Montag, 4. Dezember 2023

Meine Woche (KW 47/23)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, Teambuilding-Essen zu viert in der Altstadt mit anschließendem Spaziergang über die Weihnachtsmärkte dort, Südstadt-Spaziergang. 

Gesehen: im Kino „Napoleon“, „The Old Oak“, DVD's: „Die Dämonischen“, „Das Piano“ (Bericht), „Ploy“, „Der Rote Kakadu“, „White Noise“. 

Gelesen: in C.E. Bernard's Roman „Der Klang des Feuers“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: Highlight im Restaurant „Beirut“, Altstadt: „Libanesische Linsensuppe, Brechbohnen mit Lammgulasch, Zwiebeln und Knoblauch, in Tomatensauce gekocht“. Das war echt lecker und nur „normal-teuer“. 

Getrunken: Kaffee, orientalischen Tee. 

Gehört: Musik von Beak>, Beyond Dawn, Bill Evans, Birthcontrol, Pelander, Pixel, P.J. Harvey. 

Gefühlt: manchmal Nackenbeschwerden, zu kalt. 

Gedacht: der Abgrund nähert sich (will ich jetzt aber nicht näher ausführen). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gegangen: durchschnittlich 7.000 Schritte/Tag (6.100 – 7.900). 

Fazit: passable, kalte Arbeitswoche. Vorhin fiel Schnee, aber es war schon dunkel.

Sonntag, 3. Dezember 2023

Filmkonserve: Dominik Graf's „Der rote Kakadu“


Dominik Graf, heute zumeist vielbeschäftigter TV-Regisseur, inszenierte im Jahr 2005/06 diesen überwiegend in Dresden, mitunter in Berlin spielenden Film über junge Leute in Ost-Deutschland und den Mauerbau. Ich sah ihn mir vor 15 Jahren schon mal an. 

Der Film spielt also im Jahr 1961. Die jungen Leute sind angefixt vom Westen, speziell der Rock'n Roll-Musik und dem Glitzerkram und Konsum in West-Berlin, dessen Ostgrenze damals noch durchlässig war. Also zeigt der Film Parties, Schwarzhandel und illegalen Devisentausch sowie angeblich lockere Sexualmoral und ein zunehmend nervöseres und repressiveres Staatshandeln. 

Im Mittelpunkt steht dabei ein junger Mann (Max Riemelt), der dazugehören will und bei einem Krawall eine Sängerin (Jessica Schwarz) vor der schlagstockschwingenden Polizei rettet. Die Clique der Sängerin ist meist in der Kakadu-Tanzbar zu finden, wo sie auch auftritt. In die Frau verguckt sich der junge Mann, sie ist jedoch liiert und wirkt eine Nummer zu groß für ihn. 

In diesem Film punktet vor allem die Hauptdarstellerin und das erzählte Ende der Geschichte, denn die Schließung der Grenze trennt sie für immer. Den Film kann man gut gucken, aber ob die gezeigte, lockere Sexualmoral 1961 schon so weit war? 

Wiki-Link zum Film

Samstag, 2. Dezember 2023

Im Kino: Napoleon

"Napoleon" war der 12. Film, den ich nun von Ridley Scott seit seinem legendären „Alien“ (1979) im Kino gesehen habe. Ich stehe gar nicht mal so sehr auf Bombast, aber spätestens seit „Gladiator“ (2000) steht fest, dass er perfekte Kriegs- und Kampfszenen inszenieren kann. Es gibt auch Waldszenen im neuen Film, die so ein bisschen an „Gladiator“ erinnern. 

Anfangs geht es jedoch mehr um seinen militärischen Aufstieg und klar, den Einsatz der Guillotine in den Wirren während und nach der französischen Revolution wollte Scott auch zeigen, hier am Beispiel der Hinrichtung von Marie-Antoinette (1793). 

Da Napoleon in große Schlachten verwickelt war, wird im Film so Einiges mit den Schlachten von Austerlitz (1805; liegt heute in Tschechien) und Waterloo (1815; liegt heute in Belgien) einschließlich digital erzeugter Massenszenen und vieler Kanonen geboten. 

Meiner Angst vor Eisflächen (Seen, Flüsse) bot sich hier auch wieder „Nahrung“, wird doch zum Teil von unten gezeigt, wie Soldaten, Reiter, Pferde in den Teichen bei Austerlitz im Eis einbrechen und versinken, nachdem Kanonen die geschlossene Eisdecke geöffnet haben. 

