Freitag, 23. Januar 2026

Im Kino: Silent Friend

Ildikó Enyedi's Film spielt im Botanischen Garten von Marburg und kreist um einen alten Gingko-Baum. Erzählt werden drei Episoden, die in den Jahren 1908/1972/2020 spielen. 

Der Film hat durch seine langsame Erzählweise, seinem Soundtrack und in vielen Bildern einen mystisch-meditativen Touch. Man sieht viele Tiere und Pflanzen, erhält fragmentarische Einblicke über die erste zugelassene Studentin der Uni Marburg im Jahr 1908, die sich für Pflanzen interessierte und eine fotografische Ausbildung machte, über eine Studentin, die im Jahr 1972 das geheime Leben ihrer Geranie erforschte und im Garten mit anderen Hasch rauchte sowie über einen Gastprofessor aus Hongkong, der die Gehirnaktivitäten von Babies erforscht und dann auch auf den Gingko-Baum aufmerksam wird und diesen verkabelt. 

Der Film ist lang und aus meiner Sicht auch langatmig erzählt. Sein Film "Körper und Seele" (2017) gefiel mir da deutlich besser. 

Man kann das wohl auch anders sehen, immerhin ist es nach dem Kölner Kritiker-Spiegel einer der fünf herausragenden Filme des Monats Januar. 

Es ist ein Kino der Wahrnehmung, das den Zuschauer nicht mit Handlung überfällt, sondern ihn einlädt, langsamer zu werden, genauer hinzusehen“, meint kino-zeit

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