Montag, 19. Januar 2026

Meine Woche (KW 02/2026)

Gemacht: eingekauft, Termin bei meiner Zahnärztin absolviert, Spaziergänge in der Südstadt/Nordstadt, Kinobesuch, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, gewandert bei Euskirchen (Bericht folgt). 

Gedacht: der Grönland-Konflikt zeigt mir mal wieder, dass einige Entscheidungsträger nicht mehr richtig ticken, wozu auch die Entscheidung gehört, ein paar Soldaten auf eine kurze „Erkundungsmission“ dorthin zu schicken. 

Gesehen: im Kino „Therapie für Wikinger“ sowie meine älteren Filmkonserven „Lust auf Anderes“ (2000), „Cargo“ (2006), „Alles für meinen Vater“ (2008), „Affären A La Carte“ (2009). 


>Ein Motiv aus der Kyllstraße, Köln-Südstadt<

Geärgert: das Ansehen weiterer DVD's scheiterte an meinem über 20 Jahre alten Denon-DVD-Player, der in den letzten Tagen auch schon ein paar mal mitten im Film ausging. Ich werde ihn jetzt als endgültig defekt ausmustern und durch einen Panasonic-DVD/Blue-Ray-Player ersetzen. Außerdem hat gestern meine Glühbirne in der Deckenlampe der Küche ihren Geist aufgegeben. 

Gelesen: in Tschingis Aitmatow's Novellen „Scheckiger Hund, der am Meer entlang läuft // Frühe Kraniche“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: nix Besonderes, aber manchmal gab's gemanschte Banane mit halber ausgepresster Zitrone und 5-Korn-Bio-Basis-Müsli. So etwas Ähnliches gab es schon in meiner Kindheit, aber ich meine, mich zu erinnern, dass auch noch Traubenzuckerpulver rein kam. 

Getrunken: Kaffee, diversen Tee, Kölsch (Braustelle). 

Gehört: Musikkonserven von Jabba, Jack Bruce, Jane Weaver, Jan Garbarek Group, Mamiffer und einige Alben bei spotify geprüft. 

Gegangen: 56.900 Schritte/Woche (3.400 – 17.500 Schritte/Tag). 

Gefühlt: manchmal ganz gut. 

Fazit: passable Woche mit ein paar überdurchschnittlich warmen Januartagen bis 11 Grad.

Sonntag, 18. Januar 2026

Ein Schritteziel?

Ich habe beschlossen, meine Zielvorgabe von "> 6.000 Schritte täglich" zu ändern. Im letzten Jahr habe ich das sowieso nicht durchgängig geschafft.

Ich ändere das Ziel jetzt auf ">42.000  Schritte/Woche" und ">3.000 Schritte täglich". Deshalb muss ich beispielsweise heute nur > 3.000 Schritte laufen, da ich keine Lust habe auf 6.000 Schritte; dennoch bin ich in dieser Woche, immer gezählt von Montag bis Sonntag, schon über 56.000 Schritte gelaufen.

Im Prinzip denke ich, dass solche Ziele sowieso weder fundiert sinnvoll festgelegt noch ausreichend sind. Meine Schritte-App bezeichnet aber Tage < 3.000 Schritte als "Sofa-Tage". Sofa-Tage möchte ich nicht, wobei aber natürlich anzunehmen ist, dass die App auch die Schritte in der Wohnung zählt. Schritte in der Wohnung erfasse ich aber nur zu einem geringen Teil, da meine App auf dem Smartphone ist und ich dieses keineswegs immer von Raum zu Raum herumtrage.

Prinzipiell ist Bewegung draußen sinnvoll. Ich gehe davon aus, dass diese Aktivität mein Immunsystem stärkt und auch günstig für den Erhalt der Muskulatur ist. Auf der anderen Seite ist die Aktivität "Gehen" zu einseitig, bedient nur einige Muskeln und Sehnen ausreichend, andere aber fast gar nicht. "Gehen" allein reicht daher nicht, die Beweglichkeit zu erhalten. Aber auf andere Dinge, etwa Gymnastik oder Fitnessstudio oder Schwimmen, muss man erst einmal "Lust" verspüren.

Freitag, 16. Januar 2026

Sound-Welten (02/2026)

In dieser Prüfrunde konnte mich keines der geprüften Alben wirklich überzeugen. Bei einigen Alben kann man aber den gewollt unkommerziellen Sound beklatschen, für den es heutzutage leider jedoch kaum noch Zuhörer gibt. 

AB Syndrom. Erstmals geprüft. Album: Plastik (2018). Drittes von heute vermutlich sechs Studio-Alben einer Berliner Combo. Vom musikexpressan Post-Dubstep und Indietronica geschulte Musik“ bezeichnet. „Zwischen … sprechgesungenen Texten … und dem verschleppten Elektrosound ... entsteht ein waberndes, schwingendes Feld der postdigitalen Stimmungen“. Diese Soundstrukturen sind mir doch zu simpel gestrickt. SHR: 22 T – 371 T. WD: n.v. 

