Freitag, 6. November 2026

Miles Cameron's Roman "Artifact Space"

Der Roman des amerikanisch-kanadischen Autors erschien im Original in 2021. Er ist Auftakt des mindestens dreiteiligen Arcana-Imperii-Zyklus.

Es handelt sich um waschechte Space Opera. Die Raumschiffe können Sprünge machen, um von Welt zu Welt zu kommen.

Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die als Pilotin auf einem 1-km-langen bewaffneten Großfrachter anheuert. Sie teilt sich ihre Schlafkoje mit einer anderen jungen Frau, die als Händlerin aktiv ist.

Die Ausbildung und das Zusammenleben an Bord in hierarchischer Struktur setzen Schwerpunkte im Roman, später auch Kampfhandlungen mit feindlichen Kriegsschiffen, die als Hintergrund wirtschaftliche Machtinteressen um einen bedeutenden Alien-Rohstoff haben.

Harte, technikorientierte Space Opera, ist nicht neu. Passabel geschrieben, aber auch nicht besonders auffällig, werde ich diesen Zyklus wahrscheinlich nicht weiterverfolgen.

Der Autor hat sich zu einem Vielschreiberling entwickelt, dessen Werke früher nicht in der SF-Szene zu Hause waren.

Dienstag, 3. November 2026

Meine Woche (KW 44/2026)

Gemacht: als gehunfähiger Patient in einem Krankenhaus kann man nur noch vom Bett aus agieren, das Smartphone als wichtigstes Aktionsmittel. Es gilt (abseits von Instagram) auch  Kommunikation zu pflegen und Sachverhalte/Optionen mittels KI zu analysieren. Außerdem las ich viel.

Gesehen: wirklich nichts Erhebendes. Draußen ist ein Parkplatz, und das diesjährige Novemberwetter ist auch in Griechenland nicht toll. Es regnete oft und stark.


>Der erste Kaffee nach 10 Tagen<

Gelesen: in Miles Cameron's Roman "Artifact Space". Ich kam dahinter, dass ich die bei Thalia gekauften e-books auch über meinen Chrome-Browser auf dem Smartphone lesen kann. Inzwischen habe ich aber auch meinen e-book-Reader wieder, da ich mit dem letzten Vermieter vereinbaren konnte, alle meine Sachen aus der Ferienwohnung per Postkurier hier ins Krankenhaus zu schicken. Das funktionierte gut. 

Gegessen: oft sehr schlecht, falls es überhaupt etwas im Krankenhaus gab. Weil eine OP geplant war, gab es vorher nichts und wenn die OP dann tagelang verschoben wird, gibt es höchstens abends etwas.

Getrunken: es gab einen ersten Kaffee, da ich das Krankenhaus-Café mit Rollator erreichen konnte. Ansonsten gibt es nur etwas Tee und viel Leitungswasser.

Gehört: in erster Linie griechische Kommunikation, da dies kein Einzelzimmer ist und die Griechen ihre Angehörigen offensichtlich auch länger im Krankenhaus begleiten, also auch über Nacht.

Gefühlt: seit dem Vorfall bestimmt nicht mehr gut, aber dass die OP stattgefunden und ich mit dem Rollator das Café erreichen kann, sind Lichtblicke.

Gegangen: 100 - 200 Schritte/Woche.

Gekauft: ich musste eine Bein-Orthothese kaufen, die um das verletzte Bein geschnallt wird, um es gestreckt zu halten. 150 €.

Fazit: schlimme Woche.

Dienstag, 27. Oktober 2026

Meine Woche (KW 43/2026)

Gemacht: Monemvasia konnte noch erkundet werden. Doch dann landete ich abends als Folge eines schweren Sturzes im Krankenhaus in Tripolis. Dort wurde gar nichts mehr "gemacht", außer am Smartphone.

Gedacht: griechische Krankenhäuser sind sicherlich genauso desolat aufgestellt und organisiert wie deutsche. Es sind alles Vorhöllen. Bin nicht sicher, ob ich hier wieder rauskomme. Jedenfalls macht man keine Anstalten, eine Behandlung geschädigter Körperteile zu beginnen oder die mindestens eine notwendige Operation an der Sehne durchzuführen.

Gesehen: diverse Ruinen.



