Montag, 13. Juli 2026

Meine Woche (KW 28/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City sowie Besuch des Edelweißpiraten-Festivals, Blumen gießen beim Bruder und Besuch des Goldzeit-Cafés in der Sülzburgstraße (outside), gewandert in der Eifel bei Mechernich (Bericht folgt), Betriebsfest besucht und dort einige Ex-Arbeitskolleg:innen getroffen. 



Gesehen: im Kino „Resurrection“, ab und zu mal WM-Fußball im TV. 

Gelesen: in N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Highlight „Schawarma mit Gemüse im Brot“ (Hayati/ Severinstraße). 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Orangensaft, Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dose, Kölsch (Betriebsfest). 

Gehört: Musikkonserven von Lali Puna, Lampshade, Lan Xang, Lars Moeller, Poems For Laila, sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: ganz gut. 

Gegangen: 51.500 Schritte/Woche (3.600 – 18.600 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: Sommerwoche mit gemäßigten und heißen Tagen, in der man auch mal wieder wandern gehen konnte, ich es aber wieder nur einmal getan habe.

Sonntag, 12. Juli 2026

Im Kino: Resurrection

In Bi Gan's in China angesiedeltem Film ist nahezu alles verfremded. Nach epd-Film ist es eine „Reise durch verschiedene Traumszenarien, Jahrzehnte, Filmgenres und -stile, in denen ein Träumer sich in wechselnde Figuren verwandelt“. Schön, wenn jemand das verstanden hat, aber auch zugibt, nicht alles verstanden zu haben, denn das dürfte jedenfalls beim ersten Anschauen des Films unmöglich sein. 

Visuell ist der Film in jedem Fall toll. Die Szenerien (Träume) spielen in einer düsteren zerstörten Stadt während des 2. Weltkrieges, in einem abgelegenen, verlassenen, verschneiten und ebenfalls düsteren buddhistischen Tempel und in zwei weiteren Städten Jahrzehnte später. 

Sehr bizarr und relativ statisch geht es in den beiden ersten Geschichten zu, viel Phantastik inklusive. Dynamischer und schauspielerisch interessanter sind jedoch aus meiner Sicht die beiden letzten Geschichten, die letzte ist eine Vampir-Geschichte. 

Unangenehme Szenen gibt es auch im Film, etwa Folter und die rabiate Lösung eines Zahnproblems, wodurch der im Zahn wohnende Dämon/Geist freigesetzt wird und materialisiert. 

Das Werk kann man/sollte man ansehen, aber der Film ist lang (160 min). Ab 16.

Link epd-film

Montag, 6. Juli 2026

Meine Woche (KW 27/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City, Routine-Besuch bei meiner Augenärztin, einzelne Cafébesuche, gewandert in der Eifel bei Oberbettingen/Gerolstein. 


>Im Mayersche/Thalia-Café am Neumarkt, Köln-City. Ein Stück Nuss-Sahne-Torte😋. Der Ort kann bei Sommerhitze auch lohnen, weil er klimatisiert ist<

Gesehen: öfter mal WM-Fußball im TV geguckt. 

Gelesen: in N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Highlight „Schawarma mit Gemüse im Brot“ (Hayati/ Severinstraße). 

Getrunken: Kaffee, Wasser + Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Orangensaft, Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dosen. 

Gehört: Musikkonserven von Lacrimosa, Lali Puna, L'Ame Immortelle, P. J. Harvey, sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: ganz gut. 

Gegangen: 48.400 Schritte/Woche (3.200 – 22.600 Schritte/Tag). Sehr relaxt, eine größere Wanderung und alle anderen Tage mit nur zwischen 3.000 und 6.000 Schritten. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: normale, unambitioniert verbrachte Sommerwoche, in der man auch mal wieder wandern gehen konnte, ich es aber nur einmal getan habe.

Filmempfehlungen aus dem Kinojahr 2025

Hier sind in alphabetischer Reihenfolge ein Drittel (19) der Filme gelistet, die ich im Kino gesehen habe und für die ich mich nunmehr im Rahmen meiner Bestenliste entschieden habe. Ich merkte zu älteren Listen schon an, dass dies immer meine sehr subjektive Bewertung ist. Im Grunde sind es die Filme, die ich am ehesten noch einmal anschauen würde. Auch kann es sein, dass ich den ein oder anderen Film verpasst habe, weil mich der Trailer oder die Zeitungskritik(en) nicht überzeugt hatten. 

Gut und erfolgreich ist bekanntlich zweierlei. Bei insidekino sind die erfolgreichsten Filme 2025 gelistet. Aus der Top 20 habe ich nur einen Film überhaupt gesehen, „Amrum“ (Platz 19). Der Film war auch nicht schlecht, verfehlte aber letztlich meine private Top 19. Auf Platz 43 kommt der erste Film, den ich gut fand, der Horrorfilm „Weapons – Die Stunde des Verschwindens“.

Bird. Andrea Arnold's Film ist ein Sozialdrama mit phantastischen Elementen. Es geht um ein 12-jähriges Mädchen, das wie alle Menschen in ihrer näheren Umgebung in prekären Verhältnissen des sozialen Wohnungsbaus mit fragil-dysfunktionalen Familienverhältnissen und vielen Kindern lebt. Einer geregelten Arbeit scheint dort niemand nachzugehen. Häusliche Gewalt und Kindermissbrauch kommen vor, aber auch ein Kümmern der älteren Geschwister um die jüngeren. Das Mädchen lernt zufällig einen Typ kennen, der sich Bird nennt und in ihrer Siedlung nach seiner Familie sucht. Ihre Beziehung ist locker. Es mag sogar sein, dass er gar nicht existiert, sondern von ihr als imaginärer Freund herbeiphantasiert ist. Hierfür spricht auch seine Verwandlung zu einem Vogelmenschen, als es einen Konflikt mit dem „Freund“ ihrer Mutter zu lösen gilt.

Bugonia
. Yorgos Lanthimos' neuer Film ist über weite Strecken ein bizarrer Verschwörungstheorie-Streifen mit einsuggeriertem Hinterwäldler-Milieu. Zwei abgehalfterte Typen, die in einem abgelegenen Haus wohnen und von denen der eine etwas geistig zurückgeblieben und manipulierbar ist und der andere irren Theorien nachhängt, entführen die Chefin eines Agrar-/Gentechnik-Konzerns in ihr Haus, weil sie sie für ein Alien aus dem Andromeda-System halten. Ihr Ziel ist, auf das Raumschiff der "Frau" mitgenommen zu werden, um mit deren Chef zu verhandeln. Die Frau leugnet ihr Alien-Dasein und die Existenz des Raumschiffs natürlich, aber sie wird gefoltert und muss eine andere Strategie einschlagen. Blutige Splatter-Szenen wie hier gibt es üblicherweise oft nur in einigen Horror- oder Serienkillerfilmen zu sehen – und von letzteren ist der Film auch nicht allzu weit entfernt. Aber die Geschichte ist schon komplexer, das wird gegen Ende des Films deutlich, als die Aliens die Menschheit als hoffnungslosen Fall aufgeben. Insoweit ist dem Regisseur hoch anzurechnen, auch eine politische Botschaft bezüglich Klimaschutz und Artensterben einzubringen. 

