Freitag, 3. April 2026

Im Kino: Blue Moon

Nach „Nouvelle Vague“ ist dies bereits Richard Linklater's zweiter Film, der hierzulande in diesem Jahr in die Kinos kommt. Auch hier geht es um die Rekonstruktion von Zeitgeschichte.

Der Film spielt 1943 weitgehend in einer New Yorker Bar, in der sich Musical-Größen die Hand reichen. Dabei ist auch ein ehemals erfolgreicher Musical-Texter (Ethan Hawke in der Rolle des Lorenz Hart), der hier mit dem Bar-Personal eher die Außenseiterrolle einnimmt, während die Macher und Gäste eines Musicals gerade nach erfolgreicher Uraufführung in den Laden strömen. 

Der Texter war wegen Alkohol- und anderen Problemen an diesem Musical-Erfolg seines früheren Partners nicht direkt beteiligt und schwadroniert endlos mit diversen Leuten, sowohl mit seinem ehemaligen Partner als auch mit dem Bar-Personal und einer schönen, angehenden Schauspielerin (Margaret Qualley), in die er unglücklich verliebt ist. 

Dieser Film gefiel mir wohl etwas besser als „Nouvelle Vague“, da die Gespräche deutlich intensiver sind. Ansonsten ist es ein auch melancholischer Film über den Niedergang eines Mannes, der an diesem deprimierenden Abend auch wieder dem Alkohol zuspricht, obwohl er behauptet, mit dem Trinken aufgehört zu haben. 

Ein elegantes Kummerspiel über Partnerschaften aller Art“, resümiert critic.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen