Dienstag, 19. Februar 2019

Im Kino: Die Blüte des Einklangs

Naomi Kawase's Film ist so eine Art Wald-Mystik-Film. Er spielt in einer japanischen, dicht bewaldeten Berglandschaft der Insel Honshu. Die Haupt-Protagonistin, eine Französin (Juliette Binoche), wandert dort – in Begleitung einer japanischen Bekannten/Dolmetscherin – herum auf der Suche nach einer seltenen Kräuterpflanze. Sie treffen einen Mann, der im Wald arbeitet und jagt und sie in seinem Haus übernachten lässt. Er hat seinerseits eine Mutter/Tante (?), die sich mit Kräutern auskennt. 

Später, die Dolmetscherin ist weg, kommen sich Mann und Frau näher und lieben sich. Noch später muss die Französin zurück nach Frankreich, kommt aber einige Monate später zurück. Sie trifft im Haus einen jungen Mann an, den ihr Liebhaber verletzt im Wald gefunden hat. Den weiteren Verlauf der Handlung wage ich nur mit „undurchsichtig“ zu umschreiben. 

Die mystische Stimmung wird durch Nebelwolken, bizarr geformte Bäume und deren Rauschen im Wind, den Mond und durch verschwindende (und vielleicht tote?) Tiere und Menschen erzeugt, die später im Film wieder auftauchen. 

Die erste Hälfte des Film kann atmosphärisch überzeugen, auch die grandiosen Landschaftsaufnahmen und Juliette Binoche können überzeugen, in der zweiten Hälfte des habe ich allerdings nicht mehr so richtig durchgeblickt. 

Film-rezensionen meint, dass der Film „allgemein alles vermeidet, was als klare Aussage durchgehen könnte. Oder nachvollziehbare Handlung.“ So wirklich zufriedenstellend ist das nicht. 

Frau Kawases Filme „Still the Water“ (2014) und „Kirschblüten und rote Bohnen“ (2015) gefielen mir deutlich besser. 

Eine Wanderung in der Zülpicher Börde und der Drover Heide

Am Sonntag bei tollem Wetter um 15 Grad war ich das erste Mal in diesem Jahr im Rheinland wandernd unterwegs.


 >Knochenfund westlich von Kelz. Natürlich habe ich diesen Kopf mitgenommen.<

Ich entschied mich für weitgehend ausgeräumtes Flachland mit viel Sonne, startend an der Bahnstation Vettweiß, Zülpicher Börde und ging dann durch die Drover Heide und Wald nach Kreuzau ins Rur-Tal.

Bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh gibt es die Wanderroute, mehr Photos und mehr Bericht zu sehen.

Montag, 18. Februar 2019

Meine Woche (KW 7)

Getan: gearbeitet, eingekauft, Basketball gespielt, Vater im Seniorenheim besucht, Kinos besucht, gewandert (Bericht folgt). 

Gesehen: im Kino „The Mule“ und „Die Frau des Nobelpreisträgers“. 

Gehört: Blackmore's Night, The Heard, Poems For Laila, King Crimson, Whispering Sons (und natürlich Umweltgeräusche). 

Gelesen: in George R. Stewart's Roman "Leben ohne Ende", in Haruki Murakami's Geschichten-Band „Von Männern, die keine Frauen haben“, im Kölner Stadtanzeiger, im Nachruf-Heft „Bye SPEX! What's next?“ anlässlich des drucktechnischen Untergangs der 80er-Jahre-Rock/Pop-Zeitschrift „SPEX“ vor einigen Monaten. 

Gegessen: mal wieder zwei Käse-Börek-Schnecken beim Backwerk und Möhrengemüse mit Frikadelle bei Richartz. 

Getrunken: überwiegend Kaffee, auch Mango-Kokos-Tee und Grapefruit-Saft. 

Gefunden: im öffentlichen Bücherschrank Shashi Deshpande's Roman „Der schlafende Tiger“. 

Gekauft: eine Hose bei C & A. 

Gestaunt: im Schnitt drei Überfälle auf Personen in Köln täglich, berichtete der Kölner Stadtanzeiger aus der Kriminalstatistik 2018. 

Gefreut: das SPEX-Heft ist streckenweise witzig. 

Gewünscht: mehr Freizeit wünsche ich zugegeben andauernd. 

Gefühlt: ganz gut (besonders am Sonntag).     

Gemessen, aufgezeichnet: das Smartzone misst meistens die Anzahl der Schritte; Wanderroute. 

Gedacht: der Frühling naht. 

Genervt: hinsichtlich erforderlich gewesener Firefox-Installationsarbeiten am PC. 

Fazit: eine passable Woche.

Samstag, 16. Februar 2019

Soundwelten: Whispering Sons mit „Image“

Das Debut-Album der belgischen Post-Punk-Band „Whispering Sons“ wirkt etwas aus der Zeit gefallen, vermutet man doch eventuell, es mit einer 1980er-Jahre-Dark-Wave-Band zu tun zu haben. Ich konnte mich richtiggehend freuen, endlich mal wieder etwas „kauffähiges Dunkles“ entdeckt zu haben.


>Whispering Sons live mit „Alone“<

Der Sound „lässt sich Luft, Zeit und Raum zum Kreieren einer fesselnden Atmosphäre, um häufig nach drei, vier Minuten so richtig zu eruptieren“, steht bei monkeypress. 

Eine sehr düstere Voice hat die Lady am Micro. 

Ich schritt zur Tat und kaufte das Werk.

Im Kino: Zwei „Senioren-Filme“

Mit „Senioren-Film“ meine ich hier Filme mit Hauptdarsteller_innen im Seniorenalter. Aber auch das Kino-Publikum dürfte im Schnitt deutlich älter sein als normalerweise. 

Wobei wir hier auch generell bei dem Problem sind, dass die Kinobesuchszahlen in 2018 in Deutschland um 30 % eingebrochen sein sollen. Man führte das allerdings auf die Fußball-Konkurrenz und den heißen Sommer zurück. Zukünftig kann es allerdings auch passieren, dass relevante Filme etwa von Netflix produziert oder gekauft werden und gar nicht mehr ins Kino kommen. Im Übrigen liefen auch in 2018 selbst im Kölner Stadtanzeiger besprochene Filme, die ich sehen wollte, nicht immer in Köln, weshalb ich sie gar nicht gesehen habe. 

Aber gut, dann komme ich mal zum Thema. Ich war erstmals in diesem Jahr wieder im Kino: 

In Clint Eastwood's Film „The Mule“ hat sich der alte Haudegen mal wieder selbst die Rolle auf den Leib geschneidert, spielt er doch wieder selbst die Hauptrolle als eigensinniger, inzwischen alter Mann mit streckenweise fehlender Sozialkompetenz und gescheiterter Ehe. 

Seine Gärtnerei geht bankrott und zufällig bietet sich ihm die Gelegenheit, als Fahrer für Kleintransporte einen neuen Job zu bekommen. Er transportiert dann Drogen im großen Stil für das Kartell. Dies schon bald wohl wissend, wird er dennoch Wiederholungstäter, da er äußerst lukrativ bezahlt wird, das Geld für wohltätige Zwecke gut gebrauchen kann und im Übrigen manchmal auch Schäferstündchen bei netten jungen Mädels in der Luxusvilla des Kartelchefs spendiert bekommt. Diese Szenen, frei aus anderen Kartell-Filmen adaptiert, konnte sich der Regisseur wohl unmöglich verkneifen. 

Der Film ist insgesamt dennoch stimmig, nur wenig gewalttätig und mitunter auch berührend. 