Bad Cop/Bad Cop. Erstmals geprüft. Alben: Warriors (2017) // Lighten Up (2025). Das zweite und vierte Studio-Album einer US-amerikanischen Lady-Punk-Rock-Band. Stilistische Unterschiede zwischen den Alben sind bei flüchtiger Hörprobe eher schwierig zu erkennen, kloppen meist straight drauflos. SHR: 260 T – 3.515 T // 13 T – 119 T. WD: 18/day. 

Carla Bozulich. Album: Quieter (2018). Etwa sechstes und bis dato letztes Solo-Studio-Werk der US-Amerikanerin. Sie war auch Kopf und Sängerin der nicht mehr als existent anzusehenden Band Evangelista. Ihr Album ist düster-experimenteller Underground mit oft schrägen, sägenden Tönen, sie kann aber auch Melodien. Interessant, nicht leicht verdaulich, erinnert mich manchmal an Jarboe. In Deutschland wohl bestenfalls Insidern bekannt. SHR: 9 T – 47 T. WD: n.v. 

Death Machine. Erstmals geprüft. Album: Dawning Eyes (2025). Viertes Studio-Album einer dänischen Band. „Seit Jahren ein verlässlicher Garant für einen Stilmix aus Folk, Pop, Indie und Prog, der viele bekannte Größen der Siebziger zitiert, gleichzeitig aber auch neue Wege beschreitet“, meint powermetal. Ist nicht mein Ding, zu softig-poppig. SHR: 2 T – 29 T. WD: n.v. 

Elifantree. Erstmals geprüft. Alben: Blood Moon (2019), Hachi (2021). Sechstes und siebtes, bis dato letztes Studio-Album einer finnischen Band mit Lady am Micro, deren Sound mit Genres wie Jazz, Pop, Elektronik und experimenteller Musik assoziiert wird. Auf diesen Alben dominieren jazz-voice-experimentelle Klangstrukturen, denen man häufig, aber nicht immer, songdienlich-melodische Elemente oder Rhythmik absprechen kann. Diese Musik, tendenziell oft minimalistisch, ist ziemlich eigenwillig, in einzelnen Songs aber auch nervig. In Deutschland nur einer eingeweihten Hörerschaft bekannt. SHR: 1 T – 10 T // 1 T – 26 T. WD: n.v. 

Fuchs. Album: Too Much Too Many (2023). Viertes von fünf Alben eines deutschen Progressive-Rock-Musikers. Melodischer Sound, Melodic Prog eben. Die Songs können schon mal die 10-min-Marke überschreiten. „Hin und wieder etwas langatmig“, meinen die babyblauen-seiten. Stilistisch ist mir das Werk zu konservativ und die Voices sagen mir nicht zu. SHR: 1 T – 3 T. WD: n.v. 

Garbage. Alben: No Gods No Masters (2021) // Let All That We Imagine Be The Light (2025). Die britisch/US-amerikanische Band mit ihrer Lady am Micro gefiel mir vor allem am Anfang ihrer Karriere, ich kaufte in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ihre beiden ersten Alben. Mittlerweile sind sie bei den Alben No. 7 und 8 angekommen. Es ist eine auch heute noch relativ melodische Rockband mit gesunder Härte. Ansprechend, für mich aber nicht zwingend. In die Top 20 haben es bisher alle ihre Alben irgendwo (nicht zwingend in Deutschland) geschafft. Auf dem ruppigeren 2021er-Album konnte der Patti-Smith-Klassiker „Because the Night“ viele Hörer gewinnen. SHR: 327 T – 3.114 T // 200 T – 1.259 T. WD: 93/day. 

Harald Grosskopf & Ümit Han. Album: Magnetfeld (2025). Als Schlagzeuger und Keyboarder ist der Mann seit 1971 an zahlreichen Projekten und Bands beteiligt gewesen. Dies hier ist jedoch auch das neunte Album unter seinem Namen. Ich bezeichne es hier der Einfachheit halber als Tangerine-Dream-Stil, lange, durch Syntheziser und Rhythmusmaschinen getragene Kompositonen. Mir ist diese Instrumental-Musik jedoch zu einlullend „stromlinienförmig“ ohne irgendwelche besonderen Höhepunkte. SHR: 1 T – 3 T. WD: 22/day. 

Inezona. Erstmals geprüft. Album: Heartbeat (2023). Dieses dritte Album einer Schweizer Band mit Lady am Micro hat rocktimes treffend einem Stilmix aus Dark Americana, Desert Pop und New Age zugeordnet. Nicht jeder Song überzeugt mich, einige können aber punkten. SHR: 1 T – 7 T. WD: n.v. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (= 1 T) je Song. Indikator für relative Bedeutung im westlich geprägten Kulturkreis

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. Indikator für relative Bedeutung im deutschsprachigen Raum. 

 Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines letzten Zugriffs.

Mittwoch, 14. Januar 2026

Im Kino: Therapie für Wikinger

Der Film des dänischen Regisseurs Anders Thomas Jensen ist eine Art psychotisch gewalttätig-skurril-sentimentales Hinterwäldler-Drama im europäisch adaptierten Tarantino-Stil. 

Im Kern handelt der Film von zwei Brüdern, von denen der eine bei der Mutter lebt und der andere nach 15 Jahren Gefängnis wegen eines Banküberfalls gerade entlassen wurde. Vor 15 Jahren hatte er seinen Bruder gebeten, das geraubte Geld in der Nähe des Elternhauses zu verstecken. Doch dieser erinnert sich nicht bzw. will sich nicht erinnern, hat eine Persönlichkeitsstörung, hält sich für John Lennon. 

Dennoch brechen die Brüder auf zum Elternhaus, in dem jetzt ein anderes Pärchen wohnt. Das wie eine Hexenvilla aussehende alte Haus liegt einsam gelegen in einem Bergwald. Zu der Truppe gesellen sich weitere Psychos mit speziellen Beatles-Persönlichkeitsstörungen, um eine neue Beatles-Band ins Leben zu rufen. Und irgendwann trifft noch der Ex-Kumpan als gewalttätiger Psycho ein, der das Geld ebenfalls haben will. 

In Rückblicken erzählt der Film auch von den dysfunktionalen Familienverhältnissen und dem verschwundenen Vater, wodurch deutlich wird, dass es im Film um Traumata und deren Verarbeitung geht. 

Die Schatzsuche wird zum Bild für Erinnerung und Versöhnung, das alberne Rollenspiel zum Vehikel für den Umgang mit Traumata“, resümiert kino-zeit

Es ist durchaus auch mal skurril-witzig, was man hier sieht, besonders in der ersten Hälfte des Film. Dennoch, sicherlich ist das kein Film für „den guten Geschmack“. Ziemlich gut gemacht und unterhaltsam ist er dennoch, auch wenn er wahrscheinlich nicht das Niveau von „Men & Chicken“ (2015) erreicht. 

Erwähnen muss man noch den Prolog und den Epilog zum Film, die gelungene Wikinger-Sequenzen in Animationstechnik zeigen.

Sonntag, 11. Januar 2026

Meine Woche (KW 01/2026)

Gemacht: am Montag von Schweden nach Köln zurückgekehrt, eingekauft in der Südstadt und der City, in Bruders Wohnung nach dem Rechten geschaut, Spaziergänge in der Südstadt/City und Klettenberg/Sülz, Kinobesuche, davon einer mit zwei Ex-Arbeitskollegen, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut. 

Gedacht: Reisen im Winter kann etwas „Ungemach“ mit sich bringen. Von Haustür zu Haustür dauerte die Rückreise von Schweden > 12 Std., vor allem weil der Flieger in Stockholm mit anderthalb Stunden Verspätung los flog. 

Gesehen: im Kino „Der Fremde“, „Sorry, Baby“, Filmkonserven „Die Fliege“ (1958), „Letzte Runde“ (2001), „El Baño del Papa“ (2007), „C'Est La Vie“ (2008), „Taking Woodstock“ (2009). 


>Schiffspanne im Rhein. Die Schiffe liegen bewegungslos im Wasser. Der Kohlefrachter soll wegen Überladung wohl am Grund gelaufen sein<

Gelesen: beendet Kazuo Ishiguro's Roman „Der begrabene Riese“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: einen Suppenhuhn-Gemüse-Eintopf musste ich mal wieder dringend kochen. 

Getrunken: Kaffee, Gewürz-Chai, Kölsch (Torburg). 

Gehört: Musikkonserven von Die Irrlichter, Iron Butterfly, Isobel Campbell, Ivoux, Lankum, Lean Year. 

Gegangen: durchschnittlich 6.600 Schritte/Tag (4.500 – 8.300). Das 6.000-Schritte-Ziel pro Tag habe ich seit dem 21. Dezember nicht mehr konsequent verfolgt, aber als Wochen-Mittel wird es noch erreicht. 

Gekauft: Zugticket „Stockholm – Arlanda Airport“ (22 €). 

Gefühlt: ganz gut im schläfrigen Post-Urlaubs-Modus ohne schlechte Nachrichten. 

Fazit: gute Woche, manchmal mit Schnee und Eis. Heute war für Manche noch Rodeln am „Pilzberg“ im Beethoven-Park angesagt. Es war ziemlich glatt im Park.