Samstag, 29. Juli 2023

Sound-Welten (09/2023)

Von den hier genannten Alben gefielen mir die Alben von Rosalie Cunningham und Venus Principle am besten. 

Madlen Keys. Album: Event Horizon (2023). Debut-Album einer französischen Indie-Rock-Band mit Lady am Micro. „Irgendwo zwischen Progressive, Heavy-Momenten, Alternative und cineastischem Pop“, meint eclipsed lobend. Ich war nicht so wirklich überzeugt. SHR: 1 T – 58 T. WD: n.v. 

Oceans of Slumber. Album: Starlight And Ash (2022). Fünftes Studio-Album einer US-amerikanischen Progressive-Metal-Band mit Lady am Micro. Hört sich für mich überwiegend wie normale, relativ melodische Rockmusik an, die auch leise Töne kann, aber harte Riffs gibt es natürlich auch manchmal, echten Metal aber nur selten. Kann man gut anhören. Enthält auch – gar nicht mal schlecht - den Animals-Cover-Song „House of the Rising Sun“. SHR: 51 T – 496 T. WD: 4/day.

Public Display of Affection. Album: I Still Care (2022). Debut-Album einer Berliner Post-Punk-Band mit Lady am Micro. Das ist Geschmackssache. Der Sound der Band gefällt mir besser als die Voice der Lady. „Ein spannendes, experimentelles Album einer vielversprechenden Band“, meint burnyourears. SHR: 1 T – 19 T. WD: n.v. 

Rosalie Cunningham. Album: Two Piece Puzzle (2022). Zweites Solo-Album einer kompositorisch talentierten britischen Singer-/Songwriterin, die mal die relativ kurzlebige Psychedelic-Stoner-Rockband Purson gründete. Das eigenwillige Rock-Album hat Jazz- und Progressive-Rock-Einflüsse und weiß über weite Strecken durch seinen schroff-erdigen Sound zu gefallen. Die Voice der Lady gefällt mir auch. SHR: 23 T – 104 T. WD: 5/day. 

Schwarzbrenner. Alben: Der Ruf der Dichter (2020), Das Leuchten der Poesie (2023). Das neuere Album ist die No. 14 dieser deutschen Blues-Rock-Band mit deutschsprachigen Texten. Stilistisch ist der Sound aus meiner Sicht oft reichlich konventionell, geradlinig. Die Texte will ich gar nicht bewerten. „Trotz E-Gitarre, Bass und Schlagzeug erhält der Zuhörer Ruhe und Wohlklang geboten“, meint rock-planet zur jüngsten Scheibe. Das ältere Album gefällt mir tendenziell besser, vor allem wegen des Songs „Des Richters Nacht“. SHR: 1 T. WD: n.v. 

Theodore. Album: Inner Dynamics (2018). Zweites Album eines griechischen Singer-/Songwriters. Stilistisch schwer einzuordnen, vielleicht tendenziell verträumter New Art Rock, jedenfalls relativ komplex. „Der Multi-Instrumentalist fungiert als Songwriter und holt sich für die opulente Instrumentierung ordentlich Hilfe ins Studio“, stellt thatnewmusicblog fest. Mir fehlen aber ein, zwei wirklich prickelnde Songs. SHR: 5 T – 49 T. WD: n.v. 

Venus Principle. Album: Stand in Your Light (2022). Debüt-Album einer schwedisch-britischen Psychedelic-Post-Metal-Band mit Man/Lady am Micro. Ziemlich melodisch-epischer Sound. Die Band lässt personelle und stilistische Verbindungen zu Crippled Black Phoenix erkennen. „Ein stringent arrangiertes und vielschichtig produziertes Gesamtwerk“, meint metal1.info. Gefällt mir ganz gut. SHR: 8 T – 33 T. WD: n.v. 

The Weather Station. Album: Ignorance (2021). Fünftes Studio-Album einer kanadischen Lady mit Band. Bisher mehr im Country-/Folk-/Singer-/ Songwriterin-Bereich verortet, wird ihr hier mehr stilistische Offenheit attestiert. „Das popaffinste Album, das es jemals von The Weather Station zu hören gab“, meint deutschlandfunkkultur. Manchmal tendiert es mehr in den Jazz. So wirklich anfreunden will ich mich mit ihren Stilblüten aber nach wie vor nicht. SHR: 625 T – 6.557 T. WD: n.v. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im weltweiten Raum. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.

Montag, 24. Juli 2023

Meine Woche (KW 29/23)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, herumspaziert in Linz/Rhein, gewandert im Rur-Tal. 

Gesehen: im TV einige Krimis. Und so einige ausgemusterte Maschinen: 



>Sterner Hütte, Linz am Rhein. Diese Maschinen baute die Weserhütte Otto Wolff GmbH im Jahr 1962. Soviel verrät ein Etikett. Ich glaube, die Hütte befindet sich in der Abwicklung, viel war aber im I-Net nicht herauszufinden. Bei der Hütte ging ich in den Wald bergauf. Es war ziemlich nass, denn es hatte schon auf der Zugfahrt nach Linz schwer gegossen. In Linz war dann wieder zunächst blauer Himmel, im Wald grummelte es aber bald und wurde immer lauter. Ich entschied umzukehren und schaffte es gerade eben noch so unter ein komfortables Dach. Später ging ich Kaffee trinken am Marktplatz. Die Zugfahrt zurück nach Köln war Mist, der Zug völlig überfüllt, und es gab keinen Sitzplatz.<

Gelesen: in Yasar Kemal's Roman „Auch die Vögel sind fort“, beendet Francois Lelord's Roman „Hectors Reise und die Suche nach dem Glück“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, im Greenpeace Magazin. 

Gegessen: habe in letzter Zeit viel Lust auf Grillhuhn. So lange ich hier schon wohne, drehen sich die Hähnchen am Chlodwigplatz. Früher - bilde ich mir jedenfalls ein - war das mal ein echtes Wienerwald-Restaurant. Heute heisst der Laden "Peperino". 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Schultenbräu Weizenmix Grapefruit. 

Gehört: Musik von Antimatter, Archive, Arctic Plateau, Marie Fisker & Kira Skov, Me And That Man sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: ganz gut, aber wenig motiviert. 

Gegangen: Mittelwert 10.500 steps/day (7.800 – 17.800). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: eine 4-Tage-Arbeitswoche mit durchwachsenem, nicht mehr ganz so warmem Wetter.


Freitag, 21. Juli 2023

Bücherwelten: Christina Henry's Roman „Die Chroniken der Meerjungfrau. Der Fluch der Wellen“

Wikipedia ist auch nicht mehr, was es mal war. Obwohl es ziemlich viele Bücher von Christina Henry im Handel gibt, gibt es keine wikipedia-Seite. Es spielt dabei keine Rolle, dass ihr Name ein Pseudonym ist. 

Die US-amerikanische Autorin agiert mit Vorliebe im Bereich Dark Fantasy, oft auch gern im Bereich der Neuvertextung von Märchen. Dieser Roman hier (orig.: The Mermaid, 2018) gehört auch dazu, hat doch bereits Hans Christian Andersen 1837 „Die kleine Meerjungfrau“ verfasst. 

Der Roman ist nicht so wirklich Dark Fantasy, mehr historische Fantasy, ist er doch im 19. Jahrhundert angesiedelt und weder erzählerisch noch inhaltlich düster. Die Meerjungfrau geht irgendwo an der nordost-amerikanischen Küste einem Fischer ins Netz, der sie versorgt und wieder frei lässt. Sie kehrt jedoch zurück zu seinem einsam gelegenen Fischerhaus, und sie werden ein Paar. Jahre später kommt der Fischer im Meer um. Da sich die ewige Jugend der Meerjungfrau langsam herumgesprochen hat, taucht irgendwann der Agent eines Schaustellers auf, um sie nach New York zu locken. Sie willigt ein, auch später in einem Becken für die zahlreichen zahlenden Zuschauer zu schwimmen. Die Autorin verwendet hier eine historisch verbürgte Figur, die mit ihrem Kuriositätenkabinett Furore machte, nachzulesen bei bellaswonderworld.

Der Roman ist ziemlich feministisch. Die Meerjungfrau ist mental stark, kann sich wehren, insbesondere gegen die Ausbeutung durch den Schausteller. Das und die Selbstbestimmtheit ihres Tuns sind im Wesentlichen Thema des Romans. 

Insgesamt sind der Roman und auch die Geschichte, die erzählt wird, als relativ leichte, stilistisch anspruchslose, aber flüssig geschriebene Kost ganz gut gelungen. Irgendwann werde ich mir auch noch die Chroniken von Rotkäppchen vornehmen, so der Plan.

Donnerstag, 20. Juli 2023

Sound-Welten (08/2023)

Von den hier genannten Alben gefiel mir wahrscheinlich das Album von ISON am besten; aber dies ist natürlich wieder eine rein subjektive Bewertung. Ich prüfe mal dies und das, aber auf's Jahr gesehen und gemessen an der Anzahl der eventuell interessanten Veröffentlichungen ziemlich wenig. Hm, es kostet schlichtweg Zeit, Alben zu prüfen. 

Ghost of the Machine. Album: Scissorgames (2022). Debüt-Album einer britischen Melodic-Progressive-Rock-Band, deren Mitglieder schon weitgehend in der Szene bekannt sind. Stilistisch harmonischer Sound, aber neue Akzente in der Szene kann man aus meiner Sicht eher nicht setzen. Die Kompositionen können die 17-min-Marke überschreiten. „Stilvolle und energiegeladene Rock-Darstellung“, meint betreutesproggen. SHR: 4 T – 30 T. WD: n.v. 

