Sonntag, 11. November 2018

Meine Woche (KW 45)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, oft im Kino gewesen, Vater besucht in der Seniorenresidenz.  

Gesehen: im Kino „Der Trafikant“, „The Guilty“ und „25 km/h“, im TV „Abenteuer Erde: Auf Leben und Tod“ (WDR); u.a. wurde gezeigt, wie Goldmakrelen und Fregattvögel einen kompletten Schwarm Fliegender Fische vernichten. „Quarks: Gefährliches Erbe - wie wir die Folgen des Bergbaus bewältigen“ (WDR).  

Gehört: The Electric Family, Electrelane, Elektrostar, Eloy, Lucifer's Friend, USX, Witchcraft; und in einige Platten bei spotify hineingehört. 


Gelesen: zu Ende gelesen Andreas Brandhorst's Space-Opera-Roman „Das Arkonadia Rätsel“ und in den Zeitschriften Eclipsed und Greenpeace Magazin.  

Gegessen: am Dienstag gab es in der Kantine „Hirschkeule mit Spätzle und Rosenkohl“ - eine seltene, etwas teurere Speise, aber der Hirsch schmeckte gut.  
Getrunken: Kaffee und Tee.  

Gefunden: im öffentlichen Bücherschrank den Roman „Land meines Herzens“ von Anchee Min und den Roman „Memoiren einer unrealistischen Frau“ von Sahar Khalifa.  

Verloren: ---  

Gekauft: SIM-Karte.  

Gestaunt, gelacht: ---  

Gefreut: VG Köln hat Fahrverbote für Dieselautos in Köln und Bonn verhängt.  

Gewünscht: noch viel-viel mehr Freizeit.  

Gefühlt: o.k.  

Gedacht: in Anbetracht des Sachverhaltes, dass so manche Tiere auf der Roten Liste stehen, ist es ein Ärgernis, wenn diese sich gegenseitig auffressen.  

Geärgert: Abholung des Smartphones am Samstag verpasst.  

Gefrustet, genervt: nicht wirklich, aber am 11.11. kann man in Köln nicht das Haus verlassen, ohne genervt zu werden.

Fazit: passable Woche. 

Im Kino: 25 km/h

Markus Goller's Film handelt von zwei Brüdern, die sich anläßlich des Todes des Vaters nach langer Zeit mal wieder im Schwarzwald sehen, sich bei der Beerdigung direkt raufen, weil der eine zu spät kommt und die Kirche verpasst und dann aber versuchen, einen Jugendtraum zu verwirklichen. 

Sie fahren mit ihren Mopeds quer durch die Republik, um in die Ostsee zu pinkeln. Unterwegs machen sie bizarre oder kuriose Bekanntschaften auf Festen und Camping-Plätzen sowie mit Tramper_innen. 

Aus meiner Sicht ist der Film zeitweise gut unterhaltend und komisch, manchmal allerdings auch etwas nervig überdreht. 

Eine schöne Mischung aus nachdenklicher Tiefgründigkeit und luftig beschwingter Leichtigkeit“, meint epd-film.

Köln – Die autofreie Stadt

Köln muss wegen hoher Luftverschmutzung ab dem 1. April 2019 Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge einführen. Das hat das Kölner Verwaltungsgericht am letzten Donnerstag nach einer Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) entschieden. Die Fahrverbote gelten in Köln für die Umweltzone (mehr dazu siehe tagesschau). Die Kölner Umweltzone umfasst eine Fläche von 88 Quadratkilometer des Stadtgebietes, weit mehr also als die komplette Innenstadt. 


>Die Nord-Süd-Fahrt gestern. Eine der Hauptverkehrsachsen durch Köln. Vielleicht war der Kölner noch zu geschockt, um sich ins Auto zu trauen? Es ist jedenfalls nicht viel los auf der Straße.<

Prima, ich bin begeistert. Wieder ein Richter, der Vernunft hat walten lassen. Oder, neutraler ausgedrückt, ein Richter, der festgestellt hat, dass weder die Luftqualität noch die Pläne, sie zu verbessern, erwarten lassen, dass die gesetzlich festgelegten Grenzwerte eingehalten werden. 