Das Licht
. In seinem fast 3-stündigen Film analysiert Tom Tykwer bundesdeutsche Befindlichkeiten am Beispiel einer vielleicht etwas „dysfunktionalen“ Familie des gehobenen Mittelstandes in Berlin. Diese residiert in einer großen Altbauwohnung. Die Eltern haben gute Jobs in der Projektentwicklung, sei es in einer Berliner Werbeagentur oder in der Entwicklungshilfe. Die Frau ist häufig in Kenia, um ihr Projekt voranzutreiben. Die 17-jährigen Kinder leben weitgehend in ihrer eigenen Welt, sei es im online-Gaming zu Hause (der Sohn) oder bei Tech-Parties mit Drogenrausch oder im Klima-Aktionismus (die Tochter). Die Eltern können sich eine Haushaltshilfe leisten, und sie brauchen eine neue, da sie ihre alte Haushaltshilfe tot in der oft dunklen Wohnung vorfinden. Mit der neuen, syrischen Haushaltshilfe kommt das Licht ins Spiel; denn diese veranstaltet lichttherapeutische Stroboskop-Seancen und kann auch die Familienmitglieder überzeugen, solche zu machen, um die Familie wieder mehr zusammenzubringen. Gegen Ende des Films veranstaltet sie mit ihnen eine selbsttherapeutische Licht-Therapie, um ihr Flüchtlingstrauma zu behandeln, eine Art Toten-Beschwörung. Der Film ist atmosphärisch-stimmig gelungen, schauspielerisch gut besetzt und auch visuell sehr unterhaltsam, mitunter mit kurzen Comic-Sequenzen und Aktionskunst-Tanzeinlagen in der City aufgelockert. Es gibt ansprechende Berlin-Bilder, wobei es meistens in Strömen gießt, und es werden sehr viele Themen aus der bundedeutschen Wirklichkeit der letzten Jahre angerissen. 

Der Lehrer, der uns das Meer versprach
. In Adaption eines Romanes von Francesc Escribano erzählt die spanische Regisseurin Patricia Font von einem düsteren Kapitel im Vorfeld der Franco-Diktatur. Der Film spielt in den Jahren 1936 und 2010. Der Handlungsstrang im Jahr 2010 erzählt von Massengräbern und einer Frau, die aufgrund eines entgegengenommenen Anrufs einer Ausgrabungsstätte, der eigentlich ihrem im Pflegeheim lebenden Opa galt, in ein ihr völlig unbekanntes Kapitel aus dem Leben ihres Opas verwickelt wird. Dieser hatte nie etwas von seinem Vater oder seiner Kindheit erzählt. Sie besucht die Ausgrabungsstätte, nimmt Kontakt mit der Bevölkerung im benachbarten Dorf auf und recherchiert auch in diversen alten Unterlagen. Der andere Handlungsstrang spielt im Jahr 1936, als ein neuer Lehrer in ein Provinzdorf kommt und ganz andere, gewaltfreie Unterrichtungsmethoden in der winzigen Dorfschule einführt, nachdem der Priester von der Regierung als Lehrer abgesetzt wurde. So bringt er auch eine Druckerpresse mit, damit die Kinder ihre eigenen Texte drucken und als Heft herausbringen können. In einem Heft geht es darum, wie sich die Kinder das Meer vorstellen, das sie noch nie gesehen haben, aber bald gemeinsam besuchen wollen. Doch der Konflikt mit dem Priester, dem Bürgermeister und streng katholisch-autoritären Eltern bahnt sich schon früh an. Und als die Faschisten einen Bürgerkrieg beginnen und auch in das Dorf kommen, sind die Tage des Lehrers gezählt. Der Film ist aus meiner Sicht insbesondere als Schulfilm mit kreativem Schulunterricht ziemlich gut. Auch das Thema, Eltern zu überzeugen, die Kinder überhaupt in die Schule zu schicken, wird exemplarisch herausgearbeitet. 

Die Farben der Zeit
. Dieser Film von 
Cédric Klapisch hat als Ausgangspunkt eine Erbengemeinschaft, die weder voneinander viel weiß, noch von der Existenz einer gemeinsamen Vorfahrin wusste. Und auch das Haus in der Normandie, das seit den 1940er Jahre verschlossen dem Zerfall entgegendämmert und abgerissen werden soll, um einem Bauprojekt zu weichen, war ihnen völlig unbekannt. Sie bestimmen eine Delegation von 2 Frauen und 2 Männern, um den Ort in Augenschein zu nehmen und treffen auf eine Hausruine mit Inventar, darunter ein ganzes Zimmer mit Bildern und Fotographien zur Familiengeschichte an den Wänden, aber auch alten Briefen. Im Laufe des Films tauchen sie ein in die Vergangenheit, lassen auch ein impressionistisches Gemälde sachverständig untersuchen. Und der Film taucht ebenfalls visuell in die Vergangenheit ein, erzählt von der Frau, die 130 Jahre früher mit ihrer Großmutter dort lebte und 1895 aufbricht, um in Paris ihre Mutter zu suchen und einige Zeit später mit dem Claude-Monet-Gemälde zurückkehrt. Es gibt also zwei Erzählstränge, die in wechselnden Montagen verflochten werden; auch visionäre Ereignisse unter dem Einfluss einer halluzinogenen Droge, die die Protagonist:innen der Erbengemeinschaft an einem Abend einnehmen, werden gezeigt. Eine sehr schöne Geschichte. 

Die leisen und die großen Töne. Emmanuel Courcol's Film spielt weitgehend im provinziellen Nord-Frankreich und erzählt von zwei Brüdern, die sich bis dato nicht kannten und von denen der eine ein namhafter, international tätiger Dirigent ist und der andere in seiner Freizeit im örtlichen Fest-Orchestra Posaune spielt und ansonsten in einer Großküche arbeitet. Als der Dirigent an Leukämie erkrankt und die Schwester für eine Rückenmarkspende in Frage kommen könnte, stellt sich heraus, dass sie gar nicht seine Schwester ist und als Spenderin nicht in Frage kommt. Recherchen ergeben dann, dass er überraschenderweise aber einen Bruder hat. Er sucht ihn in der Provinz auf und die Spende kommt später zustande. Im Laufe der kommenden Wochen/Monate kommen sie sich näher und lösen auch einige Probleme im Laien-Orchester, das aufgrund der Schließung des örtlichen größeren Gewerbebetriebs sowohl personell als auch aus Proberaumgründen vor der Auflösung steht. Dem Regisseur ist ein sehr einfühlsam-sentimentaler Film gelungen, der in den Schlussszenen mit einem überraschenden Auftritt des Laien-Orchesters in einer echten Konzerthalle mit einer Bolero-Komposition noch an Größe gewinnt. 

Die Saat des heiligen Feigenbaums
. Dieser Film von Mohammad Rasoulof setzt Emotionen frei. Er erzählt vom Zerfall einer Familie, „vom Bröckeln patriarchaler Macht“, wie kino-zeit treffend ausdrückt. Und dies vor dem Hintergrund landesweiter Proteste nach dem gewaltsamen Tod einer Frau. Die Familie, von der erzählt wird, ist eine Kleinfamilie, Mutter, Vater, zwei Töchter in jugendlich-pubertärem Alter. Sie bekommen viel mit von den Protesten, haben Fragen. Doch gleichzeitig erhält der Vater ein sensibles, belastendes Amt als Untersuchungsrichter und zu seinem eigenen Schutz vom Regime einen Revolver. Und er möchte, dass die Töchter vorsichtig sind bei dem, wie sie sich kleiden, wen sie einladen und was sie mit ihrem Smartphone machen. Die Töchter sind empört, die Mutter versucht zu vermitteln. Die Situation eskaliert, als der Revolver verschwindet – und alle (Mutter, Töchter) sich zunächst standhaft weigern, etwas damit zu tun zu haben. Gleichzeitig geraten die Namen der Richter ins Internet und die Paranoia des Vaters wächst. Er vereinbart für die Frau/Töchter einen Verhörtermin bei einem Spezialisten. Später nimmt er sich eine Auszeit und fährt mit ihnen in die Berge, um die Sache mit dem Revolver zu klären. Die Mutter gibt den Diebstahl zu, eine Tochter gibt den Diebstahl zu. Er sperrt sie in dunkle Kellerräume ein, doch die andere Tochter kann fliehen und später die beiden anderen befreien. In den Ruinen einer nahegelegenen antiken Stadt kommt es zum Showdown. Der Film überzeugt mit Blick auf Story, schauspielerische Leistung, Dramaturgie und Glaubwürdigkeit.

