Sophie Beaulieu's Film erzählt von einem allein lebenden Mann, der sich eine fraugroße Puppe zwecks Gesellschaft zulegt. Nur seine Schwester weiß davon. Dieses Grundkonzept ist weder in der Literatur noch im Film neu. In diesem Film erwacht die Puppe irgendwann zum Leben, ein Ansatz, den es meist nur in Horrorfilmen gibt.
Dieser Film ist jedoch eine Wohlfühlkomödie, und so ist „die Puppe“ dem Mann ergeben. Die schnell menschenähnlich agierende Frau kann der Protagonist dann in die Gesellschaft einführen, seinen Eltern und den Arbeitskolleg:innen vorstellen.
Der Film ist einfühlsam und dialogtechnisch in diversen Szenen durchaus amüsant. Aber weil es eben eine Komödie ist, die sich keinen Deut um Erklärungen zum „Aufwachen“ bemüht und kein SF-Film, wird unendlich viel Potenzial verspielt. Maria Schrader's Film „Ich bin dein Mensch“ (2021) gefiel in dieser Hinsicht viel besser.
Lt. kino-zeit „stolpert [der Film] über die eigene Mutlosigkeit, echte Ambition zur Gratwanderung an den Tag zu legen“.



















