Donnerstag, 20. Dezember 2018

Kino-Tipp: Gegen den Strom

Benedikt Erlingsson's Film spielt überwiegend in/auf Island und handelt von einer im Alltagsleben unauffälligen Frau, die die örtliche Aluminiumhütte mit Sabotageakten bekämpft. Abgesehen hat sie es dabei auf die Stromversorgung, der sie mit Bogen, Seilen, Sprengstoff und Sägen mitten in der weitgehend baumfreien isländischen "Pampa" zu Leibe rückt. Doch nach diversen solcher Attacken mit entsprechenden Erfolgen wird die Überwachung und Spurensuche intensiviert, das Gebiet mit Hubschraubern und Drohnen überwacht. 

Immer wenn es etwas brenzlich wird, spielt eine Kapelle auf oder singt ein dreiköpfiger ukrainischer Frauenchor. Nur die Protagonistin sieht und hört diese Personen. Dadurch und durch die schrägen Klänge erhält der Film einen surrealen Charakter. Witziges Element ist ein spanischsprechender Tourist, der auf einem Fahrrad unterwegs ist und drei Mal von den Sicherheitsbehörden irrtümlich überwältigt wird, weil sie ihn für den Saboteur halten. 

Die Ukraine spielt hier in dem Film noch eine Nebenrolle, denn die Protagonistin adoptiert dort ein Kind und flüchtet zunächst dorthin, als sie die Zusage bekommt, das Mädchen dort in einem Waisenhaus abholen zu dürfen.

Ein clever rhythmisierter und durch surreale und komische Elemente strukturierter Film“, meint epd-film. Es lohnt wirklich, ihn anzuschauen. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen