Als „eine rätselhafte Untergangsallegorie“ bezeichnet artechock den Film von Katharina Huber, die in Locarno damit einen Nachwuchs-Regie-Filmpreis gewann.
Keine Ahnung, was dort im Film genau passiert, die Personen, zwei jüngere Frauen im Vordergrund und einige andere Dorfbewohner, hängen so rum, hören Radio von einem bevorstehenden Raketenstart und kryptische Botschaften, essen und trinken, gehen im Wald spazieren, liegen im Bett oder in der Badewanne oder auf einer Wiese oder verschwinden für immer. Unverbindliche oder latent gewalttätige Sexualbeziehungen werden angedeutet.
Der Film verbreitet, unterstützt vom Soundtrack, eine Endzeit-Stimmung Richtung Auflösung der Gemeinschaft/Warten auf Unheil, ohne dass in ihm wirklich etwas Greifbares passiert. Lebende Hühner, abgeschnittene Hühnerfüße und Hühnerköpfe sieht man manchmal ins Bild gerückt.
Irgendwo meine ich gelesen zu haben, der Film wäre in einem Eifeldorf gedreht worden. Kann sein, nichts spricht dagegen, auch wenn die etwas maroden Häuser eventuell nicht so einfach dort zu finden sind.
Der Film ist nur etwas für Mitmenschen, die selbst das Gefühl haben, auf den Untergang zuzutreiben.




