Donnerstag, 14. November 2024

Im Kino: Marianengraben

Eileen Byrne's Film nach einer Romanvorlage der deutschen Autorin Jasmin Schreiber ist ein lockeres Roadmovie, das auf einem deutschen Friedhof beginnt. Dort begegnen sich zu abendlicher Stunde zufällig eine junge Frau und ein älterer Mann, um Trauerarbeit zu leisten bzw. eine bestimmte Urne auszugraben und zu stehlen. Sie werden ertappt, können aber mit der Urne im Wohnmobil des Mannes fliehen. 

Zufällig haben sie auch das gleiche Ziel, nämlich Nord-Italien, so dass sie sich nach ruppigem Beginn im Wohnmobil zusammenraufen. Im Wohnmobil reisen noch ein Hund und später auch noch ein verletztes, verarztetes Huhn mit. 

Der durchaus ernste Hintergrund der Traumata-Verarbeitungsgeschichte ist mitunter witzig-spöttisch-rührend und vor allem stimmig erzählt, und der Film punktet mit einigen skurrilen Einfällen um die Urne und das Huhn. 

Es liegt ganz bei den Hauptdarstellenden, der adretten Geschichte etwas Charme und emotionale Resonanz zu verleihen“, meint moviebreak.

Dienstag, 12. November 2024

Heizungsdemontage

Die Baumaßnahmen für den seit einigen Jahren geplanten Ersatz meiner mindestens 33 Jahre alten Gasetagenheizung in der Küche haben heute begonnen:


>Küche, Status heute. Das Foto zeigt u.a. freigelegte Rohrleitungen unter den Kacheln<

Dies ist leider nicht so einfach und wird vermutlich zu meinen Lebzeiten nicht zu einem befriedigenden Ergebnis führen.

Man sucht noch Rohrleitungen und Anschlüsse in der Wand und hat schon viele Wandkacheln zerstört. Es wurde auch ein Blei-Trinkwasserrohr gefunden. Der Handwerker ist der Meinung, dass die Rohrleitungen nach Möglichkeit ersetzt werden sollten, weil sich ihre "Lebenszeit" nach über 60 Jahren dem Ende nähert und eine Leckage in näherer Zukunft wahrscheinlich erscheint.

Alles nicht schön. Vermutlich werden sie auch noch Zerstörungen im Bad anrichten, u.a. weil die Wand nicht so dick ist.

Mein gewohnter Tagesablauf ist ziemlich beeinträchtigt, vor allem, da sie um 08:30 loslegen. Vorhersehbar ist auch, dass es demnächst kein mit Gas aufgeheiztes Warmwasser mehr gibt, da die Therme ja abgebaut wird und die neue Therme voraussichtlich nicht ohne Schwierigkeiten an die Gas- und Wasserleitungen angeschlossen werden kann.

Filmkonserve: Alan Rudolph's „Mrs. Parker und ihr lasterhafter Kreis“

Ist es ein lohnenswerter Film? Ich habe diesen Film von 1994 jetzt zum dritten Mal angeschaut und möchte ihn immer noch behalten. Vielleicht liegt es an Jennifer Jason Leigh als sinnliche Hauptdarstellerin, am jazzigen Soundtrack und den Filmkulissen mit vielen alten Autos, Schreibmaschinen etc., da er in den 1920er – 1950er Jahren in US-amerikanischen Städten spielt. 

Dorothy Parker (1893-1967) war US-amerikanische Schriftstellerin, Theater- und Literaturkritikerin. Der Film handelt von Ihrem Leben, das sich anscheinend zum erheblichen Teil in Vergnügungsstätten, Kritikerzirkeln, Redaktionen und Hotels abspielte; insoweit macht die Darstellung ihres Umfeldes mit den gesellschaftlichen Umgangsformen/Kontakten und Liebschaften einen Schwerpunkt des Film aus. 

Vielleicht fehlt es dem Film etwas an Höhepunkten und den geschilderten Beziehungen an Intensität; er plätschert etwas ohne Spannungskurve dahin.

Montag, 11. November 2024

Meine Woche (KW 45/24)

Gemacht: eingekauft, Spaziergänge in der Südstadt/City/Deutz, diverse Filme geguckt. 


>Trotz durchweg grauem Himmels war am Sonntag so Einiges los am Rheinufer<

Gesehen: im Kino „Anora“, „Der Buchspazierer“, Filmkonserven „Best Laid Plans“ (1999), „Buena Vista Social Club“ (1998), „Der Krieger und die Kaiserin“ (2000), „Fearless - Jenseits der Angst“ (1993), „Fragile – A Ghost Story“ (2005). 

Gedacht: lasst alle Hoffnung fahren. Die Menschheit und ich taumeln weiter dem Untergang entgegen. Aber schön, dass der Kanzler den FDP-Minister rausgeworfen hat. 

Gelesen: beendet James Corey's Roman "The Expanse: Nemesis Spiele", in Alastair Reynolds' Roman „Offenbarung“, im Kölner Stadtanzeiger und in der Eclipsed. 

Gefühlt: eingeigelt bei heftigeren Schulter-/Nackenverspannungen und Schmerzen im rechten Fuß (beim Gehen). 

Gegessen: lecker „Schawarma mit Gemüse im Brot“ (Hayati). Auch die cremige Süßkartoffelsuppe mit Kokos und Ingwer (gibt's bei DM) fand ich ganz lecker; kann man wie jede Suppe auch noch aufpeppen, beispielsweise mit angebratenem Schweinefleisch. 

Getrunken: Kaffee, Tee, Wasser. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gehört: Musikkonserven von Deine Lakaien, District 97, Dream City Film Club, Dreams of Sanity, Dunkelziffer. 

Gegangen: durchschnittlich 7.100 Schritte/Tag (6.100 – 8.800). Das Minimum von täglich 6.000 Schritten wurde erreicht, aber es fiel mir durchaus schwer an manchen Tagen, planlos durch die graue ungemütliche Wettersuppe zu laufen. Außerdem steigt der Schmerzlevel im Fuß mit zunehmender Schrittzahl. 

Fazit: nix Besonderes los in dieser Woche, und das war genauso gewollt, weil mir das Wetter zu ungemütlich war.

Filmkonserve: Jaume Balaguero's „Fragile – A Ghost Story“

Der spanische Regisseur inszenierte ab 1999 einige gelungene Gruselfilme, zu denen auch die Geistergeschichte „Fragile“ (2005) gehört. Der Film spielt in einer alten, im viktorianisch Baustil errichteten, in Teilen bereits vor längerer Zeit aufgegebenen Kinder-Heilanstalt. Es gibt aufgegebene Trakte und Stockwerke. 

Ein Kind verhält sich merkwürdig in seinen Spielen, berichtet von einem rachsüchtigen Geist, eine junge aushilfsweise hinzugezogene Krankenschwester, die oft Nachtschicht hat und auch häufiger Geräusche von oben hört, nimmt sich der Sache an. In alten Akten stößt sie mit Hilfe des Chefarztes auf sonderbare Fälle in der Vergangenheit der Klinik. Das Bedrohungsszenario, ausgehend von der aufgegebenen oberen Etage der Klinik nimmt zu. 

Den Film zeichnet eine visuell düstere Atmosphäre mit Gewitter und Nachtszenen, ein unheimlicher Soundtrack mit Geräuschen sowie ein ernsthaftes, glaubwürdig agierendes Ensemble an Darsteller*innen aus - und er verzichtet auf Jumpscares. Sehenswert ist der Film natürlich nur für Anhänger bedrohlich inszenierter Geister- und Spukhausfilme.