Montag, 20. November 2023

Im Kino: Killers of the Flower Moon

Gute Scorsese-Filme, die ich im Kino gesehen habe, liegen schon mindestens 20 Jahre zurück, etwa „Gangs of New York“ (2002). Sein neuer Film hat in dieser Hinsicht wieder mehr Potenzial, erzählt er doch eine subtile Indianerland-Geschichte, die mafiöse Organisations- und Erzählstrukturen beinhaltet und Robert De Niro in der Rolle eines „Paten“ und Leonardo diCaprio in der Rolle eines jungen Neffen als diabolische Charaktere etabliert, die (fast) jeden aus dem Weg räumen, der ihren Zielen im Wege steht. 

Und das Ziel ist offensichtlich, nach und nach das Indianerland in ihren Besitz zu bringen, da auf ihm Erdöl gefunden wurde. Das Ziel lässt sich am besten verwirklichen, wenn die reichen jungen Indianerinnen mit Landbesitz von weißen Mitgliedern der „Familie“ geehelicht werden. Die Ehefrauen, deren Geschwister, Eltern etc. können dann aus dem Weg geräumt werden, wenn das Erbschaftsrecht im konkreten Fall dies geboten erscheinen lässt. 

Im Grunde ist diese um das Jahr 1919 spielende Geschichte, die hier basierend auf eventuell historischen Fakten erzählt wird, unglaublich perfide. Unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit gegenüber den Ureinwohnern werden von wenigen Leuten und ihren kriminellen oder korrupten Handlangern skrupellose, giergesteuerte Verbrechen begangen, die von oben gedeckt werden. 

Doch die Geschichte wendet sich gegen den „Paten“, als die Bundespolizei auf die zahlreichen Todesfälle aufmerksam gemacht wird und er nicht verstehen will, dass die indigene Frau seines Neffen tabu ist. 

Der Film zieht seine Wirkung zum erheblichen Teil aus der Unaufgeregtheit, mit der die Geschichte anfangs erzählt wird – so, als wäre es normal, Indigene und andere Gegner einem unnatürlichen Tod zuzuführen. 

Scorsese inszeniert die Niedertracht mit verzweifelter Nüchternheit“, stellt epd-film dazu fest.

Der Film ist deutlich über drei Stunden lang und erfordert daher Ausdauer, ist aus meiner Sicht aber unterhaltsam genug in Szene gesetzt, um dies zu schaffen. 

Samstag, 18. November 2023

Bücherwelten: James Corey's Expanse-Zyklus-Roman „Cibola brennt“

Ich hatte hier im Blog schon erwähnt, dass der Expanse-Zyklus 9 Bände hat und Space Opera pur ist. Im Februar/März las ich Band 3 im Urlaub (Link) und jetzt im Italien-Urlaub Band 4 als e-book. 

Mittlerweile hat man technische Fortschritte gemacht und weiß die Alien-Raumtor-Technik zu nutzen, um in der Galaxie über Sprünge riesige Distanzen zurückzulegen. Der Roman „Cibola brennt“ spielt weitgehend auf einem erdähnlichen Planeten, auf dem sich die ersten Siedler niedergelassen haben. 

Doch die freie, ungesteuerte Besiedlung neuer Planeten entspricht nicht den Vorstellungen der maßgeblichen Macht-Gremien, und so wird der Planet zwecks Rohstoffgewinnung einem Konzern zugesprochen. Als ein Raumschiff des Konzerns eine Landungsfähre aussetzt, um die Siedler über ihr illegales Tun (sie bauen insbesondere Rohstoffe ab) zu unterrichten und zu vertreiben, wird die Landungsfähre beschossen und muss schwer beschädigt notlanden. 

Danach entbrennen die zwischenmenschlichen, oft auch gewalttätigen Partei-Konflikte, die den Expanse-Zyklus prägen und auch bemerkenswert glaubwürdig ausgerollt werden. Die beschädigte, lange verwaiste Alien-Verteidigungstechnologie, die auf dem Planeten existiert, erwacht zum Leben und sorgt zusätzlich für ernsthafte Probleme. 

Wie schon die vorausgegangenen Bände, ist der Roman ziemlich „süffig“ geschrieben, ansprechend übersetzt und lässt sich daher gut lesen. Gleichwohl überzeugt das Ende nicht unbedingt, da sich eine völlig fremde Technologie unter Zeitdruck vielleicht nicht so einfach unter Kontrolle bringen lässt und das Happy End daher etwas arg konstruiert wirkt. 

Link zur Verfilmung

Montag, 13. November 2023

Meine Woche (KW 45/23)

Gemacht: Verona, Peschiera del Garda, Brescia, Bergamo und Mailand besichtigt, von Mailand mit Flieger zurückgekehrt nach Deutschland, eingekauft. 

Gedacht: Urlaub noch mal geregelt bekommen. 

Gesehen: vor allem diverse Altstädte und Festungen. 


>Altstadt von Bergamo, gesehen von der Festung<

Gelesen: in C.E. Bernard's Roman „Der Klang des Feuers“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: das Bedürfnis, nach der Rückkehr aus dem Urlaub erst einmal ein Suppenhuhn mit viel Gemüse zu kochen, war übermächtig. 

Getrunken: Kaffee, diverse Limo-Getränke wie Bitter Lemon oder Fanta, Tee, Bier. 

Gehört: Musik von Aziza Mustafa Zadeh, Bad Sector, Baaba Kulka, Nightwish und Nick Cave & The Bad Seeds. 

Gefühlt: mitunter genervt, zu oft hohe Adrenalin-Ausschüttungen. 

Gegangen: durchschnittlich 14.900 Schritte/Tag (3.900 – 20.800).

Fazit: durchwachsene Urlaubswoche mit herbstlichem Wetter.

Sonntag, 22. Oktober 2023

In Urlaub

Hier gibt es momentan keine News, da ich in Italien  bin. Die Urlaubsberichterstattung findet  bei unterwegsnahwehfernweh.blogspot.com statt.

Ich war viel unterwegs in dieser Woche. Mein Schrittzähler zeigt einen Tagesdurchschnitt von 19.900 Schritten an.

Samstag, 14. Oktober 2023

Meine Woche (KW 41/23)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, oft im Kino gewesen, Reisevorbereitungen getroffen, Spaziergänge in der Südstadt. 

Geplant: Flug nach Rom (morgen). Vielleicht. 

Gesehen: im Kino „Die Mittagsfrau“, Plan 75, „The Lost King“. 

Gelesen: ---. 

Gegessen: Suppenhuhn. 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Kölsch, Pfefferminztee. 

Gehört: ---. 

Gefühlt: mitunter genervt und seit Tagen durch Viren leicht angeschlagen. 

Gegangen: Mittelwert: 10.900 steps/day (6.500 - 19.700)

Fazit: eine 4-Tage-Arbeitswoche mit starken Temperaturschwankungen.