„Eastwood, mit vollem Körpereinsatz seiner eigenen, 88-jährigen Altersfragilität, macht in seinem Auftritt zugleich den Starrsinn als auch die Hilflosigkeit des Alterns sichtbar“, meint epd-film

Björn Runge's Film „Die Frau des Nobelpreisträgers“ erzählt nach einem Roman der US-amerikanischen Autorin Meg Wolitzer (The Wife, 2003), wie die förmliche Verleihung des Literatur-Nobelpreises an einen Schriftsteller (Jonathan Pryce) dessen Ehe-Beziehung zum Einsturz bringt und mittelbar dessen Tod in Stockholm verursacht. Beleuchtet werden dabei Vermutungen und Fakten um Schriftsteller, deren Bücher von ihren wesentlich talentierteren Ehefrauen mitgeschrieben wurden. Die Geschichte spielt Anfang der 1990er Jahre, reicht in Rückblenden jedoch bis in die 1960er Jahre zurück. 

Der Film ist insgesamt stimmig, mitunter auch berührend. Sowohl die Darstellung des sich anbahnenden Ehekonflikts als auch der gesellschaftlichen Umgangsformen anlässlich der Preisverleihung wirken – zumindest aus meiner Sicht – sehr authentisch. 

Der Film „setzt sich subtil mit Lebenslügen und Enttäuschungen sowie mit Geltungsdrang und Geniekult, gesellschaftlichen Denkklischees und struktureller Unterdrückung auseinander“, meint kino-zeit.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Firefox-Neuinstallation

Da ist es mir doch gestern Abend erstmals passiert, dass ich am PC Firefox nicht gestartet bekommen habe und die Fehlermeldung "XULRunner-Error Platform-Version .... nicht kompatibel" erschien.

Woanders bzw. am Smartphone konnte ich herausfinden, was zu tun ist, nämlich Firefox deinstallieren und neu installieren. 

Der einfachste Rat war, Firefox dann mit einem anderen Browser zu installieren. Nur leider hatte ich keinen. Dann gibt es theoretisch noch die Möglichkeit, in Windows mit einem Befehl auf Verzeichnisse eines ftp-Servers zuzugreifen und die nötigen Dateien herunterzuladen. Das funktionierte aus mir nicht bekannten Gründen überhaupt nicht.  

Schließlich fand ich in einer Schublade noch eine 10 Jahre alte Zeitschriften-DVD mit einer Firefox-Version. Die habe ich installiert (was ging!!). Sehr, sehr laaaaaangsam lief dieses Firefox, aber man konnte von dort Firefox aktualisieren. Na, super!

Dieser Mist hat wieder Stunden gedauert, als hätte man nichts Besseres zu tun im Leben. 

Nachtrag 15.02.:

Die Aktualisierung ging nur bis zu einer bestimmten Versionsnummer. Man bekommt dann irgendwann eine Meldung auf den PC - und kann dann "Firefox Quantum" herunterladen. Jetzt ist es aber aktuell.

Ich habe aus dem Vorfall gelernt, und jetzt auch für ähnliche Notfälle als Zweit-Browser den Chrome-Browser auf dem PC installiert.

Einkaufen bei REWE

Ich habe erstmals meine Waren selbst eingescannt und an der Scanner-Kasse bei REWE am Barbarossaplatz bezahlt.

Alte Leute machen das normalerweise zunächst nicht freiwillig. Aber was will man machen, wenn keine "Fleisch-und-Blut-Kasse" besetzt ist? 

Rechts vom Scanner legt man die Waren auf eine Waage. Dorthin warf ich auch meine, in den Laden mitgebrachte Zeitschrift. Die Kasse meldete daraufhin ein "unerwartetes Objekt".

Frühere SF-Autoren und Filmemacher haben haben das seelenlose Kassenpersonal noch menschenähnlich gestaltet. Es gibt also noch Entwicklungspotenzial. Auch gab es keine Möglichkeit, einer flugfähigen Lastendrohne mitzuteilen, die Waren auf meinen Balkon zu fliegen.

Dienstag, 12. Februar 2019

Sound-Welten (01/2019)

In dieser Alben-Prüfserie gefiel mir das Album von Renaissance am besten. 

Jessica Risker. Album: I See You Among The Stars (2018). Vielleicht drittes Album einer US-Lady. „Eine Psych-Folk-Platte mit viel Potenzial“, meint e1nenhabichnoch. Mir sagt der softig-friedfertige Sound dieser 30-Minuten-Platte jedoch nicht so zu. SHR: 1 – 25 T. WD: n.v. 

Juanita Stein. Album: Until The Lights Fade (2018). Zweites Album einer australischen Indie-Rock-Lady. Man kann den Sound überwiegend ganz gut anhören, aber wer legt sich schon ein 30-minütiges Album zu? Plattenladentipps meint: „Der kraftvoll-knorrige Klang akustischer und elektrischer Gitarren korrespondiert wundervoll mit der Stimme“ der Lady. SHR: 7 – 121 T. WD: n.v. 

Knochenfabrik. Album: Ameisenstaat (1997). Mal wieder etwas Historisches: eine Deutschpunkband aus Köln, die es auf zwei Studioalben brachte. Von den 23 Songs dieses Albums schafft keiner die 3-Minuten-Marke. Man hört, was man erwartet: Punk mit sozialkritischen Texten. Manchmal ist dieser Sound ganz erholsam, aber eben auch nur manchmal. SHR: 22 – 70 T. WD: 28/day. 

Lady Lamb. Album: After (2015). Zweites und bislang auch letztes Album einer US-amerikanischen Indie-Rock-Lady. Zumindest auf spotify ziemlich erfolgreich. Mir selbst ist der Sound oft zu aufdringlich, während die ruhigen Songs manchmal überzeugen können. SHR: 149 – 3.489 T. WD: n.v. 

Macy Gray. Album: Stripped (2016). Neuntes Album einer US-amerikanischen R&B-Chanteuse. Dieses Album ist allerdings sehr jazzig ausgefallen. Auf spotify sehr erfolgreich. Mir ist der Sound jedoch zu mainstreamig. 310 – 6.179 T. WD: 28/day. 

Nova Materia. Album: It Comes (2018). Debut-Album eines französisch-chilenischen Elektro-Duos. „Ein klassisches, hypnotisches und leicht unerbittliches Club-Album“, meint gaesteliste. Stahlrohre, Eisenplatten oder über Metalloberflächen gezogene Steine bilden die Basis des dennoch stark elektronisch-technoid wirkenden Sounds. Das kann ich streckenweise anhören, auf die Dauer nervt es mich aber. SHR: 1 – 24 T. WD: n.v. 

Okay Kaya. Album: Both (2018). Debut-Album einer amerikanisch-norwegischen Singer-/Songwriterin mit Folk-/Pop-Ambitionen. Softer, manchmal zerbrechlicher Sound, manchmal aus meiner Sicht auch ins Kitschige abdriftend. SHR: 56 – 954 T. WD: n.v. 

Project: Patchwork. Album: Re/Flection (2018). Zweites Album einer deutschen Art-Rock-Band. Der Sound hat 70er-Jahre-Feeling. Eine „gelungene Mischung aus Prog, etwas Metall, viel Art-Rock und dem einen oder anderen Hauch Folk“, meint musikreviews. Aus meiner Sicht überzeugen die Songs jedoch nicht immer. Anspieltipp: „A Winter's Tale“. SHR: 1 T. WD: n.v. 

Renaissance. Album: A Symphonic Journey (2018). Renaissance, hier mit dem Renaissance Chamber Orchestra live at the Keswick Theatre Ende 2017, das war wahrscheinlich ein Herzenswunsch einer der besten Progressive-Rock-Sängerinnen, die diese Szene je hatte, noch ein vielleicht letztes Mal in bombastischeren Rahmen aufzutreten und an die Hoch-Zeiten der Band Mitte der 1970er Jahre anzuknüpfen. Die Mitstreiter von damals sind längst tot, und Frau Haslam wird nun auch bald 73 Jahre alt. Fast alle Platten dieser Band habe ich im Jahr 1979, das allerdings auch deren Niedergang einläutete, gekauft. Es ist möglich, dass ich mir diese neue Live-Scheibe aus nostalgischen Gründen zulegen werde. „Ein schöner Trip in die Vergangenheit mit kleineren, schlussendlich verzeihbaren Makeln“, meint betreutesproggen. SHR: 2 – 32 T. WD: 29/day.