Mein Bruder meckerte zwar am Telefon, ab April dürfe er nicht mehr mit seinem Auto fahren, aber bereits im August 2011 brachte Spektrum den Artikel Die autofreie Stadt ist keine Utopie und einer der Befragten bemerkte dazu „Jeder kenne die Konsequenzen des überbordenden Verkehrs, doch kaum einer hinterfrage ernsthaft dessen Berechtigung“. 

Und die Stadtverwaltung stellte selbst fest: “Mit den Bevölkerungszahlen werden in Köln auch stetig mehr Pkw zugelassen. Die Anzahl ist seit dem Jahr 2010 um 26.134 Autos gestiegen“. Und liegt bei > 450.000 Autos. 

So viele Autos wurden 1929 noch nicht einmal im gesamten Deutschen Reich gezählt (Quelle). Man will „selbstverständlich“ (!??!) gegen das Urteil in Berufung gehen. Anders ausgedrückt, mich/uns vergiften. 

Ein schwerwiegender Umstand ist aus meiner Sicht, dass es den Entscheidungsträgern (und auch der Bevölkerung) seit Jahren landauf-landab an jeglichen stadt- und verkehrsplanerischen Visionen und erst recht an deren Umsetzungswille fehlt. Man möchte immer nur weitermachen wie bisher. 

Dass es auch anders geht, siehe oben. Die Städte im Deutschen Reich funktionierten auch ohne (viele) Autos. Und man hatte damals nicht die Möglichkeiten, die es heute gibt (Elektroautos, moderne Bahnen, Car-Sharing etc.). 

Die autofreie Stadt – für Köln ist das Utopie, diese Stadt hat sich immer als autogerechte Stadt verstanden. Nicht, dass es nicht gehen würde mit der autofreien Stadt, kein Problem, aber aufgrund der langwierigen Planungsprozesse etc. würde es wohl mindestens 30 Jahre bis zur Verwirklichung dauern, wenn man es straight anpacken würde. Es ist viel wahrscheinlicher, dass vorher tatsächlich nur noch Elektroautos in der Stadt fahren (dürfen). Eigentlich sollte man für diesen Ausstieg direkt eine Verordnung machen.

Space Opera: Andreas Brandhorst „Das Arkonadia Rätsel“

Die Liste seiner Romane ist ziemlich lang (siehe wikipedia). Man kann den Autor mittlerweile als Vielschreiberling bezeichnen. Vermutlich ist er im Bereich „SF“ inzwischen auch der kommerziell erfolgreichste lebende deutsche Autor. 

Sein Roman „Das Arkonadia Rätsel“ (2017) fällt wie viele seiner letzten Romane unter das Subgenre „Space Opera“. Zu diesem Roman gibt es den Vorgänger-Roman „Omni“ (2016), der im letzten Jahr den deutschen Science-Fiction-Preis (Kurd-Laßwitz-Preis) gewann. Es ist der Auftakt zu einem mindestens milchstraßenweiten Zyklus mit „Super-Zivilisationen“ und großen Weltraum-Rätseln und -Artefakten. 

Beim „Arkonadia Rätsel“ geht es irgendwo in der Galaxis um einen Planeten, der ca. alle 450 Jahre in die Barberei zurückfällt, weil nach und nach alle bedeutenden technischen Geräte versagen. 

Die Ereignisse sind verknüpft mit einem Artefakt, das zu dieser Zeit an irgendeinem Ort auf dem Planeten erscheint und große Macht verspricht. Alle lokalen Machthaber versuchen ins Artefakt zu gelangen und bekämpfen sich auf dem Weg dorthin. Und die Super-Zivilisationen schicken verdeckt Beauftragte zum Planeten, um die Ereignisse zu kontrollieren. 

