Donnerstag, 1. Juni 2023

Sound-Welten (06/2023)

In dieser Prüfserie ist die einzige Band, der man in der öffentlichen Wahrnehmung jenseits eines Nischen-Publikums eine gewisse Bedeutung zuerkennen kann, sicherlich Yo La Tengo. Von den hier genannten Alben ist es in der Tat vielleicht auch das beste; aber dies ist natürlich eine sehr subjektive Bewertung. 

Mythos. Alben: Mythos (1972) // Dreamlab (1975). Sound-Archäologie. Von der deutschen Kraut-/Space-Rock-Band kaufte ich 1979 das vierte und letzte Album. Oben genannte Alben sind die Werke No. 1 und 2. Auffällig im heute mitunter urtümlich wirkenden Sound dieser beiden Alben sind vor allem die Flöten im zweiten Album, das weniger „krautig“, aber vor allem gesanglich ausgereifter wirkt. Auf Album-Länge überzeugen mich die beiden Alben aber nicht so wirklich. SHR: 5 T – 10 T // 9 T – 39 T. WD: 3/day. 

Overhead. Album: Telepathic Minds (2023). Etwa sechstes Album einer 1999 gegründeten finnischen Progressive-Rock-Band. Gemäßigt-melodischer Progressive Rock. Sie können auch ausgedehnte Kompositionen > 10 min. Kann man anhören, der Sound ist mir aber stilistisch zu konventionell. SHR: 2 T – 8 T. WD: 7/day. 

PoiL. Album: PoiL.Ueda (2023). Siebtes Album einer in 2006 gegründeten französischen Avantgarde-Progressive-Rock-Band. Auf diesem Album sind sie mit der japanischen Sängerin Junko Ueda in Kooperation gegangen. Das macht den Stil der Band, der auf den babyblauen-seiten als „avantgardistisch abgedrehter, zeuhlig-krachiger Sound, der zu repetitiven Polyrhythmen neigt“, beschrieben wird, jedoch oft auch nicht verdaulicher. SHR: 4 T – 20 T. WD: n.v. 

Ravenfield. Album: Pain (2022). Zweites Album einer deutschen Dark-Rock-Band. „Zutiefst seriöser Dark Rock, der aus voller Brust ein samtig beseelendes Charisma atmet“, meint time-for-metal. Gitarrenlastig, oft melodisch, typisch dunkle Dark-Rock-Stimme. Solide, hat stilistisch aber das Rad nicht neu erfunden. SHR: 1 T – 4 T. WD: n.v. 

Solstice. Alben: Sia (2020) // Light Up (2023). Sechstes und siebtes Studio-Album einer in den 1980er Jahren gegründeten britischen Progressive-Rock-Band, die allerdings viele Besetzungswechsel hatte und größere Pausen einlegte. Jedenfalls heute hat sie eine Lady als Lead Vocal. Der Sound wirkt auf mich melodisch, aber eher konventionell-mainstreamig ohne Ecken und Kanten, manchmal mit aufdringlichen Gesang. Songs > 10 min. sind auch im Repertoir. Mitunter überzeugt die Gitarrenarbeit. SHR: 5 T – 13 T // 3 T – 6 T. WD: n.v. 

Tau & The Drones of Praise. Album: Misneach (2022). Zweites Album einer irisch-deutschen Folk-Psych-Band. Stilistisch ist mir die Musik zu extrovertiert-aufdringlich und ohne jeden Mystik-Flair. SHR: 1 T – 15 T. WD: n.v. 

Vespero. Album: Songo (2021). Etwa zwölftes offizielles Studio-Album einer in 2003 gegründeten russischen Space- und Progressive-Rock-Band. Es sind ausgedehnte, meist instrumentale, fast orchestrale Klangmalereien, die hier geboten werden. Aber wirklich mitreißende Melodien/Tracks fühlte ich kaum. SHR: 1 T – 4 T. WD: < 1/day 

Waste A Saint. Album: Hypercarnivore (2022). Debut-Album einer norwegischen Stoner- und Psychedelic-Rock-Band. Überzeugt vor allem durch die Lady am Micro. „Ein geradezu sensationelles Debüt“, meint time-for-metal. Der prägende, fuzzig-schroffe Gitarrensound steht mir allerdings mindestens zu gleichwertig neben dem Gesang, so dass dieser mitunter etwas untergeht und mir der Sound insgesamt zu krachig ist. SHR: 1 T – 25 T. WD: n.v. 

Yo La Tengo. Album: This Stupid World (2023). Etwa 21. Studio-Album einer 1984 gegründeten US-amerikanischen Indie-/Alternative-Rock-Band. Mit diesem Album schafften sie es auf Platz 18 der deutschen Charts, eine Platzierung, die sie zuvor niemals annäherungsweise erreicht haben. Der Sound wirkt oft bemerkenswert schroff, manchmal sogar mit krautrockigen, an „Can“ erinnernde Rhythmen wie bei „Sinatra Drive Breakdown“. Insgesamt ein ziemlich gutes Album, vielleicht mit Schwächen bei den Voices. SHR: 275 T – 1.106 T. WD: 45/day. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im weltweiten Raum. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.

Montag, 29. Mai 2023

Meine Woche (KW 21/23)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, Zahnärztin besucht, spaziert in der Südstadt und an einem späten Nachmittag gewandert zwischen Zündorf und Langel (Bericht folgt). 

Gemerkt: in Langel gab es viele aggressive Mücken um das rheinnahe Biotop. Eine nähere Erkundung war ausgeschlossen. Auch auf den umgebenden Äckern gab es noch welche, die einen für sie tödlichen Landeanflug wagten. 

Gesehen: beispielsweise ein Erbsenfeld. Das Kino-Programm ist übrigens „mau“ in letzter Zeit. 

Gelesen: in Christina Henry's Roman „Die Chroniken der Meerjungfrau“, in Laura Imai Messina's Roman „Die Telefonzelle am Ende der Welt“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, im Greenpeace Magazin. 

Gegessen: Kantinen-Highlight „Paniertes Seelachs-Filet mit Senfsauce, Salzkartoffeln und Möhrensalat“. 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Orangensaft. 

Gehört: Musik von Amon Düül II, Anathema, And Also The Trees, Crippled Black Phoenix, I Am The Morning, Jarboe und einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: oft ganz gut (insbesondere nachdem ich den Zahnarzt-Termin überstanden hatte; ging nicht ohne Spritze und Bohren, aber immerhin gab es erst einmal nur eine Kunststofffüllung). 50 € musste ich zuzahlen. 

Gegangen: Mittelwert 10.000 steps/day (6.200 – 20.800). 

Fazit: eine Arbeitswoche bei oftmals schönem Wetter.

Montag, 22. Mai 2023

Meine Woche (KW 20/23)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, Spaziergang am Rhein, Waldbaden-Tour bei Rheinbach, gewandert in den Tälern um Schloss Burg (Bericht folgt). 

Geärgert: wieder eine Zahnfüllung verloren. 

Gesehen: das Kino-Programm ist gerade "mau". Aber meine Balkon-Maus und meine Hof-Fledermaus konnte ich beobachten. Letztere muss steinalt sein. Mindestens im April 2010 habe ich im Blog schon über ihr Überleben des Winters berichtet. Sie muss einen guten Schlafplatz haben. Aber wie sie heute noch in Anbetracht des seit Jahren um sich greifenden Insektensterbens genug zu essen findet, ist mir ein Rätsel. 

Gelesen: in Christina Henry's Roman „Die Chroniken der Meerjungfrau“, in Laura Imai Messina's Roman „Die Telefonzelle am Ende der Welt“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, im Greenpeace Magazin. 

Gegessen: Kantinen-Highlight „Paniertes Seelachs-Filet mit Dillsauce an leichtem Kartoffelsalat mit Essig-Öl-Dressing“. 

Getrunken: Kaffee, Wasser. 

Gehört: Musik von Alquimia & Gleisberg, Amateur God, The Amber Light, Amon Düül II, Analogy, Crippled Black Phoenix, Jarboe und einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: oft ganz gut, manchmal gefrustet. 

Gekauft: nichts > 20 €. Aber eine neue Kamera-Tasche, die ich am Gürtel befestigen kann, bei Amazon zu kaufen, habe ich inzwischen geschafft. 

Gegangen: Mittelwert 11.600 steps/day (6.400 – 23.900). 

Fazit: 4-Tage-Arbeitswoche bei oftmals schönem Wetter.

Freitag, 19. Mai 2023

Sound-Welten (05/2023)

Highlight dieser Prüfserie ist aus meiner Sicht das Album von Isafjørd. Vielleicht lege ich es mir zu. 

Gurnemanz. Album: Walking Under Blue Moon (1970er/2022). News from the Past. Das ist ein Album einer westdeutschen Folk-Band mit male/female Voices, die in den 1970er Jahren drei Alben herausbrachte. Das hier ist jedoch keines dieser Alben, sondern es sind remasterte Live-Archiv-Bänder. Gesungen wird auf Englisch und Deutsch, stilistisch orientiert am englischen Folk á la Fairport Convention etc. „Wenn das Album läuft, klingt es wie eine halbjahrhundrige Zeitreise zurück in die Vergangenheit“, meint musikreviews. Vielleicht ist der Sound aber doch etwas zu „zahm“. Längere, experimentierfreudige Songs fehlen. Aber die Band hatte eine gute Sängerin. SHR: 1 T. WD: n.v. 