>Monemvasia, osmanische Ruinen< 

Gelesen: nicht mehr möglich; denn es war nicht möglich, im Zuge des Unfallgeschehens meine Sachen aus der Ferienwohnung zu holen.

Gegessen: oft sehr schlecht, falls es überhaupt etwas im Krankenhaus gab.

Getrunken: Kaffee, Grapefruit-Getränke, Orangensaft, Wasser, griechisches Dosenbier, Tee. Im Krankenhaus gibt es nur etwas Tee und Leitungswasser.

Gehört: MRT. Das ist wirklich ausgesprochen laut in dieser Röhre.

Gefühlt: seit dem Vorfall bestimmt nicht mehr gut. Das hätte einfach nicht passieren dürfen.

Gegangen: 22.000 Schritte/Woche (< 100 - 17.300 Schritte/Tag).

Gekauft: nichts > 20 €.

Fazit: schlimme Woche.

Es gibt ein paar neuere Berichte in meinem Zweitblog.

Montag, 19. Oktober 2026

Meine Woche (KW 42/2026)

Gemacht: Reise mit Übersetzen auf die griechische Insel Kalymnos fortgesetzt. Mit einer Fähre dann nach Piräus gefahren und mit Bussen weiter auf den Peloponnes nach Nafplio, später nach Monemvasia.

Gesehen: insbesondere diverse Ruinen und Festungen.



 >Argos City, Peloponnes - Blick auf die Burgruine Larissa< 

Gelesen: eventuell in Miles Cameron's Roman "Artifact Space". 

Gegessen: oft spartanisch aus dem Angebot der Fresh- und Mini-Markets. Es gab aber einige Frühstücke, die zu den reichhaltigsten meiner bisherigen Unterkunftsbuchungen gehörten, besser als auf meinen letzten Reisen.

Getrunken: Kaffee, Grapefruit-Getränke, Orangensaft, Wasser, oft griechisches Dosenbier.

Gehört: nichts Besonderes. Meine Unterkunft in Nafplio hatte allerdings lagerbedingt lärmtechnisch Nachteile.

Gefühlt: ganz gut. 

Gegangen: 127.200 Schritte/Woche (8.900 – 23.800 Schritte/Tag).

Gekauft: diverse Übernachtungen mit/ohne Frühstück. 

Fazit: gelungene Woche mit auch unwirtlichen Ereignissen. 

Über die Aufenthalte auf Kalymnos und in Nafplio gibt es Berichte in meinem Zweitblog: 

Link Kalymnos 

Link Nafplio

Samstag, 17. Oktober 2026

Meine Woche (KW 41/2026)

Wird hier nachgereicht.

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt, auf die griechische Insel Kos geflogen, die Insel Nisyros per Schiff besucht.

Gesehen: insbesondere diverse Ruinen, Vulkan-Caldera, viele Katzen.


>Ausflugsschiffe in Kos City<

Gelesen: in Miles Cameron's Roman "Artifact Space". 

Gegessen: oft spartanisch aus dem Angebot der Fresh- und Mini-Markets. Es gab aber einige Frühstücke, die zu den reichhaltigsten meiner bisherigen Unterkunftsbuchungen gehörten, besser als auf meinen letzten Reisen.

Getrunken: Kaffee, Grapefruit-Getränke, Wasser, oft griechisches Dosenbier.

Gehört: das Zirpen der Zikaden an manchen Orten in Kos City war schon ein besonderes Geräusch.

Gefühlt: ganz gut. 

Gegangen: 104.900 Schritte/Woche (4.700 – 25.300 Schritte/Tag).   

Gekauft: diverse Übernachtungen mit Frühstück.

Fazit: gelungene Woche mit auch unwirtlichen Ereignissen.

Über die Aufenthalte auf Kos und Nisyros gibt es Berichte in meinem Zweitblog:

Link Kos

Link Nisyros

Montag, 5. Oktober 2026

Meine Woche (KW 40/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/City und am Deutzer Rheinufer, im Kino gewesen, Wald-Pilzsuch-Wanderung bei Mayschoß/Dernau (Ahrtal).  


>Motiv Dernau, Ahrtal<

Gedacht: schlimmes Gequetsche in der Ahrtalbahn am Samstag, in keinem „Entwicklungsland“ so erlebt. 

Gesehen: im Kino „Hirten“.  