So weit, so gut. Ich fand das Buch nicht wirklich gut. Der Autor hat blendende Visionen, unbestritten. Passagenweise ist das Buch auch wirklich gut, beispielsweise als die Protagonist_innen in das innere des Artefakts vordringen und auf unendliche Welten stoßen, durch die ein ewiglanger Zug mit bizarren Insassen fährt. Es gibt allerdings eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem bombastischen Geschehen und den Protagonist_innen, die ziemlich einfach gestrickt erscheinen und denen man nix zutraut; so, als würden einige unbedarfte Jugendliche mit den großen Rätseln des Universums konfrontiert und könnten diese lösen. Auch die Vertreter der „Super-Zivilisationen“ kommen nicht gerade mit einem überwältigendem Intellekt daher. 

Und überhaupt missfällt mir der Hang des Autors zu größenwahnsinnigen Galaxis-Konstruktionen, etwa mit Milliarden Jahre alten Rassen, ebenso alten Raumschiffen und Rätseln. Zeit, Raum, Distanzen, Objektgrößen – alles in Superlative. Das geht leider auf Kosten der Glaubwürdigkeit und Seriosität, wenn man diese Eigenschaften einer Space Opera überhaupt zubilligen möchte. Es kann an das Perry-Rhodan-Universum erinnern, wenn ich mich in dieser Hinsicht auch nicht zu weit vorwagen möchte, da ich schon seit Jahrzehnten keinen Perry-Rhodan-Roman mehr gelesen habe. 

Kurzweilig zu lesen, sind Romane wie dieser dennoch bisweilen.

Kölner Dörfer - Eine Wanderung um Zündorf, Langel und Wahn

Am vorherigen Sonntag. Köln besteht nicht nur aus alten Kirchen, Wohnvierteln, Straßen und häßlichen Gewerbegebieten. Im äußersten Südosten wirkt es sogar eher ländlich, es gibt dort sogar noch unverbauten Raum, wo allerdings „nix“ zu sehen ist. 


>Köln-Zündorf< 

Ich wanderte dort 13 km herum. Am attraktivsten ist es allerdings am Rhein.

Bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh gibt es den ausführlicheren Bericht mit mehr Photos zu sehen.
 

Samstag, 10. November 2018

Im Kino: The Guilty

Gustav Möller's Film „The Guilty“ spielt ausschließlich in einer dänischen Polizei-Notrufzentrale. Der dorthin strafversetzte Protagonist klemmt sich nach einem Anruf einer Frau, die von einem fahrenden Lieferwagen aus anruft, hinter den Fall – und dieser läuft ihm etwas aus dem Ruder, da er die Situation falsch einschätzt. Von seinem Arbeitsplatz aus managt er alle möglichen Einsätze, schickt Polizeiwagen hierhin und dorthin, telefoniert immer wieder mit der Frau, ihren Kindern, ihrem Mann, Arbeitskollegen. Er hat zwei Bildschirme am Arbeitsplatz, der eine davon zeigt wenige Sekunden nach dem Anruf auf einer Karte, woher der Anruf kommt. 

Wenn man bedenkt, dass dieser Film wenig Schaueffekte hat, da eine Notrufzentrale eben nicht viele visuellen Eindrücke bieten kann, kann man doch festhalten, dass er ziemlich spannend ist und man gut unterhalten wird.

Möllers Film ist nicht nur ein großartig-minimalistischer und daher umso spannender Thriller, er ist auch eine Charakterstudie des Polizisten Asgers, der etwas gutmachen will“, sagt epd-film

Freitag, 9. November 2018

Das Hashtag

Da ich mit sozialen Netzwerken im engeren Sinne noch nie etwas zu tun hatte, ist mir auch das Zeichen „#“ (Hashtag) nicht besonders vertraut, obwohl das Hashtag im letzten Jahr bereits 10 Jahre alt geworden ist und eine Internet-Revolution auslöste. Erfunden von Twitter, wurde es durch Instagramm bekannt, und bei Facebook und Youtube ist es ebenfalls sehr bedeutsam. 

