In dieser Prüfrunde konnte mich keines der geprüften Alben wirklich überzeugen. Bei einigen Alben kann man aber den gewollt unkommerziellen Sound beklatschen, für den es heutzutage leider jedoch kaum noch Zuhörer gibt.
AB Syndrom. Erstmals geprüft. Album: Plastik (2018). Drittes von heute vermutlich sechs Studio-Alben einer Berliner Combo. Vom musikexpress „an Post-Dubstep und Indietronica geschulte Musik“ bezeichnet. „Zwischen … sprechgesungenen Texten … und dem verschleppten Elektrosound ... entsteht ein waberndes, schwingendes Feld der postdigitalen Stimmungen“. Diese Soundstrukturen sind mir doch zu simpel gestrickt. SHR: 22 T – 371 T. WD: n.v.
Bad Cop/Bad Cop. Erstmals geprüft. Alben: Warriors (2017) // Lighten Up (2025). Das zweite und vierte Studio-Album einer US-amerikanischen Lady-Punk-Rock-Band. Stilistische Unterschiede zwischen den Alben sind bei flüchtiger Hörprobe eher schwierig zu erkennen, kloppen meist straight drauflos. SHR: 260 T – 3.515 T // 13 T – 119 T. WD: 18/day.
Carla Bozulich. Album: Quieter (2018). Etwa sechstes und bis dato letztes Solo-Studio-Werk der US-Amerikanerin. Sie war auch Kopf und Sängerin der nicht mehr als existent anzusehenden Band Evangelista. Ihr Album ist düster-experimenteller Underground mit oft schrägen, sägenden Tönen, sie kann aber auch Melodien. Interessant, nicht leicht verdaulich, erinnert mich manchmal an Jarboe. In Deutschland wohl bestenfalls Insidern bekannt. SHR: 9 T – 47 T. WD: n.v.
Death Machine. Erstmals geprüft. Album: Dawning Eyes (2025). Viertes Studio-Album einer dänischen Band. „Seit Jahren ein verlässlicher Garant für einen Stilmix aus Folk, Pop, Indie und Prog, der viele bekannte Größen der Siebziger zitiert, gleichzeitig aber auch neue Wege beschreitet“, meint powermetal. Ist nicht mein Ding, zu softig-poppig. SHR: 2 T – 29 T. WD: n.v.
Elifantree. Erstmals geprüft. Alben: Blood Moon (2019), Hachi (2021). Sechstes und siebtes, bis dato letztes Studio-Album einer finnischen Band mit Lady am Micro, deren Sound mit Genres wie Jazz, Pop, Elektronik und experimenteller Musik assoziiert wird. Auf diesen Alben dominieren jazz-voice-experimentelle Klangstrukturen, denen man häufig, aber nicht immer, songdienlich-melodische Elemente oder Rhythmik absprechen kann. Diese Musik, tendenziell oft minimalistisch, ist ziemlich eigenwillig, in einzelnen Songs aber auch nervig. In Deutschland nur einer eingeweihten Hörerschaft bekannt. SHR: 1 T – 10 T // 1 T – 26 T. WD: n.v.
Fuchs. Album: Too Much Too Many (2023). Viertes von fünf Alben eines deutschen Progressive-Rock-Musikers. Melodischer Sound, Melodic Prog eben. Die Songs können schon mal die 10-min-Marke überschreiten. „Hin und wieder etwas langatmig“, meinen die babyblauen-seiten. Stilistisch ist mir das Werk zu konservativ und die Voices sagen mir nicht zu. SHR: 1 T – 3 T. WD: n.v.
Garbage. Alben: No Gods No Masters (2021) // Let All That We Imagine Be The Light (2025). Die britisch/US-amerikanische Band mit ihrer Lady am Micro gefiel mir vor allem am Anfang ihrer Karriere, ich kaufte in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ihre beiden ersten Alben. Mittlerweile sind sie bei den Alben No. 7 und 8 angekommen. Es ist eine auch heute noch relativ melodische Rockband mit gesunder Härte. Ansprechend, für mich aber nicht zwingend. In die Top 20 haben es bisher alle ihre Alben irgendwo (nicht zwingend in Deutschland) geschafft. Auf dem ruppigeren 2021er-Album konnte der Patti-Smith-Klassiker „Because the Night“ viele Hörer gewinnen. SHR: 327 T – 3.114 T // 200 T – 1.259 T. WD: 93/day.
Harald Grosskopf & Ümit Han. Album: Magnetfeld (2025). Als Schlagzeuger und Keyboarder ist der Mann seit 1971 an zahlreichen Projekten und Bands beteiligt gewesen. Dies hier ist jedoch auch das neunte Album unter seinem Namen. Ich bezeichne es hier der Einfachheit halber als Tangerine-Dream-Stil, lange, durch Syntheziser und Rhythmusmaschinen getragene Kompositonen. Mir ist diese Instrumental-Musik jedoch zu einlullend „stromlinienförmig“ ohne irgendwelche besonderen Höhepunkte. SHR: 1 T – 3 T. WD: 22/day.
Inezona. Erstmals geprüft. Album: Heartbeat (2023). Dieses dritte Album einer Schweizer Band mit Lady am Micro hat rocktimes treffend einem Stilmix aus Dark Americana, Desert Pop und New Age zugeordnet. Nicht jeder Song überzeugt mich, einige können aber punkten. SHR: 1 T – 7 T. WD: n.v.
SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im westlich geprägten Kulturkreis.
WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.
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