Mittwoch, 26. November 2025

Im Kino: Ein schöner Ort

Als „eine rätselhafte Untergangsallegorie“ bezeichnet artechock den Film von Katharina Huber, die in Locarno damit einen Nachwuchs-Regie-Filmpreis gewann.

Keine Ahnung, was dort im Film genau passiert, die Personen, zwei jüngere Frauen im Vordergrund und einige andere Dorfbewohner, hängen so rum, hören Radio von einem bevorstehenden Raketenstart und kryptische Botschaften, essen und trinken, gehen im Wald spazieren, liegen im Bett oder in der Badewanne oder auf einer Wiese oder verschwinden für immer. Unverbindliche oder latent gewalttätige Sexualbeziehungen werden angedeutet. 

Der Film verbreitet, unterstützt vom Soundtrack, eine Endzeit-Stimmung Richtung Auflösung der Gemeinschaft/Warten auf Unheil, ohne dass in ihm wirklich etwas Greifbares passiert. Lebende Hühner, abgeschnittene Hühnerfüße und Hühnerköpfe sieht man manchmal ins Bild gerückt. 

Irgendwo meine ich gelesen zu haben, der Film wäre in einem Eifeldorf gedreht worden. Kann sein, nichts spricht dagegen, auch wenn die etwas maroden Häuser eventuell nicht so einfach dort zu finden sind.

Der Film ist nur etwas für Mitmenschen, die selbst das Gefühl haben, auf den Untergang zuzutreiben.

Montag, 24. November 2025

Meine Woche (KW 46/2025)

Gemacht: eingekauft, Spaziergänge in der Südstadt/City/Nippes, Sparkassentermin in Nippes absolviert, zwei Fenster geputzt, beim Friseur gewesen, einige meiner alten Filmkonserven angeschaut, Dateien vom Smartphone auf den PC verschoben. 


>Taqsim Patisserie, Neusser Straße, Nippes. Habe zwei leckere Hackfleisch-Böreks und einen Cappuccino geordert<

Gesehen: Filmkonserven „Batman“ (1989), „Das Wiegenlied vom Todschlag“ (1970), „Der Soldat James Ryan“ (1998), „Kontroll“ (2003), „Million Dollar Baby“ (2004), „Schmetterling und Taucherglocke“ (2007). 

Gelesen: in Michiko Aoyama's Roman „Frau Komachi empfiehlt ein Buch“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gefunden im öffentlichen Bücherschrank: Cho Nam-Joo's Roman „Miss Kim weiß Bescheid“. 

Gegessen: Suppenhuhn mit viel Gemüse gekocht. 

Getrunken: Kaffee, Cappuccino, Tee. 

Gehört: Musikkonserven von The Inchtabokatables, Innocent X, Ison, Jarboe, King Crimson sowie einige Alben bei spotify u.a. geprüft. 

Gegangen: durchschnittlich 7.200 Schritte/Tag (6.300 – 8.500). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gefühlt: Stimmung hält sich in Grenzen. 

Fazit: wenig ereignisreiche Woche mit kalten Tagen.

Montag, 17. November 2025

Meine Woche (KW 46/2025)

Gemacht: eingekauft, Spaziergänge in der Südstadt/City/Bayenthal/Deutz, im Kino gewesen. 


>Eine Bäckerei zwischen den Kranhäusern im Rheinauhafen. Sie hatte am Sonntag auf. Ist sie neu? Ist mir noch nie vorher aufgefallen, obwohl ich relativ häufig in der Gegend dort bin. Habe zwei Mohnbrötchen gekauft<

Gedacht: es war ziemlich viel los hier am 11.11. in der Kölner Südstadt. „Vergraulungsmaßnahmen“ andernorts haben dazu geführt, dass ziemlich viele Leute in die Südstadt gezogen sind, um ihre Karnevalsaktivitäten hier auszuleben. Ich habe nicht allzu viel davon mitbekommen, aber da ich mein 6.000-Schritte-Ziel erreichen wollte, war ich natürlich auch mal draußen und habe die Gegend um den Chlodwigplatz passiert. 

Gesehen: im Kino „The Secret Agent“. 

