Dienstag, 25. Januar 2022

Spaziergang Köln-Braunsfeld

Bei diesem 5,5 km langen sonntäglichen Spaziergang wurden einige berufliche Interessen verfolgt. Dabei standen weniger die Wohngebiete, mehr die Gewerbegebiete im Focus. Annehmbare, relativ neue Wohnquartiere gibt es aber auch, wie am Baesweilerhof.

Wenn man sich die gewerbliche Nutzung bei grauem Himmel anschaut, ist das überwiegend eine ganz schön triste Ecke. Ein Riesenareal nimmt dort ein Betriebshof der Kölner Straßenbahnen (KVB) ein. Man kann sogar meinen, dass dieser Ort relativ gut zugänglich ist. Verbotsschilder habe ich nicht gesehen. Ich habe ihn dennoch nicht erkundet. Vieles dort sind Park- und Fahrflächen, Werkstätten und Baustoff- oder Ersatzteillagerung. 

Nah dabei liegt ein großes Arreal von Versicherungsgebäuden (DKV/Ergo).

An der Stolberger Straße und der Oskar-Jäger-Straße gibt es Stichstraßen und Wege, deren Gangbarkeit nicht so klar ist. Es gibt Zaunanlagen, die oft offen sind, aber ob sie auf der anderen Seite des Weges auch offen sind, ist fraglich. In dem eher kleingewerblich geprägten Bereich bis hin zur Widdersdorfer Straße gibt es versteckte subkulturelle Ecken: 


 …. und aufgegebene Areale, wie diese Tankstelle an der Widdersdorfer Straße beispielsweise: 


Und es gibt Nachnutzungen. 
Insgesamt befindet sich das ganze Gewerbegebiet im Umbruch.

(number of photos reduced, 06/2024)

Montag, 24. Januar 2022

Im Kino: Eine Nacht in Helsinki

Das erste Mal war ich im neuen, dritten Kinosaal des Odeons (klein, aber nett!). Und ich sah den ersten echten Corona-Spielfilm, wenn Corona auch nur am Rande Thema des Films war, vielmehr die Background-Kulisse bildet. 

Mika Kaurismäki's Film spielt natürlich in Helsinki. Anfangs werden einige Personen gezeigt, die durch die menschenleeren Lockdown-Straßen laufen. In einem Gewerbe-Sanierungsgebiet treffen sie sich zufällig in einer Bar, die im Prinzip geschlossen hat. 

Doch der Betreiber ist mit dem zunächst verheimlichten Ziel dort, seine Corona-tote Bar abzufackeln. Dafür hat er einen Benzinkanister dorthin geschafft und sich noch ein letztes Essen mit Wein und Kerzenbeleuchtung stilecht zubereitet. 

Er wird aufgehalten. Ein frustrierter Bekannter kommt nach seiner Arztschicht, wird erst abgewiesen, doch dann bekommt er auch einen Wein und sie quatschen miteinander. 

Bald darauf kommt ein dritter, unbekannter Gast, der sich als Leiter eines Sozialamtes vorstellt und unbedingt den Akku seines leeren Smartphones aufladen möchte – und auch ein Glas Wein bekommt. 

Bald wird die nächste Flasche Wein geöffnet. Die drei Männer werden vertraulicher, erzählen von ihrem Leben, dem grauen Alltag und Beziehungsproblemen. Ein Trupp junger Leute wird abgewiesen, doch jeder bekommt ein Bier geschenkt. Die Frau des Arztes kommt später hinzu. 

Ich fand, es ist ein gelungener kleiner Film, der, obgleich kaum über den Virus gesprochen wird, die Corona-Atmosphäre ziemlich gut einfängt. 

Ein Film zur Zeit, der beruhigend zeitlos wirkt“, meint epd-film.

Dienstag, 18. Januar 2022

Ein Spaziergang im Kölner Norden

Der Spaziergang hatte nur das Ziel, die 6.000 Schritte am Sonntag zu schaffen, nachdem ich sie schon am Samstag nicht geschafft habe. 

