottentsorgung durch die AWB ganz gut. Sie haben auch alles mitgenommen, was ich gegen Mitternacht aus meinem Keller geschafft und auf den Gehweg neben der Haustür herausgestellt hatte. Das war bei den Klein- und Hifi-Geräten sowie den Kabeln nicht so sicher, weil man diese Sachen auf dem Anmeldebogen nicht ankreuzen kann, andere Geräte schon. Das Anmeldeformular als auch die Terminbestätigung durch die AWB sind nicht eindeutig formuliert.

Gesehen: im Kino „Bitteres Fest“, „Nulpen“. 

Gelesen: in N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Standard-Kost. Ein halbes Hähnchen vom Chlodwigplatz war auch mal wieder dabei. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Kölsch (Filmhaus), Weizenbier (Torburg), Apfelschorle (Cinenova). 

Gehört: Musikkonserven von Led Zeppelin, The Legendary Pink Dots, Le Mans, Lethargy, Savoy Grand. 

Gefühlt: nicht fit, ich habe mir einen Schnupfen-Virus eingefangen, bin viel müde und habe mitunter auch Magen-Darm-Probleme. 

Gegangen: 51.700 Schritte/Woche (3.900 – 13.500 Schritte/Tag).  

Gekauft: sozusagen eine Brillenreparatur (69 €). Wirklich überzeugen tun mich die Smile-Optik-Brillen nicht mehr, sie haben zu oft Schäden nach kurzer Zeit. 

Fazit: Wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung eine durchschnittliche Woche. Diese Woche hatte an 5 Tagen Maximaltemperaturen von 30 – 36 Grad lt. Klima-Station Airport Köln/Bonn, aber nicht am Stück – und deshalb wurde es auch nicht so heiß in der Wohnung.

Im Kino: Bitteres Fest

Pedro Almodóvar neuer Film spielt in Madrid und auf Lanzarote. Es ist eine verschachtelte Story, in der ein Autor eine Beziehungsgeschichte über ein Paar schreibt, die als zweite Handlungsebene den Film trägt. Auf der ersten Handlungsebene wird die Beziehung des Autors zu seinem Freund und Lebensgefährten sowie zu seiner Assistentin beleuchtet, die sich eine längere Auszeit nimmt und ebenfalls nach Lanzarote fliegt. 

Es geht um Selbstzweifel, Schuldgefühle, Identitätskrise, Panikattacken, ausgelöst zum Teil externe Faktoren wie Tod der Mutter, Tod des Kindes, um Egozentrik und schriftstellerische Aneignung von Figuren. 

Der Film ist insbesondere in seiner Konstruktion und seinen Settings visuell ansprechend. 

So besonders viel erzählt die Geschichte allerdings nicht, und die Kritik sieht ihn nicht unbedingt als Highlight, auch weil er sich zieht, siehe beispielsweise film-rezensionen.

Mittwoch, 5. August 2026

Im Kino: Nulpen

Sorina Gajewski's Berlin-Film erzählt von zwei befreundeten Berliner Mädchen, die nach erfolgreich beendeten Abitur quasi unbeaufsichtigt und ziellos den heißen Sommer in der Stadt rumgammeln und auch kaum Geld haben, um Anderes zu tun. Der viel jüngerer Bruder eines der Mädchen ist auch noch dabei. Nebenbei suchen sie nach einem Vogel, auf den sie aufpassen sollten, der ihnen aber entflogen ist. Das führt zu flüchtigen Bekanntschaften mit einigen Personen. 

Der Regisseurin gelingt ein einfühlsames Portrait mit etwas No-Future-Stimmung. Ernsthafte persönliche Themen kommen kaum zur Sprache, jedoch die Klimakrise, obwohl die Mädchen an den vorbeiziehenden Demos nicht teilnehmen und nur „im Moment“, in der Gegenwart leben. Sicherlich lebt der Film dennoch von den Dialogen. 

