Mir scheint, dass mit diesem deutschen Autor vor ein paar Jahren ein neues Talent die Science-Fiction-Bühne betreten hat. Dieser Roman, sein drittes Werk, gewann auch den Kurt-Laßwitz-Preis sowie den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar, beides seit Jahrzehnten renommierte Preise für deutschsprachige Originalausgaben.
Das Buch, in einer unbestimmten, heute als weit weg zu betrachtenden Zukunft spielend, ist auf einer fremden Welt verortet, auf der die letzten Menschen in atmosphärisch abgeschotteten Kolonien leben und versuchen, durch hochentwickelte Technik die Atmosphäre bewohnbar zu machen und/oder sich selbst genetisch so anzupassen, dass sie dort leben können.
Doch diese Welt ist von Tieren bewohnt, und das Terraforming würde den Tod allen einheimischen Lebens bedeuten. Dies führt zu Konflikten innerhalb des wissenschaftlichen Führungsteams, doch auch zu Konflikten mit einheimischen Lebensformen, die das Terraforming sabotieren. Die meisten Lebensformen können jedoch mit Schallwaffen vertrieben werden, wenn sie den Kuppeln zu nahe kommen.
Die Geschichte wird zum Teil aus der Perspektive eines Jungen und seiner abtrünnigen Mutter erzählt. Die beschriebene Welt kann man sich als wüstenhafte Inselwelt mit hohen Bergen und tiefen Schluchten vorstellen, die Tierwelt als sehr bizarr, augenlos und aufgrund von Tarntechniken weitgehend unsichtbar.
Stilistisch-erzählerisch, aber auch im forschungstechnischen Background, konnte das Buch mich überzeugen.

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