Montag, 20. Mai 2024

Meine Woche (KW 20/24)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, Friseur besucht, Spaziergänge in Bonn und in der Südstadt. Bin mit Farbe in der Wohnung am Werkeln. Einige Detail-Sanierungen sind nach Jahren unbedingt mal erforderlich. Außerdem will ich den Kommodenschrank im Flur streichen. Das wird noch Wochen andauern, habe noch andere „Baustellen“. 

Gesehen: im Kino „Der Kolibri“. 


>Am Rheinau-Hafen, Köln-Südstadt, gestern am späteren Nachmittag. Der Rhein führt - resultierend aus den heftigen Regenfällen in Südwest-Deutschland - wieder Hochwasser und ist braun gefärbt. Man sieht viel Treibgut im Fluss schwimmen<

Gelesen: in Pavel Kohout's Roman „Die lange Welle hinterm Kiel“, in Margaret Atwood's Roman „Die Zeuginnen“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gefühlt: leichtere Schulter-/Nackenverspannungen halten an. 

Gegessen: Kantinen-Highlight „frisch gebratenes Wokgemüse mit Hähnchenfleisch dazu Basmatireis und Tropicalsauce“. Im Übrigen war ich häufiger mal in einer Bäckerei. 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dosen. 

Gekauft: nichts > 20 €. Farbe bei Bauhaus. Farbe habe ich im Keller, es ist aber nicht alles wieder verwendbar (eingetrocknet etc.) und leider auch nicht wieder beschaffbar (bestimmte Farbtöne). 

Gehört: Musik von Autumnal Blossom, Coil, Cowboy Junkies. 

Gegangen: durchschnittlich 8.600 Schritte/Tag (6.100 – 10.400). 

Fazit: 2-Tage-Arbeitswoche im Vorrentner-Modus.

Im Kino: Der Kolibri

Francesca Archibugi's Film erzählt nach einem Roman von Sandro Veronesi über 50 Jahre eine italienische Familiengeschichte in gehobenem großbürgerlichen Milieu – sehr deutlich erkennbar an der Ausstattung der Wohnsitze und ihrer Lage. Teile der Geschichte spielen am Meer (Jugerndzeit), andere wohl überwiegend in Florenz. 

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Augenarzt, aber der berufliche Werdegang der Protagonist:innen steht in diesem Film völlig im Hintergrund. Hier geht es vielmehr um familiäre Altlasten, die sich in den etwa 50 Jahren ergeben und die den Hauptakteur bis ans Lebensende nicht mehr loslassen. Freitod der Schwester, unglückliche Liebe, unerfüllte Liebe, fatale Krankheiten, Unfälle. 

Dem nicht chronologisch erzählten Film, in dem die verschiedenen Zeitebenen ineinander übergehen, kann man nicht immer leicht folgen. Aber er ist toll gemacht, visuell stimmig, und es liegt eine wehmütige Atmosphäre über dem ganzen Film. Er punktet dann vor allem mit dem Ende, in dem es darum geht, organisiert und selbstbestimmt sein Leben zu beenden. In dieser Hinsicht ist der Film fast ein Meilenstein, weit weg von der politischen Realität unfähiger deutscher Entscheidungsträger, die keine zeitgemäße Lösung finden. 

Die Szenerien wandeln sich kaum, aber die Maskenbildner haben alle Hände voll zu tun. Eine haushälterischere Künstlernatur hätte aus dem Roman mindestens fünf Filme gemacht“, meint epd-film.

Sonntag, 19. Mai 2024

Ausflug Botanischer Garten Bonn

Ich habe einen gut 8 km langen Spaziergang durch Bonn gemacht. Ziel war vor allem der Botanische Garten am Poppelsdorfer Schloss.

>Im Schlossgraben sah ich eine Schildkröte<


Der Botanische Garten ist ganz hübsch, aber auch relativ klein - und das Schloss ist inzwischen auch wieder fertig saniert:


Teichlandschaften sind auch Bestandteil des Botanischen Gartens:


Im Übrigen gilt auch hier mein wahrscheinlich für viele deutsche Städte symptomatische Park-Befund: der Ort ist in den Randzonen verlärmt, Verkehrswende in Deutschland nicht gelungen.

