Das ist der erste Band ihrer Broken-Earth-Trilogie, die tendenziell mehr Fantasy als Science Fiction ist. In 2016-2018 gewann die afroamerikanische US-Autorin mit allen drei Bänden ihrer Trilogie den bedeutenden Hugo-Award in Folge und noch weitere renommierte Preise und stieg damit in kurzer Zeit zu einer der bedeutendsten Fantasy-Autor:innen ihrer Zeit auf.
In der von ihr erschaffenen Welt haben einige Menschen von Geburt an mentale Kräfte, mit denen sie plattentektonische Prozesse wie Erdbeben und Vulkanausbrüche beeinflussen können, wenn sie zuvor geschult wurden. In der Hauptstadt des Kontinents gibt es eine entsprechende, für Außenstehende geschlossene, streng hierarchisch geführte Einrichtung, in der diese Menschen verbracht werden, weil sie andernfalls eine Gefahr für alle anderen Menschen darstellen und oft deshalb umgebracht werden. Gleichzeitig gibt es eine Wächterkaste, deren Mitglieder in der Lage sind, diese mentalen Kräfte zu neutralisieren. Die genauen Zusammenhänge schildert der Roman nicht.
Im Mittelpunkt des Romans stehen drei junge, mental talentierte Frauen, die auf verschiedenen, leicht versetzten Zeitebenen mit ihrem mächtigen Mentor oder alleine bzw. in wechselnder Begleitung durch eine postapokalyptische Welt ziehen. Diese dörfliche Welt wird alle paar Hundert Jahre durch plattentektonische Ereignisse in die Finsternis geschleudert. Hungersnöte und Anarchie sind die Folge, bevor wieder Normalität eintritt. Die Frauen leben folglich in einer dünnbesiedelten Welt voller Ruinen untergegangener Städte und Relikten fortschrittlicher Technologie, deren Zweck sie nicht kennen. So gibt es beispielsweise riesige leuchtende Kristalle am Himmel, die unzweifelhaft nicht natürlichen Ursprungs sind. Eine der Frauen kommt auch in eine unterirdische bewohnte Stadt, die in einem amethystdrusenartigen Hohlraum errichtet wurde.
Das Setting des Romans ist teilweise spektakulär, aber seine Handlung ist relativ schwer nachvollziehbar, weil der Roman einen Blick auf das Leben dreier Frauen wirft und sich der Fortgang dieser Geschichten in einzelnen Kapiteln immerfort abwechselt. Viele Fragen bleiben offen. Im Grunde müsste ich, auf mehr Transparenz bei den Zusammenhängen hoffend, den Roman direkt noch mal von vorne zu lesen beginnen.
Ich weiß noch nicht, ob ich den Zyklus weiter verfolge. Die Gefahr ist groß, endgültig nicht mehr durchzublicken, wenn ich in einem Jahr oder so mit dem zweiten Band fortfahre; andererseits locken die ungeklärten Geheimnisse, denn hier im ersten Band blicken die Protagonist:innen bei vielen Zusammenhängen nicht durch und also auch der Leser nicht.
Bei lovelybooks haben sich einige Leser:innen zum Buch geäußert.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen