Montag, 5. Februar 2024

Meine Woche (KW 05/24)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, zwischen Südstadt und Klettenberg gelegentlich zu Fuß gependelt, im Kino gewesen, mit dem Zug über Mönchengladbach oder Neuss den Bruder zweimal in der Früh-Reha Krefeld besucht. 

Gesehen: im Kino „Stella“. 


>Altes Gemäuer mit kultureller Nachnutzung in Krefeld. Nahe der Bahnlinie gibt es dort so einige gewerbe- und industriehistorische Bauwerke. Heute nahm ich mal einen anderen Weg.<

Gedacht: habe eine „Zeit“ im Papiercontainer unseres Innenhofes geborgen. Die „Zeit“ betrachte ich als gute Zeitschrift, man hat nur selten Zeit, sie zu lesen. 

Gelesen: beendet C.E. Bernard's Roman „Der Klang des Feuers“, in Haruki Murakami's Roman „Kafka am Strand“, in Margaret Atwood's Roman „Die Zeuginnen“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gefühlt: manchmal ok. Aber das Bruder-Problem verursachte psychischen Stress. Heute konnte ich aber feststellen, dass er mobiler sein durfte. Er konnte selbständig aufstehen und im Rollstuhl zur Toilette fahren. 

Gegessen: Kantinen-Highlight „Rinderfrikadelle dazu Bratenjus Rotkohl und Salzkartoffeln“. 

Getrunken: Kaffee, Tee. 

Gehört: Musik von Camel, Can, Canaan, Thalia Zedek Band, Tindersticks. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gegangen: durchschnittlich 8.400 Schritte/Tag (6.700 – 11.700). 

Fazit: mittelprächtige 4-Tage-Arbeitswoche mit milden Temperaturen.

Sonntag, 4. Februar 2024

Im Kino: Stella

Kilian Riedhof's Film handelt das Leben der Jüdin Stella Goldschlag ab, vor allem die Kriegsjahre in Berlin. Die Frau war eine „Greiferin“, ein schöner tödlicher Lockvogel, der ihre jüdischen Mitmenschen 1943-45 an die Gestapo verraten hat. Ich denke auch, dass der Regisseur mit diesem Projekt der Verfilmung dieser heiklen Biographie Mut bewiesen hat, denn da kann man sich gehörig „in die Nesseln setzen. 

Mit Paula Beer ist die Protagonistin kongenial besetzt. Sie füllt ihre Rolle gut aus, auch wenn die Motivation für den Verrat – trotz Gewalterfahrung – wegen der Überambitioniertheit ihres Tuns nicht so wirklich erklärlich wirkt, zumal es hier nicht um nur einige wenige Verratsfälle geht. 

Dem Regisseur ist im Übrigen auch hoch anzurechnen, dass die Verfilmung einerseits nicht übermäßig bieder und asexuell wirkt, um bloß niemandem „auf den Schlips zu treten“, andererseits in der Figurenzeichnung auch nicht übermäßig Klischees bedient. 

Fröhliche Szenen wie der nicht statthafte Besuch eines kerzenbeleuchteten Festsaals während eines Bombenangriffs fand ich durchaus bemerkenswert, denn klar, einige Personen konnten sich über den Luftangriff freuen. Die Szenen im Berliner Stadtleben konnten aus meiner Sicht auch überzeugen. 

Insgesamt aus meiner Sicht ein ziemlich gut gelungener Film.

Der Film beweist Mut und berührt durch erbarmungslose Bilder“, meint outnow

Ab 16. Aus der FSK-Begründung: „Der Film enthält mehrere Szenen, in denen die Hauptfigur von den Nazis massiv misshandelt und sexuell bedroht wird. Auch sonst gibt es einige intensive Szenen, in denen Juden antisemitisch beschimpft, deportiert oder getötet werden.“ 

Wikipedia-Link Stella Goldschlag

Samstag, 3. Februar 2024

Bücherwelten: C. E. Bernard's Roman „Klang des Feuers“

Mit diesem Roman (2021) hat die deutsche Autorin, die hier unter einem Pseudonym schreibt, ihre Wayfarer-Saga-Trilogie abgeschlossen. In ihr werden Elemente aus Fantasy und Phantastik verschmolzen. 

Ich war nicht so wirklich begeistert, zumal man auch bequem ein Buch daraus hätte machen können und das Niveau aus meiner Sicht tendenziell sinkt. Im dritten Band steckt jedenfalls zu viel Pathos im Stil, zu viele Wiederholungen, zu viel Bemühen um ein Happy End und so wirklich glaubwürdig geschrieben wirkt die Story auch nicht, da die zusammengewürfelte Truppe zu schwach wirkt, um die Gefahren ihrer Reise überhaupt überstehen zu können. 

Immerhin kann man der Autorin zugute halten, eine Plädoyer für Freiheit und Selbstbestimmtheit und gegen den Terror durch autokratische Herrscher, die gern ihre Nachbarländer überfallen, abgeliefert zu haben. 

Folgt man amazon, haben jedoch aktuell 82 % von 53 Leser:innen Höchstbewertungen (4 oder 5 Punkte) abgegeben. Geschmäcker sind eben verschieden.

Montag, 29. Januar 2024

Meine Woche (KW 04/24)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, zwischen Südstadt und Klettenberg gelegentlich zu Fuß gependelt, im Kino und mit Freund für einige Kölsch in der Braustelle gewesen, mit Zug und Bus trotz Streik und Streckensperrung den Bruder zweimal in der Früh-Reha Krefeld besucht. 


>Weinstöcke, Kirche St. Pius, Köln-Zollstock. Weinstöcke kann man als stadtökologischen Trend betrachten. Gibt es auch an der Torburg am Chlodwigplatz<

Gesehen: im Kino „Olfas Töchter“, „Poor Things“. 

Gedacht: der letzte Besuch beim Bruder macht Hoffnung. Er war mental noch nie so klar im Kopf seit dem Vorfall Mitte Dezember. 

Gelesen: in C.E. Bernard's Roman „Der Klang des Feuers“, in Haruki Murakami's Roman „Kafka am Strand“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: Kantinen-Highlight „Grünkohl „bürgerlich“ mit frischen Kartoffeln dazu eine Scheibe Kassler“. 

Getrunken: Kaffee, Tee, Kölsch. 

Gehört: Musik von Camel, Can, Solstafir, Sumie, Thalia Zedek Band. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gegangen: durchschnittlich 8.300 Schritte/Tag (7.200 – 10.800). 

Gefühlt: ok. 

Fazit: passable 4-Tage-Arbeitswoche mit milderen Temperaturen.

(update, 09/2024)

Im Kino: Poor Things

In Abwandlung des Frankenstein- und Mad-Scientist-Motivs inszeniert Giorgos Lanthimos die Geschichte um eine Frau (Emma Stone), die ein Wissenschaftler (Willem Dafoe) durch Gehirnextraktion/-implantation in England geschaffen hat. Da der Wissenschaftler der schwangeren toten Frau das Gehirn ihres eigenen Kindes eingepflanzt hat, muss diese Frau nun alles neu entdecken, einschließlich ihrer Sexualität. 

Zunächst lebt sie auf dem Anwesen des Wissenschaftlers zusammen mit einer Haushälterin und zahlreichen anderen deformierten Geschöpfen experimenteller Chirurgie und fühlt sich eingesperrt. Doch gelegentlich sind andere Wissenschaftler und Personen dort zugegen, mit denen sie sexuelle Erfahrungen zu machen gedenkt. 

Mit einem davon brennt sie schließlich durch, da sie auch etwas von der Welt sehen will. In Lissabon, Alexandria und Paris macht sie Erfahrungen, ruiniert aber auch ihren Begleiter, indem sie sein Geld verschenkt. In Paris macht sie die Erfahrung, auch selbst sehr gut Geld in einem Bordell verdienen zu können. 

Der Film punktet mit farbenfroher, zum Teil steampunkartiger Szenerie, diversen Kreaturen, überzeugenden Darsteller:innen und schräger, mitunter auch boshafter Story. Der errungene Goldene Bär in Venedig ist daher vielleicht nicht unverdient. 

Rasend unterhaltsam, bizarr, und immer wieder grandios überraschend, die Pointen unerwartet und originell“, meint watson.