In die Sonne schauen. Mascha Schilinski's Film erzählt aus der Sicht junger Mädchen und Frauen verschiedener Generationen vom Leben auf einem Vierkanthof in der Altmark, etwa in den Jahren 1910, 1940, 1980 und heute. Es ist ein düster-ghostiges, auch sperriges, aber intensives Werk geworden, das sich zentral um das sexuelle Erwachen, Phantasiewelten von Kindern und die Frauenrollen auf einem bäuerlichen Hof in über 100 Jahren Zeitgeschichte dreht. Der Film arbeitet mit knackenden Dielen, Kerzen und Gaslichtern, alten Portrait-Aufnahmen sowie verschwimmenden Filmaufnahmen und verschwimmenden Zeitebenen. Es gibt bizarr-archaisch anmutende Riten und Ereignisse um Tod, Krankheit und Religion zu sehen, und ich hatte immer das Gefühl, dass in Kürze etwas Schlimmes passiert. Aber der Film hat sicher auch herausragende junge Schauspielerinnen und authentische Requisiten zu bieten, auch authentische Sprache, so dass es deutsche Untertitel gibt. Ab 16, nix für Kinder. Es ist keine chronologisch erzählte Familien- oder Hofgeschichte, hier werden nur Splitter geliefert, die oft wie alte Echtzeit-Kindheitserinnerungen wirken.

Könige des Sommers
. Louise Courvoisier's Film spielt im dörflichen Französischen Jura. Nachdem der Vater betrunken nach einem Dorffest mit seinem Wagen tödlich verunglückt, bleibt der gerade eben volljährige Sohn mit seinem kleinen Schwesterchen allein auf dem bäuerlichen Hof zurück. Wie kommt man an Geld? Er versucht es zunächst im örtlichen Molkereibetrieb, Kessel putzen und so, aber auch Milchtanker fahren, um früh morgens die Milch abzuholen. Das Schwesterchen darf immer mit. Nach einer Auseinandersetzung mit Arbeitskollegen wird er jedoch gefeuert. Also versucht er sodann den Hof zu managen. Bei einem weiteren Dorfereignis hört er, dass der Preis für den besten Käse 30.000 € einbringt. Das will er machen. Zwei seiner Freunde helfen, doch Ahnung haben sie alle nicht, und es gibt technische Pannen. Nach einer Fortbildungsmaßnahme ist wenigstens das Funktionsprinzip klar, einen Käse stellen Bruder und Schwesterchen her, doch sie werden noch nicht einmal für den Käsewettbewerb zugelassen, denn es gibt formale Hürden und Nachweispflichten, wovon sie naiverweise nichts wussten. Der Film ist mal ruppig, mal einfühlsam in guter, unterhaltsamer Mischung. Sperrig bis witzig sind die ersten sexuellen Kontakte des jungen Mannes mit den Dorfmädchen, Schlägereien mit deren Brüdern inklusive.

Oslo Stories – Liebe
. Dag Johan Haugerud's Film spielt natürlich in Oslo. Erzählt wird aus dem Alltagsleben einer Krankenhausärztin und von von einem jüngeren homosexuellen Mann, der ihr als Pflegekraft zugeordnet ist. Als sie sich zufällig auf einer kurzen Schiffspassage zu einer Insel treffen, sprechen sie über Sex. Er offenbart ihr, dass er hier auf den Schiffspassagen häufig mittels der Dating-App „Tinder“ Partner für unverbindlichen Sex sucht. Die Ärztin probiert das auch bald erfolgreich aus. Obwohl es in diesem Film sehr unverkrampft um unverbindlichen Sex geht, geht es nicht nur um Sex, sondern auch um Krebsdiagnosen und ihre Folgen. Auch dieses Thema wird sehr unverblümt, unverkrampft und mit viel Empathie am Beispiel einer Prostatakrebs-Operation angegangen. Der Film lebt vor allem von seinen natürlich agierenden Schauspieler:innen und den tiefsinnigen Dialogen, und kann nebenbei auch noch Oslo ansprechend präsentieren. 

Queer
. In Anlehnung an einen Roman des „Drogen-Schriftstellers“ William S. Burroughs erzählt Luca Guadagnino von einem älteren Mann (Daniel Craig), möglicherweise Schriftsteller, den seine Lust an Drogen und Sex umtreibt. Mindestens die erste Hälfte des Films soll in den 1950er Jahren in Mexico City spielen. Dort schlendert der Mann durch die Schwulen-Bars, lernt einen jungen Mann kennen, den er auch verführen kann. Dieser Teil des Films hat viel mit Blicken, Annäherungen und Drogen aller Art (Tabak, Alkohol, Kokain, Opiate) zu tun. Dann gibt es einen Bruch im Film. Der Mann und sein junger Freund fliegen nach Ecuador, kämpfen sich durch den Dschungel, um dort unangemeldet eine Botanikerin zu besuchen, die über eine telepathisch wirksame Pflanzendroge forschen soll. Es gibt hier eine wundervolle Szenenfolge mit einer Schlange, die das Haus der Forscherin bewacht und aggressiv reagiert. Auch die Forscherin fummelt anfangs ziemlich intensiv mit ihrer „Kanone“ herum. Die Männer stellen sich für Drogenexperimente zur Verfügung. Der Film wird fortan sehr surreal-psychedelisch, grenzt ansatzweise an Body-Horror mit Körperverschmelzung. Atmosphärisch-visuell überzeugend mit einem famos agierenden Hauptdarsteller.

Rückkehr nach Ithaka
. Von Homer ist nicht sicher, ob er überhaupt gelebt hat. Die Odyssee ist jedoch ein berühmtes Werk der Antike. Uberto Pasolini's Film erzählt von wenigen Wochen, in denen Odysseus etwa 20 Jahre nach Ende des Trojanischen Krieges an die Küste seiner Heimatinsel Ithaka gespült wird und nach seiner Regeneration incognito langsam wieder nach der Macht greift. Penelope, seine treue biedere Ehefrau und Königin residiert in einer Festung über dem Meer und hat in den vielen Jahren zahlreiche Freier hingehalten, indem sie vorgab, erst ein Totentuch fertigstellen zu müssen. Doch sie zerstörte es nachts immer wieder. Die Freier, die auch in der Burg leben und den König schon lange für tot halten, werden immer aggressiver. Die Geschichte beginnt sehr langsam, wirkt intensiv erzählt, hat Tiefe. Traumata des Helden, der zunächst als Bettler auftritt, spielen eine Rolle. Und Penelope erkennt ihn langer Zeit gar nicht, als er auf der Burg erscheint. Der Film lebt insbesondere von seinen beiden Hauptdarsteller:innen, aber auch der Atmosphäre, die in den Landschaftsaufnahmen und dem einfachen Leben zur damaligen Zeit zum Ausdruck kommt. Bombast sieht man im Film nicht, gleichwohl wird sie gewalttätig; denn gegen Ende verkündet die Königin, dass derjenige, der mit Odysseus' Bogen das aufgestellte Ziel trifft, ihr Gemahl werden kann. Alle Freier versagen, bekommen den Bogen nicht mal gespannt, bis ein „Bettler“ antritt. Ab 16. Ein sehr schöner Film.

Sentimental Value
. Joachim Trier's Film spielt zu einem erheblichen Teil in einer alten großzügigen Osloer Holzvilla. Die Frau, die dort zuletzt lebte, ist tot. Sie hatte zwei Töchter, die die Trauerfeier im Haus ausrichten. Zu der Feier kommt auch der lange geschieden und woanders lebende Vater. Und von da an beschreibt der Film mit hoher emotionaler Intensität eine problembeladene komplexe Vater-Töchter-Beziehung. Der Vater war mal ein bekannter Regisseur, doch seit 15 Jahren hat er keinen Film mehr gemacht. Er hat ein neues Drehbuch geschrieben, und er möchte wieder Kontakt zu seinen erwachsenen Töchtern. Auch soll seine ältere Tochter die Hauptrolle in dem Film spielen, später ein Enkel eine Nebenrolle. Die Töchter weigern sich zunächst, haben mit emotionalen Problemen zu kämpfen. Wie sich herausstellt, verarbeitet das Skript Familiengeschichte, insbesondere den Freitod der Mutter des Regisseurs, die sich im Haus erhängte. Das schauspielerische Ensemble des Films kann schon sehr überzeugen.

