Samstag, 23. November 2019

Im Kino: Joker

Todd Phillips' Film „Joker“ gehört im Grunde in den dunkel getönten Fantasy-Bereich, wirkt aber nicht unbedingt so. Jedoch spielt der Film in Gotham City, und dies ist eine fiktive Comic-Großstadt, die seit 1941 mit dem ersten Comic-Heft existiert, das die Stadt nennt. Später wurde die Stadt Teil des Batman-Universums und richtig berühmt. Dort tritt auch der Joker bereits seit Langem in Erscheinung. 


Der Film selbst hat aber keine echten Fantasy-Elemente und könnte auch im verlodderten New York der 1980er Jahre spielen, Slum-Atmosphäre mit vielen Bettlern und kriminellen Elementen inklusive. 

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Clown (Joaquin Phoenix), der beruflich scheitert, mehrfach zusammengeschlagen wird und langsam durchdreht, bis er sich zum Killer entwickelt, der alle ihm mißlichen Elemente umbringt. Zuerst sind es noch drei vermutlich angetrunkene Banker, die nachts in der U-Bahn eine Frau belästigen und dann ihn zusammenschlagen, aber diesmal hat er eine Schusswaffe dabei. Später sind es die Mutter, ein Arbeitskollege, ein TV-Moderator und dann die Stadtspitze. 

Visuell und atmosphärisch ist der abgründige Film ganz gut gelungen, ob die Geschichte so interessant ist, lasse ich mal dahingestellt. Es könnte der erfolgreichste Film dieses Jahres werden, den ich gesehen habe, steht er doch momentan auf Platz 7 der meistgesehenen Filme in 2019. Er hat bereits über eine Milliarde Dollar eingespielt. Im Grunde eigentlich bemerkenswert, fehlt ihm doch Vieles, was üblicherweise in dieser Kategorie zum Erfolg führt. 

Ein Film seiner Zeit, doch es ist einer, der die Fieberträume des Wahnsinns auslebt und feiert und das macht ihn zu einem äußerst problematischen Film“, meint kino-zeit

2 Kommentare:

  1. Hm... also irgendwie lässt Dein Kommentar doch kein wirkliches Fazit erkennen; ich finde immer, nur, weil der Film der soundsoviel Mal gesehenste Film ist, oder nominiert für was auch immer ist, heißt das genau NULLKOMMAGARNIX.

    Wie hat er DIR denn gefallen, bzw. was hat er in Dir ausgelöst?

    Ich habe ihn selbst noch nicht gesehen, fand ihn aber von der Vorschau her absolut uninteressant bzw. eher ... künstlerisch dramatisch durchgedreht angehaucht, das ist nicht meins. :-)

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  2. "Visuell und atmosphärisch ist der abgründige Film ganz gut gelungen, ob die Geschichte so interessant ist, lasse ich mal dahingestellt". Das war meine Aussage, muss ich vielleicht noch besser durch Ich-Form kenntlich machen. Schwer zu sagen, was dem Film fehlt. Emotion? Schöne Frauen? Ich weiss nicht, ob der Film es in meine Bestenliste schaffen wird; wenn, dann eher am unteren Ende. "Ein-Mann-sieht-rot"-Geschichten sind halt nur bedingt interessant.

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