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song.
WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), 
n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 
 

Montag, 11. Februar 2019

Meine Woche (KW 6)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, Basketball gespielt, Vater besucht, in der "Braustelle" mit Freund zu einigen nächlichen Bieren gewesen. 

Gesehen: Kölner Tristesse und viel TV bei WDR 3, z.B. Abenteuer Erde, Quarks, Markt, Tatort. 

Gehört: Autumnal Blossom, Baaba Kulka, Ensemble Du Verre, Erik Truffaz, King Crimson (und natürlich Umweltgeräusche). 

Gelesen: in George R. Stewart's Roman "Leben ohne Ende", im Kölner Stadtanzeiger, der Rock-Zeitschrift Eclipsed und der Choices. 

Gegessen: mittelprächtiges Kantinenessen, aber auch selbst gemachte Hühnersuppe und mein übliches Wok-Gemüse mit Lachsfilet. 

Getrunken: überwiegend Kaffee, auch Kölsch, Mango-Kokos-Tee und Grapefruit-Saft. 

Gefunden, geborgen: ein paar Sachen aus Vaters Wohnung, vor allem Chromagan-Geschirr, im öffentlichen Bücherschrank zwei Romane, Nagib Machfus „Die Midaq-Gasse“, Yann Martel „Schiffbruch mit Tiger“. 

Verloren: ---   

Gestaunt, gewundert: --- 

Gefreut: über den unverändert noch existierenden Arbeitsplatz nach 6 Wochen Abwesenheit kann man sich schon mal freuen. 

Gelacht: es gab nichts zu lachen. 

Gewünscht: mehr Freizeit wünsche ich mir - zugegeben - andauernd. 

Gefühlt: geht so, eine Erkältung habe ich bisher noch nicht bekommen.    

Gemessen: die Anzahl der Schritte. 

Gedacht: ins Kino könnte ich ja auch mal wieder gehen. Das scheiterte am Sonntag aber beispielsweise daran, dass ich zwar pünktlich dort war, aber in Anbetracht der langen Schlange bei diesem Chaos-Kino die Eintrittskarte vermutlich erst hätte erwerben können, nachdem der Film schon halb vorbei ist. 

Gefrustet: nur wenig. 

Genervt, geärgert: nur wenig. 

Fazit: eine mittelmäßige Woche (das sind ja statistisch gesehen die meisten). 

Bücherwelten-Romane

Die Idee, Büchern eine wichtige Rolle in einem Roman oder einer Erzählung beizumessen, ist uralt. Wenn diesen Büchern dann eine „magische Kraft“ innewohnt, weil sie beispielsweise wirksame Zaubersprüche enthalten oder Pforten in andere Welten öffnen, bewegen wir uns direkt im Bereich von Fantasy und/oder Phantastik. 

Es gibt - auch international - erfolgreiche Beispiele von deutschen Autor_innen, zu denen in jedem Fall Michael Ende's „Die unendliche Geschichte“ (1979) oder die Tintenwelt-Trilogie (2003-07) von Cornelia Funke gehören. Die Tintenwelt-Trilogie kenne ich nicht, aber „Die unendliche Geschichte“ fand ich damals, als sie erschien, schon sehr toll. 

Während in diesen und vielen vergleichbaren anderen Büchern wahrscheinlich nur einzelne Bücher oder einzelne Antiquariate im Mittelpunkt stehen oder Schauplatz des Geschehens sind, ist es in Walter Moers' Fantasy-Roman „Die Stadt der träumenden Bücher“ (2004) eine ganze fiktive Stadt mit endlosen uralten Katakomben voller Bücher und Bibliotheken. 

