Sonntag, 30. März 2025

Im Kino: Für immer hier

Walter Salles' Film erzählt von einer Familie während der Militärdiktatur in Brasilien. Die Familie bewohnt 1971 ein schönes Haus direkt am Meer in Rio de Janeiro. Das Familienleben funktioniert liberal und fröhlich, bis eines Tages der Mann abgeholt wird. Und Tage später auch die Frau und eine der Töchter. Ihnen wird im Auto eine schwarze Kapuze aufgesetzt, damit sie nicht sehen, wohin sie gebracht werden. Die Frau bleibt Wochen im Gefängnis und wird verhört, die Tochter nur einige Tage. 

Sie kommen frei, aber der Ehemann taucht trotz intensiver Recherchen der Ehefrau (Fernanda Torres) nie mehr auf. Das Haus am Meer können sie nicht halten und müssen zu Verwandten nach Sao Paulo ziehen. 25 Jahre später erwirken sie die Freigabe einer Akte, die auch den Totenschein des Mannes enthält. 

Seine widerständige Kraft bezieht der Film aus der erstaunlichen Abwesenheit von Aggression, Wut und Gewalt, aus der Stärke und Präsenz einer einzelnen Frau“, stellt epd-Film fest. 

Sehr einfühlsam, aber dennoch auch streckenweise bedrohlich, ist der Film erzählt.

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