Dienstag, 16. Januar 2024

Bücherwelten: Paulo Coelho's Roman „Der Dämon und Fräulein Prym“

Bereits der Film „Wie wilde Tiere“, den ich vor einigen Wochen im Kino sah, spielte in einem abgelegenen, wirtschaftlich abgehängtem nordspanischen Dorf, in dem die Frage verhandelt wurde, ob ein Mord zum Wohle der Gemeinschaft gerechtfertigt sein könnte. 

Der im Jahr 2000 im Original erschienene Roman des brasilianischen Autors Paulo Coelho handelt eine ähnliche Thematik ab und ist ebenfalls in den nordspanischen Bergen angesiedelt. In das Dorf kommt ein enttäuschter, von der Vergangenheit gezeichneter Fremder, um für sich den Beweis zu erbringen, dass das Böse immer siegt. Er hat neun Goldbarren versteckt und lässt über die Wirtstochter, die das Gold gesehen hat, verbreiten, dass das Gold dem armen Dorf gehören würde, wenn die Dorfbewohner ein Opfer bringen würden, sprich, einen Mord begehen. 

Der Roman kann aus meiner Sicht insbesondere in der ersten Hälfte überzeugen, wird in der zweiten Hälfte dann jedoch unangenehm religiös-philosophisch, da die Geschichte auf einen Machtkampf zwischen Gott und dem Teufel und ihren Werkzeugen, den Menschen, hinausläuft. 

Der Roman gehört eher nicht zu den bekannteren Werken des Bestseller-Autors. 

Wikipedia-Link zum Autor

Montag, 15. Januar 2024

Meine Woche (KW 02/24)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, im Kino gewesen, mit Petra im Auto und mit dem Zug den Bruder zweimal in der Früh-Reha Krefeld besucht, zwischen Südstadt und Klettenberg gependelt. 

Gesehen: im Kino „Animalia“, „Perfect Days“ (Bericht). 


>Krefeld-Motiv: Platz der Wiedervereinigung; im Hintergrund sieht man die ehemalige Tapetenfabrik Heeder & Co., errichtet 1906; seit 1989 wird das Gebäude als städtisches Kulturzentrum genutzt<

Gelesen: in Pierre Bordage's Roman „Die Sphären“, beendet Paulo Coelho's Roman „Der Dämon und Fräulein Prym“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: als Wochen-Highlight mal einen Gemüseeintopf mit Suppenfleisch gekocht. 

Getrunken: Kaffee, Tee. 

Gehört: Musik von Bohren & der Club of Gore, Bojan Z Quartet, The Breeders, Savoy Grand, Siena Root. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gegangen: durchschnittlich 7.300 Schritte/Tag (6.000 – 10.000). 

Fazit: 4-Tage-Arbeitswoche. Den Besuch beim Bruder im Krankenhaus werde ich wohl bis auf Weiteres - vorzugsweise am Mittwoch und Sonntag - durchziehen, soweit es die Verhältnisse erlauben. 

Im Kino: Animalia

Thomas Cailley's Film erzählt von Mutationen bei Menschen, die diese langsam in tierähnliche Zwitterwesen verwandeln. Diese dystopische Geschichte spielt in Süd-Frankreich und ist heruntergebrochen auf die lokale Ebene, auf der Menschen versuchen, mit dem Umstand klarzukommen, dass sich in ihrem Umfeld nahe Verwandte oder Bekannte in nicht immer ungefährliche Tierwesen verwandeln. 

Während die Regierung sich mit Wegsperrmaßnahmen begnügt, entkommen immer mehr Zwitterwesen in den Wald und in die sumpfigen Regionen. Auch die Protagonisten dieser Geschichte suchen die Mutter, die nach einem Verkehrsunfall entkommen konnte, im Wald. Dabei baut der Junge Kontakte zu anderen Zwitterwesen auf, die dort bereits leben. 

Dem Regisseur ist ein sehr eigentümlicher, empathischer Film gelungen, der zwar nicht immer stilsicher wirkt (manchmal zu viel Pathos), aber weit weg von gewalttätigen Creature-Horrorfilmen angesiedelt ist. Vielmehr ist die Botschaft durchaus, dass man zusammenleben muss. Dennoch muss man gelegentlich an Cronenberg-Filme denken. Body Horror und Coming of Age sind durchaus Themen im Film. 

Melancholische Fabel, Coming-of-Age, Ideologiekritik“, fasst die zeit Thematiken dieses Films zusammen.

Montag, 8. Januar 2024

Meine Woche (KW 01/24)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, im Kino gewesen, mit Petra im Auto oder mit dem Zug den Bruder mehrmals in der Früh-Reha Krefeld besucht, in der Südstadt herumspaziert, im „Eckstein“ (Klettenberg) mit Petra Essen gewesen. 


>Krefeld City<

Gesehen: im Kino „Lola“. 

Gelesen: in Paulo Coelho's Roman „Der Dämon und Fräulein Prym“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Highlight „Rotes Gemüse-Curry mit Kokos, gebackener Ananas und Reis“ (Eckstein). Das war wirklich lecker. 

Getrunken: Kaffee, Tee, Kölsch. 

Gehört: Musik von Black Tape For A Blue Girl, Blood Dead Ans Sexy, BlutEngel, Savoy Grand, Siena Root. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gegangen: durchschnittlich 9.000 Schritte/Tag (6.800 – 11.100). 

Fazit: 4-Tage-Arbeitswoche, die mit Blick auf meinen Bruder deutlich entspannter war. Er ist aber noch an künstlicher Ernährung und Abfallentsorgung angeschlossen.

Sonntag, 7. Januar 2024

Im Kino: Lola

Andrew Legge's Film handelt von zwei Schwestern, die im Jahr 1940 eine Maschine erfinden, mit der sie Radio und Fernsehbilder aus der Zukunft empfangen können. Das ist gut, man kann Zukunftsmusik hören, etwa David Bowie. Als England von den Nazis aus der Luft angegriffen wird, entschließen sie sich, die Bevölkerung vor solchen Angriffen zu warnen. Regierung und Militär werden auf diese präzisen, lebensrettenden Vorhersagen aufmerksam, können jedoch zunächst den Sender nicht orten. 

Später gelingt es, und die Schwestern können auch zur Zusammenarbeit mit dem Militär überredet werden, um gezielt angreifende Flugzeuge und Schiffe auszuschalten. Doch dann tappen sie in eine Falle, geben falsche Informationen heraus, die zur Invasion der Nazis in England führen. Sie merken auch, dass ihre Manipulationen der nahen Zukunft die fernere Zukunft ändert und beispielsweise die Hitparaden ganz andere Songs enthalten. 

Der Film ist Independent-Rohkost, oft verwackelt, gebastelt im Stile der 1940er Jahre von einer der Protagonistinnen und so als Nachlass in einer Kiste gefunden, auch mit authentischem Kriegs-Filmmaterial von damals und in schwarzweiß. 

Es ist mal ganz erfrischend, Independent-Filme zu sehen, aber letztendlich ist auch die Figurenzeichnung zu schwach, um diesen ersten Film des Jahres später auch in meiner Bestenliste zu finden. Lt. kino-zeitdrängt sich leider der Verdacht auf, dass die vielen guten Ansätze des Films nicht ausreichend zu Ende gedacht wurden“.