Samstag, 13. Mai 2023

Bücherwelten: Vernor Vinge's Roman „Eine Tiefe am Himmel“

Der US-amerikanische Autor schrieb vergleichsweise nur wenige Romane, die aber – wieder dieser hier (812 S.) - ziemlich voluminös und bedeutend sein konnten. Im Original 1999 erschienen, konnte dieser Roman namhafte Preise einfahren. Ich musste aber kämpfen, ihn endlich einmal durchgelesen zu haben. Der Roman erzählt von der langen Reise zweier Raumschiff-Flotten zu einem geheimnisvollen Stern, um dessen Rätsel zu lösen. 

Bei Ankunft im System geraten die beiden Flotten aneinander und in Folge der verheerenden Raumschlacht haben sie keine Ressourcen mehr, um das Sternsystem wieder verlassen zu können. Währenddessen schreitet die Entwicklung einer intelligenten Spinnen-Zivilisation auf dem einzigen Planeten des Sternsystems voran. 

In großen Teilen des Romans geht es um Diktatur, totale Überwachung, Gehirnwäsche, Manipulation und Versklavung der Besiegten auf den beschädigten Raumschiffen der Menschen, die an Asteroiden ankern. Ziel des autokratisch regierenden Systems ist, auch die Spinnen zu versklaven. Doch etwas geht schief. 

Überzeugt hat mich der Roman nicht wirklich, aber es gibt so einige interessante Aspekte. Letztendlich wird hier auch aufgezeigt, dass planetengebundene Zivilisationen untergehen können, wenn sie nicht nachhaltig expandieren, interne Konflikte eskalieren und der Sprung auf andere Planeten nicht geschafft wird.

Mittwoch, 10. Mai 2023

Sound-Welten (04/2023)

Highlight dieser Prüfserie sind aus meiner Sicht die Alben von Crippled Black Phoenix. Vielleicht lege ich mir eines davon zu. 

Auri. Alben: Auri (2018) // II – Those We Don't Speak of (2021). Das sind die beiden ersten Alben einer finnischen Folk-DreamPop-Klassik-Band. Prominent besetzt mit Nightwish-Mitgliedern, aber einer anderen female Voice am Micro. Ich finde den Sound oftmals ziemlich kitschig oder theatralisch, manchmal gibt es aber auch ordentliche Nordic-Folk-Melodien. Das zweite Album wirkt auf mich wie ein nordischer Vertreter von Blackmore's Night. SHR: 212 T – 3.377 T // 119 T – 608 T. WD: 8/day. 

Becca Stevens. Alben: Regina (2017) // Becca Stevens & Attacca Quartet (2022). Als US-amerikanische Folk- und Jazz-Sängerin, die diverse Instrumente spielt, ist sie auf diversen Alben vertreten, nicht nur als Band bzw. solo wie auf ihrem viertem Album „Regina“. Der Sound wirkt relativ eigenständig, ohne ihn eindeutig in eine Schublade stecken zu können, aber auch ohne mich wirklich anzusprechen. Ihr neuestes Werk mit dem Attacca Quartet ist allerdings ziemlich „anstrengend“ geraten (die Streicher „nerven“). SHR: 105 T – 1.545 T // 4 T – 27 T. WD: 5/day. 

Crippled Black Phoenix. Alben: Ellengaest (2020), Banefyre (2022). Neuntes/zehntes Album einer britisch-schwedischen New-Art- und Post-Rock-Band mit female/male Voices, die vor allem in Deutschland erfolgreich ist und mit ihrem neuesten Doppel-Album ihre bis dato höchste Chartplatzierung erreicht. 4 Songs knacken hier 10-min-Marke. Schon möglich, dass es ihr bisher melodischstes, daher auch bestes Werk ist. Das Vorgänger-Werk hat allerdings auch schon einige episch-bombastische Hymnen, in der der weinerliche Gesang der Frontfrau überzeugend zum Tragen kommt. Ich habe früher schon Werke der Band geprüft, ohne dass sie mich überzeugten. SHR: 93 T – 1.830 T // 30 T – 256 T. WD: 21/day. 

Doran Stucky Studer Tacuma. Album: Call Me Helium (2015). Ein Hendrix-Projekt. Eine US-amerikanisch-schweizerische Jazz-/Bluesrock-Kollaboration mit Erika Stucky am Micro. Kann man teilweise anhören, aber der Gesangsstil von Frau Stucky gilt auch als exaltiert, „bekannt für ihre oft schrille Experimentierfreudigkeit“, wie musikansich meint. SHR: 2 T – 5 T. WD: n.v. 