Gelesen: beendet Andreas Gruber's Roman „Das Eulentor“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: oft Standardkost. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Weizenbier (Torburg). 

Gehört: Musikkonserven von Loreena McKennitt, Wovenhand. 

Gefühlt: ganz gut. 

Gegangen: 58.400 Schritte/Woche (4.900 – 22.100 Schritte/Tag).   

Gekauft: Hosen (C & A/Primark, 60 €), langärmelige Regenjacke (Primark, 32 €). 

Fazit: passable Woche.

Bücherwelten: Andreas Gruber's Roman „Das Eulentor“

Ich habe zuvor noch nie etwas von dem österreichischen Autor Andreas Gruber gehört und gelesen. Sein nur in 888 Exemplaren erschienener Roman war in 2008 der erste Gewinner des noch jungen Vincent Preises, der seither jährlich für deutschsprachige Horrorliteratur in Marburg vergeben wird und diverse Kategorien wie auch die „Kurzgeschichte“ oder „Anthologie“ kennt. Auch dieser Preis dürfte nur „Eingeweihten“ der Horrorliteratur bekannt sein. 

Meine gelesene Fassung des Romans ist eine erweiterte Neuauflage, die in 2021 erschien. Stilistisch ist der Roman schon sehr spannend geschrieben, kann Atmosphäre aufbauen, hat auch mitunter unheimliche und grausige Details. 

Er handelt von Spitzbergen-Expeditionen, die um einen senkrechten, endlos tiefen Schacht kreisen, den die erste Expedition zufällig im Jahr 1911 entdeckte. Eine Rahmenhandlung im Jahr 2021 schildert, wie eine Frau unter Gewaltanwendung zu der geheimnisvollen Anlage über dem Schacht gelangt, unter falschen Identitätsangaben auch eingelassen wird, dann aber überraschend Zeugin eines Angriffs wird, den letztlich nur sie selbst in der Station überlebt. 

Sie verschanzt sich in der Station, findet alte Tagebücher, und der Roman schildert dann rückblickend anhand der Aufzeichnungen, was in den letzten ca. 100 Jahren bei der Erforschung des Schachts dort passierte und was man herausfand. Weiter möchte ich gar nicht auf den Inhalt eingehen. Man findet u.a. Nester mit verwachsenen Skeletten großer Eulen noch in vielen Kilometern Tiefe auf Vorsprüngen im Schacht, und man wird nicht ans Ende des Schachts gelangen. Mythologische Quellen aus alten Büchern spielen auch eine Rolle, denn vielleicht hat man hier einen Eingang zur Hölle gefunden. 

Man wäre jedoch ein Anhänger obskurer Verschwörungstheorien, würde man irgendetwas hier für glaubwürdig halten. Bei der Erforschung des Unbekannten auf der Erde hatten die Schriftsteller:innen vor über 100 Jahren noch deutliche Vorteile, weil noch nicht jeder Winkel erforscht war, etwa Arthur Conan Doyle 1912 mit seinem Roman „The Lost World“.

Freitag, 2. Oktober 2026

Im Kino: Hirten

Sophie Deraspe's Film erzählt von einem kanadischen jüngeren Mann, der nach Burnout-Problemen die Notleine zieht und in die Provence geht, um Schäfer zu werden. Er lernt zuvor eine junge Frau kennen, bei der er vergeblich um eine Arbeitserlaubnis bittet. Da dies schwierig ist, empfiehlt sie ihm mehr oder weniger direkt, schwarz zu arbeiten. 

So beginnt er auf ein, zwei Höfen. Dort geht er zunächst durch eine „harte Schule“, die ihm aber später hilft, bei einem anderen Hof direkt zu landen. Mittlerweile hat seine Arbeitsvermittlerin vom Amt die Nase voll von ihrem Job, kündigt und zieht mit ihm und den Schafen auf Hochweiden in den Alpen. 

„Auch wenn der Film von der Idee der Selbstfindung durchdrungen ist, gelingt es ihm doch, das uralte Handwerk nicht zu romantisieren“, resümiert kino-zeit. 

Anfangs funktioniert das gut, doch Wetter und Wölfe beenden diesen Job. 

