Sonntag, 6. September 2026

Im Kino: Exit 8

Genki Kawamura spielt in seinem japanischen Film subtil mit Großstadtängsten. In der rätselhaften Geschichte läuft ein junger Mann in steril beleuchteten und spartanisch ausgestatteten unterirdischen Metrogängen herum und findet den Ausgang nicht, läuft vielmehr gefühlt nur im Kreis herum, obwohl er Schildern folgt. 

Doch die Beschriftung der Schilder scheint sich zu ändern. Und es gibt schriftliche Anweisungen für den Fall, dass man nicht hinausfindet. 

Der Mann trifft immer wieder auf dieselbe merkwürdige Personen, später auf zwei weitere Personen, doch sind sie „echt“ oder Gespenster? Manchmal tritt Blut aus den Wänden, auch fällt der Strom aus, und er sieht rattenähnliche Ungeheuer. Am Ende findet er den Ausgang und erlebt eine Situation in der Bahn, die er kurz zuvor schon mal erlebt hat. 

Vorlage des Films ist ein gleichnamiges Computerspiel, bei dem es darum geht, Abweichungen zu erkennen, die den Weg aus der Endlosschleife weisen. Nach epd-film ist der Film „eine Allegorie auf die Angst eines jungen Manns vor der Vaterschaft, die ihn mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert. Der Endlichkeit weicht er aus, indem er in eine endlose Schleife flüchtet“. 

Ich liebe Phantastik, und dieser Film ist Phantastik pur.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen