Samstag, 23. März 2024

Im Kino: Rückkehr nach Korsika

Catherine Corsini's Film spielt auf Korsika und handelt von einer Mutter und ihren beiden fast erwachsenen Töchtern, die nach 15 Jahren für längere Zeit jobbedingt nach Korsika zurückkehren. Ob die Mutter einen direkten schwarzafrikanischen Migrationshintergrund hat, bleibt undeutlich, aber die Töchter sind auf Korsika geboren. Der alltägliche Rassismus wird deutlich, aber die Töchter können sich wehren. 

Der Film ist eine Mischung aus Vergangenheitsbewältigung, denn es gab Gründe für die Mutter, Korsika zu verlassen und Coming-of-Age-Drama der Töchter mit lesbischer Komponente und zahlreichen nächtlichen, sommerlichen Drogenerfahrungen. 

Schauspielerisch überzeugend, ist an der lebensnahen Inszenierung und den Locations jedoch nicht viel Besonderes zu erkennen. 

Das Gefühl einer fundamentalen Unzugehörigkeit bestimmt die Figuren“, meint der filmdienst.

Im Kino: Dune 2

Über 20 Jahre schrieb der US-amerikanische Autor Frank Herbert ab 1963 an seiner 6-bändigen Wüstenplanet-Saga, ohne sie wirklich zu vollenden. Andere Autoren machten dies und schufen weitere Zyklen, die zum Teil auch zeitlich weit vor der Original-Saga angesiedelt sind. 

„Dune 2“ als Film erzählt immer noch aus der Geschichte von Band 1. 

Im Grunde handelt der Film von einer autokratischen Macht, die ein einfach lebendes Wüstenvolk niedermachen möchte, es aber trotz militärischer Überlegenheit aus mitunter schwer nachvollziehbaren Gründen nicht schafft. Riesige Sandwürmer, die das Wüstenvolk steuern/reiten kann, spielen hier aber eine wichtige Rolle. 

Über Teil 2 der von Denis Villeneuve inszenierten Wüstenplanet-Saga kann man trotz überwiegend positiver Resonanz geteilter Meinung sein. Der Regisseur ist zwar längst zu meinen Lieblingsregisseuren aufgestiegen und Teil 1 war der mit Abstand beste Film meines Kinojahres 2021, aber inszenierter Bombast bei grobmotorischer Figurenentwicklung und „einfachen“ Dialogen stört mich mitunter. Das war auch schon bei Peter Jackson's Herr-der-Ringe-Saga so, von der sich Dune 2 meines Erachtens in dieser Hinsicht viel abgeguckt hat. 

Außerdem haben die jungen Protagonist*innen nicht das schauspielerische Charisma, das für ihre Rollen erforderlich wäre. 

Ich selbst fand den Film „relativ seelenlos“, Gefühle werden nur behauptet, aber nicht vertieft überzeugend gespielt, oftmals ein typisches Hollywood-Merkmal. 

 Wikipedia-Link zum Film 

 Wikipedia-Link zur literarischen Saga

Montag, 18. März 2024

Meine Woche (KW 11/24)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, Kino besucht, Spaziergänge in Köln (Südstadt, Deutz, Vogelsang). 


>Am Poller Kirchweg, Deutz. Im Grunde ist hier "nichts". Die alten, noch existierenden alten Holzhallen stehen längst leer. Aber allein die unter der geschädigten Kastanienallee an der Rheinwiese herumspazierenden Fußgänger*innen zwischen Severinsbrücke und Südbrücke lohnen anscheinend zumindest bei schönerem Wochenendwetter den Betrieb einer mobilen Kaffeebude, wenn die Drehbrücke nicht gesperrt ist.<

Gesehen: im Kino „Der Zopf“ (Bericht), „Maria Montessori“. 

Gegessen: Kantinen-Highlight „Rheinischer Linseneintopf mit frischem Gemüse und Kartoffeln dazu eine Bockwurst und ein Brötchen“. 4.10 €. Auf jeden Fall eines meiner favorisierten Gerichte, gibt’s aber höchstens 2 mal im Monat. 

Getrunken: Kaffee, Tee, heiße Zitronen-Orangen-Kiwi (selbst gepresst). 