Bei kino-zeit gibt es eine ansprechende Filmkritik.

Dienstag, 4. August 2026

Meine Woche (KW 31/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt, Rheinuferspaziergänge Deutz/Poll, ziemlich viel Datenverschiebung betrieben, Elster-Einkommensteuererklärung abgeschickt, eine kleinere Wanderung bei Bad Münstereifel, nächtlicher Besuch der Yayoi-Kusama-Ausstellung. 



Gesehen: im Kino „Die Odyssee“ (Bericht)

Gelesen: in N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gefunden im öffentlichen Bücherschrank: Jack London "Phantastische Erzählungen", Science Fiction Story-Reader 12.

Gegessen: Standard-Kost. Fischstäbchen mit Kartoffelsalat waren auch dabei. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Weizenbier (Pitter). 

Gehört: Musikkonserven von Lazuli, Led Zeppelin,Savoy Grand, Siena Root. 

Gefühlt: ganz gut. 

Gegangen: 53.300 Schritte/Woche (3.200 – 17.100 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: diese Woche hatte an 4 Tagen Maximaltemperaturen von 31 – 38 Grad lt. Klima-Station Airport Köln/Bonn, aber nicht am Stück. Von daher war ich noch einigermaßen aktiv.

Dienstag, 28. Juli 2026

Meine Woche (KW 30/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt, am Insta-Account gearbeitet, Blumen gegossen beim Bruder in Klettenberg, an Einkommensteuererklärung gearbeitet, zwei mal gewandert in der Zülpicher Börde (Link Bericht Tour 1, Link_Bericht Tour 2), Ehrenfeld-Spaziergang und mit dem Ex-Studienkollegen Jürgen in der Braustelle ein paar Kölsch getrunken. 

Gesehen: viele angedorrte, gemähte Getreidefelder. 

Gelesen: in N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Standard-Kost. Ein halbes Brathähnchen war auch wieder dabei. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Weizenbier (Torburg/Chlodwigplatz), Kölsch (Braustelle). 



Gehört: Musikkonserven von Laughing Clowns, Laura Veirs, Lazuli, Savoy Grand, Siena Root. 

Gefühlt: ganz gut. 

Gegangen: 73.300 Schritte/Woche (3.600 – 29.100 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: relativ aktive Woche mit Maximaltemperaturen von 20 – 30 Grad lt. Klima-Station Airport Köln/Bonn, überwiegend hier im Mittelfeld.

Dienstag, 21. Juli 2026

Meine Woche (KW 29/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City, Spaziergang am Poller Rheinufer bei Niedrigwasserstand des Rheins, am Insta-Account gearbeitet, Besuch eines Rock-Konzerts der 70er-Jahre-Band Bröselmaschine im open-air-Biergarten der Kantine im Kölner Norden. 



Gesehen: ab und zu mal WM-Fußball im TV. 

Gelesen: in N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Highlight „Halbes Brathähnchen“ (Chlodwigplatz). 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Weizenbier (Kantine, Mainzer Hof). 

Gehört: Musikkonserven von Lampshade, Laughing Clowns, Laura Veirs, Pristine, Rosalie Cunningham. 

Gefühlt: geht so, zu viel in Insta gewesen und dort im Account an den Themen Stories & Highlights gearbeitet. Im Prinzip muss das mal sein (nach Jahren der Einführung), aber in Grunde gibt es dringlichere Sachen zu tun, etwa die Steueerklärung. 

Gegangen: 43.200 Schritte/Woche (3.300 – 9.500 Schritte/Tag). Knapp über dem Wochenziel von 42.000 Schritten. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: Diese passable Woche hatte auch 5 Hitzetage (>30-Grad-Tage), aber es war nicht ganz so heiß, es hatte oft Wind und in den letzten beiden Tagen ging es steil bergrunter mit den Temperaturen. Gestern brauchte man abends schon etwas Langärmeliges.