Sonntag, 25. Januar 2026

Home-Cinema - neuer DVD-/Blue-ray-Player

Mein Home-Cinema ist gut 20 Jahre alt und hat so seine Macken. In 02/2024 kaufte ich einen neuen Denon-AV-Receiver, nachdem sich das alte Gerät mit Brandgeruch selbst abschaltete. Der Denon-DVD-Player spinnt auch schon seit Jahren, weil er häufiger mal ausging, während die DVD-Lade einfährt - und danach schwer wieder in Gang zu bringen war. Obwohl das Gerät im Nov/Dez. des letzten Jahres bemerkenswert einwandfrei lief, ging es nun plötzlich bei meinen letzten Filmen mitten im Film aus – eine reichlich nervige Angelegenheit. 

Meine KI „ChatGPT“ vermutet einen typischen Altersdefekt im Netztteil mit gealterten Kondensatoren, so dass die Versorgungsspannungen instabil werden, der Player Unterspannung erkennt und dann eine Schutzabschaltung durchführt - und empfiehlt (ungefragt), das Gerät für geschätzt 80 – 150 € in einer Werkstatt reparieren zu lassen. Aber nö, das riskiere ich nicht bei einem im Juli 2005 für 279 € gekauften Gerät. 

Ich habe mir jetzt einen neuen DVD-/Blue-ray-Player von Panasonic für 249 € bei Saturn zugelegt, na klar, eine KI-Empfehlung: 



Allerdings wurde es noch deutlich teurer, da ich realisieren musste, noch einen HDMI-Splitter und 3 HDMI-Kabel zu benötigen, weil es von der KI die klare Empfehlung gab, meinen Beamer an die HDMI-Out-Buchse des Receivers anzuschließen. Vorher hing der Beamer am DVD-Player. 

Das Problem war, dass der Receiver nur eine solche HDMI-Out-Buchse hat, an der der TV hängt und dort auch angeschlossen werden soll. Deshalb musste ich erst noch einen Splitter beschaffen. Das Model, das ich bei Amazon geordert habe, ist ebenfalls eine KI-Empfehlung. 

Wie auch immer, heute gelang es mir nach einigen Schwierigkeiten, die Anlage wieder ans Laufen zu bekommen. KI hat geholfen, insbesondere mit dem Hinweis, den Beamer an OUT 1 des Splitters anzuschließen und den TV an OUT 2 des Splitters. Das hatte ich erst nicht gesehen/beachtet, hatte dann aber kein Bild am Beamer. Nach Erläuterungen der KI ist OUT 1 die EDID-Master-Buchse bei manchen Splittern und in diesem Fall die richtige Buchse für den Beamer. 

Der Film lief dann ganz gut durch. Positive/negative Veränderungen am Bild konnte ich erst einmal nicht feststellen. Eventuell sollte ich aber noch mal bei Gelegenheit schauen, ob ich verschiedene Einstellungen, die mir die KI für den Player und den Receiver ungefragt genannt hat, prüfen und optimieren kann. Das habe ich erst einmal nicht gemacht, weil es immer die Frage ist, wie und wo man die Einstellungen aufrufen kann.

Über den Austausch der Beamer-Lampe habe ich auch schon mit der KI "gesprochen". Aber dazu habe ich jetzt erst einmal keine Lust. Nun ja, die KI kennt die Komponenten meines Home-Cinemas jetzt schon sehr gut, das "Gespräch" kann ich auch in einigen Monaten fortsetzen.    

Freitag, 23. Januar 2026

Im Kino: Silent Friend

Ildikó Enyedi's Film spielt im Botanischen Garten von Marburg und kreist um einen alten Gingko-Baum. Erzählt werden drei Episoden, die in den Jahren 1908/1972/2020 spielen. 

Der Film hat durch seine langsame Erzählweise, seinem Soundtrack und in vielen Bildern einen mystisch-meditativen Touch. Man sieht viele Tiere und Pflanzen, erhält fragmentarische Einblicke über die erste zugelassene Studentin der Uni Marburg im Jahr 1908, die sich für Pflanzen interessierte und eine fotografische Ausbildung machte, über eine Studentin, die im Jahr 1972 das geheime Leben ihrer Geranie erforschte und im Garten mit anderen Hasch rauchte sowie über einen Gastprofessor aus Hongkong, der die Gehirnaktivitäten von Babies erforscht und dann auch auf den Gingko-Baum aufmerksam wird und diesen verkabelt. 

Der Film ist lang und aus meiner Sicht auch langatmig erzählt. Sein Film "Körper und Seele" (2017) gefiel mir da deutlich besser. 

Man kann das wohl auch anders sehen, immerhin ist es nach dem Kölner Kritiker-Spiegel einer der fünf herausragenden Filme des Monats Januar. 

Es ist ein Kino der Wahrnehmung, das den Zuschauer nicht mit Handlung überfällt, sondern ihn einlädt, langsamer zu werden, genauer hinzusehen“, meint kino-zeit

Montag, 19. Januar 2026

Meine Woche (KW 02/2026)

Gemacht: eingekauft, Termin bei meiner Zahnärztin absolviert, Spaziergänge in der Südstadt/Nordstadt, Kinobesuch, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, gewandert bei Euskirchen (Bericht). 

Gedacht: der Grönland-Konflikt zeigt mir mal wieder, dass einige Entscheidungsträger nicht mehr richtig ticken, wozu auch die Entscheidung gehört, ein paar Soldaten auf eine kurze „Erkundungsmission“ dorthin zu schicken. 

Gesehen: im Kino „Therapie für Wikinger“ sowie meine älteren Filmkonserven „Lust auf Anderes“ (2000), „Cargo“ (2006), „Alles für meinen Vater“ (2008), „Affären A La Carte“ (2009). 


>Ein Motiv aus der Kyllstraße, Köln-Südstadt<

Geärgert: das Ansehen weiterer DVD's scheiterte an meinem über 20 Jahre alten Denon-DVD-Player, der in den letzten Tagen auch schon ein paar mal mitten im Film ausging. Ich werde ihn jetzt als endgültig defekt ausmustern und durch einen Panasonic-DVD/Blue-Ray-Player ersetzen. Außerdem hat gestern meine Glühbirne in der Deckenlampe der Küche ihren Geist aufgegeben. 

Gelesen: in Tschingis Aitmatow's Novellen „Scheckiger Hund, der am Meer entlang läuft // Frühe Kraniche“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: nix Besonderes, aber manchmal gab's gemanschte Banane mit halber ausgepresster Zitrone und 5-Korn-Bio-Basis-Müsli. So etwas Ähnliches gab es schon in meiner Kindheit, aber ich meine, mich zu erinnern, dass auch noch Traubenzuckerpulver rein kam. 

Getrunken: Kaffee, diversen Tee, Kölsch (Braustelle). 

Gehört: Musikkonserven von Jabba, Jack Bruce, Jane Weaver, Jan Garbarek Group, Mamiffer und einige Alben bei spotify geprüft. 

Gegangen: 56.900 Schritte/Woche (3.400 – 17.500 Schritte/Tag). 

Gefühlt: manchmal ganz gut. 

Fazit: passable Woche mit ein paar überdurchschnittlich warmen Januartagen bis 11 Grad.

Sonntag, 18. Januar 2026

Ein Schritteziel?

Ich habe beschlossen, meine Zielvorgabe von "> 6.000 Schritte täglich" zu ändern. Im letzten Jahr habe ich das sowieso nicht durchgängig geschafft.

Ich ändere das Ziel jetzt auf ">42.000  Schritte/Woche" und ">3.000 Schritte täglich". Deshalb muss ich beispielsweise heute nur > 3.000 Schritte laufen, da ich keine Lust habe auf 6.000 Schritte; dennoch bin ich in dieser Woche, immer gezählt von Montag bis Sonntag, schon über 56.000 Schritte gelaufen.

Im Prinzip denke ich, dass solche Ziele sowieso weder fundiert sinnvoll festgelegt noch ausreichend sind. Meine Schritte-App bezeichnet aber Tage < 3.000 Schritte als "Sofa-Tage". Sofa-Tage möchte ich nicht, wobei aber natürlich anzunehmen ist, dass die App auch die Schritte in der Wohnung zählt. Schritte in der Wohnung erfasse ich aber nur zu einem geringen Teil, da meine App auf dem Smartphone ist und ich dieses keineswegs immer von Raum zu Raum herumtrage.

Prinzipiell ist Bewegung draußen sinnvoll. Ich gehe davon aus, dass diese Aktivität mein Immunsystem stärkt und auch günstig für den Erhalt der Muskulatur ist. Auf der anderen Seite ist die Aktivität "Gehen" zu einseitig, bedient nur einige Muskeln und Sehnen ausreichend, andere aber fast gar nicht. "Gehen" allein reicht daher nicht, die Beweglichkeit zu erhalten. Aber auf andere Dinge, etwa Gymnastik oder Fitnessstudio oder Schwimmen, muss man erst einmal "Lust" verspüren.

Freitag, 16. Januar 2026

Sound-Welten (02/2026)

In dieser Prüfrunde konnte mich keines der geprüften Alben wirklich überzeugen. Bei einigen Alben kann man aber den gewollt unkommerziellen Sound beklatschen, für den es heutzutage leider jedoch kaum noch Zuhörer gibt. 

AB Syndrom. Erstmals geprüft. Album: Plastik (2018). Drittes von heute vermutlich sechs Studio-Alben einer Berliner Combo. Vom musikexpressan Post-Dubstep und Indietronica geschulte Musik“ bezeichnet. „Zwischen … sprechgesungenen Texten … und dem verschleppten Elektrosound ... entsteht ein waberndes, schwingendes Feld der postdigitalen Stimmungen“. Diese Soundstrukturen sind mir doch zu simpel gestrickt. SHR: 22 T – 371 T. WD: n.v. 

Bad Cop/Bad Cop. Erstmals geprüft. Alben: Warriors (2017) // Lighten Up (2025). Das zweite und vierte Studio-Album einer US-amerikanischen Lady-Punk-Rock-Band. Stilistische Unterschiede zwischen den Alben sind bei flüchtiger Hörprobe eher schwierig zu erkennen, kloppen meist straight drauflos. SHR: 260 T – 3.515 T // 13 T – 119 T. WD: 18/day. 

Carla Bozulich. Album: Quieter (2018). Etwa sechstes und bis dato letztes Solo-Studio-Werk der US-Amerikanerin. Sie war auch Kopf und Sängerin der nicht mehr als existent anzusehenden Band Evangelista. Ihr Album ist düster-experimenteller Underground mit oft schrägen, sägenden Tönen, sie kann aber auch Melodien. Interessant, nicht leicht verdaulich, erinnert mich manchmal an Jarboe. In Deutschland wohl bestenfalls Insidern bekannt. SHR: 9 T – 47 T. WD: n.v. 

Death Machine. Erstmals geprüft. Album: Dawning Eyes (2025). Viertes Studio-Album einer dänischen Band. „Seit Jahren ein verlässlicher Garant für einen Stilmix aus Folk, Pop, Indie und Prog, der viele bekannte Größen der Siebziger zitiert, gleichzeitig aber auch neue Wege beschreitet“, meint powermetal. Ist nicht mein Ding, zu softig-poppig. SHR: 2 T – 29 T. WD: n.v. 

Elifantree. Erstmals geprüft. Alben: Blood Moon (2019), Hachi (2021). Sechstes und siebtes, bis dato letztes Studio-Album einer finnischen Band mit Lady am Micro, deren Sound mit Genres wie Jazz, Pop, Elektronik und experimenteller Musik assoziiert wird. Auf diesen Alben dominieren jazz-voice-experimentelle Klangstrukturen, denen man häufig, aber nicht immer, songdienlich-melodische Elemente oder Rhythmik absprechen kann. Diese Musik, tendenziell oft minimalistisch, ist ziemlich eigenwillig, in einzelnen Songs aber auch nervig. In Deutschland nur einer eingeweihten Hörerschaft bekannt. SHR: 1 T – 10 T // 1 T – 26 T. WD: n.v. 

Fuchs. Album: Too Much Too Many (2023). Viertes von fünf Alben eines deutschen Progressive-Rock-Musikers. Melodischer Sound, Melodic Prog eben. Die Songs können schon mal die 10-min-Marke überschreiten. „Hin und wieder etwas langatmig“, meinen die babyblauen-seiten. Stilistisch ist mir das Werk zu konservativ und die Voices sagen mir nicht zu. SHR: 1 T – 3 T. WD: n.v. 

Garbage. Alben: No Gods No Masters (2021) // Let All That We Imagine Be The Light (2025). Die britisch/US-amerikanische Band mit ihrer Lady am Micro gefiel mir vor allem am Anfang ihrer Karriere, ich kaufte in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ihre beiden ersten Alben. Mittlerweile sind sie bei den Alben No. 7 und 8 angekommen. Es ist eine auch heute noch relativ melodische Rockband mit gesunder Härte. Ansprechend, für mich aber nicht zwingend. In die Top 20 haben es bisher alle ihre Alben irgendwo (nicht zwingend in Deutschland) geschafft. Auf dem ruppigeren 2021er-Album konnte der Patti-Smith-Klassiker „Because the Night“ viele Hörer gewinnen. SHR: 327 T – 3.114 T // 200 T – 1.259 T. WD: 93/day. 

Harald Grosskopf & Ümit Han. Album: Magnetfeld (2025). Als Schlagzeuger und Keyboarder ist der Mann seit 1971 an zahlreichen Projekten und Bands beteiligt gewesen. Dies hier ist jedoch auch das neunte Album unter seinem Namen. Ich bezeichne es hier der Einfachheit halber als Tangerine-Dream-Stil, lange, durch Syntheziser und Rhythmusmaschinen getragene Kompositonen. Mir ist diese Instrumental-Musik jedoch zu einlullend „stromlinienförmig“ ohne irgendwelche besonderen Höhepunkte. SHR: 1 T – 3 T. WD: 22/day. 

Inezona. Erstmals geprüft. Album: Heartbeat (2023). Dieses dritte Album einer Schweizer Band mit Lady am Micro hat rocktimes treffend einem Stilmix aus Dark Americana, Desert Pop und New Age zugeordnet. Nicht jeder Song überzeugt mich, einige können aber punkten. SHR: 1 T – 7 T. WD: n.v. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im westlich geprägten Kulturkreis

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum. 

 Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.