Sonntag, 19. April 2026

Bücherwelten: Katharina Seck's Roman „Tochter des dunklen Waldes“

Der Roman dieser deutschen Autorin wurde in 2017 veröffentlicht. Genre-bezogen ist es Naturmystik-Fantasy und Romantasy mit dunklen Elementen. 

Im Zentrum steht ein dunkler Wald. Lang überlieferte Schauergeschichten, die gefürchtet werden, machen sein Betreten für die Bewohner eines nahegelegenen Dorfes angstbedingt unmöglich. Doch die junge Protagonistin, die einen geheimnisvollen, als Saison-Erntehelfer häufig abwesenden Geliebten hat, sieht sich gezwungen, diesem in den Wald zu folgen und dort zu leben. 

Sie trifft auf eine ihr fremde Welt, in der Dryaden in Baumhäusern leben und eine enge, magische Partnerschaft mit Partnerbäumen pflegen, die ihr Leben verlängern und mit denen sie mental kommunizieren können. Doch ihr Geliebter erweist sich als gefährlicher Dunkelelf, der ungewollt, aber durch archaische Triebe gesteuert Unheil anrichtet, von ihr aus Liebe aber dennoch gerettet wird. 

Der Roman weist Stärken in den naturmystischen Beschreibungen des Waldes und in der nachhaltigen natur-achtenden Lebensweise der Dryaden auf, handelt von einer starken Frau, doch die Liebesgeschichte (Romantasy) wirkt auf mich zunehmend zu emotional naiv-romantisch-idealisierend und hat im Grunde wenig erzählerischen Tiefgang.

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