The Handsome Family. Album: Unseen (2016). Elftes und bis dato anscheinend letztes Studio-Album eines US-amerikanischen Southern-Gothic-County-Duos. Kann man gut anhören. Soundtechnisch ist es mir aber nicht dunkel genug. SHR: 125 T – 1.314 T. WD: 9/day. 

ISON. Album: Stars & Embers (2023). Viertes Album einer mal als Duo oder auch als Band auftretenden skandinavischen Ambient-/ArtRock-Kapelle mit Lady/Man am Micro. Als Splttergruppe im Dunstkreis von Crippled Black Phoenix angesiedelt, auch stilistisch, wenn vielleicht auch oft Sythesizer-lastiger. Die meist längeren Songs können die 17-min-Marke erreichen. Melodisch-verträumt und songtechnisch einlullend, manchmal auch brutaler. Kann mir gefallen. „Angenehmer, mitunter dezent ruppigen Trip“, meint betreutesproggen. SHR: 5 T – 12 T. WD: n.v. 

Joachim Kühn New Trio. Album: Beauty & Truth (2016). Der Pianist Joachim Kühn ist schon auf Alben der 1960er Jahre zu hören, und sein erstes Solo-Album datiert vielleicht – wenn man wikipedia trauen kann – aus 1971. Seither gab es zahllose Kollaborationen und Veröffentlichungen, wikipedia nennt um die 50 Alben. Ich habe – glaube ich – noch nie eines dieser Alben begutachtet. In der New-Trio-Konstellation gibt es wahrscheinlich drei Alben, von denen dieses hier das älteste ist. Es ist moderner Jazz, hier auch mit viel Schlagzeug. Und deshalb ist dieser Sound für mich auch interessant, denn der alte Jazz US-amerikanischer Prägung mit seinen Standards interessiert mich doch weniger. Man kann das Album gut anhören, dennoch meine ich, vielleicht anderen, nicht so piano-/schlagwerklastigen Jazz – auch mit Voice - zu kennen, der mich mehr anspricht. SHR: 10 T – 259 T. WD: 19/day. 

Kansas. Album: The Absence of Presence (2020). Das ist das 16. und bis dato letzte Studio-Album dieser US-amerikanischen Progressive-Rock-Band, deren Diskographie bis 1974 zurückreicht. Ich habe noch nie ein Album von ihnen einer Prüfung unterzogen. Den Chart-Platzierungen nach sind sie auch erst mit ihren beiden letzten Alben nach einer 15-jährigen Veröffentlichungspause im deutschsprachigen Raum erfolgreich geworden. Das Album ist streckenweise relativ melodisch, aber die meisten der überwiegend eher kürzeren Songs überzeugen mich dennoch nicht. SHR: 133 T – 1.012 T. WD: 89/day. 

Laura Gibson. Album: Goners (2018). Fünftes und bis dato wahrscheinlich letztes Studio-Album einer US-amerikanischen Country-Singer-/Songwriterin. Das kann man anhören, die Songs sind oft relativ spartanisch gehalten, aber die Lady will bei mir auch stimmlich nicht so wirklich punkten. SHR: 82 T – 1.974 T. WD: 2/day. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im weltweiten Raum. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.

Montag, 17. Juli 2023

Meine Woche (KW 28/23)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, im Kino gewesen, meinen bevorzugten Friseursalon besucht, gewandert bei Dattenfeld/Sieg, herumspaziert am Rheinau-Hafen. 

Gesehen: im Kino „Mein fabelhaftes Verbrechen“, „Die Purpursegel“. 

Gelesen: beendet Christina Henry's Roman „Die Chroniken der Meerjungfrau“ (Bericht folgt), in Francois Lelord's Roman „Hectors Reise und die Suche nach dem Glück“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, im Greenpeace Magazin und der Geographischen Rundschau. 

Gegessen: Kantinen-Highlight war vielleicht „Kleines Hähnchenbrustfilet natur mit Rahmsauce dazu Vichymöhren und Bratkartoffeln“. 5,50 €. 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Schultenbräu Weizenmix Grapefruit, Kölsch. 

Gehört: Musik von Antimatter, Arcana, Archive, Mansion, Marie Fisker sowie einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: oft ganz gut, aber der Kreislauf scheint Probleme zu machen. 

Gegangen: Mittelwert 10.500 steps/day (6.800 – 17.900). 

Fazit: eine 4-Tage-Arbeitswoche mit einem heißen 34-Grad-Tag und einem ziemlich tropisch-schwülen Samstag mit häufigem Regen.