In Bi Gan's in China angesiedeltem Film ist nahezu alles verfremded. Nach epd-Film ist es eine „Reise durch verschiedene Traumszenarien, Jahrzehnte, Filmgenres und -stile, in denen ein Träumer sich in wechselnde Figuren verwandelt“. Schön, wenn jemand das verstanden hat, aber auch zugibt, nicht alles verstanden zu haben, denn das dürfte jedenfalls beim ersten Anschauen des Films unmöglich sein.
Visuell ist der Film in jedem Fall toll. Die Szenerien (Träume) spielen in einer düsteren zerstörten Stadt während des 2. Weltkrieges, in einem abgelegenen, verlassenen, verschneiten und ebenfalls düsteren buddhistischen Tempel und in zwei weiteren Städten Jahrzehnte später.
Sehr bizarr und relativ statisch geht es in den beiden ersten Geschichten zu, viel Phantastik inklusive. Dynamischer und schauspielerisch interessanter sind jedoch aus meiner Sicht die beiden letzten Geschichten, die letzte ist eine Vampir-Geschichte.
Unangenehme Szenen gibt es auch im Film, etwa Folter und die rabiate Lösung eines Zahnproblems, wodurch der im Zahn wohnende Dämon/Geist freigesetzt wird und materialisiert.
Das Werk kann man/sollte man ansehen, aber der Film ist lang (160 min). Ab 16.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen