Sonntag, 8. November 2026

Meine Woche (KW 45/2026)

Gemacht: ich wurde nach Köln zurück transportiert. Als wenig gehfähiger Patient in einem Kölner Südstadt-Krankenhaus lag der Schwerpunkt meines Aktionismus beim Gehen mit Gehhilfen, vor allem Krücken. Das Gehen mit Krücken wurde mir von einem Physiotherapeuten mehrmals gezeigt. Das ist wichtig, da das verletzte Bein geschont werden muss. Bei Waagerecht- und runter gehen, wird mit dem kranken Bein jeweils der erste Schritt gemacht, beim Hochgehen mit dem "gesunden". Weil das verletzte Bein durch die Orthese stark gestreckt ist, ist das Aufstehen aus der Sitzposition mit dem linken Bein nach wie vor das größte Problem, weil es Kraft erfordert und gleichzeitig nicht schmerzfrei ist, weil auch dieses Bein durch Prellung etc. mindestens etwas verletzt ist.

Gedacht: an Krankenhaus-Chaos und desolater "Betreuung" mangelt es nicht. Auch wenn mein Rücktransport mit diversen "Übergabestellen" perfekt funktionierte, lief es schon am Anfang schlecht, weil ich aus dem griechischen Krankenhaus entlassen/entführt wurde, ohne irgendetwas von denen an Papieren zu bekommen. Der Krankenwagen musste schließlich einfach fahren, ohne dass irgendein Bericht oder sonst was fertig war, sonst hätten wir den Flieger in Athen verpasst. Also kann man festhalten, das Krankenhäuser nach wie vor grundlegende, eigentlich selbstverständliche Dinge mangels ausreichender Kommunikation nicht auf die Reihe bekommen.

Gesehen: in einer perfekt getakteten Verlegeaktion wurde ich von Tripoli in Griechenland über Athen und Frankfurt nach Köln verlegt. Ich kam wie gewünscht in das Südstadt-Krankenhaus. Wehmütig konnte ich noch etwas von der Landschaft des Peloponnes sehen. Im Südstadt-Krankenhaus hatte ich ein tolles 2-Bett-Zimmer mit Außenterrasse und Blick in einen ansprechenden Innenhof-Garten mit einer alten Kastanie in der Nähe. Es kam häufiger ein Eichhörnchen vorbei, weshalb mein Bettnachbar dann auch Erdnüsse in Schale kaufte. DVD: "Franklyn" (2008).


>Aussicht Krankenzimmer mit Terrasse, Köln-Südstadt<

Gelesen: beendet Miles Cameron's Roman "Artifact Space", begonnen Stephen King's Roman "Drei".  

Gegessen: das Kölner Krankenhaus-Essen war um Längen besser als in Griechenland, auch wenn es nichts Besonderes gibt. Aber allein schon Brötchen und Kaffee zum Frühstück mit ein bisschen Wurst, Käse und Marmelade schlagen alles. Zu Hause habe ich erst einmal vor allem ein Suppenhuhn mit viel Gemüse gekocht.

Getrunken: Kaffee, Wasser, Pfefferminztee.

Gehört: nichts Besonderes, es war ein sehr ruhiges Zimmer zum Garten.

Gefühlt: es gibt Lichtblicke. In Köln hatte ich viel Besuch, mein Bruder sowie meine Ex-Arbeitskolleg:innen Rolf, Michael und Tanja waren im Krankenhaus. Das Krankenhaus wollte mich schnell wieder los werden. So bekam ich neben den Krücken ein paar Rezepte für Medikamente und einen Rollator verschrieben sowie eine "Heilmittelverordnung", auf der steht, dass eine Physio mit einer 1 - 3 mal wöchentlichen Therapiefrequenz in Form von Hausbesuchen erfolgen soll. Außerdem gab es einen Entlassungsbericht und ein Reha-Programm, das ab der 17. Woche mit "high impact sport" ca. 9 Monate "post OP" endet. Umsetzbarkeit interessiert das Krankenhaus nicht. Gestern wurde ich nach Hause entlassen. Wir (Tanja/ich) bekamen einen Taxischein, weil wir andernfalls noch stundenlang auf einen Krankenwagen hätten warten müssen. Da unten an der Krankenhausrezeption wollte die Frau erst gar keinen Taxischein ausstellen, weil sie meinte, dass ich mit dem gestreckten Bein gar nicht ins Taxi kommen würde. Das funktionierte aber. Zu Hause war dann mein Bruder, und wir machten erst einmal einen Einkaufszettel, und er ging die Sachen einkaufen. Nun ja, eine Woche könnte ich wohl jetzt ohne weitere Vorräte durchhalten.

Gegangen: 700 Schritte/Woche.

Gekauft: nichts > 20 €.

Fazit: eine überwiegend passable Woche, in die der Rücktransport nach Köln und größtenteils Krankenhaus-Aufenthalt fielen.

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