Samstag, 30. September 2023

Im Kino: Die einfachen Dinge

Éric Besnard erzählt in seinem Film von einem Firmenchef, der einen wissenschaftlich gebildeten Einsiedler in den französischen Alpen nach einer fingierten Autopanne besucht, um ihn für seine Projekte anzuwerben. 

Doch der Mann stößt zunächst auf ruppige Ablehnung und ist zugleich von dem naturverbundenen Einsiedler-Leben des Mannes ohne Telefonate und Termine so fasziniert, dass er zunächst seine innere Balance verliert. 

Doch er findet die Schwächen seines Gegenübers heraus, die in seiner Schüchternheit und der heimlichen Liebe zu einer Frau im Tal liegen. 

In den ersten zwei Dritteln kann der Film noch mit der Landschaft, Wortwitz und Charakterzeichnungen überzeugen, doch insgesamt wirkt die Story viel zu konstruiert und im letzten Drittel zu überhastet. 

Das Konzept, einen Workaholic und einen Einsiedler vor wunderschöner Bergkulisse streiten zu lassen, entwickelt dennoch genügend Charme, um ganz gut zu unterhalten“, meint kino-zeit.

Mittwoch, 27. September 2023

Meine Woche (KW 38/23)

Dieses Résumée kommt diesmal verspätet. 

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, Brille abgeholt, Einkommenssteuererklärung abgeschickt, Kino besucht, Spaziergänge in Köln, gewandert bei Rheinbach. 

Gesehen: im Kino „Fallende Blätter“. 

Gelesen: in Pierre Bordage's Roman „Die Sphären“, beendet Nguyen Phan Que Mai's Roman „Der Gesang der Berge“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: Kantinen-Highlight: „Lahmacun mit buntem Salatmix, Krautsalat, Joghurtdressing, Gyrosfleisch und Zwiebeln“, 7,20 €. „Kantine“ war auch schon mal günstiger. 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Chai Tee, Kölsch (Odeon). 

Gehört: Musik von Rosalie Cunningham und einige Platten bei spotify geprüft. 

Gefühlt: oft total genervt. Das lag nicht nur an der Steuererklärung, sondern auch an Problemen mit dem Smartphone-Kauf und der Einführung der E-Akte und E-Laufmappe. Und außerdem ist der Gasboiler für die Warmwasserproduktion seit Sonntag kaputt. 

Gegangen: Mittelwert 10.200 steps/day (7.100 – 16.500). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: eine 4-Tage-Arbeitswoche mit Max-Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad je nach Tag.

Freitag, 22. September 2023

Im Kino: Fallende Blätter

Ein typischer Kaurismäki-Film. Ein spröder Liebesfilm. Zwei Gelegenheitsarbeiter*innen, Mann und Frau, versuchen eine Annäherung, nachdem sie sich – jeweils in Begleitung von Freund*innen – zuvor in einer Kneipe gesehen und Blicke ausgetauscht haben. 

Die Kontakte sind – wenn sie denn zustande kommen und nicht durch höhere Gewalt verhindert werden – etwas „holprig“. Und die Frau bemerkt, dass der Mann ein Trinker ist und erklärt, mit keinem Trinker zusammen sein zu wollen. Also dauert es. 

Der Film, eindeutig in der Gegenwart spielend, wirkt, als könne er auch vor Jahrzehnten spielen. Das liegt zum Teil am Retro-Interieur der Wohnungen oder der Kneipen, weniger an den Szenen auf den Arbeitsstellen. 

Filme von Aki Kaurismäki schaffen es selten in meine Jahrgangsbestenliste (bisher nur „Tatjana“, 1993). Und dieser neue Film hat sowieso einen Abstand von 6 Jahren zum vorangegangenen Film aus 2017. Aber als melancholische Liebesgeschichte aus dem Arbeitermilieu hat er in diesem Jahr Chancen, da er doch aus meiner Sicht in sich sehr stimmig ist und mit überzeugenden Protagonist*innen aufwarten kann. 

Eine ebenso entzückende wie melancholische und mit 80 Minuten Laufzeit erfrischend kurze Liebesgeschichte“, meint epd-film.

Dienstag, 19. September 2023

Meine Woche (KW 37/23)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, gewandert zwischen Zülpich und Rurtal, im Kino gewesen, Spaziergänge in der Südstadt. 

Gesehen: im Kino „Passages“. 

Gelesen: in Pierre Bordage's Roman „Die Sphären“, in Nguyen Phan Que Mai's Roman „Der Gesang der Berge“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, in der Geographischen Rundschau. 

Gegessen: Kantinen-Highlight: „Rinderleberscheiben Berliner Art mit geschmorten Apfelspalten und Zwiebeln dazu Kartoffelpüree und bunter Salat mit Frenchdressing“. 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Tee, Schultenbräu Weizen-Mix mit Grapefruit, Weizenbier (Torburg). 

Gehört: Musik von Ava Inferi, Crippled Black Phoenix, Neurosis, Nightwish, Siena Root und einige Platten bei spotify geprüft. 

Gefühlt: manchmal ganz gut. 

Gegangen: Mittelwert 11.300 steps/day (7.600 – 26.400). 

Gekauft: Xiaomi-Redmi-Note-12-5G-Smartphone mit 10-GB-LTE-Mobilfunk-Vertrag bei blau.de, 337-€-Ratenvertrag. Bericht folgt bei Gelegenheit, bisher habe ich die SIM-Karte aber noch nicht ans Laufen bekommen. Es erforderte schon einige I-Net-Recherchen, um überhaupt herauszufinden, wo man sie wie einbaut. 

Gedacht: wenn ich ein Päckchen bei mir vor der Haustür finde, betrachte ich das als riskante Auslieferung. Das Smartphone ist aber bemerkenswerterweise trotzdem angekommen. 

Fazit: eine 4-Tage-Arbeitswoche mit warmen sommerlichen Max-Temperaturen zwischen 22 und 32 Grad je nach Tag.

Sonntag, 17. September 2023

Im Kino: Passages


Ira Sachs' erzählt von einer Dreierbeziehung eines Regisseurs mit einer Frau und einem Mann in Paris, in der der Protagonist (Franz Rogowski) letztlich keine konsequente Entscheidung treffen kann und beide Partner*innen verliert (was in keiner Weise verwundert). 

Der Film ist relativ nüchtern beobachtend erzählt, pendelt zwischen Filmset, Grafikatelier, Schule und diversen Wohnungen, also zwischen Wohnen und Arbeiten - und enthält ein paar explizite Sexszenen. 

Franz Rogowski ist ja mittlerweile DER Mann für unausgeglichen-zerrissene Typen in der deutschen Filmlandschaft. Ich finde ihn auch ganz gut. 

Ein tragisch zum Scheitern verdammtes Beziehungsgeflecht, in dem die Beteiligten in ihren Ängsten und Hoffnungen den eigenen Absturz nicht wahrhaben wollen“, meint critic.