Montag, 26. Februar 2024

Meine Woche (KW 08/24)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, oft im Kino gewesen, mit Freund*innen in der „Braustelle“ zu Abend gegessen, Fete eines Arbeitskollegen mit live Hard-Rock-Band in Hürth-Efferen besucht, spazieren gegangen in der Südstadt. 


>Die Fete fand im Clubhaus des B.C. Efferen statt. Die Band spielte auch einige alte Klassiker, z.B. von Led Zeppelin<

Gesehen: im Kino „Colonos“ (Bericht), „Linoleum“, My Sailor, my Love“. 

Gestaunt: es kam ein Installateur, der tatsächlich meine etwa 33 Jahre alte Gasetagenheizung für die kommende Gasumstellung fit machen konnte

Gefunden in einem öffentlichen Bücherschrank der Kölner Südstadt: Cassandra Clare's Roman „City of Bones. Chroniken der Unterwelt“ sowie Ilija Trojanow's Roman „Der Weltensammler“. 

Gelesen: in Margaret Atwood's Roman „Die Zeuginnen“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Krakauer mit Senf und Brötchen ist auch mal ganz nett (auf der Fete). 

Getrunken: Kaffee, Tee, Kölsch. 

Gehört: Musik von Caroline Lavelle, Cate Le Bon, Wovenhand. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gegangen: durchschnittlich 8.600 Schritte/Tag (6.200 – 13.100). 

Gefühlt: geht so. Immerhin konnte der Besuch beim Bruder in dieser Woche mal entfallen, da er andere Besucher hatte. Außerdem denke, dass mehr als zwei Besuche pro Woche (egal von wem) zurzeit nicht mehr erforderlich sind, nachdem er jetzt nicht mehr bettlägerig ist und sogar schon im Krankenhaus-Café gewesen ist.

Fazit: 4-Tage-Arbeitswoche mit diversen Ereignissen und bei meist mittelprächtigem Wetter.

Im Kino: My Sailor, my Love

Klaus Härö erzählt in seiner irischen Geschichte von einer Dreiecksbeziehung zwischen einem altem, mürrischen Seemann, seiner Tochter und einer Haushälterin aus dem nächgelegenen Ort, die von der Tochter eingestellt wird, da ihr aus der Vergangenheit belastetes Verhältnis zum Vater schwierig genug ist. 

Das alte Haus liegt toll und abgelegen am Meer. Der Seemann kümmert sich um seinen eigenen Kram, wirft die ihm aufgezwungene Haushälterin zunächst raus, seine eigenen Schwächen in der Haushaltsführung (findet praktisch nicht mehr statt) nicht wahrnehmend. Doch er besinnt sich und holt sie zurück. 

Manchmal ist die Familie der Haushälterin mit am Haus, bringt mit den Kindern Leben in das Leben des alten Mannes. Aus Sicht der Tochter drängelt sich die Frau jedoch in ihr Leben, da sie mit dem Vater, den die Tochter für einen ausgemachten Egozentriker hält, eine Beziehung anfängt. Der Tod des alten Mannes löst das Problem alsbald. 

Schauspielerisch bleibt das Drama ausgereifter als in den Figuren- und Beziehungseinblicken, die nur vereinzelt nachhaltig vertieft werden“, meint riecks-filmkritiken

Ich sage mal so, der Film ist unaufgeregt gemütlich anzuschauen, ohne besondere inszenierte Kniffe oder eine ungewöhnliche Story zu bieten. Im alten Mann kann ich mich mitunter sogar wiederentdecken.

Samstag, 24. Februar 2024

Im Kino: Linoleum – Das All und all das

Colin West hat einen skurril anmutenden Film inszeniert, in dem erst ein Auto aus dem Himmel auf die Straße und später eine Raumkapsel in den Garten eines etwas frustrierten Wissenschaftlers und Familienvaters stürzen, ansonsten Coming-of-Age, versäumte Lebens- und Karrierechancen, Midlife-Crisis, Lebensträume, Hobbies, Alzheimer und diverse andere Themen verarbeitet werden; denn der Mann verliert seine Kinder-TV-Wissenschaftssendung, sein Vater kämpft mit Alzheimer, seine Frau plant die Trennung und die in ihrem Selbstbild eigentlich lesbische Tochter bandelt mit dem neuen Typen in der Schule an. 

Der Mann jedenfalls schleppt die Raumkapsel in seine umfangreich ausgestattete Heimwerkstatt, um daraus und aus anderen Teilen eine Rakete zu bauen und seinen Traum als Astronaut zu verwirklichen, während die anderen Familienmitglieder ihn zunächst für „irre“ halten, später aber mithelfen. 