Sirat
. Der Film des französisch-spanischen Regisseurs Oliver Laxe ist ein Aussteiger-Road-Movie, das überwiegend in Marokko spielt. Erzählt wird eine ziemlich finstere Geschichte. Ein europäischer Vater sucht mit seinem kleinen Sohn seit einem halben Jahr seine Tochter. Deshalb sind sie in Marokko mit einem Lieferwagen unterwegs und kommen zu einem Ort in felsig-wüstenhafter Gegend, an dem ein Techno-Rave-Festival stattfinden soll, wo sie das Mädchen vermuten. Niemand hat das Mädchen gesehen, und die Polizei verbietet das Festival. Einige Fahrzeuge büchsen aus dem Konvoi aus und nehmen eine Nebenroute. Vater und Sohn folgen zwei truckähnlichen Fahrzeugen europäischer Aussteiger, die zu einem anderen Rave-Festival nahe der mauretanischen Grenze fahren wollen. Die Strecke wird abenteuerlich, Abgründe lauern, kleinere Flüsse müssen durchquert werden. Die Raver helfen, weil der Lieferwagen das nicht alleine schafft. Man kommt sich näher, doch der Tod schlägt zu, als sich im Lieferwagen die Handbremse löst und der Wagen mit dem Sohn in den Abgrund stürzt. Danach wird Trauerarbeit geleistet, doch die Trucks geraten später in der Wüste in ein Minenfeld, das weitere Opfer fordert. Man erfährt wenig über die Hintergründe der Personen im Film, doch Atmosphäre, Szenerie, Soundtrack und Story können schon beeindrucken. 

The Assessment
. In Fleur Fortune's dystopischen SF-Film lebt ein Bruchteil der Menschheit unter geschützten, klimagesteuerten Kuppeln, während die Menschen in der Außenwelt desaströsen Verhältnissen auf einem weitgehend zerstörten Planeten Erde ausgesetzt sind. Diesen Rahmen setzt der Film visuell nur am Rande um. Technisch versiert, hat man auch ein Mittel gefunden, das die Lebenszeit dieser privilegierten Menschen deutlich verlängert. Damit entsteht jedoch das altbekannte Problem von Kindern und Bevölkerungswachstum. Kinder bekommen, ist in dieser Dystopie nur erlaubt, wenn das Paar eine einwöchige Testzeit übersteht und seine Eignung als Eltern nachweisen kann. Es kommt eine junge Gutachterin in das Haus, das visuell vielleicht an der Küste Gomeras liegen könnte. Anfangs guckt sie sich alles nur an und stellt Fragen, möchte dem Paar bald auch beim Sex zusehen. Doch das war nur Tag 1, denn Provokation ist das Mittel der Prüferin, das Paar auseinanderzubringen. Sie schlüpft dann bald in die Rolle des Kindes oder einer Verführerin oder einer Saboteurin, und sie lädt auch unliebsame Gäste ein. Sehr cooler Film, überwiegend ruhig mit viel Empathie, auffallend passendem Film-Soundtrack und überzeugenden Darsteller:innen. Am Ende ist dennoch viel total kaputt: die Beziehung, die Prüferin und das große Treibhaus, in dem die Frau des Hauses geforscht und Pflanzen gezüchtet hat. 

The Life of Chuck
. Mike Flanagan's Film schwebt zwischen Fantasy, Märchen und Science Fiction. Basierend auf einen Kurzroman von Stephen King, wird in drei Akten, beginnend mit dem Ende, von einem US-amerikanischen Typen erzählt, der schon in jungen Jahren an einem Gehirntumor verstirbt. Gleichzeitig geht die Welt unter, Naturkatastrophen, das Internet, alle Technik versagt, die Leute verschwinden vom Job, von den Straßen, schließlich verschwinden auch die Planeten und Sterne vom Himmel. Spielt sich diese Geschichte im Kopf des Protagonisten ab? Er verschwindet und mit ihm seine Welt? Der zweite Akt erzählt im Prinzip nur eine Tanzszene auf einer Einkaufsstraße. Sehr beeindruckend in Szene gesetzt. Der erste Akt spielt in einigen Jahren seiner Kindheit. Er erzählt von der Schule, einer für ihn bedeutenden Lehrerin, vom Tanzen lernen und von der Welt der Mathematik, die ihm sein als Buchhalter arbeitender Großvater erzählt. Der Film „ist zugleich rätselhaft fiktives Biopic, entspannter Katastrophenfilm, Coming-of-Age-Erzählung, melancholische Liebesgeschichte und magisches Musical“, sagte epd-film. Diese Mischung und eine insgesamt rätselhafte Geschichte dürften den Wert des Films ausmachen.

Together – Unzertrennlich
. Der australische, von Michael Shanks inszenierte Film fällt in die Sparte Body-Horrorfilm. Ein Pärchen zieht aufs Land in ein Haus. Sie machen einen Waldspaziergang, geraten in ein Unwetter, kommen vom Weg ab und fallen durch ein Loch in eine alte unterirdische Höhlenkirche. Sie bleiben dort über Nacht und trinken von dem Wasser eines Beckens. Sie können sich selbst befreien, doch bereits beim Aufwachen stellten sie fest, dass ihre Beine merkwürdig zusammenklebten. Die gegenseitige Anziehungskraft ihrer Körper verstärkt sich im Laufe der folgenden Tage drastisch. Bei Internet-Recherchen stellen sie fest, dass in der Gegend bereits ein Pärchen verschwunden ist und stoßen auf Fotos von der Kirche und sonderbaren Ritualen, die dort mal stattgefunden haben. Ihre gegenseitige Anziehungskraft reicht von mental-körperlichen Entzugserscheinungen, spastischen Krämpfen, heftigem Sex bis hin zur partiellen und totalen Körperverschmelzung, schmerzhaft-blutige Trennversuche inklusive. Es wird nicht deutlich, wo die Grenzen zwischen visualisierten alten und neuen Traumata, Alpträumen und der Realität liegen. Die Schlussszene des Films kann dahingehend interpretiert werden, dass der Film weitgehend Beziehungsängste geschickt, oftmals auch ziemlich drastisch, visualisiert. 

The Secret Agent. Kleber Mendonça Filho's brasilianischer Polit-Thriller gewann die Goldene Palme in Cannes. 
Der Film spielt 1977 in der Stadt Recife zur Zeit der Militärdiktatur. Es gibt mindestens zwei Zeitebenen, die den Durchblick erschweren.

Visuell-atmosphärisch ist der Film ziemlich toll, da er ein rekonstruiertes Bild der lebendigen Stadt Recife zur damaligen Zeit zeigt, alte Autos und Telefonzellen inklusive. 
Es geht um einen ehemaligen Wissenschaftler, der an der Universität bei einigen Mächtigen in Ungnade gefallen ist, der in seine Heimatstadt zurückkehrt und incognito bei der Polizei arbeitet. Aber Auftragskiller finden ihn dort. 

Surreale Szenen um ein Bein, das man in einem Hai findet, spielen ebenso wie der Karneval eine gewisse Rolle im Film. 

Weapons – Die Stunde des Verschwindens. Zach Cregger's vergleichsweise hochgelobter Film ist ein Horrorfilm, er kann aber vielleicht besser als Voodoo-Hexen-Film mit Mystery- und Zombie-Note charakterisiert werden. Außerdem schimmert ein Rattenfänger-von-Hameln-Mythos durch, handelt der Film doch vom plötzlichen nächtlichen Verschwinden von 17 Schulkindern. Der Film ist in einer meist unbelebten US-amerikanischen Vorort-Siedlung angesiedelt. Nur an der Schule scheint was los zu sein. Er beginnt damit, dass 17 von 18 Schüler*innen nicht zum Unterricht erschienen und offensichtlich in der Nacht verschwunden sind. Kameras zeichneten auf, wie sie laufend mit abgewinkelten Armen ihre Wohnhäuser verließen. An der Schule und auch bei der Polizei ist man ratlos, aber die betroffenen Eltern machen die Lehrerin dafür verantwortlich. Die Geschichte wird nachfolgend aus der Perspektive von 6 Personen aufgerollt und offenbart jedes Mal weitere Details und Ereignisse. Der Film hat ein paar, meist alptraumbedingte Jumpscares und später auch einige Splatter-Elemente. Erzählerisch ist er kurzweilig-gekonnt gemacht, wobei die Junkie-Perspektive auf die Ereignisse mir am interessantesten erschien, da der junge Mann als Einbrecher agiert und ungewollt Unheimliches entdeckt. Insgesamt punkten die Darsteller:innen jedoch nicht auf besonderem Niveau, zumal die Dialoge oft eher situationsgebunden trivial sind. 

