Samstag, 3. November 2018

Im Kino: Dogman

Matteo Garrone's Film „Dogman“ spielt in einem kleinen süd-italienischen Küstenbad und handelt von einem schmächtigen Mann, der ein Hundegeschäft betreibt. Kein Verkauf, sondern Hundefriseurladen und -pension. Doch ein gewalttätiger, klobiger, dämlicher Krimineller, der gerade mal wieder aus dem Gefängnis entlassen wurde und dem er gelegentlich Kokain vertickt, macht ihm zunehmend Ärger. In der einzigen „lustigen“ Szenenabfolge des Films wird er von dem Kriminellen gezwungen, als Fahrer bei einem Einbruch mitzumachen und erfährt von den Einbrechern, dass sie dort einen kleinen Hund vorfanden, den sie kurzerhand in die Tiefkühtruhe sperrten. Später macht sich der „Dogman“ auf, den Hund zu retten, holt ihn handlich steifgefroren aus dem Kühlfach und wiederbelebt ihn in der Spüle. Der Konflikt weitet sich aus, bringt den „Dogman“ sogar ins Gefängnis. 

Wieder entlassen, will er Geld sehen für den Einbruch, an dem er mitgewirkt hat, wird zusammengeschlagen und schwört Rache. Mit einer List gelingt es dem „Dogman“, den Kriminellen in einen Hundekäfig zu sperren. 

Der Regisseur hat einen kleinen, schmutzigen, gegen Ende zunehmend krassen Film gedreht, der mit genauer Milieuzeichnung und seinen überzeugenden Darstellern punkten kann. 

Den Ort und damit auch das Land, das Dogman zeigt, ist eine düstere, kaum je sonnige und dem Untergang geweihte Gegend, in der am Ende jeder für sich alleine ums Überleben kämpft. Eine Vorhölle, in der die Hunde um vieles menschlicher erscheinen als ihrer zweibeinigen Besitzer“, meint kino-zeit.

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