Montag, 16. Mai 2022

Meine Woche (KW 19/22)

Getan: gearbeitet, eingekauft, gewandert um Marienheide (Bergisches Land), zur NRW-Wahl gegangen, Spaziergänge in Köln gemacht. 

Gedacht: das Wahlergebnis hätte besser ausfallen können; aber immerhin kann die Landesregierung in der jetzigen Konstellation wegen der FDP-Schlappe nicht so weiter regieren. 

Gesehen: medial wenig, der Balkon wurde oft bevorzugt. Im Kinoprogramm  herrscht schon mal die erste Sommerflaute.

Gelesen: in Nino Haratischwili's Roman „Das achte Leben“, Durian Sukegawa's Roman „Die Insel der Freundschaft“, in Greenpeace Magazin, Geographischer Rundschau, Kölner Stadtanzeiger. 

Gegessen: Spargel- und Eiszeit. In der Kantine gibt’s natürlich meist andere Sachen. 

Getrunken: Kaffee, Orangen- und Grapefruitsaft, Früh Radler, ein Weizenbier draußen an der „Wagenhalle“. 

Gehört: Musik von Stina Nordenstam, sToa, Strange Attractor, Witch Mountain, Wucan, The Young Gods. 

Gefühlt: sommerlich. Man kann öfter mal wieder bei offenem Fenster schlafen. Das zeigt aber auch wieder, dass es ein Flugzeuge-Problem gibt. 

Gekauft: nichts > 20 €. 

Gegangen: 9.500 steps/day Mittelwert (6.100 – 23.500). 

Fazit: 4-Tage-Arbeitswoche bei meist gutem und oft auch warmem Wetter.

Sonntag, 8. Mai 2022

Bücherwelten: Adrian Tchaikovsky's Roman „Die Kinder der Zeit“

Mit diesem Roman (orig.: Children of Time, 2015) gewann der britische Autor den Arthur C. Clarke Award. 

Der Roman spielt im Grunde nach dem Niedergang der Zivilisation, die ihrerseits bereits auf Artefakte einer älteren menschlichen stellaren Hochkultur gestoßen war. 

Von der vergifteten Erde macht sich ein Sternenschiff auf, um das Überleben der Menschheit auf einem terraformten Planeten zu sichern. Von diesen Planetenprojekten weiß man nur aus Quellen der älteren Hochkultur. 

Die Reise dauert über 1.000 Jahre. Die menschliche Fracht überdauert die Zeit meist in Suspensionskammern, nur wenige Dutzend Menschen sind zeitweise wach. Im Laufe der Jahrhunderte schützt dies nicht vor bösen Überraschungen, zumal die Technik zu versagen beginnt.

Der erste Planet, den sie erreichen, ist grün, doch eine irre KI der alten Hochkultur auf einer Raumstation verwehrt ihnen den Zugang zur Welt, um das Terraforming-Projekt nicht zu stören. Sie steuern einen zweiten Planeten an, der sich als tot erweist. 

Nun bleibt ihnen keine Wahl mehr, sie müssen zurück zum ersten Planeten, da das Raumschiff nur noch Flickwerk ist. Dort erwartet sie ein böse Überraschung, denn intelligente Spinnen bevölkern den Planeten. 

Der Roman schildert die Reise, in deren zeitlichen Verlauf gleichzeitig die Spinnenzivilisation entsteht, in sich abwechselnden Kapiteln. 

Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung, ich fand das 670 Seiten lange Buch ziemlich sperrig und oft ermüdend. Erst auf den letzten 100 Seiten wird die Geschichte richtig interessant und spannend. 

In seiner Ausstrahlung ist es jedenfalls ein ziemlich düsteres Werk geworden. 

Ein großartiger SciFi-Roman, der unterhält, intelligent ist und mit Zukunftsvisionen spielt“, meint letusreadsomebooks.

Montag, 2. Mai 2022

Im Kino: The Northman

Robert Eggers hat viel amerikanisches Geld aufgetrieben, um sein archaisch-brutales Wikinger-Rache-Drama nicht nur mit mehr Technik, sondern auch mit namhaften Schauspieler*innen zu verwirklichen. 