Das von mir am häufigsten besuchte Kölner Kino war das Odeon, gefolgt vom Cinenova und diesmal gleichauf den Kinos Filmpalette und OFF. 


Sonntag, 5. Juli 2026

Hitzewelle I + II

Die Hitzewelle im Juni verlief in Köln etwas krasser als am 1. Tag der Hitzewelle von wetter-online noch prognostiziert, denn wie die Wetterstation Köln/Bonn Airport zeigt (Screenshot, siehe unten), waren es dort in der Tat 11 Tage in Folge mit 30-38 Grad.


Jetzt gab es eine Woche Entspannung bei schönem, aber vor allem oft windreichen Sommerwetter zwischen etwa 24 und 29 Grad. Es gab auch mal Regen, aber ein Unwetter traf Köln nicht.

Ich hatte die Hitzewelle einigermaßen gut überstanden. Aber "hirntechnisch" bekommt man nicht mehr viel auf die Reihe, wenn die Hitze in die Wohnung einzieht und ich dort 30-32 Grad messe. Zwar habe ich den einen oder anderen kleinen Ventilator, der das Wohlbefinden durch die Verdunstung des Schweißes von der Haut deutlich steigert, aber wirklich fit und geistig rege fühlt man sich nicht. Es ist einfach anstrengend.

Drei 30-Grad-Tage in Folge bekommt meine durchschnittlich gute Wohnung bei entsprechender Abdunkelung, geschlossenen Fenstern am Tage und offenen Fenstern nachts mit Durchzug noch gut hin, darüber hinaus wird es dann aber zunehmend kritisch ab 4 Tagen.

Die Wetterprognose von heute (siehe rechts oben) lässt eine neue lange Hitzewelle ab Donnerstag erwarten. Mal sehen, ob diese so kommt.

PS: es ist wirklich schwierig, Zeitung zu lesen, wenn Ventilator oder natürlicher Durchzug zu viel Wind machen.    

Dienstag, 30. Juni 2026

Meine Woche (KW 26/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City, Blumen gießen beim Bruder, oftmals ein Kino besucht, mit Ex-Arbeitskollegen Michael und Rolf vietnamesisch essen gewesen, mit Ex-Studienkollegen Jürgen ein paar Kölsch an der Braustelle (Ehrenfeld) getrunken, Routine-Besuch bei meiner Internistin, einzelne Café- und Kneipenbesuche (open air). 

Gesehen: im Kino „Backrooms“, „Obsessions – Du sollst mich lieben“, „The Death of Robin Hood“, „The Love That Remains“. Etwa 24 Grad habe ich in den von mir besuchten Kinosälen des OFF und Odeons, 26 Grad im Cinenova gemessen. Ich fand auch früher schon, dass dies sehr angenehm an 35-Grad-Tagen sein kann. Allerdings an richtig heißen Tagen stellt sich das Problem, dass die „Anreise“ belastend sein kann, etwa in schlecht klimatisierten Straßenbahnen. Ansonsten öfter mal auch WM-Fußball geguckt. 

Gelesen: in N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Highlight „Com Cuon Chien Knusprige Reisrolle“. Seitangblätter gefüllt mit Reissushi und Gurke, Rettich, verfeinert mit hausgemachte Cocktaisauce und „Nom Xoai Mango Salat“. Feine Streifen aus Mango und Karotten, angerichtet mit Seitan, knusprigem Seitan, abgeschmeckt mit Lotusstängel. Serviert mit hausgemachter Sauce, Erdnüssen und Röstzwiebeln“ (Xin Chao, Ehrenfeld). Das war lecker. 

Getrunken: Kaffee, Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Orangensaft, Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dose, Saigon Bier (Xin Chao), Kölsch (Braustelle), Apfelschorle (Kinos), Weizenbier (Pitter). 

Gehört: Umweltgeräusche. Keine Musik zu Hause (zu warm). 

Gefühlt: meist ganz gut, aber bei Temperatur-Maxima von 30-38 Grad in den letzten 11 Tagen in Folge wird auch in meiner Wohnung die 30/32-Grad-Marke spätestens am Nachmittag geknackt. Natürlich habe ich einen Ventilator, der auch schon mal die ganze Nacht lief. Er kühlt nicht, aber der leichte Wind fördert die Verdunstung von der Haut, wodurch sich das Wohlbefinden steigert. Dennoch führe ich Konzentrations-, Müdigkeits- und gelegentliche Magen-/Darmprobleme auf die Hitze zurück. Leichte Erkältungserscheinungen, resultierend aus dem Besuch überklimatisierter Räume (Kinos, Supermärkte), vielleicht auch ventilatorwindbedingte Faktoren, habe ich auch festgestellt. 


>Schatten-Werte in der Kölner Südstadt<

Gegangen: 49.600 Schritte/Woche (4.700 – 13.000 Schritte/Tag). Hitzebedingt ziemlich wenig. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: sehr heiße Woche mit einigen Außen-Aktivitäten.

Im Kino: Backrooms

Der Film des US-amerikanischen Regisseurs Kane Parsons ist neben „Obsessions“ der zweite Horrorfilm, der viele Kinobesucher angezogen hat und ein großer Erfolg wurde. Beide Horrorfilme haben eine erfolgreiche youtube-Projekt-Vorgeschichte. 

Schauspielerisch kann der Film nicht so ganz mithalten mit „Obsessions“, aber mich interessierte diese Backrooms-Story mehr. In einem Möbelgeschäft macht der Betreiber im Keller eine Entdeckung. Er sieht einen angedeuteten Riss in einer Wand und kann dort durch die Wand gehen. Er kommt in gelbe Flure und gelbe Räume, die wie eine unterirdische Fortsetzung des Möbelgeschäfts wirken. Es sind keine Verkaufsräume, sie sind oft weitgehend leer, aber es findet sich dort manchmal auch Möbel-Sperrmüll. Und die Räume und Flure setzen sich endlos fort. Auch gibt es tiefe Schächte, die in weitere Etagen dieser Parallelwelt führen. 

Der Protagonist entschließt sich, ein befreundetes Pärchen zwecks Erkundung und kameratechnischer Dokumentation hinzuziehen. Diese Expedition endet unglücklich, denn es gibt menschen-/marionetten-/mumienähnliche Monster, und sie sind im Labyrinth gefangen. 

Die Psychotherapeutin des Protagonisten, der er von diesen Räumen erzählt hat, macht sich auf zum Möbelzentrum, nachdem sie die Nachricht bekommen hat, dass er nicht zu weiteren Sitzungen erscheinen würde. Doch es ist eine Falle. 

Ängste und Emotionen, die starr geglaubte Erinnerungen anpassen und umbauen, verschmelzen mit dem liminalen Schrecken. Die Architektur im fragilen Inneren wirkt sich unmittelbar auf die wandlungsfähige Umgebung aus“, meint filmfutter.

Die surreale visuell-akustische Umsetzung ist schon beeindruckend. Für Lost-Places- und Parallelwelten-Anhänger dürfte der Film ein "must see" sein.

Samstag, 27. Juni 2026

Im Kino: Obsessions – Du sollst mich lieben

Curry Barker's Horrorfilm ist einer von zwei US-amerikanischen Horrorfilmen, die schon jetzt weltweit sehr erfolgreich gelaufen sind. Auch das OFF-Kino hier in Köln war gestern gut besucht, ist aber wegen Erkältungsgefahr (23-24 Grad) nicht unbedingt zu empfehlen. 

