Montag, 23. Dezember 2024

Meine Woche (KW 51/24)

Gemacht: eingekauft, Friedhofsbummel in Zollstock mit Café-Besuch, Spaziergänge in Südstadt/Deutz, Zollstock/Raderthal/Raderberg und Urfeld/Widdig, diverse Filme geguckt, Glühwein-Treffen mit Ex-Arbeitskollegin auf dem Weihnachtsmarkt am Rudolfplatz mit anschließendem Besuch im Brauhaus Pütz. 


>Am Rhein zwischen Urfeld und Widdig<

Getan: ich bin dem Kölner Mieterverein beigetreten; ich dachte mir, das ist momentan mit Blick auf die intransparenten Sanierungsmaßnahmen in der Wohnung vielleicht eine gute Idee. Es kostet 99 € Jahresbeitrag + 20 € Aufnahmegebühr. Spätestens Mitte des Jahres plane ich, meine ARAG-Rechtsschutzversicherung zu kündigen; diese ist teurer, da andere und nicht mehr benötigte Sachverhalte wie Arbeitnehmerrechtsschutz und eigenes Fahrzeug mitversichert sind.

Gesehen: im Kino „Black Dog“; Filmkonserven Thomas Vinterberg's „Das Fest“ (1998), Claude Berri's „Germinal“ (1993); Neil Jordan's „Michael Collins“ (1996), Ole Bornedal's „Nightwatch“ (1993), Terrence Malick's „Der schmale Grat“ (1998). 

Gelesen: in „Das Böse vor deiner Tür“ (Unheimliche Geschichten, Anthologie), in Helge Timmerberg's Story-Sammlung „Tiger fressen keine Yogis“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gekauft: Casalux-LED-Arbeitsstrahler (25 €, Aldi). 

Gegessen: der Möhren-Kartoffelstampf mit Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt war ganz gut. 

Getrunken: Kaffee, Capucchino, Wasser, Kölsch, Glühwein. 

Gehört: Musikkonserven von Eloy, Emerson, Lake & Palmer, Emily Jane White, Emmerhoff And The Melancholy Babies, Empyrium, Esben And The Witch, Eyes of a Blue Dog. 

Gegangen: durchschnittlich 7.300 Schritte/Tag (6.200 – 8.400). 

Gefühlt: ausgeglichen; zeitweise geringe Schmerzen im lädierten linken Arm. 

Fazit: ruhige Woche bei durchwachsenem Wetter.

Sonntag, 22. Dezember 2024

Filmkonserve: Terrence Malick's „Der schmale Grat“

Als epischer Kriegsfilm aus dem Jahr 1998, der auf einem im Jahr 1962 veröffentlichten Roman von James Jones beruht, ist er unter den Kriegsfilmen sicherlich einer meiner liebsten Filme. 

Geschildert wird die Eroberung der tropischen Salomonen-Insel Guadalcanal durch US-Soldaten im 2. Weltkrieg. Man kämpft sich nach der Landung mit den Booten die dschungel- oder grasbewachsenen Hügel und einen Dschungelfluss hoch zu den japanischen Stellungen. 

Der fast 3-stündige Film ist am Anfang und am Ende und manchmal auch mittendrin sehr ruhig, da es philosophisch-existenzialistische Ausschweifungen gibt und manchmal die Schönheiten der Natur in den Blick rücken, auch Tiere wie Flughunde und Echsen oder ein Krokodil sind zu sehen. Die Bevölkerung der Insel spielt nur eine Statistenrolle. Man sieht Dorfbilder, auch einen Ort des Ahnenkultes mit zahlreichen Totenköpfen. Gedreht wurde zum Teil auf den Salomonen selbst.

Dennoch gibt es viele Gefechtsszenen, und das Sterben wird nicht leicht, sondern ziemlich intensiv erzählt in diesem Film.  

Der über weite Strecken melancholische Soundtrack des Films gefällt mir auch. 

Bei wikipedia gibt es einen Beitrag zu diesem Film.

Filmkonserve: Claude Berri's „Germinal“

Dieser Film aus dem Jahr 1993, der auf einer Romanvorlage von Émile Zola aus dem Jahr 1885 gründet, mag nicht unbedingt ein Spitzenfilm sein, aber Bergwerksfilme bekommen bei mir einen Bonuspunkt, wenn sie die Zeit, in der sie spielen, das Milieu und die Zechen-Szenerie gut abbilden. 

Die Geschichte spielt um 1850 in der Bergbaustadt Voreux in Nordfrankreich. Und sie spielt zum erheblichen Teil auch untertage in einer Steinkohlezeche. 