Während meines Urlaubs habe ich auch Zeit gefunden, zwei Romane zu lesen. Als jeweils erster Teil eines neuen, inzwischen mehrbändigen Zyklus greifen sie die Idee von der Existenz großer, geheimnisvoller Bibliotheken auf und versuchen diesem Plot neue Nuancen hinzuzufügen: 

Kai Meyer „Die Seiten der Welt“ (2014). Der Autor ist ein „alter Hase“, der schon Dutzende von Romanen geschrieben hat und von dem ich schon vor knapp 20 Jahren ein erstes Buch („Der Schattenesser“, 1996) las. „Die Seiten der Welt“ gewann die deutschen Phantastik-Literaturpreis-Seraph. Inzwischen gibt es vier Fortsetzungen. 

Genevieve Cogman „Die unsichtbare Bibliothek“ (orig.: The Invisible Library, 2015). Die Britin schrieb hier ihren erfolgreichen Debut-Roman, der daher inzwischen vier Fortsetzungen erfahren hat. 

Ich will die Geschichten hier inhaltlich gar nicht groß erzählen, das haben schon Andere gemacht. Phantastik- und Steampunk-Elemente haben beide Fantasy-Romane. In Kai Meyers Roman ist die Protagonistin der Geschichte ein junges Mädchen, bei Genevieve Cogman eine junge Frau. 

Kai Meyers Plot hat riesige labyrinthische Bibliotheken, eine Stadt der Bücher, zahlreiche Geheimnisse und phantastische Wesen, Tore in eine andere Welt, Intrigen, Mord und Totschlag auf der Suche nach bestimmten Büchern. 

In Genevieve Cogman's Roman ist die Bibliothek selbst in einer undefinierbaren zeitlosen Zwischenwelt angesiedelt. Man sammelt dort seltene Bücher aus Parallelwelten, die über magische Tore betreten und dort beschafft werden müssen. Zahlreiche Geheimnisse und phantastische Wesen, Tore in eine andere Welt, Intrigen, Mord und Totschlag auf der Suche nach bestimmten Büchern sind auch hier zu finden. 

Den wirklich „großen Wurf“ kann ich den beiden Büchern nicht attestieren. Man kann sie ganz gut und flüssig lesen, aber ich fühlte Schwächen bei der atmosphärischen Ausgestaltung, beim Stil, vermißte intellektuellen Tiefgang in den Dialogen, es viele phantastische Elemente und Ereignisse, die aber nur zugunsten von zu viel Action- und Abenteuer-Feeling angerissen werden. 

Mitunter hatte ich den Eindruck, dass diese Bücher zu offensichtlich für die Zielgruppe „junge Mädchen“ geschrieben wurden.

Mittwoch, 6. Februar 2019

Blüten müssen her!

Wieder zu Hause nach meinem 5-wöchigen Kanaren-Urlaub bekam ich die Tristesse des Wetters (grau-kühl) und die Tristesse des Pflanzenbestandes in der Wohnung, der schon seit längerer Zeit vor sich hin stagniert oder gar fault zu spüren und hatte am Montag - meinem letzten freien Urlaubstag - das Bedürfnis, Blüten und und mehr Farbe auf die Fensterbänke zu bringen.


>Also kaufte ich (mal wieder) eine neue Orchidee und eine Flamingoblume.<

Montag, 4. Februar 2019

Meine Woche (KW 5)

Getan: Relaxt auf Gran Canaria, viel durch die Dünen gewandert und dort gelesen, auch in den Bergen gewesen und Küstenorte erforscht; am Freitag Rückflug nach Köln. 

Gesehen: neue Orte auf Gran Canaria.

Gehört: Umweltgeräusche, manchmal nur den Wind. Music: Emmerhoff And The Melancholy Babies, Enigma, The Heard, Poems For Laila, Whispering Sons.

Gelesen: in Kai Meyer's Roman "Die Seiten der Welt", in George R. Stewart's Roman "Leben ohne Ende", im Kölner Stadtanzeiger und der Choices.