Der Film handelt von einem jungen, schüchternen Mann, der in einem Musikladen jobt und in seine Arbeitskollegin dort verknallt ist, es ihr aber nicht zu beichten getraut. In einem Esoterikladen, in dem er ein Geschenk sucht, kauft er ein „handelsübliches“ ordentlich verpacktes Objekt (Weidenzweig) mit Bedienungsanleitung und Sicherheitshinweis, das damit wirbt, dass man einen Wunsch äußern kann, wenn man es zerbricht. In verzweifelter Lage wünscht er sich schließlich, dass seine Angebetete ihn mehr als alles andere auf der Welt lieben soll. 

Soweit ist die Story in der phantastischen Literatur und im Film schon seit Langem in zahlreichen Variationen wohlbekannt. Auch dass diese Wünsche sich erfüllen, aber ein fatales Ende nehmen. So auch hier. 

Aber es kommt auf die Umsetzung im Detail an, besonders im Film. Und dieser Film ist schon sehr stimmig im Setting, in seiner Ausstrahlung, in der Geräuschkulisse und im Handeln der Personen (ohne dümmliche Protagonist:innen). Von daher ist der Erfolg nachvollziehbar, auch wenn andere gute, günstig produzierte Filme häufig keinen Erfolg haben. 

Der Film erinnert mich manchmal an „Der Exorzist“, obwohl das Setting ein ganz Anderes ist und auch überhaupt keine Religion hier eine Rolle spielt. Aber ein Dämon übernimmt die Frau bzw. ihr Gehirn und kann sich meistens ihr gegenüber durchsetzen, unterdrückt ihr Ich. Und als Folge möchte die Frau, der Dämon nur noch mit dem Mann zusammen sein, am liebsten 24 Stunden am Tag.

Nach kino-zeitsetzt das Werk auf eine Atmosphäre, die uns ab einem gewissen Punkt stets das Schlimmste befürchten lässt – womit wir dann erschreckend oft richtig liegen .... absolutes Grusel-Gold“. 

Eine Empfehlung gibt’s meinerseits, aber seid gewarnt, der Film ist schon „krass“ mit Blick auf einige Gewaltszenen und einige unheimliche Szenen.

Donnerstag, 25. Juni 2026

Im Kino: The Love That Remains

Wie z. B. bei epd-film nachzulesen ist, ist Hlynur Pálmason's Film „eine träumerisch-surreale Betrachtung einer zerbrochenen Elternbeziehung vor der malerischen Kulisse Islands“. 

Die Frau ist frei schaffende Künstlerin, macht Metall-Schrott-Kunst auf offenem Feld, kann damit aber nicht finanziell reüssieren. Bei ihr in einem Haus nahe dem Meer leben ihre drei Kinder, ein Hund, und es gibt einen Hühnerstall. Ihr Mann arbeitet hingegen auf einem Fischkutter, ist schon mal längere Zeit weg. Sie leben getrennt, aber der Mann kommt öfter zu Besuch, um sie und seine Kinder zu sehen. 

Der Film zeigt einerseits Alltagsleben, vom Fischfang bis zur Kunstwerkerstellung. Andererseits werden einschneidende Begebenheiten insbesondere der Kinder, die von diesen in Träumen verarbeitet werden, surreal in Szene gesetzt. 

Beispielsweise üben die Kinder oft mit Pfeil und Bogen und haben eine ritterähnliche Attrappe gebaut, auf die sie schießen, jedoch schießt der eine Bruder den anderen Bruder an, was einen Notfall-Besuch im Krankenhaus zur Folge hat, und später wird die mit Pfeilen gespickte Ritterattrappe lebendig. Oder ein großer Hahn, der zuvor vom Vater erschlagen worden war (wie er der Tochter gestehen musste), zerrt nachts den Vater aus dem Bett. 

Insgesamt wirkt der Film vielleicht etwas ziellos (wie das Leben auch schon mal sein kann), konventionell inszeniert und viele Kurzszenen sind eventuell auch überflüssig, weil sie nirgendwo hinführen; dennoch aus meiner Sicht ein passabler Film, eben auch, weil er Eindrücke vom Leben auf Island vermittelt.

Mittwoch, 24. Juni 2026

Im Kino: The Death of Robin Hood

Michael Sarnoski's Film kommt als brutal-empathisches, im 13. Jahrhundert angesiedeltes Werk daher, das die letzten Monate des Volkshelden visualisiert. 

Zunächst lebt Robin Hood (Hugh Jackman) allein in karger Berglandschaft (gedreht in Irland). Besuch von Fremden macht ihn misstrauisch, denn meist hat es dieser Besuch auf sein Leben abgesehen, Blutrache oft als Motiv. 

Er trifft dann einen seiner alten Gefährten (Bill Skarsgård), der eine Rechnung begleichen, Frau und Tochter zurückgewinnen will. Schwer verletzt in dem Gemetzel um den von ihnen angegriffenen Hof wird der Protagonist von seinem Gefährten per Lastkarren und Boot auf eine landnahe Klosterinsel gebracht und von der schönen Priorin (Jodie Comer) gepflegt. 

Später soll er im Klostergarten mithelfen, und er kümmert sich um die im Kampf befreite, traumatisierte Tochter seines Gefährten, der bald an Lepra stirbt, ihm aber vorher noch ein düsteres Detail aus dem Leben der Priorin erzählt, in das er verwickelt ist. Es gibt hier berührende Szenen. Später, nachdem er ihr seine Missetaten gebeichtet hat, wird ihn die Priorin auf eigenen Wunsch töten. 

Robin Hood, dessen Existenz historisch nicht verbürgt ist, wurde schon im 15. Jahrhundert als „berühmter Mörder“ bezeichnet. Deshalb ist auch eine finstere Interpretation seiner Figur erlaubt. Darum geht es in diesem Film jedoch auch, Gnade, Sühne für seine gewalttätigen Missetaten. 

Der Film gefiel atmosphärisch und in seinen Settings ganz gut. Eine gute Kritik ist beispielsweise bei artechock zu finden.

Montag, 22. Juni 2026

Meine Woche (KW 25/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City, Relaxing am Poller Rheinufer, gewandert in der Eifel bei Hillesheim (Bericht), mit Ex-Arbeitskollegin Tanja im My-Da-Garden und im Stadtgarten gewesen, dort schweres Gewitter erlebt. 


>Neulich am Friesenplatz, Köln-City<

Gesehen: Landschaft in der Eifel. Mitunter WM-Fußball geguckt. 

Gelesen: beendet Stephen King's Roman „Schwarz. Der dunkle Turm (I)“, beendet Franka Potente's Story-Sammlung „Zehn“ (Bericht), in N. K. Jemesin's Roman „Zerrissene Erde“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gefunden in einem Public Bookcase: Amitav Gosh's Roman „Das mohnrote Meer“. 

Gegessen: Highlight „Coco-Mango mit Duftreis, gebratenem Huhn, Paprika, Brokkoli, Bohnen, Pak Choi, Zucchini und Kokos-Curry-Mango“ (My Da-Garden, Friesenplatz). 

Getrunken: Kaffee, Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dose, Saigon Bier (My-Da-Garden), Weizenbier (Stadtgarten, Torburg), Kettenfett (Lakritz-Likör). 

Gehört: Musikkonserven von Lacrimosa, L'Ame Immortelle, P. J. Harvey, Poems For Laila sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: ganz gut. Aber die Temperaturen liegen am Ende der Woche schon mal bei 28 Grad in der Wohnung. 

Gegangen: 60.600 Schritte/Woche (4.200 – 24.300 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: ziemlich heiße Woche mit einigen Aktivitäten.

Donnerstag, 18. Juni 2026

Hitzewelle


Den Kölnern stehen harte Zeiten bevor. Das sagt jedenfalls die Wetter-Online-Prognose von heute.

Die ersten zwei Hitzetage, beginnend heute, sind ja noch kein Problem, aber danach beginnt sich das Außenwetter negativ in der Wohnung bemerkbar zu machen. 

Und im Übrigen möchte ich anmerken, dass die Flugzeuge, die nachts am Airport Köln/Bonn starten gefühlt immer mehr werden, so dass das Schlafen bei offenem Fenster zwar für etwas Abkühlung sorgen mag, aber nicht für einen ruhigen Schlaf.

Aus meiner Sicht ist das ein langjähriges Politik- bzw. Regierungsversagen, wenn in der Nähe einer Millionenstadt Nachtflüge erlaubt werden bzw. die Genehmigung nicht zurückgenommen wird.    

Seien wir mal realistisch, wem dieser nächtliche Lärm nicht passt, muss wegziehen. 

Bücherwelten: Stephen King's Roman „Schwarz. Der dunkle Turm (I)“

Stephen King, der mittlerweile auch schon 78 Jahre alt ist, begleitet mich von Zeit zu Zeit durchs Leben, allerdings war das noch nicht in meiner Jugendzeit so, denn sowohl mein Kinobesuch des Films „Carrie“ als auch die Übersetzung dieses ersten Stephen-King-Romans ins Deutsche erfolgten erst 1977. 

Der Roman „Schwarz“, im Original 1982 erschienen, bildet den Auftakt des 8-bändigen Dunklen-Turm-Zyklus, dessen Vollendung 30 Jahre dauerte und die ein zentrales Werk in Stephen King's Schaffen ist. Ich wollte ihn schon seit längerer Zeit mal lesen, und überhaupt ist es 25 Jahre her, dass ich jetzt mal wieder einen Stephen-King-Roman las. 

Das Buch ist der Dark Fantasy zuzuordnen. Die Rahmenhandlung ist noch einfach: vermutlich einige Jahrhunderte in der Zukunft, wahrscheinlich in einer Parallelwelt, folgt ein Revolvermann einem Mann in Schwarz durch eine karge postapokalyptische Landschaft, um etwas über einen dunklen Turm in Erfahrung zu bringen. Er begegnet anderen Personen, bei denen er einige Tage unterkommt oder mit denen er dann zeitweilig unterwegs ist, am Ende begegnet er auch dem Mann in Schwarz. 

Darüber hinaus wird es dann allerdings schwierig, der Geschichte zu folgen, weil die Zusammenhänge und die Vergangenheit nur bruchstückhaft offenbart werden und das Zeitgefüge der Welt eventuell defekt ist. Einige Szenen spielen in der "mittelalterlichen" Vergangenheit des Revolvermanns, die er den anderen Figuren bruchstückhaft in Gesprächen offenbart. Seine Gesprächspartner haben ihrerseits flashbackartig auftretende Erinnerungsfetzen, die weder sie selbst noch der Revolvermann verstehen. Wurden sie in eine Parallelwelt geschleudert? 

Unterwegs begegnen sie auch Dämonen. Gegen Ende spielt der Roman tagelang in einem langen unterirdischen Tunnel oder Bergwerk, in dem jedenfalls sowohl ein Fluss als auch verrottende Schienen verlaufen und wo Mutanten leben. Am Ausgang wartet der Mann in Schwarz. Sie sprechen über dunkle Mächte und das Universum. 

Ein interessantes Buch. Band 2 werde ich wahrscheinlich auch noch bei Gelegenheit lesen (als e-book), aber die Bände gibt es auch noch als Papierexemplare zu kaufen.

Montag, 15. Juni 2026

Meine Woche (KW 24/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City, Spaziergang in Essen-Kettwig bei Regengefahr und in Mülheim an der Ruhr, Kölsch trinken in der Braustelle zu nächtlicher Stunde mit dem Ex-Studienkollegen Jürgen. 

Gesehen: ein paar neue Orte. Mitunter WM-Fußball geguckt. 


>Wasserkraftwerk Kahlenberg, Mülheim/Ruhr<

Gelesen: beendet Emi Yagi's Roman „Frau Shibatas geniale Idee“ (Bericht), begonnen Stephen King's Roman „Schwarz. Der dunkle Turm (I)“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Geschockt/geschlaucht: Smartphone nach Mitternacht in der Stadt nach Kneipenbesuch verloren/wiedergefunden. Ich habe in der Straßenbahn auf dem Ring die ganze Zeit das Smartphone gesucht. Zu Hause konnte ich es orten und direkt sperren, da ich zwei Smartphones habe, die sich kennen. Die Google-Maps-Karte zeigte den Ort: „Nahe Mango/Klapsmühle, Hohenzollernring“. Ich wusste genau, was ich dort machte, nämlich an eine Platane pinkeln. So ein Mist, dachte ich, aber die Chancen standen theoretisch gut, es dort wiederzufinden. Nur, es war 01:00 Uhr, der Ort einige Kilometer entfernt, es fuhr keine Bahn mehr, und es regnete. So machte ich mich zu Fuß auf und fand das Smartphone tatsächlich nach längerer nerviger Suche. Ich hatte sogar eine Taschenlampe eingesteckt. Das Problem war, dass ich mir vor Ort gar nicht mehr so sicher sicher war, welche Platane es genau war, die Lichtverhältnisse waren mäßig und wie sich zeigte, stimmte die angezeigte Position auch nicht genau genug. Der Fundort war etwa 35 m entfernt, aber es war eine Platane. Der Vorgang zeigte mir wieder mal, dass man machen kann, was man will, um etwas sicher am Körper zu tragen, es nützt nicht unbedingt, wenn man wie in diesem Fall vergißt, den Reisverschluss der Jackentasche zuzuziehen. Ich versuche da immer drauf zu achten, aber es funktioniert einfach nicht hundertprozentig. Ich war erst wieder gegen 03.30 zu Hause, und hatte da schon über 10.000 Schritte in den frühen Morgenstunden absolviert. 

Gefunden in einem Public Bookcase: Franka Potente's Story-Sammlung „Zehn“. 

Gegessen: nach der Kettwig-Tour hatte ich abends so großen Hunger, dass ich im Hauptbahnhof Köln im Asiagourmet einkehrte und erst mal Hähnchen mit gebratenen Nudeln in einer Orangensauce aß. Im Grunde sind mir solche Aktionen zu teuer, es kostete immerhin 12.50 €, aber ab und zu muss es einfach sein. 

Getrunken: Kaffee, Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Kölsch. 

Gehört: Musikkonserven von Labradford, Lacrimosa, Lady Besery's Garden, Pixel, P. J. Harvey, sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: hält sich in Grenzen, aber besser motiviert. 

Gegangen: 63.400 Schritte/Woche (5.000 – 15.200 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: relativ ereignisarme, kühlere Woche mit häufiger mal etwas Regen.

Sound-Welten (05/2026)

In dieser Prüfrunde sind aus meiner Sicht „Die Nerven“ am interessantesten. 

Anna von Hausswolff. Alben: Dead Magic (2017) // Iconoclasts (2025). Viertes und sechstes Studio-Album einer schwedischen Organistin und Chanteuse, die mit ihren düster-sakralen Bombastwerken und ihrem Album „Dead Magic“ auch im deutsprachigen Raum bekannt wurde. Sie tritt gerne in Kirchen auf, wurde nach Protesten wegen Satanismusnähe ihrer Musik aber auch schon ausgeladen. Ich selbst empfinde ihe Musik überwiegend als „schwer verdaulich“, mitunter ist sie aber interessant. SHR: 765 T – 4.500 T // 155 T – 1.833 T. WD: 24/day. 

Brunhilde. Erstmals geprüft. Alben: To Cut A Long Story Short (2020) // Twenty Seven (2022). Drittes und viertes Album einer deutschen Hardrock-Band mit Lady am Micro. Überwiegend Straight-On-Rock, kann aber auch Balladen. Kann man streckenweise anhören. SHR: 4 T – 228 T // 3 T – 20 T. WD: 32/day. 

Chantal Acda. Erstmals geprüft. Alben: Saturday Moon (2021) // The Whale (2025). Etwa achtes und neuntes Studio-Solo-Album einer niederländischen Singer-/Songwriterin und Fusionmusikerin. Sound und Voice finde ich ganz angenehm, doch irgendwo fehlt mir ein „Ohrwurm“. Manchmal balladesk, selten auch mal rau. SHR: 11 T – 54 T // 6 T – 29 T. WD: 1/day.  

Die Nerven. Alben: Fake (2018) // Live im Elfenbeinturm (2025). Viertes Studio- und zweites Live-Abum einer deutschen Postpunk-/Indie-Band. Ich war nie Punk-Rock-Fan im engeren Sinne, gleichwohl ist diese Band interessant, auch weil sie Songs mit Passagen zwischen melodisch-leise mit entsprechenden ruhig-melancholischen Gesang und typischen Punk komponieren kann. Außerdem können die Songs zumindest auf dem Live-Album schon mal 9 min. lang sein. Noise-Orgien gibt es vereinzelt auch. Natürlich wird auf Deutsch gesungen. Es wird trotzdem keine Lieblingsband von mir. SHR: 111 T – 1.222 T // 4 T – 14 T. WD: 27/day.  

Edenbridge. Erstmals geprüft. Alben: The Great Momentum (2017) // Set the Dark on Fire (2026). Neuntes/zwölftes Studio-Album einer österreichischen Symphonic-Metal-Band mit Lady am Micro, die seit gut 25 Jahren aktiv ist. Mir fehlt die innere Überzeugung für diesen pompösen Metal. SHR: 45 T – 382 T // 7 T – 218 T. WD: 12/day.  

Firewire. Erstmals geprüft. Album: A Tribute to the Manzini (2004). News from the Past. Wahrscheinlich handelte es sich um ein deutsches Duo und um ein Einzelwerk. Deskriptiv soll es sich um eine „Art elektronischer, dekonstruierter Soul-Musik“ handeln, mit Acid wie Hiphop wie Ambient-Einflüssen. Kann man anhören. Längst vergessen, obwohl man sogar die CD noch kaufen könnte. SHR: 1 T. WD: n.v.  

Gazpacho. Album: Magic 8-Ball (2025). Mittlerweile zwölftes Studio-Album dieser norwegischen Neo-Prog-Band. Ich kaufte einige Alben von ihnen, aber das ist auch schon wieder 10 Jahre und länger her. Ihr Schaffen überzeugt mich nicht immer. Auch auf diesem Album dominiert aus meiner Sicht oftmals gepflegte sentimentale Langeweile. SHR: 48 T – 128 T. WD: 8/day.  

Heather Nova. Alben: Pearl (2019) // Breath And Air (2025). Die Lady von den Bermudas ist auch noch aktiv. Ich kaufte einige Alben von ihr, aber das ist sogar schon mehr als 20 Jahre her. Ihre große Glanzzeit ist zwar vorbei, aber sie hält sich noch ganz gut in den deutschen Charts mit Erfolgen um Platz 20 in den letzten Jahren. Ihren ruhigen Folkpop kann ich immer noch ganz gut anhören, auch wenn ich schon lange nicht mehr das Bedürfnis verspüre, ihre neueren Alben öfter goutieren bzw. haben zu müssen. Letztendlich ist ihr Stil zu mainstreamig. Interessant ist, dass sie im englischen Sprachraum nie wirklich landen konnte. SHR: 116 T – 949 T // 45 T – 360 T. WD: 48/day.  

Iotunn. Erstmals geprüft. Album: Kinship (2024). Zweites, viel gelobtes Album einer dänisch-faröischen Progressive-Metal-Band. Ein melodisch-düsteres Album mit sehr ruhigen, aber auch brutalen Passagen und mit einigen längeren Songs jenseits der 10-min-Marke. Es gibt auch Growls, und natürlich wird das Genre stilistisch nicht neu erfunden. SHR: 178 T – 433 T. WD: 26/day. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im westlich geprägten Kulturkreis. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum.  

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.

Sonntag, 7. Juni 2026

Meine Woche (KW 23/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt, Spaziergänge in Bad Godesberg, Duisburg und in Neuss bei Regengefahr. 

Gesehen: andere Orte, aber nur Neuss war wirklich neu für mich. 


>Gestern am Innenhafen, Duisburg. Das hohe Speichergebäude ist Teil des Landesarchivs NRW<

Gelesen: beendet George R. R. Martin's Erzählungsband „Traumlieder II“, in Emi Yagi's Roman „Frau Shibatas geniale Idee“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: Standard-Kost, zu der im Sommer auch mal Cornflakes mit Milch gehören. 

Getrunken: Kaffee, Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dose. 

Gehört: Musikkonserven von Kutna Hora, Pelander, sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: hält sich in Grenzen, aber besser motiviert. 

Gegangen: 58.500 Schritte/Woche (4.800 – 14.900 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: ereignisarme, kühlere Woche mit häufiger mal etwas Regen.

Bücherwelten: George R. R. Martin's Erzählungsband „Traumlieder II“

Dieser US-amerikanische Autor wird seit 1974 mit amerikanischen Preisen überhäuft, zunächst nur für kürzere Werke, doch 1996 erhielt er den Locus-Award für das dicke Werk „A Game of Thrones“, das 5 Folgebände erhielt, die zumeist ebenfalls preisgekrönt wurden. Das gipfelte dann 2012 im World Fantasy Award für sein Lebenswerk und 2011 – 2019 in der Verfilmung als Serie in 8 Staffeln. Deshalb dürfte der Autor heute der bekannteste noch lebende Fantasy-Autor sein. 

Der jetzt endlich von mir gelesene, dicke Band mit kürzeren Werken erschien schon in 2003, wurde hierzulande aber erst 2015 veröffentlicht. Und den ersten Band las ich daher auch schon vor 10 Jahren. 

Der Band zeigt, dass der Autor auch im SF- und Horror-Bereich aktiv war. Am besten gefielen mir allerdings die beiden sentimentalen Fantasy-Geschichten „Die einsamen Lieder Laren Dorrs“ (1976) und „Der Eisdrache“ (1980).

Ich kenne den Autor schon lange. 1989 las ich seinen 1983 veröffentlichten Phantastik-Roman "Armageddon Rock".

Montag, 1. Juni 2026

Meine Woche (KW 22/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt/City, Spaziergang im Äußeren Grüngürtel und Relaxing am Poller Rheinufer, Blumen gießen und Spaziergang beim Bruder in Klettenberg. 


>Bootsverleih, Haus am See, Decksteiner Weiher, Köln<

Gesehen: meine Innenhof-Fledermäuse fliegen wieder in der Dämmerung. Ich habe 3, wahrscheinlich sogar 4 gezählt und sie erstmals gefilmt. 

Gelesen: in George R. R. Martin's Erzählungsband „Traumlieder II“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, in der Geographischen Rundschau. 

Gegessen: vermutlich war ein halbes Brathähnchen, gekauft am Chlodwigplatz, das Highlight. 

Getrunken: Kaffee, Wasser mit Multivitamin-/Mineralstoff-Tabletten, Weizenbier (Torburg/Südstadt), Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dosen. 

Gehört: Musikkonserven von Kutna Hora, Laibach, Paolo Fresu, Richard Galliano & Jan Lundgren, sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: hält sich in Grenzen, besorgt, unmotiviert. 

Gegangen: 56.000 Schritte/Woche (5.800 – 12.300 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: schöne warme, ereignisarme Woche.

Montag, 25. Mai 2026

Meine Woche (KW 21/2026)

Gemacht: Einkäufe und Spaziergänge in der Südstadt, Spaziergänge und Relaxing am Deutzer/Poller Rheinufer, mit meinem Ex-Studienkollegen Jürgen zum Kölsch-Umtrunk in der Braustelle (Ehrenfeld) gewesen. 


>Im Volksgarten, Köln-Südstadt<

Gesehen: im Kino „Paris Murder Mystery“, „Rose“. 

Gelesen: beendet Nils Westerboer's Roman „Lyneham", begonnen George R. R. Martin's Erzählungsband „Traumlieder II“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, in der Geographischen Rundschau. 

Gegessen: Spargel mit Kochschinken ist gerade saisonbedingt bei mir häufiger auf der Speisekarte. 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dosen, Kölsch (Braustelle). 

Gehört: Musikkonserven von Krakow Loves Adana, Kristin Hersh, Die Krupps, Nightwish, Olivia Trummer. 

Gefühlt: ganz gut, weil der Sommer in Köln eingekehrt ist. 

Gegangen: 54.000 Schritte/Woche (3.200 – 12.500 Schritte/Tag).  

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: eine relaxte Woche.