Es gibt berühmte Beispiele wie 

#JeSuisCharlie oder 
#RefugeesWelcome, 

die zeigten, wie Menschenmassen mobilisiert und Meinungen gebildet werden können. Die Bedeutung der Blogs ist zurückgegangen, da sich die Kommunikation eben in großen Teilen auf die sozialen Netzwerke und deren Hashtags verlagert hat. Der Frage, ob ich Hashtags machen oder nutzen soll und mit diesen gleichzeitig meinen Blog fördern kann, werde ich noch nachgehen. Anhand von Instagram-Hashtags sollte ich das im nächsten Jahr mal testen. 

Ich bin auf dieses Thema jetzt nur gekommen, weil Zucker's Beitrag Das leere Internet auf das Anfang November veröffentlichte WW-Video Warum es Youtube nächstes Jahr nicht mehr gibt und das youtube-Hashtag #SaveYourInternet verweist. 

Das vorgenannte WW-Video ist ein toll gemachtes Werk - und in Hinblick auf Massenmobilisierung (z.Zt. > 3,6 Mio. Aufrufe, > 52.000 Kommentare) und Meinungsmanipulation ein exzellentes Beispiel. Deshalb sollte man sich auch beispielsweise das Video Warum Youtube 2019 NICHT tot ist | Faktencheck ansehen (welches ebenfalls der Meinungsmanipulation dient). 

Was immer ihr darüber denkt, es solle bloß keiner glauben, es gäbe keine Auswirkungen. Fast alle werden betroffen sein (alle, die Internet nutzen), nur das Ausmaß ist unklar und natürlich auch individuell sehr verschieden. Die Konsumenten von Internet-Angeboten werden naturgemäß etwas weniger betroffen sein (obwohl das Video vor allem dieses Gruppe ansprechen soll) als die Produzenten von Angeboten. 

Es funktioniert nach meinem Eindruck immer ähnlich. Es gibt einige mehr oder weniger problematische Mißstände, die behoben werden sollen (und sollten), und dann wird ein sehr allgemein gehaltenes Gesetz oder eine ebensolche Verordnung konstruiert, die alle trifft, nicht zwischen ernsthaften Problemen und Bagatelldelikten unterscheidet oder gar für Viele wirre, zweifelhafte oder undurchführbare Regelungen trifft, die gänzlich an der Realität vobeigehen. 

Und vor allem „die Kleinen“ bekommen es dann meist zu spüren - auch weil sie keine eigene Rechtsabteilung unterhalten können. Beispiele aus der Vergangenheit gibt es genug. Ich denke beispielsweise an Blog-Beiträge über Stadtbesuche und die vielen Photos, auf denen keine einzige Person mehr zu sehen ist. Ich weiss, woran das liegt, aber ist das „normal“? 

Tja, und manchmal denke ich auch, dass etwas ganz Anderes mit diesen Verordnungen bezweckt werden soll als im offiziellen Begründungstext zu lesen ist. 

Jedenfalls ist das ein gutes WW-Video, denn es sagt nicht, was passieren wird, sondern in vielerlei Hinsicht, was passieren könnte. 

Donnerstag, 8. November 2018

Im Kino: Der Trafikant

Nikolaus Leytner's Film „Der Trafikant“ spielt im Salzkammergut und in Wien in den späteren 1930er Jahren. Eine Junge wird in die große Stadt geschickt, um bei einem „Trafikanten“ zu arbeiten. Hier würde man das heute „Tabakladen“ nennen. Ein Kunde dort ist der Psychoanalytiker Sigmund Freud, mit dem der Junge nähere Bekanntschaft schliesst. Ansonsten hat er Probleme mit einer jungen Frau, die er zwar schnell kennen lernt, die sich ihm aber zunächst zu entziehen sucht. Da der Trafikant und auch der Psychoanalytiker von jüdischer Abstammung sind, kommt es zunehmend zu Problemen mit dem in Österreich aufkommenden Nationalsozialismus und seinen fanatischen rassistischen Anhängern. 

Aus meiner Sicht handelt es sich bei dem Film um eine gefällige, eher biedere und mitunter etwas angekitschte Inszenierung mit einigen verfilmten Traumelementen, die dem Erzählfluss nicht unbedingt gut tun. Ein Roman von Robert Seethaler, den ich nicht kenne, bildet die Grundlage der Geschichte. Ein bißchen mehr Dramaturgie und Tiefgang in den Dialogen hätten dem Film nicht geschadet. 