Leider besteht – wenn viel Geld im Spiel ist - immer die Gefahr, in Belanglosigkeit abzugleiten. Mit Wikinger-Rache-Geschichten lässt sich eh kein Innovationspreis verdienen, davon gab es schon einige. Und in diesem Film geht es nur um einen Jungen, der mit ansehen muss, wie sein Vater ermordet wird, der fliehen und über viele Jahre nur an Rache denken kann. 

Es bleibt festzuhalten, dass es ein wuchtiges, durch entsprechende Soundtechnik unterstütztes Werk geworden ist. Darüber, ob der Sound so passt und ob einige digital entstandene „vergöttlichte Szenen“ nicht etwas kitschig geraten sind, kann man streiten. 

Aus meiner Sicht ist es nicht unbedingt der große Wurf geworden, aber der Film ist durchaus ansehbar und es gibt eine schöne, an die Conan-Geschichten erinnernde Sequenz, in der der Protagonist in ein verschlossenes Grab einsteigt, um dort ein exquisites Schwert zu rauben, dass er für seine Kämpfe braucht. Doch der tote Grabwächter, der das Schwert hält, erwacht zum Leben. 

Faszinierend in seiner Primitivität, seinem blutgetränkten magischen Realismus, seiner Verrücktheit, seinem Exzess“, meint artechock.

Samstag, 30. April 2022

Im Kino: Die wundersame Welt des Louis Wain

Will Sharpe's Film widmet sich dem Leben eines britischen Illustrators und setzt um 1880 ein, als dessen Vater stirbt und er als Ernährer seiner Mutter und der vielen Schwestern auftreten muss. 

Für seine talentierten Zeichnungen bekommt er eine feste Anstellung bei einer Zeitung und hat eine kurze glückliche Zeit, nachdem er das Hausmädchen entgegen den standesbewussten Gepflogenheiten in seiner viktorianischen Zeit geheiratet hat. In dieser Zeit mieten sie auch ein Häuschen und nehmen ein Kätzchen auf, das der Illustrator fortan oft zeichnet. Doch seine Frau stirbt schon bald an Krebs. 

Später malt er Katzen in Form von Katzenmenschen und Comics etc. und geht für einige Jahre auch nach New York. Er wird ziemlich bekannt, versäumt es aber, seine Figuren patentieren zu lassen. Zurück in England anlässlich des Todes seiner Mutter erkrankt er bald an Schizophrenie und siecht mehr oder weniger dahin. 

Ich weiß auch nicht, woran es liegt, dass die Verfilmung so uninspirierend wirkt. Im Grunde ist weder am Zeitkolorit und den Settings noch an den Schauspieler*innen etwas auszusetzen und Katzenbilder sowie Katzen gibt es auch zu sehen – und dennoch plätschert die Geschichte so dahin. 

 „Abwechslungsreich ist dieses Künstlerporträt allemal“, meint epd-film.

Montag, 25. April 2022

Meine Woche (KW 16/22)

Getan: gearbeitet, eingekauft, im Kino gewesen, Gemüsepflanzen bei Dingers (Bocklemünd) gekauft, mit Freund in der Braustelle (Ehrenfeld) super leckeres Kölsch getrunken, gewandert um Herchen (Siegtal) und um Overath, Bergisches Land (Bericht folgt). 

Gesehen: im Kino „Eingeschlossene Gesellschaft“, im TV: gelegentlich Berichte zum Tagesgeschehen, zwei Tatorte. 


>Meine Balkon-Akelei - übersteht schon im dritten Jahr den Winter<

Gelesen: in Durian Sukegawa's Roman „Die Insel der Freundschaft“, Adrian Tchaikovsky's Roman „Die Kinder der Zeit“, beendet Kiran Nagarkar's Roman „Ravan & Eddie“, in Greenpeace Magazin, Geographischer Rundschau, Kölner Stadtanzeiger und Orkus. 

Gegessen: Spargelzeit. 

Getrunken: Kaffee, Tee, Orangen- und Grapefruitsaft, Kölsch, Schulten Bräu Radler, Perlenbacher Radler Blutorange. 

Gehört: Musik von Big | Brave, Iron Maiden, King Dude, Steppenwolf und einige Alben bei spotify geprüft. 

Gefühlt: ganz o.k. 

Gegangen: 11.400 steps/day Mittelwert (6.700 – 21.600). 

Fazit: 4-Tage-Arbeitswoche bei gutem Wetter, aber nicht mehr besonders warm.