Zu dieser Zeit wurden die Arbeiter*innen hemmungslos ausgebeutet, und die Arbeit war extrem gefährlich. Der Lohn reicht kaum zum Satt werden, und die Familien leben in Arbeitersiedlungen in beengten Verhältnissen. Weder Elektrizität, noch Wasserleitungen oder gar Duschen gibt es zur damaligen Zeit in den Häusern. Gebadet wurde in großen Zubern, das Wasser wurde in Eimern von Pumpen an der Straße geholt. 

Untertage wurden auch Kinder, Frauen und Pferde eingesetzt. 

Der Film erzählt im Kern von einer Streikbewegung, nachdem die Löhne gekürzt worden sind. Am Ende wird der Streik mit militärischer Gewalt niedergeschlagen, und kurz darauf gibt es auch noch eine Grubenexplosion untertage, die zu einstürzenden Stollen und Wassereinbrüchen führt. Mehrere Protagonist*innen der Geschichte kommen um. 

Obgleich gut bebildert, hat man dennoch das Gefühl, dass dem ziemlich düsteren Film etwas an inszenierter Dramatik fehlt. Der manchmal opulente Soundtrack überzeugt mich auch nicht unbedingt.

Bei wikipedia gibt es einen Beitrag zu diesem Film.

Sonntag, 15. Dezember 2024

Meine Woche (KW 50/24)

Gemacht: eingekauft, ein Café und meine Zahnärztin besucht, Spaziergänge in Südstadt/City/Deutz/Poll, Nordstadt, Ehrenfeld, diverse Filme geguckt, mit Freund in der Braustelle diverse Kölsch getrunken. 


>Arbeit am Rechner am Brüsseler Platz, Belgisches Viertel, Köln-City<

Gesehen: Filmkonserven Vincenso Natali's „Cypher“ (2002), Joel Schumacher's „Flatliners“ (1990), Bong Joon-Ho's „The Host“ (2006), Francis Lawrence's „I Am Legend“ (2007), Tom Tykwer's „Lola rennt“ (1998), Stijn Coninx' „Die Stunde des Lichts“ (1998), Vanessa Jopp's „Vergiss Amerika“ (2000). 

Gelesen: in „Das Böse vor deiner Tür“ (Unheimliche Geschichten, Anthologie), im Kölner Stadtanzeiger. 

Gefunden im öffentlichen Bücherschrank: Mo Yan's Roman „Der Überdruss“. 

Gegessen: nichts Besonderes. 

Getrunken: Kaffee, Capucchino, Tee, Punsch, Wasser, Kölsch. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gehört: Musikkonserven von Eloy, Elysian Fields, Emerson, Lake & Palmer, Emiliana Torrini, Emily Jane White. 

Gegangen: durchschnittlich 6.500 Schritte/Tag (4.300 – 7.800). 

Fazit: mittelprächtige Woche bei überwiegend grauem Himmel und intensiveren Baumaßnahmen in der Küche.

Filmkonserve: Stijn Coninx' Trapper-Romanze „Die Stunde des Lichts“

Einer meiner persönlichen Spitzenfilme des Kinojahres 1999. Erzählt wird von einer jungen deutschen Frau, die sich um einen mehrmonatigen Winter-Aufenthalt bei einem Trapper in Nord-Norwegen (Spitzbergen) bewirbt und genommen wird. Mit einem Hubschrauber wird sie dort abgesetzt. Der Trapper (Joachim Król) erwartet direkt in der ersten Nacht, dass sie (Francesca Vanthielen) mit ihm schläft. Sie sagt nein und bleibt mehrere Monate standhaft. 

Also ist es zunächst eine „knarrschige“ Beziehung mit einem ziemlich mürrischen, wenig gesprächigen Mann auf engstem Raum in der bald schneeumwehten arktischen Holzhütte am Meer. Aber sie arbeiten zusammen und gehen auch zusammen auf die Jagd mit Schlitten und Hunden. Und es gibt Gefahren (Eisbären) und technische Probleme (TV-Empfang) zu bewältigen. 

Am Ende gibt es auch einvernehmlichen Sex, aber kein echtes Happy End, denn die Frau kehrt nach Deutschland zurück. 

Aus meiner Sicht ist das auch nach dritter Sichtung immer noch ein guter Film mit einem realistisch wirkenden Beziehungsaufbau. Die einschlägige Filmkritik war hingegen überwiegend nicht so begeistert. 

Nur schwer kann ich mir allerdings vorstellen, dass eine (deutsche) Frau so ein Abenteuer wagen würde.