Eliot Sumner. Album: Information (2016). Er/sie hat Sting als Vater und damit von vornherein einen gewissen Prominenten-Status. Im zweiten und bis dato letzten Album unter diesem Namen wird Indie-Rock und -Pop präsentiert. Aus meiner Sicht ein relativ austauschbarer Sound. SHR: 145 T – 6.326 T. WD: 92/day. 

Fenella. Album: The Metallic Index (2022). Zweites Album einer britischen Kosmo-Band. Es ist ein Projekt von Jane Weaver, von der ich vor knapp 20 Jahren mal ein Album kaufte. Weitgehend instrumental mit schwebenden oder pluckernden Synthesizern kommt das Album daher. „Die Tracks verleihen das Gefühl, als ob man plötzlich neue Frequenzen wahrnehmen könnte“, meint artnoir. Kann man anhören, hört sich für mich nach 70er-Jahre-Synthi-Sound an. SHR: 6 T – 162 T. WD: n.v. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im weltweiten Raum. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.

Montag, 8. Mai 2023

Meine Woche (KW 18/23)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, Kino besucht, mit Freund zu nächtlicher Stunde in der „Braustelle“ gewesen, Spaziergang am rechten Rheinufer, Spaziergang in Schwelm. 

Gesehen: im Kino „Die Gewerkschafterin“, im TV mitunter die Tagesschau. 

Gelesen: in Vernor Vinge's Roman „Eine Tiefe am Himmel“, Sayaka Murata's Roman "Das Seidenraupenzimmer" beendet, im Kölner Stadtanzeiger, im Greenpeace Magazin, in der Geographischen Rundschau. 

Gegessen: Spargel ist immer noch „in“. 

Getrunken: Kaffee, Orangensaft, Wasser, Kölsch. 

Gehört: Musik von The Alan Parsons Project, Amarok, Hop Along, Hope Sandoval & The Warm Inventions und einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: meist ganz gut. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gegangen: Mittelwert 8.400 steps/day (6.700 – 12.700). 

Fazit: produktive 4-Tage-Arbeitswoche bei ersten sommerlichen Temperaturen.

Samstag, 6. Mai 2023

Im Kino: Die Gewerkschafterin

Jean-Paul Salomé's Film erzählt von den Einschüchterungsversuchen der französischen Atomindustrie, die in den 2010er Jahren mit allen Mitteln eine mächtige Gewerkschafterin (Isabelle Huppert) zu Fall zu bringen versucht. Als diese Opfer eines Sexualdelikts wird, gibt es keine tiefgreifenden Beweise, so dass sie in den Mühlen der Justiz schließlich angeklagt wird, die Geschehnisse erfunden und die körperlichen Spuren sich selbst zugefügt zu haben. 

Doch sie widerruft ihr Geständnis und der Fall wird Jahre später noch einmal aufgerollt. 

Es ist eine relativ nüchterne Inszenierung, auch wenn die handelnden Personen schauspielerisch überzeugen. 

Starkes Thema, durchwachsen aufbereitet“, meint kino-zeit.

Montag, 1. Mai 2023

Meine Woche (KW 17/2023)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, Kino besucht, gewandert zwischen Bonn und Siegburg. 

Gesehen: im Kino „Empire of Light“, „Roter Himmel“, im TV Tagesschau, zwei Tatorte. 

Genervt: die Rheinenergie teilte mit, dass mein Herd nicht auf die neue Gasart umgerüstet werden könne und bietet evtl. 100 € Schadensersatz. Keine Ahnung, ob ich noch mal einen Gasherd anschaffe. Im Grunde brauche ich überhaupt keinen Herd, sondern nur eine Kochplatte für zwei Töpfe. Was die Gasheizung angeht, herrscht „Schweigen im Walde“ - sie muss allerdings auch bestimmt verschrottet werden; sie ist noch viel älter als der etwa 23 Jahre alte Herd. 

Gelesen: in Sayaka Murata's Roman "Das Seidenraupenzimmer", in Vernor Vinge's Roman „Eine Tiefe am Himmel“, im Kölner Stadtanzeiger, im Greenpeace Magazin, in der Eclipsed. 

Gegessen: Spargel ist immer noch „in“. 

Getrunken: Kaffee, Orangensaft, Wasser. 

Gehört: Musik von AGF\Delay, Ain Soph, Ai Phoenix, Hexvessel, Hölderlin und einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: besser. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gegangen: Mittelwert 10.000 steps/day (6.700 – 25.500). 

Fazit: produktive 5-Tage-Arbeitswoche bei besserem Wetter.