Der Film kommt in der zweiten Hälfte besser in Fahrt, ist aber vielleicht doch mit seinen knapp zwei Stunden etwas lang geraten und mit seiner Frauenrolle vielleicht auch nicht so wirklich realistisch. Ihm liegt ein autobiographischer Roman zugrunde, ich weiß aber nicht, ob der Autor dort eine junge Frau so eingeführt hat.

Dienstag, 29. September 2026

Meine Woche (KW 39/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt und am Deutzer/Poller Rheinufer, im Kino gewesen, Wald-Pilzsuch-Wanderungen bei Dernau (Ahrtal) und bei Bad Münstereifel (Berichte folgen vielleicht).  


>Die Engelstrompete auf meinem Balkon<

Gefunden: ein paar Pilze. 

Geplant: eine 3-wöchige Griechenland-Reise zwischen Kos und Athen. Start: 6. Oktober. 

Gesehen: im Kino „Frühstück bei Audrey“.  

Gelesen: beendet Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“ (Bericht), begonnen Andreas Gruber's Roman „Das Eulentor“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: oft Standardkost, aber auch Toast mit/ohne Spiegelei und selbst gefundenen Waldpilzen. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Dosen Schultenbräu Weizen mit Grapefruit und Natur Radler. 

Gehört: Musikkonserven von Loreena McKennitt, Wino, Wucan, The Young Gods. 

Gefühlt: ganz gut. 

Gegangen: 71.200 Schritte/Woche (3.400 – 20.100 Schritte/Tag).   

Gekauft: mit einigen Hundert Euro bin ich Vorleistung gegangen, habe Hin- und Rückflug bei Eurowings sowie die ersten Hotelübernachtungen auf Kos gebucht. 

Fazit: passable Woche.

Dienstag, 22. September 2026

Im Kino: Frühstück bei Audrey

Sophie Beaulieu's Film erzählt von einem allein lebenden Mann, der sich eine fraugroße Puppe zwecks Gesellschaft zulegt. Nur seine Schwester weiß davon. Dieses Grundkonzept ist weder in der Literatur noch im Film neu. In diesem Film erwacht die Puppe irgendwann zum Leben, ein Ansatz, den es meist nur in Horrorfilmen gibt. 

Dieser Film ist jedoch eine Wohlfühlkomödie, und so ist „die Puppe“ dem Mann ergeben. Die schnell menschenähnlich agierende Frau kann der Protagonist dann in die Gesellschaft einführen, seinen Eltern und den Arbeitskolleg:innen vorstellen. 

Der Film ist einfühlsam und dialogtechnisch in diversen Szenen durchaus amüsant. Aber weil es eben eine Komödie ist, die sich keinen Deut um Erklärungen zum „Aufwachen“ bemüht und kein SF-Film, wird unendlich viel Potenzial verspielt. Maria Schrader's Film „Ich bin dein Mensch“ (2021) gefiel in dieser Hinsicht viel besser. 

Lt. kino-zeit „stolpert [der Film] über die eigene Mutlosigkeit, echte Ambition zur Gratwanderung an den Tag zu legen“.

Meine Woche (KW 38/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/City, im Kino gewesen, Wald-Pilzsuch-Wanderungen bei Lissendorf in der Eifel (Bericht) und in der Ville bei Liblar, mit Ex-Studienkollegen Jürgen in der Braustelle gewesen.  


>Am Neumarkt, Köln-City<

Gefunden: ein paar Pilze. 

Gesehen: im Kino „Vaterland“.  

Gelesen: in Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Standardkost. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Kölsch (Odeon), Weizenbier (Torburg), Kölsch (Braustelle).  

Gehört: Musikkonserven von Long Fin Killie, Loreena McKennitt, Whispering Sons, Woven Hand.  

Gefühlt: geht so. Unzufrieden, weil ich bezüglich Urlaub keine Entscheidung treffen konnte. 

Gegangen: 71.400 Schritte/Woche (3.700 – 25.900 Schritte/Tag).   

Gekauft: zwei leichte Jacken (Primark 20/22 €). Außerdem musste ich schon wieder meine Brille am (anderen) Bügel reparieren lassen (45 €). 

Fazit: einigermaßen passable Woche.