Was die Brillianz der Schauspieler*innen, deren Szenen und Dialoge angeht, denke ich mal, dass hier gehobenes Mittelmaß geboten wird. Die Beziehung Napoleons (Joaquin Phoenix) zu seiner ersten Frau Josefine (Vanessa Kirby) erhält durchaus Raum im Film. 

Tolle Schauwerte liefert Napoleon im Überfluss. Inhaltlich liegt jedoch zu viel im Argen, um der Titelfigur und ihrer Zeit vollauf gerecht zu werden“, meint kino-zeit. Ich denke mal, das wird so sein, wenn auch manche Ungenauigkeiten für den Film nicht so von Bedeutung sind. Bei wikipedia sind historische Ungenauigkeiten beschrieben.

Donnerstag, 30. November 2023

Im Kino: The Old Oak

Von Ken Loach habe ich schon so viele Filme gesehen, aber die wirklich guten Filme liegen aus meiner Sicht auch schon über 10 Jahre zurück. Auch dieser neue Film steht in dieser Hinsicht auf der Kippe - und man munkelt, es könnte altersbedingt sein letzter Film sein. 

Erzählt wird eine Integrationsgeschichte syrischer Flüchtlinge in einer britischen, ehemaligen Bergarbeiterstadt. Doch die Minen sind dicht, und die Menschen befürchten ihren sozialen Abstieg, der durch die Flüchtlinge noch beschleunigt würde. 

„The Old Oak“ ist ein alter Pub, der hier im Mittelpunkt der Geschichte steht. Hier gibt es noch ein paar uralte Stammgäste, aber der Pub befindet sich im Niedergang. Und die Stammgäste wettern gegen die Flüchtlinge und sind schon bei deren Ankunft per Bus in einen Konflikt mit diesen verwickelt. 

Doch der Wirt ist freundlich und „repariert“ die Situation. Er ist auch weiterhin freundlich und hilfsbereit zum Ärger der Stammtischrunde, und die Lage spitzt sich zu, als er einen größeren, stillgelegten Saal für ein gemeinsames Essen mit den Flüchtlingen herrichten lässt. 

Der Regisseur hat immer noch ein gutes Gespür für die Auswahl der Schauspieler*innen und die Inszenierung authentisch wirkender Situationen. Es ist auch nicht eindeutig ein Feel-Good-Movie geworden. Gleichwohl sind hier nur einige Städter „die Bösen“, und es fragt sich daher, ob der Wille des Regisseurs, Willkommenskultur, Hilfe und Integrationsfähigkeit zu zeigen, nicht zu sehr im Vordergrund steht. 

... eine zu jeder Zeit nüchterne und unaufgeregte Inszenierung, die schon fast einen dokumentarischen Touch aufweist. In der Gesamtheit appelliert Loach mit dieser Unmittelbarkeit und filmischen Nähe noch deutlicher an Menschlichkeit und die Taten des Einzelnen“, sagt kino-zeit.

Montag, 27. November 2023

Meine Woche (KW 46/23)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, kleinere Südstadt-Spaziergänge. 

Gesehen: im Kino „Ein ganzes Leben“, DVD's: „Himmel über der Wüste“ (Bericht), „Im Zwielicht“, The Final Cut“. 

Gelesen: in C.E. Bernard's Roman „Der Klang des Feuers“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Eclipsed. 

Gegessen: Highlight war die Brotrolle mit Schawarma und Gemüse in der Severinstraße. 

Getrunken: Kaffee, heiße Orangen-Kiwi-Zitrone. 

Gehört: Musik von Barry Finnerty, Beak, Bellicoons, Opium Warlords, Paolo Fresu – Richard Galliano – Jan Ludgren. 

Gefunden: mein Ladegerät für die Kamera-Akkus im Tagesrucksack (10 Tage nach dem Urlaub; ich zog schon in Erwägung, bei Amazon nach einem neuen Ladegerät zu fahnden, obwohl ich nicht so recht glauben wollte, es im Urlaub verloren zu haben). 

Gefühlt: geht so, wettergeschädigt. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gegangen: durchschnittlich 6.700 Schritte/Tag (5.900 – 7.600). Das kostete mitunter schon Überwindung.

Fazit: eine weitere schnöde Arbeitswoche mit fast ganz und gar verregnetem Wochenende.