Freitag, 21. Dezember 2018

Kino-Tipp: Under The Silver Lake

David Robert Mitchell's Film spielt in Los Angeles und handelt von einem Typen, der mit Vorliebe schönen Frauen hinterher guckt und ziemlich viele Joints raucht. Dabei vermischen sich seine Eindrücke zunehmend mit Zwangsvorstellungen, die szenisch aber so gut eingebaut sind, dass man nicht so recht weiß, ob nun Realität oder nur die Vorstellungswelt des jungen Mannes gezeigt wird. Der Film kann dabei auch schon mal in die unheimliche Phantastik abgleiten. 

Jedenfalls verfolgt der junge Mann ein Ziel, nämlich jene Frau wiederzufinden, die im Innenhof gegenüber wohnte und mit der eine Liebesnacht verbracht hat. Manchmal führt die Spur auf Nobelparties. So surreal wie die Geschichte insgesamt gestrickt ist, ist allerdings nicht sicher, ob diese Frau überhaupt existiert, zumal deren Wohnung am nächsten Tag komplett geräumt war. 

Es ist im Grunde unmöglich, diesen Film nachvollziehbar zu erzählen, aber das Ansehen lohnt. Erwähnenswert ist noch, dass auch Tiere eine oft bizarre Rolle in diesem Film spielen – Hunde, Papageien, Stinktiere, Eichhörnchen. 

Ein „popkulturell aufgela­dener Neulingsblick [eines jungen Regisseurs] auf das Labyrinthische, Mystische und Esoterische“ von Los Angeles, meint epd-film

In 2015 sah ich hierzulande schon seinen Horrorfilm „It Follows“, der mir ebenfalls sehr gut gefiel. 

Man ist sich aber nicht wirklich einig über den neuen Film. Herr Balzer, Autor der zeit, schreibt dort eine witzig-lesenswerte, gute Kritik zu einem seiner Ansicht nach schlechten Film. Geht das überhaupt? Oder „bespricht“ Die Zeit nicht sowieso nur gute Filme, von denen der eine oder andere mal mehr oder weniger gut ist? 

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