Samstag, 1. Dezember 2018

Im Kino: Cold War - Der Breitengrad der Liebe

Pawel Pawlikowski's polnischer Liebesfilm fängt in den späten 1940er Jahren an und erzählt über vielleicht drei Jahrzehnte von einer großen Liebe. Anfangs lernen sie sich in einer Sing-/Tanz-Akademie kennen, einem eigens hierfür wahrscheinlich beschlagnahmten Herrensitz. Er ist Klavierlehrer und Komponist, sie eine Schülerin. 

Später wird der Tanzchor bekannt im Osten und man darf Auslandsreisen in befreundete Länder machen. Bei einem Gastauftritt in Ost-Berlin setzt sich der Mann in den Westen ab, aber seine Geliebte hat nicht das Selbstvertrauen zu folgen und kommt nicht zum verabredeten Treffpunkt. 

Der Mann geht weiter nach Westen, nach Paris, ist dort mehr in der Jazz-Szene zu Hause. Später kommt der Tanzchor auch gelegentlich nach Westeuropa auf Tournee. Sie treffen sich heimlich in diversen Städten, leben später zeitweise auch mal in Paris zusammen, doch die Frau hat Sehnsucht nach Polen und kehrt dorthin zurück.

Atmosphärisch in schwarzweiss gedreht, wirkte die Geschichte auf mich relativ kühl, die tiefe Leidenschaft ist nur angedeutet. 

Ein Meisterstück erzählerischer Konzentration, dem es gelingt, seinen Protagonisten unverbrüchlich treu zu bleiben und zugleich tragenden Nebenfiguren Raum zu geben“, meint epd-film

Aus meiner Sicht ist es eher ein Film für echte Filmkunst-Cineasten.

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