Mittwoch, 28. November 2018

Kino-Filmtipp: Suspiria

Ein Filmtipp – aber nicht für alle. 

Der neue Hexen-Tanz-Horrorfilm von Luca Guadagnino gefiel mir gut. Es ist ein Film für die Augen – visuell häufig beeindruckend, besonders auch in den krassen Tanzszenen. Eine etwas laszive Erotik und die sonderbare Atmosphäre sprechen auch für den Film. Die Handlung erscheint relativ komplex bzw. undurchsichtig inszeniert und spielt auf mehreren Zeitebenen. Sie ist zudem durchsetzt mit bizarren Visionen oder Flashbacks. Vermutlich habe ich die Zusammenhänge noch nicht einmal richtig verstanden. 

Erzählt wird von einer jungen Amerikanerin (Dakota Johnson), die noch zu DDR-Zeiten in den 1970er Jahren nach Ost-Berlin kommt, um bei einer Frauen-Tanz-Akademie anzuheuern. 

Die Akademie residiert in einem herrschaftlich eingerichteten, verschachtelten Häuserkomplex direkt an der Mauer. Sie tanzt vor – und wird direkt genommen. Die Tänze der Gruppe entfalten jedoch irgendeine magische Bedeutung und Kraft, können Rituale sein und werden von der Hexen-Führungsriege auch genutzt, um Verräterinnen in den eigenen Reihen hinzurichten. Diese okkult angehauchte „Tanzsekte“ stützt ihre Kraft dabei auf „vergammelte Alt-Hexen“, die man später in den Kellergewölben herumkriechen sieht. 

Das Verschwinden von Mädchen erregt Aufmerksamkeit einiger Personen, u.a. eines alten Psychiaters, der Nachforschungen anstellt. 

Am Ende wird um die Macht unter den Hexen getanzt. Sehr bizarr und sehr blutig. 

Die Innenszenen wurden in einem Lost Place, einer alten Hotel-Ruine in der norditalienischen Stadt Varese gedreht (lt. wikipedia), dort in der Stadt gab es auch alte Gewölbe als Drehort. 

Der Film ist ein Remake. Wenn ich es richtig sehe, habe ich nie einen Film von Dario Argento gesehen, also auch nicht das Original „Suspiria“ (1977). Das müsste ich interessehalber mal nachholen – zumal die ungekürzte Fassung erst im letzten Jahr für den Film-Konservenmarkt freigegeben wurde. 

Der Filmtipp ist für jene, die sich heutzutage noch trauen, in einen Film zu gehen, der erst ab 16 Jahre freigegeben wurde. 

Allein die Analyse aller Motive und Metaphern des Filmes wird ein ganzes Buch füllen können“, meint kino-zeit.

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