Der Trafikant bleibt als Film hinter den Qualitäten des Romans weit zurück“, meint filmclicks. Das würde ich jetzt auch vermuten.

Mittwoch, 7. November 2018

History – Meine alten mobilen Kommunikationsgeräte

Nun, ich warte auf mein neues Smartphone, weshalb ich über meine bisher genutzte mobile Technik, die gänzlich veraltet und sehr überschaubar ist, berichten kann. Diese Technik fällt komplett in meine Bloggerzeit und kann daher – anders als bei meinen Kameras mit ihrer Analog-Zeit auf echten Filmenrollen - leicht vollständig dargestellt werden.  


3) Samsung Galaxy 7.0 SM T211 (09/2013 - heute) 

Mein erstes Tablett, 7 Zoll. Betriebssystem: Android OS 4.1 Jelly Bean. Prozessor: Marvell PXA986 mit zwei 1,2-GHz-Rechenkernen (Cortex A9), Arbeitsspeicher: 1 GB, 8 GB interner Speicher (+ SD-Card einsetzbar). HSDPA-Verbindung und WLAN. 

289.- € habe ich damals für das Gerät gezahlt, wobei der gewünschte SIM-Karten-Slot den Preis deutlich nach oben getrieben hatte. 

Dieses Tablet revolutionierte auf meiner Polen-Tschechien-Reise damals meine Urlaubstechnik, denn von nun an konnte ich mit dem Tablet Übernachtungsquartiere häufig vor Ort im Urlaub in der Unterkunft oder im Café buchen und Stadtpläne mir völlig fremder Städte direkt vor Ort offline anzeigen lassen. Durch GPS wusste man auch direkt, wo man war. Papier-Reiseführer mit ihren Informationen verloren damit an Bedeutung. Und für das Schreiben im Blog musste ich auch meist keines der sowieso im Aussterben begriffenen, nur noch selten anzutreffenden und in den Vorjahren oft viren- und insektenverseuchten sowie überhitzten Internet-Cafés in den Tropen mehr aufsuchen. 

Leider ist dieses Tablet mittlerweile als etwas zu langsam einzuschätzen. Es hat vor allem aber zu wenig internen Speicher, was bisweilen zu Problemen bei der App-Nutzung führt. Und die im Datenblatt mit über 16 Stunden angegebene Akku-Laufzeit dürfte mindestens auf die Hälfte abgesunken sein. 

Telefoniert oder Photos gemacht, habe ich mit diesem Tablet noch nie. Aber es hat 10 Reisen in Europa und Asien überstanden, über die ich von vor Ort mit diesem Gerät berichtet habe, und es wird sicher auch noch auf der nächsten Reise mitgenommen werden.


2) Samsung GT-S5230 (02/2012 - heute) 

Mein zweites Mobiltelefon. Ich zahlte 66 €. Man kann damit komfortabel telefonieren, SMS empfangen. Auch die Alarmclock benutze ich heute noch. Eine echte App-Technologie und ein namhaftes Betriebssystem hat das Gerät nicht, an Speicher hat es 100 MB RAM. 

Man kann ins Internet gehen, aber die Verbindung über GSM EDGE mit der langsamen Datenübertragungsrate und das 3-Zoll-Display machten die Sache schon damals nicht komfortabel und letztendlich auch teuer, da man wegen fehlendem WLAN normales Datenvolumen kaufen musste. In 2012 kam das Internet bei zwei kleineren Deutschland-Reisen in die Schwäbische Alb und zum Pfälzer Wald zeitweise zum Einsatz.

Zufrieden war ich mit diesem Gerät nie, auch weil das Scrollen in den Menus wenig sensitiv funktioniert. 



1) Alcatel OT-E259 (10/2006 – 02/2012) 

Mein erstes Mobiltelefon, ein Klapp-Handy, war wirklich nur zum Telefonieren gedacht. Vermutlich hast es 49 € gekostet.