Gegessen: oft habe ich gebratene Leber mit Pommes, Zwiebeln, Salat gegessen. Aus irgendeinem Grund stand ich auf dieses Essen. Zurück in Köln habe ich gestern erst mal Spaghetti gegessen und prophylaktisch einen großen Pott Hühnersuppe gekocht.

Getrunken: überwiegend Kaffee und Bier, auch Limon-Fanta, gelegentlich Säfte und in Köln auch Glühwein.

Gefunden, geborgen: Preethi Nair's Roman "Koriandergrün und Safranrot" im öffentlichen Bücherschrank.

Verloren: ---  

Gekauft: Übernachtungsmöglichkeiten. 

Gestaunt, gewundert: über viele tote kleine Fische am Strand von Maspalomas.

Gefreut: über den reibungslosen Rückflug nach Köln. Ich hatte auch 3 Sitze für mich und keinerlei Platzenge. Endlich mal wieder Musik hören zu Hause.

Gelacht: ---  

Gewünscht: ---

Gefühlt: ausgepowert und etwas unmotiviert in den letzten Urlaubstagen, ausgeglichen.   
Gemessen: die Anzahl der Schritte.

Geforscht: "Gegend" auf Gran Canaria.

Gedacht: als Winterflucht-Ziel sind die Kanaren durchaus geeignet. Aber auch an der warmen Heizung meiner Wohnung lässt es sich in Köln aushalten.

Gefrustet: ---

Genervt, geärgert: ---

Fazit: die Luft ist am Ende etwas raus aus dem Urlaub gewesen. 

Montag, 28. Januar 2019

Meine Woche (KW 4)

Getan: auf Teneriffa im Wald gewandert und Ortsbesichtigungen gemacht, am Donnerstag nach Gran Canaria zurückgekehrt und viel in den Dünen, aber auch in den Bergen gewandert.

Gesehen: alte Gemäuer, aber auch hyperluxuriöse Hotels, Wohnkomplexe, Shopping-Zentren, viele Dünen, grandiose Berglandschaft.

Gehört: Umweltgeräusche, manchmal nur den Wind.  

Gelesen: in Kai Meyer's Roman "Die Seiten der Welt".

Gegessen: gegrillte Sardinen standen auch wieder als ein Highlight auf meiner Speisekarte, aber auch Schweineleber mit Pommes und Salat aß ich gern.

Getrunken: überwiegend Kaffee und Bier, auch Limon-Fanta und gelegentlich Säfte.  

Gefunden, geborgen: ---

Verloren: ---  

Gekauft: Übernachtungsmöglichkeiten. 

Gestaunt: ---

Gefreut: über spektakuläre Dünen- und Felslandschaften.

Gelacht: ---  

Gewünscht: ---

Gefühlt: ausgeglichen.  

Gemessen: die Anzahl der Schritte, einige Lärmmessungen.

Geforscht: "Gegend" auf Teneriffa und Gran Canaria.

Gedacht: ---

Gefrustet: ---

Genervt, geärgert: ---

Fazit: eine gute Woche


(veröffentlicht am 04.02.2019)

Montag, 21. Januar 2019

Meine Woche (KW 3)

Getan: einige Städtchen auf Gran Canaria besucht, am Dienstag mit einem Schiff nach Teneriffa weiter gefahren, dort diverse Städte besichtigt und auch am El Teide in über 2.000 m Höhe gewandert. 

Gesehen: neue Orte, eine ganz andere Landschaft mit Wein- und Bananenanbau, aber auch Hochgebirgsvegetation auf Teneriffa und manch einen "Jardin" mit üppiger Vegetation.

Gehört: Umweltgeräusche, manchmal nur den Wind.  

Gelesen: in Genevieve Cogman's Roman "Die unsichtbare Bibliothek", in Kai Meyer's Roman "Die Seiten der Welt".

Gegessen: auch Eis, und zum Teil gab es ein reiches Frühstücksbuffet.

Getrunken: überwiegend Kaffee, auch Limon-Fanta und gelegentlich Säfte oder ein Bier.  
Gefunden, geborgen: ---

Verloren: ---  

Gekauft: Übernachtungsmöglichkeiten. 