Oder wird hier eine ganz andere Geschichte erzählt? Etwa, in der der Mann im Sterben liegt und hier Episoden aus seinem Leben vorbeiziehen? Ich blieb durchaus etwas ratlos zurück. 

Folgt man kino-zeit, geht es „um ein Leben und Altern in Würde im Angesicht eigener Ambitionen und vertaner Chancen“. Aber echt, ich habe keine Kinokritik gelesen, in der die Story unzweideutig verständlich erklärt wird.

Montag, 19. Februar 2024

Meine Woche (KW 07/24)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, spazieren gegangen in Südstadt und City, im Kino gewesen, mit Zug den Bruder zweimal in zum Teil langwierigen Fahrten über Mönchengladbach oder Duisburg in der Früh-Reha Krefeld besucht. 

Gesehen: im Kino „All of Us Strangers“, „Eine Millionen Minuten“ (Bericht). 

Gelesen: in Margaret Atwood's Roman „Die Zeuginnen“, in Haruki Murakami's Roman „Kafka am Strand“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: Highlight war ein halbes Hähnchen mit Krautsalat in Krefeld. 

Getrunken: Kaffee, Tee. 

Gehört: Musik von Camel, The Cardigans, Catapilla, Wino, Wovenhand und einige Alben bei spotify geprüft. 

Gekauft: 5.2-Kanal-Receiver Denon-AVR S660H (Amazon, 322 €). Ich würde ja gerne den lokalen Handel unterstützen, aber der Preisunterschied zu z.B. Saturn ist mit > 120 € einfach zu groß gewesen. 


>Ich war am Samstag auch im Gartencenter Bauhaus in Hürth und habe einige blühende Pflanzen (Orchidee, Strelitzie) ins Haus geholt. Wichtiger wären einige Balkonpflanzen, aber sie sind dort noch nicht so weit. Das Angebot war mager.<

Gegangen: durchschnittlich 9.900 Schritte/Tag (6.500 – 14.900). 

Gefühlt: öfter mal ok. 

Fazit: mittelprächtige 3-Tage-Arbeitswoche bei oftmals mild-nassem Wetter.

Sonntag, 18. Februar 2024

Im Kino: All of Us Strangers

Andrew Haigh inszenierte hier in Anlehnung an den 1987 erschienenen Roman des kürzlich verstorbenen japanischen Autors Taichi Yamada einen Film, der sich als anspruchsvolle Schwulen- und Mystery-Geschichte wahrscheinlich zu einem Meilenstein entwickeln wird. Es wäre schön und ist vielleicht auch nicht abwegig, wenn dieses im Jahr 2007 auf Deutsch erschienene Buch („Sommer mit Fremden“) mal wieder aufgelegt würde. 

Anders als das Buch spielt der Film in London, und das Buch ist auch keine Schwulengeschichte, aber die Grundstruktur der Story bleibt gleich. 

Zwei Männer leben in ihren Appartements in einem Hochhaus. Sie scheinen die einzigen Bewohner zu sein, und sie kommen sich zögerlich näher. Der Hauptprotagonist will ein Buch über seine Eltern, die vor Jahrzehnten bei einem Autonfall umkamen, und über seine Kindheit schreiben. Er wühlt zu Hause in alten Dokumenten, die bei ihm verblieben sind und findet ein altes Foto vom Haus, in dem sie damals wohnten. 

Während der eine Strang des Films im Hochhaus spielt und die Annäherung der beiden Männer behandelt, spielt der andere Strang im Haus der Eltern, denn der Mann macht sich auf zu dem Haus und findet dort nach mehreren Erkundungen der Umgebung seine Eltern vor, die so alt wie damals im Jahre ihres Todes sind und ihn, der nun erwachsen und etwa gleichalt ist, erkennen und herzlich empfangen. 

Der Sohn outet sein Schwulsein gegenüber seinen Eltern und sie versuchen gemeinsam, diese Vergangenheit zu verarbeiten, gleichzeitig versucht der Mann diese Geschichte mit seinem einzigen Hausbewohner zu verarbeiten, den er auch für eine Begegnung mit seinen Eltern zu dem Haus führt. Doch dieser Kontakt misslingt. 

Es ist schwer, die Qualität des Films aus der Geschichte abzuleiten, denn die Qualität resultiert primär aus deren atmosphärischen Umsetzung, die durch Entrücktheit, ruhig-mysteriösen Soundtrack und Empathie im Kontakt der Figuren untereinander bestimmt wird. Ein guter Film mit einem unauffällig inszenierten "Riss in der Wirklichkeit"! Ich glaube, wenn man nichts vorher über den Film gelesen hat, dürfte man große Schwierigkeiten haben durchzublicken.

Das emotionale und romantische Drama balanciert auf der Grenze zwischen Realität und Fantasie“, meint heldenderfreizeit.