Montag, 21. September 2026

Im Kino: Vaterland

Pawel Pawlikowski's Film handelt von der Reise des 1933 emigrierten Schriftstellers Thomas Mann (Hanns Zischler) in Begleitung seiner Tochter (Sandra Hüller) nach Deutschland im Jahr 1949. Anlässlich der Verleihung von Goethe-Preisen machen sie Station in Frankfurt und in Weimar, welche damals in der Sowjetische Besatzungszone lag. Eine Menschenmenge erwartet sie, man erwartet Reden vom Schriftsteller und viele Journalisten sind immer anwesend, stellen auch kritische Fragen. 

„Über allem liegt das Gefühl der Fremdheit, in fast jeder Einstellung“, meint epd-film. Man macht auf Einladung die Reise, fühlt sich aber nicht wohl in Deutschland, kehrt auch nie wieder an den Wohnsitz in Deutschland zurück. Ja, das kommt gut rüber in diesem in Schwarzweiß gedrehten Film, von dem ich mich aber dennoch frage, ob ich ihn hätte angucken müssen. Im Grunde habe ich überhaupt keinen Bezug zu dieser Geschichte.

Dienstag, 15. September 2026

Meine Woche (KW 37/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/City, im Kino gewesen, Wanderung zwischen Remagen und Lohrsdorf/Ahrtal (Bericht).  


>Der Käseladen in der Severinstraße scheint auch schon wieder dicht gemacht zu haben<

Gesehen: im Kino „Das Ende der Sterne“, „Ghost School“ (Bericht).  

Gelesen: in Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Standardkost. Ein halbes Hähnchen vom Chlodwigplatz war der Einfachheit halber auch wieder dabei. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Spritz Bitter Lemon (Filmhaus).  

Gehört: Musikkonserven von Long Fin Killie, Loom Light, US Christmas, Woven Hand.  

Gefühlt: geht so. Energie-Probleme habe ich noch. 

Gegangen: 51.400 Schritte/Woche (3.500 – 19.900 Schritte/Tag).   

Gekauft: nichts > 20 €.  

Fazit: passable, gelangweilte Woche.

Freitag, 11. September 2026

Im Kino: Das Ende der Sterne

Der britische Regisseur Ridley Scott, längst berühmt durch beispielsweise seine Alien-Filme, wagt sich in seinem biblischen Alter von 88 Jahren noch an ein postapokalyptisches Endzeitdrama, das zwar auf einen Roman des US-Amerikaners Peter Heller aus dem Jahr 2013 fußt („The Dog Stars“, 2012; gibt’s auch auf Deutsch), sich aber wohl erhebliche Freiheiten herausnimmt. 

In dem etwa im Jahr 2050 spielenden Film ist die Zivilisation durch eine Seuche dahin gerafft, und es gibt nur wenige Überlebende. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zunächst zwei Männer, die in Zweckgemeinschaft auf einem kleinen Flugplatz in den Bergen leben. Der eine Typ ist für die Verteidigung zuständig, legt alle um, die sich vereinzelt oder in kleinen Gruppen dem Flugplatz nähern, der andere macht gelegentlich Erkundungsflüge mit seinem Hund in einem kleinen Flugzeug, fliegt auch manchmal in die zerfallene US-Großstadt, um nach Vorräten zu suchen. Außerdem haben sie Beziehungen zu einer Mennonitengemeinschaft mit zahlreichen Kindern, die in der Nähe wohnt. 

Eines Tages muss der Pilot jedoch notlanden. Das gelingt. Er kommt zu einer Hütte, in der ein Mann und seine erwachsene Tochter leben. Gemeinsam können sie den Flieger reparieren, gerade rechtzeitig, bevor eine „wilde Horde“ angreift. Sie kehren zum Flugplatz zurück, später folgen sie mit dem Flieger einem Funksignal, das zu einem weiteren Airport führt. Doch das Ziel erweist sich als Falle mit autoritärer Führungsstruktur. Sie entkommen, kehren zu „ihrem“ Flugplatz zurück, der seinerseits von einer „wilden Horde“ angegriffen wurde. 

Der Film hat durchwachsene Kritiken bekommen, sicher nicht ganz zu unrecht, erzählt die Geschichte doch auch nicht so viel Neues im Reigen endlos vieler postapokalyptischer Visionen, die schon zu Papier gebracht, aber nur im Ausnahmefall verfilmt wurden. Abgesehen davon, dass er visuell schön in Szene gesetzt wurde, sowohl zärtliche als auch Brutalo-Szenen hat, ist der Film vielleicht realitätsnäher als viele Visionen, die dann auch noch Vampire oder Zombies ins Feld führen, hat aber keine Vision zum Wiederaufbau einer Zivilisation wie z. B. „The Postman“ (1997) eine hatte. 