Gestaunt: über die steilen Hänge im Norden Teneriffas, die sowohl für den Anbau, das Wohnen und die Verkehrsinfrastruktur erschlossen sind.

Gefreut: vor allem über die Pflanzenwelt und manchmal auch auf das Frühstück im Hotel.

Gelacht: ---  

Gewünscht: besseres Wetter.

Gefühlt: zum Teil war es etwas arg kühl in den höheren Berglagen.  

Gemessen: die Anzahl der Schritte, einige Lärmmessungen.

Geforscht: "Gegend" auf Teneriffa.

Gedacht: ---

Gefrustet: das Wetter in höheren Berglagen hätte besser sein können.

Genervt, geärgert: über das langsame, aber letztlich endgültige Versagen meiner Digital-Kamera.

Fazit: eine passable, mitunter aber auch recht kühle und wolkige Woche auf Gran Canaria und Teneriffa


(veröffentlicht am 03.02.2019)
 

Montag, 14. Januar 2019

Meine Woche (KW 2)

Getan: Relaxt auf Fuerteventura, auch in der kargen Landschaft und durch Dünen gewandert und an einem weißen Sandstrand gelesen und gedöst, am Samstag mit einem Schiff nach Gran Canaria weiter gefahren und Las Palmas besichtigt. 

Gesehen: neue Orte auf Fuerteventura.

Gehört: Umweltgeräusche, manchmal nur den Wind.  

Gelesen: in Genevieve Cogman's Roman "Die unsichtbare Bibliothek".

Gegessen: gegrillte Sardinen waren auch in dieser Woche das Highlight, aber auch Calamares mit Pommes und das eine oder andere Stück Gebäck konnte man ganz gut essen.

Getrunken: überwiegend Kaffee und Bier, auch Limon-Fanta und gelegentlich Säfte.  

Gefunden, geborgen: ---

Verloren: ---  

Gekauft: Übernachtungsmöglichkeiten.

Gestaunt: über die verfallende Agrarlandschaft. 

Gefreut: über die Atlashörnchen auf Fuerteventura.

Gelacht: ---  

Gewünscht: preislich günstigere Unterkünfte, weniger aggressiv bellende Hunde.

Gefühlt: ausgeglichen. 

Gemessen: die Anzahl der Schritte, einige Lärmmessungen in der Natur.

Geforscht: "Gegend" auf Fuerteventura.

Gedacht: ---

Gefrustet: ---

Genervt, geärgert: ---

Fazit: eine angenehme Woche auf Fuerteventura. 


(veröffentlicht am 03.02.2019)

Montag, 7. Januar 2019

Meine Woche (KW 1)

Getan: Relaxt auf Lanzarote und auch in der kargen Landschaft gewandert, am Sonntag mit einem Schiff nach Fuerteventura weiter gefahren. 

Gesehen: neue Orte auf Lanzarote.

Gehört: Umweltgeräusche, manchmal nur den Wind.  

Gelesen: in Genevieve Cogman's Roman "Die unsichtbare Bibliothek".

Gegessen: gegrillte Sardinen waren auch in dieser Woche das Highlight.

Getrunken: überwiegend Kaffee und Bier, auch Limon-Fanta und gelegentlich Säfte.  

Gefunden, geborgen: ---

Verloren: ---  

Gekauft: organisierte Bustour auf Lanzarote.

Gestaunt: über die verfallende Agrarlandschaft und den einzigartigen Weinanbau auf Lanzarote. 

Gefreut: über die Kakteen und diverse Sonnenuntergänge auf Lanzarote.

Gelacht: ---  

Gewünscht: preislich günstigere Unterkünfte.

Gefühlt: ausgeglichen. 

Gemessen: die Anzahl der Schritte. 

Geforscht: "Gegend" auf Lanzarote.

Gedacht: ---

Gefrustet: ---

Genervt, geärgert: ---

Fazit: eine angenehme Woche auf Lanzarote. 


(veröffentlicht am 02.02.2019)