Ich war damals einer der letzten der unter 50 Jahre alten Bürger der Republik, der sich ein Mobiltelefon zulegte. 

Das Mobiltelefon habe ich z.T. aus beruflichen Gründen angeschafft. 

Letztlich war es der kaum noch effizient arbeitende Akku, der mich dazu brachte, ein neues Gerät anzuschaffen. Außerdem sollte das neue Gerät Internet nutzen können.

Sonntag, 4. November 2018

Meine Woche (KW 44)

Getan: Gearbeitet, eingekauft, am Dienstag die Heizung eingeschaltet, im Kino gewesen, Vater besucht in der Seniorenresidenz, eine Kölner-Dörfer-Wanderung gemacht (Bericht folgt).  

Gesehen: im Kino „Nanouk“ und „Dogman“, im TV „Abenteuer Erde: Urwald von morgen - Nationalpark Eifel “ (WDR), mit u.a. kleinen Uhus, Wildkatzen, Luchsen, „Quarks: Gesund und lecker - worauf es beim Brot ankommt“, Tatort.  

Gehört: The Dresden Dolls, Dunkelziffer, Eels, Einstürzende Neubauten, Elbow, Tindersticks, Tu Fawning, US Christmas.  

Gelesen: in Andreas Brandhorst's Roman „Das Arkonadia Rätsel“, in Haruki Murakami's Erzählungsband „Von Männern, die keine Frauen haben“, in diversen Zeitungen und Zeitschriften wie Choices, Eclipsed, Greenpeace Magazin, Kölner Stadtanzeiger und Smartphone.  

Gegessen: Linsensuppe war auch in dieser Woche noch „in“; Möhrengemüse mit Frikadelle, zubereitet bei Rewe Richrath in den Opern-Passagen kann mir auch gefallen. Ab und zu (wenn die Kantine dicht hat) bin ich mit ein, zwei Kollegen mal dort.  

Getrunken: neben Kaffee auch Tee.  

Gefunden: im öffentlichen Bücherschrank den Roman „Die scheue Schöne“ von Jessica Amanda Salmonson, den Erzählungen-Band „Nach dem Beben“ von Haruki Murakami und die Anthologie „Türkische Erzählungen“.  

Verloren: ---  

Gekauft: ein Smartphone.  

Gestaunt, gefreut, gelacht: ---  

Gewünscht: noch mehr Freizeit. 

Gefühlt: noch – trotz klimatischer Kühlphase - bemerkenswert gesund. Aber ein gutes Feeling konnte ich dennoch nicht aufbauen.  

Gedacht: wenig Konstruktives. 

Geärgert, gefrustet, genervt: ja.  

Fazit: eine höchst mittelmäßige Woche. 

Samstag, 3. November 2018

Im Kino: Dogman

Matteo Garrone's Film „Dogman“ spielt in einem kleinen süd-italienischen Küstenbad und handelt von einem schmächtigen Mann, der ein Hundegeschäft betreibt. Kein Verkauf, sondern Hundefriseurladen und -pension. Doch ein gewalttätiger, klobiger, dämlicher Krimineller, der gerade mal wieder aus dem Gefängnis entlassen wurde und dem er gelegentlich Kokain vertickt, macht ihm zunehmend Ärger. In der einzigen „lustigen“ Szenenabfolge des Films wird er von dem Kriminellen gezwungen, als Fahrer bei einem Einbruch mitzumachen und erfährt von den Einbrechern, dass sie dort einen kleinen Hund vorfanden, den sie kurzerhand in die Tiefkühtruhe sperrten. Später macht sich der „Dogman“ auf, den Hund zu retten, holt ihn handlich steifgefroren aus dem Kühlfach und wiederbelebt ihn in der Spüle. Der Konflikt weitet sich aus, bringt den „Dogman“ sogar ins Gefängnis. 

Wieder entlassen, will er Geld sehen für den Einbruch, an dem er mitgewirkt hat, wird zusammengeschlagen und schwört Rache. Mit einer List gelingt es dem „Dogman“, den Kriminellen in einen Hundekäfig zu sperren. 