„Als hätte er tatsächlich lieber einen Western gedreht, dafür aber nicht die passende Romanvorlage gefunden, inszeniert Scott die Angriffe auf seine Männeridylle wie einst Indianerüberfälle aufs Fort Bravo“, so die taz, gesteht dem Film aber dennoch „einigen Charme“ zu. 

Als Anhänger von postapokalyptischen Visionen fand ich selbst den Film schon ganz gut in Szene gesetzt.

Montag, 7. September 2026

Meine Woche (KW 36/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/City, im Kino gewesen, Wanderungen im Ahrtal zwischen Altenahr und Dernau (Bericht) und am Mittelrheintal bei Oberwinter (Bericht). 

Gesehen: im Kino „Exit 8“. 


>Dort hinten, wo das Gerüst steht und mal eine Dachterrasse war, wurde an den Hauswänden herumsaniert. Die jetzt weiße Wand bekam zuvor auch schwarze Wärmeschutzplatten. Es mangelte nicht an Krach<

Gelesen: in Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: Standardkost. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Schultenbräu-Weizenmix-Dose. 

Gehört: Musikkonserven von Lisa Gerrard & Patrick Cassidy, London After Midnight, Tindersticks. 

Gefühlt: geht so. Dennoch habe ich Energie-Probleme, die ich auch bei meinen Wanderungen merke. 

Gegangen: 66.800 Schritte/Woche (3.300 – 23.500 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: bei zwei geschafften Wanderungen war dies vergleichsweise eine Aktivwoche.

Sonntag, 6. September 2026

Im Kino: Exit 8

Genki Kawamura spielt in seinem japanischen Film subtil mit Großstadtängsten. In der rätselhaften Geschichte läuft ein junger Mann in steril beleuchteten und spartanisch ausgestatteten unterirdischen Metrogängen herum und findet den Ausgang nicht, läuft vielmehr gefühlt nur im Kreis herum, obwohl er Schildern folgt. 

Doch die Beschriftung der Schilder scheint sich zu ändern. Und es gibt schriftliche Anweisungen für den Fall, dass man nicht hinausfindet. 

Der Mann trifft immer wieder auf dieselbe merkwürdige Personen, später auf zwei weitere Personen, doch sind sie „echt“ oder Gespenster? Manchmal tritt Blut aus den Wänden, auch fällt der Strom aus, und er sieht rattenähnliche Ungeheuer. Am Ende findet er den Ausgang und erlebt eine Situation in der Bahn, die er kurz zuvor schon mal erlebt hat. 

Vorlage des Films ist ein gleichnamiges Computerspiel, bei dem es darum geht, Abweichungen zu erkennen, die den Weg aus der Endlosschleife weisen. Nach epd-film ist der Film „eine Allegorie auf die Angst eines jungen Manns vor der Vaterschaft, die ihn mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert. Der Endlichkeit weicht er aus, indem er in eine endlose Schleife flüchtet“. 

Ich liebe Phantastik, und dieser Film ist Phantastik pur.

Dienstag, 1. September 2026

Meine Woche (KW 35/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/Klettenberg/Sülz, im Kino gewesen, ein paar Fenster geputzt, Pflanzen gegossen beim Bruder in Klettenberg, Ausflug zum Tiger & Turtle Magic Mountain (Duisburg) und Wanderung in Süd-Duisburg (Bericht) sowie Wanderung in der Eifel bei Jünkerath (Bericht folgt), Kneipentreffen mit Ex-Studienkollegen Jürgen in Braustelle und Connection (Ehrenfeld). 


>Ein Roheisenpfannenwagen der Jünkerather Maschinenfabrik. Gebaut 1966, hier am Bahnhof Jünkerath in 2025 aufgestellt<

Gesehen: im Kino „Spaziergang nach Syrakus“ (Bericht). 

Gelesen: beendet Jack London's Erzählungsband „Die glücklichen Inseln“ (Bericht), in Yoko Ogawa's Roman „Insel der verlorenen Erinnerung“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Standardkost. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Schultenbräu-Weizenmix-Dose, Weizenbier (Ecco), Kölsch (Braustelle, Connection). 

