Samstag, 8. April 2023

Im Kino: TAR

Todd Field's Film spielt weitgehend in Berlin und erzählt von der Arbeit einer Star-Dirigentin (Cate Blanchett) und den Hierarchien im Umfeld des Orchester-Betriebs. Doch auch für die Star-Dirigentin gibt es Grenzen bei der Machtausübung, deren mögliche Überschreitung hier letztlich zu ihrem psychischem Zusammenbruch führen, als dokumentierte Schatten der Vergangenheit medial ans Licht kommen und bei Management und Presse diskutiert werden. 

Der Film lebt eindeutig von der beeindruckenden Bühnenpräsenz der exzentrisch agierenden Hauptdarstellerin, auch wenn mir – wie meistens – ebenso Nina Hoss gefällt, hier in der Rolle der Partnerin, die auch im Orchester spielt. 

Der Film hat einige unheimlich wirkende nächtliche Sequenzen, die psychisch bedingte Wahrnehmungsstörungen (Geräusche) bei der Dirigentin andeuten. 

Das rätselhafte Drama mit vielen Thriller-Elementen ist ein intensiver Essay über Macht und wie sie Menschen verändert mit Cate Blanchett in Bestform“, fasst kino-zeit das Drama zusammen. Es war auch vielfach für den Oscar nominiert, konnte aber nicht punkten. 

Ich fand den Film schon faszinierend, vermutlich auch, weil mir diese Orchester-Welt ziemlich fremd ist und man eben Einblicke bekommt.

Montag, 3. April 2023

Meine Woche (KW 13/23)

Getan: gearbeitet, eingekauft, Kino besucht, zwei mal entspannt bei Kölsch mit Freund*innen in der City und in Köln-Ehrenfeld. 

Gedacht: unerfreuliches Wetter und baustellenbedingt gestörter Straßen- und U-Bahn-Verkehr noch zusätzlich. 

Gesehen: im Kino „Der vermessene Mensch“, im TV Tagesschau, drei Tatorte. 

Gelesen: in Vernor Vinge's Roman „Eine Tiefe am Himmel“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: Highlight – ein portugiesischer Sardinensnack mit Salat, den ich im Rahmen einer After-Work-Spontanentscheidung mit einer Arbeitskollegin im Café Lichtenberg (City) zu mir genommen habe. 

Getrunken: Kaffee, Orangensaft, Tee, Wasser, Kölsch. 

Gehört: Musik von King Crimson, Lord of the Lost, Nick Cave & The Bad Seeds, Young People, Yuri Honing Trio, Zeitloop. 

Gefühlt: nicht so gut insbesondere aufgrund einiger Stress-/Burnout-Symptome. Das Problem ist einfach, dass ich oft zu wenig und dann auch noch zu schlecht schlafe, weil die Gehirnabschaltung mit Blick auf die Problemverarbeitung nicht so richtig funktioniert. 

Gekauft: nichts > 20 €. Aber einen Kirschbaum bei Aldi (10 €). Ich hatte schon mal einen Kirschbaum auf dem Balkon, der aber – schon vor einigen Jahren – bald eingegangen war. Neuer Versuch! 

Gegangen: Mittelwert 8.400 steps/day (6.600 – 10.500). 

Fazit: stressige Arbeitswoche bei oft nassem, kühlem oder windigem Wetter.

Sonntag, 26. März 2023

Meine Woche (KW 12/23)

Getan: gearbeitet, eingekauft, oft im Kino gewesen. 

Gedacht: Mistwetter. 

Gesehen: im Kino „Broker“, „Das Blau des Kaftans“, „Everything Everywhere All At Once“, im TV Tagesschau, Tatort. 

Gelesen: C.E. Bernard's Roman „Das Flüstern des Zwielichts“ beendet, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gefunden im öffentlichen Bücherschrank der Südstadt: Francois Lelord's Roman „Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück“. 

Gegessen: Kantinen-Highlight war vielleicht „Rinderfrikadelle mit Senf, dazu Möhren-Kartoffelstampf“. 

Getrunken: Kaffee, Orangensaft, Tee, Wasser. 

Gehört: Musik von Iron Maiden, King Crimson, Wovenhand, XVII Vie, Yellowish und Young Marble Giant. 

Gefühlt: geht so, zeitweise angeschlagen mit Magen-/Darm-, Schnupfen- und Müdigkeitsproblemen. 

Gekauft: nichts > 20 €. Aber die erforderliche Fußgängerei während der KVB-Streiktage motivierte mich zum Spontan-Kauf eines pinkfarbenen DM-Regenschirms für 5 €, nachdem bei meinem schwarzen, sowieso schon beschädigten Schirms unterwegs bei Regen ein Bruch am Kunststoff-Schraubgewinde des Griffs auftrat. 

Gegangen: Mittelwert 8.700 steps/day (5.700 – 13.100). Das Wetter war heute zu schlecht für ein passables Minimum. 

Fazit: normale Arbeitswoche bei oft schlechtem Wetter.

Bücherwelten: C.E. Bernard's Roman „Das Flüstern des Zwielichts“

Dies ist der in 2021 erschienene zweite Band der dreibändigen Wayfarer-Saga. Er hält stilistisch und atmosphärisch das Niveau des ersten Bandes, ist aber relativ kurz und bringt die Geschichte nicht entscheidend voran – ein typischer Cliffhanger-Band. 

Die individualistisch zusammengesetzte Gruppe durchquert auf dem Weg zu einem Turm einen dunklen Wald. Sie wird verfolgt von einem düsteren Reiter. Später gerät die Gruppe bei einem vermeintlich verlassenen Wachtturm in eine Falle feindlicher Truppen, aus der sie sich nur mühsam unter Verlusten befreien kann, nachdem es zu einer Konfrontation mit dem düsteren Reiter kommt. Sie begegnet „der Furcht“ und „dem Tod“.

Ein Nebenstrang erzählt vom Mord an der Schwester des "Wanderers", die Stadtoberhaupt einer belagerten Stadt war. 

Beitrag zu Bd. 1: Das Lied der Nacht.

Im Kino: Everything Everywhere All At Once

Das Regisseur-Duo Dan Kwan & Daniel Scheinert erzählt hier eine Parallel-Universum-Action-Geschichte um eine fast bankrotte Waschsalon-Betreiberin. 

Ein Film wie eine Kirmesfahrt. Ständig wechseln das Setting, die Welten, in einem schwindelerregenden Tempo, das einen bald die Orientierung verlieren lässt“, stellt epd-film fest. Sehr treffend ausgedrückt. Das ist auch der Grund, weshalb ich lange gezögert habe, mir den Film anzusehen. 

Nun, der Film hat den Oscar gewonnen. Deshalb und auch, weil er schon sehr lange läuft in Köln, habe ich ihn mir doch noch angeschaut. Aber ich gehöre nun mal nicht zur Tik-Tok-Generation, und deshalb hielt sich meine Begeisterung stark in Grenzen.

Weitere Infos zu Handlung und Rezeption: siehe wikipedia.