Her Shadow. Album: The Ghost Love Chronicles (2022). Debut-Album einer finnischen Gothic-/Indie-Band mit Lady am Micro. „Verträumt düstere Musik, die an Twin Peaks erinnert“, meint mucke-und-mehr. Mag sein, die Umsetzung hat mich aber nicht so überzeugt und verträumt fand ich den Sound meist auch nicht. Der 13-minütige Song „What Hides in the Dark“ gefiel mir aber schon. SHR: 1 T – 12 T. WD: n.v. 

Isafjørd. Album: Hjartastjaki (2022). Debut-Album eines isländischen Post-Metal-Projektes. Gleichwohl sind die Protagonisten nicht neu im Geschäft, beispielsweise mit Sólstafir verkuppelt. Melancholischer Gesang, romantische Passagen, manchmal aber auch schroffe Gitarrenwände. „Melancholisch wirkt das Ganze, zerbrechlich, aber auch in gewisser Weise intim – und bei aller Düsternis schwingt immer auch ein Hoffnungsschimmer mit“, meint metal. Gutes Album. SHR: 8 T – 26 T. WD: n.v. 

Jade Warrior. Album: Jade Warrior (1971). News from the Past. Die britische Band brachte zwischen 1971 und 2008 ca. 14 Studio-Alben auf den Markt. „Die erste selbstbetitelte LP verband Poesie, afrikanische Rhythmen und experimentelle Rockmusik mit starken Improvisationsanteilen. Märchenhafte Themen, ausgefallene Klangbilder und ungewöhnliche Instrumentierungen sollten alle weiteren Alben von Jade Warrior bestimmen“, so wikipedia. Mindestens dieses Debut-Album ist kürzlich remastered erschienen. Stilistisch wirkt es ungewöhnlich „offen“ und sehr eigenständig. Im Ergebnis sehr „kontemplativ“ - und heute auch etwas angestaubt. SHR: 1 T – 37 T. WD: 4/day. 

Kauan. Alben: Sorni Nai (2015) // Ice Fleet (2021). Sechstes/achtes Studio-Album einer russisch-ukrainischen Post-Rock-Band. Melancholische Kompositionen, die auch ausgedehnte Gitarrenwände kennen, manchmal vielleicht auch etwas orchestral-kitschig wirken. Eher selten mit Black-Metal-Gesang, meist mit Klargesang, aber insgesamt gibt es eher wenig Gesang. Das neuere Album hat einen ziemlich wuchtigen Sound, aber auf Albumlänge ist es weniger variabel als das ältere Werk. Ich war von beiden Werken nicht so ganz überzeugt. SHR: 140 T – 1.107 T // 89 T – 195 T. WD: 3/day. 

Lea W. Frey. Album: Plateaus (2017). Etwa drittes und bis dato letztes Album einer deutschen Jazz-/Ambient/Indie-Sängerin unter ihrem Namen. Kann man anhören, ohne dass es bei mir besonders punkten konnte. SHR: 1 T – 3 T. WD: 1/day. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im weltweiten Raum. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.

Sonntag, 14. Mai 2023

Meine Woche (KW 19/23)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, Spaziergang bei Rheinkassel, gewandert bei Schwelm (Bericht folgt). 

Gesehen: im TV Tagesschau, Markt, Tatort, einen Film über japanische Enklave in Düsseldorf. 


>Ein mediales Ereignis: U-Boot-Transport auf dem Rhein, hier gesehen bei Rheinkassel am Samstag<

Gelesen: in Christina Henry's Roman „Die Chroniken der Meerjungfrau“, in Laura Imai Messina's Roman „Die Telefonzelle am Ende der Welt“, beendet Vernor Vinge's Roman „Eine Tiefe am Himmel“, im Kölner Stadtanzeiger, im Greenpeace Magazin. 

Gegessen: Spargel ist immer noch „in“. 

Getrunken: Kaffee, Orangensaft, Wasser. 

Gehört: Musik von The Alan Parsons Project, All My Faith Lost, Jarboe und einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: meist ganz gut. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gegangen: Mittelwert 9.800 steps/day (7.200 – 19.000). 

Fazit: produktive 5-Tage-Arbeitswoche bei oftmals schönem Wetter.