Gehört: Musikkonserven von Lisa Gerrard & Pieter Bourke, LLL Mental, Thalia Zedek Band, Tindersticks. 

Gefühlt: die Sommergrippe scheint überstanden zu sein. 

Gegangen: 69.000 Schritte/Woche (3.200 – 25.600 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: vergleichsweise eine Aktivwoche.

Montag, 24. August 2026

Meine Woche (KW 34/2026)

Gemacht: Einkäufe und/oder Spaziergänge in der Südstadt/City/Bickendorf/ Braunsfeld/Ehrenfeld/Neu-Ehrenfeld/Müngersdorf/Vogelsang. Ich habe einige Kölner Teiche besucht, wie den Blücherparkweiher oder den Kahnweiher. Oft im Kino gewesen. 


>Kurz Unterstellen an der Kirche. Das ist im Zentrum von Köln-Vogelsang. Möglicherweise war ich dort noch nie zuvor<

Gesehen: im Kino „Everytime“, „Im Spiegel meiner Mutter“, „The Invite“. 

Gelesen: in Jack London's Erzählungsband „Die glücklichen Inseln“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: oft Fischstäbchen mit Kartoffelsalat, ein halbes Hähnchen vom Chlodwigplatz war auch wieder dabei. 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Zisch Blutorange (Cinenova). 

Gehört: Musikkonserven von Lisa Gerrard, Sumi, Thalia Zedek Band. 

Gefühlt: immer noch nicht fit, es dürfte nach Selbstdiagnose eine Sommergrippe sein. 

Gegangen: 59.200 Schritte/Woche (4.200 – 13.800 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: eine eher mittelprächtige Woche.

Im Kino: Im Spiegel meiner Mutter

Jutta Brückner's autobiographisch beeinflusster    Film erzählt von einer Archäologieprofessorin, die nach dem Tod ihrer alzheimerkranken Mutter mentale Probleme mit der Aufarbeitung der eher kühlen, problembeladenen Mutter-Tochter-Beziehung hat. Sie muss außerdem deren Haushalt auflösen und stellt am Institut eine neue Gehilfin zwecks Untersuchung einer illegal geborgenen Moorleiche ein. Diese Frau weiß merkwürdig viel von der Professorin und darf im Haus der Mutter wohnen. 

Und an der Uni wird die Professorin in ihren Seminaren vom Lärm laufender Sanierungsmaßnahmen genervt. 

Ich selbst konnte nicht so wirklich viel mit dem Film anfangen. Im Storytelling ist der Film zu nüchtern, emotionsarm. 

Man mag sich selbst eine Meinung bilden, etwa anhand der artechock-Kritik.

Freitag, 21. August 2026

Im Kino: Everytime

Sandra Wollner's Film handelt von Trauerverarbeitung. Ein Teenie-Mädchen springt in Berlin unter Drogeneinfluss von einem Hochhaus, ihr Freund, ihre jüngere Schwester und ihre Mutter versuchen das Trauma zu verarbeiten. Dazu gibt es verschiedene Wege, etwa Fotos und Urlaubsvideos ansehen, ihr auf WhatsApp Nachrichten schicken, zum Friedhof gehen, gegenseitig trösten. 

Später fliegen sie zu Dritt nach Teneriffa, kommen in einem Ressort am Meer unter, dort wo die Mutter mit ihrer toten Tochter vor 14/15 Jahren schon mal Urlaub machte. Die Filmhandlung nimmt magische Züge an. Sie finden in der Hotelanlage ein Kind, das zu niemandem zu gehören scheint, kümmern sich drum. Die Sonne wird eckig (wie auf dem Filmplakat) und geht lange nicht unter. Mit dem neuen Kind, das die verlorene Tochter ist, kehren sie auf dem See-/Landweg nach Deutschland zurück. 

Man spürt viel Empathie in diesem ziemlich guten Film, der seine eigene mitunter rätselhafte Filmsprache entwickelt. 

„Der Tod und das Leben, die Vergan­gen­heit und die Zukunft, alles ist gleich­zeitig da, wenn wir nicht mehr wissen, wo wir eigent­lich sind“, meint artechock.