Startpunkt: Mollwitzer Straße, Köln-Weidenpesch. 

Endpunkt: Hansaring, City. 

Zurückgelegte Distanz: 6.5 km. Der Weg führte überwiegend durch Nippes. Ab und zu konnte ich eine Wandmalerei fotografieren:



In Nippes gibt es auch den ein oder anderen Platz, beispielsweise den Erzberger Platz:


Am Wilhelmplatz traf ich zufällig auf einen Trödelmarkt. Es gab dort bemerkenswert viele Schallplattenstände. Ich studierte das Angebot aber nicht näher.

(number of photos reduced, 06/2024)

Sonntag, 16. Januar 2022

Bewegungsmangel?

Gefühlt bin ich zu träge und meide gerade unkomfortable Wege, gefühlt habe ich einige Kilo zugelegt und esse zu viel, und meine Kniebelastungsprobleme führe ich auf diesen Sachverhalt zurück. 

Meine Schrittzähler-App "Pedometer" von Leap sagt mir über die letzten 9 Wochen, dass ich im wöchentlichen Schnitt 6.000 Schritte täglich in jeder Woche mindestens geschafft habe. Immerhin, aber das ist eher als empfohlenes Minimum anzusehen. Hierbei entsprechen 1.000 Schritte etwa 10 Minuten Gehen. 

Wenn ich eine Wanderung am Wochenende mache, kann ich diesen Wochenschnitt je nach Länge auf über 9.000 anheben. 10.000 Schritte wären anzustreben, ein Wert, den ich in den letzten 9 Wochen als Wochenschnitt nicht erreicht habe, weil es immer "Ausfalltage" gab. 

Nebenstehendes Beispiel (Screenshot) zeigt, dass der Tag mit meiner 14.2-km-Eifel-Wanderung über 19.000 Schritte gebracht hat, aber Tage, an denen man gar nicht raus geht, wirken sich natürlich verheerend auf den Wochenschnitt aus - wie der Sonntag mit 49 Schritten. Ich bin sicher mehr gegangen, aber das Smartphone hat man in der Wohnung ja nicht immer aktiv dabei. 

Tja, ich habe auch den Eindruck, von Jahr zu Jahr kälteempfindlicher zu werden – und das ist dann natürlich hinderlich, um im Winter die notwendige Schrittzahl immer zu erreichen. Die Nicht-Rausgeh-Tage müssen auf jeden Fall wieder abgeschafft werden - und wenn ich auch nur einmal um den Block gehe. Ziel sollte allerdings sein, die 6.000 Schritte an jedem Tag zu schaffen.

Samstag, 15. Januar 2022

Im Kino: Wanda, mein Wunder

Bettina Oberli's Film spielt an einem der großen Schweizer Seen, wo die reiche Familie ein nobles Haus hat. Der teilweise gelähmte Senior des Hauses hat eine polnische Pflegekraft (Agnieszka Grochowska), die immer wieder über Monate dort ist, aber zu Hause Kinder hat, die bei ihren Eltern sind. Die Ehefrau des Seniors (Marthe Keller) beaufsichtigt das Ganze, und manchmal sind auch die Kinder der Senior*innen da und mischen sich in den Tagesablauf ein, oder es wird ein Fest gefeiert. 

Als die Pflegekraft mit viel Geld ertappt und des Diebstahls beschuldigt wird, erklären Senior und Pflegekraft das Vorkommnis zur Zufriedenheit der Tochter zwar schlüssig, aber ihre Geschichte ist erfunden - und die Pflegekraft reist dennoch empört nach Polen ab. Als sie wieder in die Schweiz kommt, ist sie schwanger und hat für die Familie eine böse Überraschung im Gepäck. 

Der Film konnte mich vor allem als Milieu-Schilderung in der ruhigeren ersten Hälfte überzeugen, denn „in feinen Nuancen wird … das Wechselverhältnis zwischen ausbeuterischer Geschäftsbeziehung und familiärer Intimität ausgelotet“, wie es epd-film beschreibt.