Der Regisseur hat einen kleinen, schmutzigen, gegen Ende zunehmend krassen Film gedreht, der mit genauer Milieuzeichnung und seinen überzeugenden Darstellern punkten kann. 

Den Ort und damit auch das Land, das Dogman zeigt, ist eine düstere, kaum je sonnige und dem Untergang geweihte Gegend, in der am Ende jeder für sich alleine ums Überleben kämpft. Eine Vorhölle, in der die Hunde um vieles menschlicher erscheinen als ihrer zweibeinigen Besitzer“, meint kino-zeit.

Freitag, 2. November 2018

Angekühlter Südstadt-Spaziergang

Am letzten Sonntag. Am letzten Wochenende fühlte ich mich nicht akklimatisiert genug, um wandern zu gehen. Ungemütliches Wetter. Es regnete nicht,  nachmittags gab es zeitweise sogar Sonne.


Die Beine vertreten musste ich mir schon. Deshalb ging ich zum Volksgarten. In und am Teich gab es viele Wasservögel, auch ein Graureiher stand dort:


Im Laub und auf der Wiese suchten Gänse und Enten nach Freßbarem:






Hinter dem Volksgarten querte ich die Bahnunterführungen und nahm einen wenig begangenen Weg, der sich Vorgebirgsglacisweg nennt. Dort bin ich noch nie lang gegangen, und das hat vermutlich seinen Grund, kann dieser Weg doch als Anwärter für die Aufnahme in die Top 20 von Kölns langweiligsten Straßen gelten.


 >Aufgegebenes Dreirad am Vorgebirgsglacisweg<

Danach folgte der Bischofsweg, der ebenfalls zu Kölns langweiligsten Straßen gehören dürfte, gefolgt von der Marktstraße. Dort ist der Großmarkt, ebenfalls eine Gegend mit wenig Charme und ohne Zukunft.


 >Auf dem Großmarktgelände, Köln-Raderberg<

Einige Graffitis an der Marktstraße können noch etwas Aufmerksamkeit auf sich ziehen:




Über die Bonner Straße lief ich zurück nach Hause. 

Heute war übrigens auch ein Tag, der mich kaum hinter dem Ofen hervor locken konnte. Total grau, manchmal Regen. Ich besuchte immerhin noch den Vater im Seniorenheim. Vergleichsweise ging's ihm gut, aber machen tut er nichts, "chillen" sozusagen, positiv ausgedrückt.

Die Gasetagenheizung warf ich bereits gestern an.

Donnerstag, 1. November 2018

Im Kino: Nanouk

Milko Lazarov's Film spielt im sibirischen Schnee-Eis-Nirgendwo der Provinz Jakutien und handelt überwiegend von einem älteren Ehepaar, dass dort alleine mit einem Hund in einer fellbedeckten Jurte haust. Sie leben von der Jagd - auf Fische mittels Reuse/Netz und auf Landtiere mittels Fallen. 

Es wird viel vom Leben in der Jurte gezeigt, die mit Möbeln, Betten, Herd etc. ausgestattet ist. Oft wird gehandwerkelt, beispielsweise müssen Netze ausgebessert und Fallen neu gerichtet werden und als ein Schneefuchs in eine Falle geht, muss er gehäutet und das Fell zu Kleidung verarbeitet werden. 

Die Frau stirbt, der Mann macht sich dann auf, der Tochter, die irgendwo in einer Diamantmine arbeitet, die Nachricht zu überbringen. Ein Holztransporter nimmt ihn mit. 

Unterwegs wird nachts ein Rentier überfahren, dass kurzerhand oben auf die Baumstämme geworfen und auch mitgenommen wird. 

Der sozialrealistische Film erzählt von einer ganz anderen Lebenswelt. Erzählerisch und schauspielerisch nüchtern, karg, eher schweigsam, punktet er vor allem mit den Landschaftsaufnahmen. 

Geradezu dokumentarisch mutet das an, ungeschönt ist der Einblick in das harsche Leben, in dem Idylle und Verderben nahe beieinanderliegen“, stellt film-rezensionen fest.