Gehört: Musik von Catherine Ribeiro & Alpes, Cherche-Lune, Wovenhand, Wucan, The Young Gods. 

Gelesen: im Kölner Stadtanzeiger. 

Gefunden im öffentlichen Bücherschrank: Antonio Tabucchi's Roman „Erklärt Pereira“. 

Gekauft: nichts > 20 €, aber an der Balkonbepflanzung wurde gearbeitet, eine Kuhschellen- und eine Lupinen-Pflanze bei Dingers gekauft

Gegangen: durchschnittlich 7.600 Schritte/Tag (7.300 – 8.200). 

Gefühlt: zeitweise krank. Habe mir einen Schnupfen-Virus eingefangen, der mich besonders MI/DO niederstreckte; daher musste auch der Besuch beim Bruder ausfallen. 

Fazit: krankheitsbedingte Nur-3-Tage-Arbeitswoche.

Im Kino: Maria Montessori

Léa Todorov's Film handelt – auszugsweise – vom Leben dieser berühmten Reformpädagogin, die als eine der ersten italienischen Frauen Medizin studieren durfte. Vorwiegend dürfte er in den Jahren 1900-1910 spielen. 

In der ersten Hälfte des Films ist die Frau (Jasmine Trinca) fast ausschließlich in Arbeit mit geistig und motorisch behinderten Kindern zu sehen. Zusammen mit ihrem (heimlichen) Liebhaber leitet sie eine pädagogische Einrichtung in Rom. 

In der zweiten Hälfte wird der Film interessanter, denn sie weigert sich aus grundsätzlichen Erwägungen heraus ihren Partner zu heiraten, obwohl sie ein Kind haben. Dies führt zur Trennung, doch sie erhält Unterstützung von einer Pariser Edel-Kurtisane (Leïla Bekhti), die ihre behinderte Tochter in der Einrichtung unterbringen konnte und ihr Mut macht, ihre pädagogischen Konzepte offensiv zu verteidigen und zu vermarkten. 

Dieser Film handelt von starken Frauen, die ihrer Zeit voraus waren. Dennoch hätte er mir wahrscheinlich besser gefallen, wenn er mehr aus dem Leben der Frau abgebildet hätte, beispielsweise ihre Flucht aus Italien und ihr darauf folgendes mehrjährige Wirken in Indien. Aber natürlich war sie damals, in den 1940er Jahren, schon eine alte Frau. 

Etwas mehr Ambivalenzen und Zwischentöne hätten dem Werk gewiss mehr Spannung verliehen“, meint kino-zeit.

Sonntag, 10. März 2024

Meine Woche (KW 10/24)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, Kino besucht, Spaziergang in Köln (Südstadt, Humboldt, Deutz), gewandert um Obermaubach (Bericht)

Gesehen: im Kino „Only the River Flows“ (Bericht), „The Zone of Interest“.


>Es ist in Verlängerung der Südbrücke nicht mehr viel da von den Gebäuden am Deutzer Hafen. Sie wurden in den letzten 1, 2 Monaten zu Recycling-Kies verarbeitet. Die Gegend hat jetzt ihren maroden Industriebrache-Charme verloren<

Gelesen: in Margaret Atwood's Roman „Die Zeuginnen“, in Haruki Murakami's Roman „Kafka am Strand“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Kantinen-Highlight „Seelachsfilet gebraten mit grünen Bohnen dazu Senfsauce und Bratkartoffeln“. 

Getrunken: Kaffee, Tee. 

Gehört: Musik von Catherine Ribeiro & Alpes, Chalice, Charity Children. 

Gekauft: nichts > 20 €, aber zwei kleine Fliedersträucher für den Balkon bei Aldi/Rewe gekauft

Gegangen: durchschnittlich 10.300 Schritte/Tag (7.900 – 12.800). 

Gefühlt: geht so, manchmal diverse Schulter-/Nackenprobleme und Durchblutungsstörungen. Nach langer Zeit versuche ich es vorsorglich mal wieder mit Kompressionsstrümpfen. 

Fazit: Normalo-Arbeitswoche mit KVB-/Bahn-Streiktagen, an denen ich zu Fuß „Home – Arbeit“ pendeln musste bzw. sinnigerweise nicht nach Krefeld fahren wollte.