Montag, 12. Juni 2023

Meine Woche (KW 23/2023)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, erste Vogel-Identifikations-Versuche auf meinem Balkon, im Volksgarten, im Vorgebirgspark und auf dem Friedhof Deutz. 

Geappt: BirdNET. 

Gefunden: bestes kurzärmeliges Hemd (nachdem ich es mindestens eine Woche vermisst habe). 

Gesehen: im Kino „Fucking Bornholm“. 


>Balkonmotiv. Ich habe dort schon lange keine Katze mehr gesehen. Im Übrigen zeigt die Dachterrasse inzwischen Verfallserscheinungen. Als ich hier vor über 23 Jahren einzog, gab es diese Terrasse in den ersten Jahren noch gar nicht. Ich bin nicht sicher, wann sie gebaut wurde, aber im Jahr 2006 gab es sie auf jeden Fall schon. Vor ein paar Jahren wurden die Holzwände mal in diesem Rostrot-Ton gestrichen. Inzwischen nagen Wetter und Pflanzen jedoch an der Bausubstanz<

Gelesen: beendet Laura Imai Messina's Roman „Die Telefonzelle am Ende der Welt“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Geographischen Rundschau, im Greenpeace Magazin. 

Gegessen: gelegentlich mache ich wärmebedingt einen Salat, mit Eisbergsalat, Zitronenspritzern und Obst (Apfel, Birne, Banane, Kiwi) oder den Eisbergsalat mit Gurke und Dillkräutern. 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Orangensaft, Kölsch (Odeon). 

Gehört: Musik von And Also The Trees, Andrea Schroeder, Android Lust, Crippled Black Phoenix, King Crimson und einige Alben bei spotify geprüft. Viele Vögel. 

Gefühlt: ganz gut, aber dennoch etwas hitzegeschwächt, weshalb ich mich zu keiner Wanderung motivieren konnte. 

Gegangen: Mittelwert 8.500 steps/day (6.100 – 11.500). 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: eine 4-Tage-Arbeitswoche bei stark steigenden Temperaturen und meist sonnigem Wetter.

Im Kino: Fucking Bornholm

Die polnische Regisseurin Anna Kazejak erzählt in ihrem Film von zwei Pärchen, die mit diversen Kindern (Jungen) nach Bornholm fahren, um in den Dünen Urlaub zu machen. Die Kinder, in der ersten Nacht in einem eigenen Zelt untergebracht, machen einige Sexspielchen, die jedoch zu Verstörungen bei einem der Jungen führen. 

Als die Mutter des Jungen dahinter kommt, was passiert ist, ist sie selbst verstört, und verursacht Spannungen in der Gruppe, die sich noch verdichten, als zunehmend weitere Details über die Hintergründe der Sexspielchen ans Licht kommen. Der Urlaub geht ziemlich daneben, da sich Risse in den Beziehungen auftun. 

Die Regisseurin beweist „ein hochsensibles Gespür für die Risse, aus denen Spontaneität, Lebensfreude und das einstige Glück entweichen“, meint kino-zeit. Übermäßig aufregend fand ich den Film jedoch weder auf der erzählerischen noch auf der visuellen Ebene.

Freitag, 9. Juni 2023

Lärmmessungen mit Smartphone

Auf meinem Smartphone gibt es eine Lärmmessdatei von Dezember 2018. Damals hatte ich mein MI-Smartphone noch ziemlich neu. Umweltanalytik, beispielsweise Lärm messen zu können, war ein wichtiger Grund, mir ein Smartphone zu kaufen. Die App "Schallmesser & Detektor" lud ich damals ziemlich schnell runter. Auf meinem Kanaren-Urlaub Anfang 2019 setzte ich sie häufiger ein. Danach geriet sie praktisch in Vergessenheit. 

Gestern habe ich allerdings mal wieder eine 10-minütige Lärmmessung gemacht, da ich mich gewitterbedingt etwas unterstellen musste. Ich war gegen 20 Uhr auf der Schönhauser Straße, nahe der Kreuzung zur Bonner Straße (Bayenthal). Der Screenshot zeigt das Endergebnis:



"Busy Traffic", im Schnitt 70 dB(A). 

Gestern, am Feiertag war gar nicht mal so viel los. Außerdem ist an der Kreuzung eine Ampel. Es gibt also immer lautere und leisere Phasen. Was man in der Mitte der Linie als "Gebirge" sieht, ist jedoch gar nicht Verkehr, sondern Gewittergegrummel. Eigentlich hätte ich gern einen richtigen Knall aufgezeichnet, aber es gab nur einen - und da hatte ich die App noch nicht an. 

Insgesamt ist zu dieser App zu sagen, dass man gut Geräusche messen und aufzeichnen kann. Für ein Standortprofil ist sie weniger geeignet, denn man kann die Audio-Datei zwar speichern, aber das Bild nicht. Man kann am Ende der Aufzeichnung natürlich - wie hier geschehen - einen Screenshot machen, aber er zeigt nur das Endergebnis in Zahlen, die Zeitdauer der Aufnahme (10:14 min) und die letzten 20 Sekunden der Aufzeichnung. Das bedeutet, dass man optisch zwar ein Gewittergrummeln erfassen kann, aber nicht die Dynamik einer Kreuzung, weil hierfür eine mehrminütige optische Anzeige erforderlich wäre. 

