Samstag, 11. Januar 2025

Filmkonserven: Jean Baptiste Andrea's „Dead End“

Dieser Phantastik-Film aus dem Jahr 2003 erzählt von einer Familie, die an Weihnachten nachts mit dem Auto unterwegs ist. Als der Vater eine Abkürzung nimmt und am Steuer einnickt, kommt es fast zu einem schweren Unfall. 

Das passiert nicht, jedoch kommen sie dennoch nirgendwo mehr an, und es gibt auch keine Abzweigungen von der Straße. 

Sie machen gelegentlich Pausen, und der Tod schlägt in Form einer schönen Frau und einer schwarzen unbeleuchtet fahrenden Limousine zu, in die die Protagonisten „hineingezogen“ werden. Irgendwann geht das Benzin aus. 

Dieser auch formal beachtliche Film hätte richtig gut sein können, wenn sich die Geschichte nicht als Traumsequenz entpuppen würde. 

Es gibt einen wikipedia-Eintrag zu diesem Film.

Freitag, 10. Januar 2025

Eine Wanderung in Köln von Worringen nach Merkenich

Am letzten Montag hatten wir in Köln einen 15-Grad-Tag. Gleichwohl kam nicht allzu viel Frühlingsstimmung auf dieser 12-km-Wanderung auf, denn der Himmel war ziemlich dunkel, ab und zu regnete es und zeitweise war es sehr windig.

Köln-Worringen ist als abgelegener, alter Vorort mit Dorfcharakter immer mal wieder einen Besuch Wert. Man kommt mit der S-Bahn an den Rand des Ortes. Nah bei liegt direkt der Krebelshof und eine alte Trafostation:

>In düsterem Licht<


>Am Krebelshof<


In Worringen gibt es neben der Kirche einige weitere alte sehenswerte Bauwerke, etwa diese ehemalige Hofanlage:


... oder das Schloss, heute Tagungsstätte:


... und alte marode, ehemalige Gasthöfe:


... sowie kleinbürgerlich-gewerbliche Baustrukturen:


Am anderen Ende von Worringen kommt man an die Rheinaue:


Ich bin auf dem Rheindamm mehrere Kilometer nach Langel gegangen:


Das Foto zeigt nicht, wie es wirklich war. Bei wetter-online stand etwas von Böen bis 60 km/h. Mitunter war es schwierig, geradeaus zu gehen, man dachte, fast abzuheben. Es regnete etwas, der Wind kam zum Glück von schräg-hinten.

Ich bin schon seit Jahren nicht mehr bei so viel Wind unterwegs gewesen. Keine Ahnung, ob die 60-km/h-Angabe überhaupt zutraf, ich hatte mir weniger Wind vorgestellt. 


Es wurde bald zu dunkel, um mit meinem Smartphone noch brauchbare Fotos machen zu können. Diesen Gasthof in Langel möchte ich aber noch zeigen:


Zur Endstation der Straßenbahn-Linie 12 in Merkenich (B) ist es noch etwas zu gehen, wie die Karte zeigt:


>Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot". 12 km, 60 Höhenmeter hoch, 70 Höhenmeter runter<

Dienstag, 7. Januar 2025

Filmkonserve: Max Färberböck's „Aimée & Jaguar“

Dieser Film aus dem Jahr 1999 gefällt mir im Grunde immer noch ganz gut, auch wenn ich ihn nie als Spitzenfilm gesehen habe. Erzählt wird hier von einer Clique zumeist lesbisch orientierter Frauen in Berlin während der Kriegsjahre 1943/44, die zudem zum Teil auch noch Jüdinnen sind. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Erica Fischer, das 1994 erschien und Recherchen zu historisch verbürgten Personen enthält. 

Der Film punktet mit den beiden Hauptdarstellerinnen Maria Schrader und Juliane Köhler, von denen letztere im Film als verheiratete Frau mit vier Kindern von ersterer verführt wird. Diese tragisch endende Liebesbeziehung zeichnet den Film mehr aus als das Kriegsgeschehen (Bombenhagel) und die Nazi-Bedrohung drumherum. Letztere wirken häufig nur als manchmal klischeebeladene Kulisse, von individueller Bedrohung oder gar Todesangst verspürt man atmosphärisch wenig im Film. Man gewinnt auch den Eindruck, dass vielleicht etwas zu viel im Film gefeiert wird. 

Die Soundtrack-Melodie des Films kann gefallen, hätte jedoch sparsamer eingesetzt werden sollen, da sie mitunter die Gespräche überlagert. 

Es gibt einen wikipedia-Beitrag zu diesem Film.

Montag, 6. Januar 2025

Meine Woche (KW 01/25)

Gemacht: eingekauft, Spaziergänge in der City und Südstadt sowie auf dem Südfriedhof. 


>Friedhofsmotiv Südfriedhof Zollstock. Es handelt sich um ein italienisches Gräberfeld, auf dem einzelne, alte Mammutbäume stehen<

Gesehen: Filmkonserven Shohei Imamura's „Der Aal“ (1997), Eran Riklis' „Lemon Tree“ (2008), Claude Lelouch's „Männer & Frauen“ (1996), Gary Ross' „Pleasantville“ (1999), Tobe Hooper's „Poltergeist“ (1982), Stanley Kubrick's „Uhrwerk Orange“ (1971), Philip Kaufman's „Die Wiege der Sonne“ (1993). 

Gelesen: beendet „Das Böse vor deiner Tür“ (Unheimliche Geschichten, Anthologie), in „Schaurige Nächte“ (Unheimliche Geschichten für den Winter, Anthologie), in Helge Timmerberg's „Tiger fressen keine Yogis“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gekauft: stoßfeste externe USB-C-Festplatte 2 TB von Lacie/Seagate bei Saturn (105 €). Dient der zusätzlichen Datensicherung. 

Gegessen: u.a. wieder Suppenhuhn mit viel Gemüse. 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Capucchino, Bananennektar. 

Gehört: Musikkonserven von Eloy, Ensemble Du Verre, Erik Truffaz, Esben And The Witch, Fairport Convention, Faun. 

Gegangen: durchschnittlich 6.700 Schritte/Tag (6.400 – 7.300). 

Gefühlt: ausgeglichen; mitunter Schulter-Schmerzen. 

Fazit: ruhige, ereignislose Woche bei durchwachsenem, mitunter kaltem oder nassem Wetter.

Samstag, 4. Januar 2025

Filmkonserve: Eran Riklis' „Lemon Tree“

Der in der Westbank/Israel spielende Film war einer meiner Spitzenfilme des Kinojahres 2008. Er handelt von einem Konflikt um eine Zitronenbaum-Plantage, der beginnt, als der israelische Verteidigungsminister und seine Frau unmittelbar am Rande der Plantage ein Haus beziehen. 

Der Sicherheitschef hält die Bäume für gefährlich, da sich trotz Wachturm und Zäunen in ihrer Deckung Terroristen anschleichen könnten. Also ergeht eine Verfügung des Militärs, wonach die Bäume in einem breiten Sicherheitsstreifen gefällt werden müssen. Die Besitzerin der Plantage ist Palästinenserin, holt sich Hilfe und geht bis zum obersten Gerichtshof in Klage. 

Der einfühlsam inszenierte Film versucht die Perspektiven beider Parteien einzunehmen, tendiert aber dennoch stark zur Position der Plantagenbesitzerin, während der Minister lediglich den Sicherheitsbedenken seiner Ratgeber folgt, obwohl er deren Chef ist und behauptet, auch gegen die Fällung der Bäume zu sein. 

Es gibt einen wikipedia-Beitrag zu diesem Film.