Gelesen: in Michiko Aoyama's Roman „Frau Komachi empfiehlt ein Buch“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gefunden im öffentlichen Bücherschrank: Susan Wiggs' Roman „Die Buchhandlung zum Glück“. 

Gegessen: Highlight waren sicher wieder selbstgemachte Gerichte mit Rosenkohl. 

Getrunken: Kaffee, Wasser/mit Vitamin-/Magnesium-Brausetabletten, Schultenbräu Weizen-Mix mit Grapefruit-Dose. 

Gehört: Musikkonserven von Hoelderlin, I Might Be Wrong, The Inchtabokatables, Incense, Infamis, Ion. 

Gegangen: durchschnittlich 8.400 Schritte/Tag (6.900 – 10.100). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gefühlt: hält sich in Grenzen. 

Fazit: wenig ereignisreiche Woche, aber die Mieterhöhung wurde von mir erst einmal nicht akzeptiert, da sie eine (rechtlich zulässige) Maximalforderung ganz knapp unter der Kappungsgrenze ist. Sehr nervige Angelegenheit mit möglicherweise katastrophalem Ausgang für mich.

Im Kino: The Secret Agent

Kleber Mendonça Filho's brasilianischer Polit-Thriller ist nach dem Kölner Kritikerspiegel in der Choices der beste Film des Monats November. Außerdem gewann er die Goldene Palme in Cannes. Er spielt 1977 in der Stadt Recife zur Zeit der Militärdiktatur. 

Ich kann nicht behaupten, in der Handlung so wirklich durchgeblickt zu haben, da es mindestens zwei Zeitebenen gibt und ich eventuell zu müde war. Aber visuell-atmosphärisch ist der Film schon ziemlich toll, da er ein rekonstruiertes Bild der lebendigen Stadt Recife zur damaligen Zeit zeigt, alte Autos und Telefonzellen inklusive. 

Es geht um einen ehemaligen Wissenschaftler, der an der Universität bei einigen Mächtigen in Ungnade gefallen ist, der in seine Heimatstadt zurückkehrt und incognito bei der Polizei arbeitet. Aber Auftragskiller finden ihn dort. 

Surreale Szenen um ein Bein, das man in einem Hai findet, spielen ebenso wie der Karneval eine gewisse Rolle im Film. 

Nach kino-zeit geht es dem Regisseur „nicht etwa um die Aufarbeitung konkreter und realer Verbrechen, sondern um eine fiktionalisierte, kapitelweise Erfassung kurioser bis brutaler Impressionen aus seiner Heimatstadt Recife zu jener Zeit“.

Montag, 10. November 2025

Meine Woche (KW 45/2025)

Gemacht: eingekauft, Spaziergänge in der Südstadt/City/Deutz, oft im Kino gewesen, Bruder zum Kaffeeklatsch in Köln-Klettenberg besucht, gewandert bei Ahrweiler/Ahrtal. 


>Südstadt-Herbst-Motiv, Zugasse<

Gesehen: im Kino „Amrum“, „Bugonia“, „Das tiefste Blau“ (Bericht). 

Gelesen: in Michiko Aoyama's Roman „Frau Komachi empfiehlt ein Buch“, im Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Highlight waren sicher selbstgemachte Gerichte mit Rosenkohl, egal ob ich dazu Lamm oder Lachs gebraten habe. 

Getrunken: Kaffee, Bananennektar, Wasser. 

Gehört: Musikkonserven von I Am The Morning, The Icicle Works, Illuminate, Ilya. 

Gegangen: durchschnittlich 9.100 Schritte/Tag (6.200 – 17.900). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gefühlt: hält sich in Grenzen; ich habe eine Mieterhöhung um 15 % (um 70 €) bekommen, Schreiben datiert auf einen Tag nach meinem Flug nach Porto und müsste evtl. mal antworten, vorzugsweise jedenfalls bis Ende des Monats. Der Mieterverein sagt, ich solle nicht zustimmen, da ich jetzt schon ziemlich genau die Miete zahle, die im Mietspiegel als Mittelwert für diesen Wohnungstyp/diese Wohnlage genannt ist. 

Fazit: wenig ereignisreiche Woche, in der ich oft im Kino untergetaucht bin.