Um die Vertrauenswürdigkeit der Lärm-Messergebnisse von Smartphones ist es schlecht bestellt. Ursächlich führt man das darauf zurück, dass sie nicht für Lärmmessungen konzipiert sind, sondern die Mikrophone Sprache verständlich machen sollen. Die Apps wiederum werden nicht für ein bestimmtes Smartphone konzipiert, sondern sollen auf unterschiedlichen Modellen laufen, die ihrerseits natürlich unterschiedliche, eingebaute Mikrophone haben. Man vermutet daher auch, dass iPhones bessere Ergebnisse liefern können als Android-Geräte, da deren Apps für deutlich weniger Geräte- und Mikrophonmodelle konzipiert werden.  

Montag, 5. Juni 2023

Meine Woche (KW 22/23)

Gemacht: gearbeitet, eingekauft, Einkaufsbummel, gewandert in Wuppertal und um den Stausee Obermaubach. 

Geärgert: bestes kurzärmeliges Hemd verloren. So wie es aussieht, ist auch mein Teclast-Tablet hinüber. Geht nicht mehr an. Vielleicht habe ich den Akku überladen? Oder ein falsches Kabel benutzt? Der Akku war aber auch schon vorher ziemlich schwachbrüstig, hat sich zu schnell entladen und brauchte ewig für das Aufladen. Wenn es hinüber ist, hätte es jedenfalls nur ca. dreieinhalb Jahre gehalten. 

Gesehen: im Kino „Die Nachbarn von oben“. Waldschäden. 

Gelesen: in Laura Imai Messina's Roman „Die Telefonzelle am Ende der Welt“, im Kölner Stadtanzeiger, in der Geographischen Rundschau, im Greenpeace Magazin. 

Gegessen: Spargel ist gelegentlich immer noch „in“. 

Getrunken: Kaffee, Wasser, Orangensaft, Schulten Grapefruit-Weissbier-Mix, Kölsch (Odeon), Weizenbier (Café Kult). 

Gehört: Musik von And Also The Trees, Andrea Schroeder, Crippled Black Phoenix, Jarboe & Helen Money, Jess Ans The Ancient Ones und einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: ganz gut. 

Gegangen: Mittelwert 11.200 steps/day (8.100 – 19.300). Mittelwert wahrscheinlich leicht unterschätzt. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Fazit: eine 4-Tage-Arbeitswoche bei oftmals schönem Wetter.

Samstag, 3. Juni 2023

Im Kino: Die Nachbarn von oben

Sabine Boss erzählt in ihrem schweizerischen Film von einer sozusagen am lebenden Subjekt angewandten Paartherapie außerhalb der Praxisräume. Ein seit 20 Jahren verheiratetes Paar kommt den Nachbarn von oben näher, da die Frau ohne konkrete Absprache mit ihrem Mann die Nachbarn von oben spontan einlädt. Sie streiten noch darüber, als es auch schon klingelt und die Gäste vor der Tür stehen. 

Schon ziemlich bald entschuldigt sich das Pärchen von oben für die manchmal lauten Sexualverkehrgeräusche, die aus ihrer Wohnung kommen und von denen sie vermuten, dass sie einige ihrer Nachbarn stören, da es manchmal anonyme Anrufe gibt. Entschuldigend fügen sie noch hinzu, dass es aber nicht sie selbst seien, die dieses laute Lustgestöhne von sich geben würden, sondern ihre Gäste, da sie manchmal Orgien veranstalten würden, aber dann meist nur zu acht, höchstens zu zehnt. 

Die Gastgeberin setzt zunächst noch auf Harmonie, beschwichtigt auch ihren zunehmend fassungsloseren Mann, doch die Gäste werden direkter, äußern den Verdacht, dass sie ziemlich sicher seien, dass der Gastgeber auch zu den anonymen Anrufern gehört und diagnostizieren ziemlich bald, dass sich ihre Gastgeber vor allem deshalb gestört fühlen würden, weil das Lustgestöhne ihnen ihre eigene erstarrte, lustlose Ehe vor Auge führen würde. 

Die Diskussion eskaliert zunehmend, zumal die Gastgeber nicht an einem Strang ziehen und andere Wahrheiten über ihre Ehe ans Licht zerren, die diese zunehmend zerlegt. 

Insgesamt ist das ein ziemlich guter Film geworden. Im Vergleich zu Roman Polański's „Der Gott des Gemetzels“ (2011), der ein ähnliches Setting hat und ebenfalls fast ausschließlich in einer Wohnung spielt, agieren die Schauspieler*innen in diesem Film aus meiner Sicht natürlicher/überzeugender, auch weil es weniger rabiat zugeht. 

Sex gibt es in diesem Film nicht zu sehen. 

Ein köstliches Beziehungs-Häppli – irgendwo zwischen Orgienfantasie und Paartherapie“, meint kino-zeit.