Wie früher schon konnte ich wieder bemerken, dass es so einige schöne Straßen mit nobler großbürgerlicher Wohnarchitektur und noch relativ vielen alten Bäumen gibt, speziell südlich der Bahnlinie, wo auch das Schloss liegt.

Ich ging auch noch etwas am Rhein entlang. Es drohte Regen:


In einer Merzenich-Filiale in der City bestellte ich ein Stück Käse-Kirsch-Torte, ein Croissant und einen Kaffee. Als die ersten Tropfen fielen, räumte ich meinen Platz und ging zum Bahnhof. Das klappte noch einigermaßen gut, 50 m vor dem Ziel fing es an zu schütten. 

Der Zug hatte 30 min Verspätung, aber ganz so lange musste ich nicht warten.

Montag, 13. Mai 2024

Meine Woche (KW 19/24)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, Spaziergänge auf dem West-Friedhof in Zollstock, in der Südstadt und Deutz. 

Gesehen: im Kino „Sterben“. 


>Gestern am Deutzer Rheinufer<

Gefühlt: leichtere Schulter-/Nackenverspannungen halten an. 

Geappt: "Countries Been".

Gegessen: wieder mal „Schawarma mit Gemüse im Brot“ auf der Severinstraße oder auch ein halbes Hähnchen am Chlodwigplatz gekauft. 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Schultenbräu-Weizen-Grapefruit-Mix-Dose. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gelesen: in Margaret Atwood's Roman „Die Zeuginnen“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed, in der Geographischen Rundschau. 

Gehört: Musik von The Cocoon, Coil, Coph Nia. 

Gegangen: durchschnittlich 7.600 Schritte/Tag (6.100 – 9.400). 

Fazit: 2-Tage-Arbeitswoche mit wieder einigen schlappen tollen, warmen Tagen.

Sonntag, 12. Mai 2024

Im Kino: Sterben

Matthias Glasner schuf hier ein ziemlich düsteres, angeblich auch autobiographisch geprägtes Werk über eine mehr oder weniger dysfunktionale deutsche Familie der Gegenwart, das sich über 3 Stunden hinzieht. 

Anfangs denkt man nicht unbedingt, es zu überstehen, denn in der ersten halben Stunde geht es um die Eltern, die noch zurechtzukommen versuchen. Aber der Mann erscheint schon schwer dement geschädigt und die ebenfalls kränkelnde Frau wirkt schwer überfordert. Hier geht es um halbnackt Herumlaufen, Einkoten etc. Schließlich kommt der Mann in ein nahegelegenes Seniorenheim und bald stirbt er auch. 

Der Sohn (Lars Eidinger), Hauptprotagonist der Geschichte, versucht indes in Berlin mit einem Orchester ein Stück zu dirigieren, während der Freund als Komponist des Stückes mit seinem eigenen Werk hadert und es andauernd überarbeiten muss. Die Orchesterproben gehören zum Besten im Film. 

Sohn und Mutter treffen sich vor der Beerdigung, zu der die Tochter gar nicht erst erscheint. Miteinander zurecht kommen sie eher nicht, den Sohn nervt die Mutter total. 

Der Film springt auf die Tochter (Lilith Stangenberg), die - wahrscheinlich auch in Berlin – ihr eigenes verpeiltes Leben führt. Sie geht gern tanzen, Alkohol trinken und - sich ihrer Ausstrahlung bewusst – auf Männerfang. Als Zahnarzthelferin hat sie es aber vor allem auf den Zahnarzt abgesehen. Sie fangen eine sexuelle Freizeitbeziehung an, obgleich der Zahnarzt verheiratet ist. Morgens ist die Arzthelferin dann nach durchzechter Nacht noch ziemlich verpeilt, wodurch sie bizarr-krasse Vorfälle bei der Zahnbehandlung verursacht. Bei der Premiere des Stücks des Bruders ist sie mit ihrem Zahnarzt dann auch zugegen. Leider wird ihr schlecht und ihr Gereihere führt zum Abbruch des Stücks. 

Also gut, ich sage mal, die Konzert- und Zahnarztpraxis-Szenen retten den Film, der den Silbernen Bären auf der Berlinale gewann. 

Es gibt überraschend viele schöne, schräge und vor allem lustige Momente, die sich in das traurige Thema des Abschieds einschreiben“, meint cineman zum Film.