Mittwoch, 4. Juli 2018

Sound-Welten (10/2018)

In dieser spotify-Prüfserie gefiel mir kein Album gut genug, aber es gab ansprechende Songs. Im Zweifelsfall würde ich das Pumarosa-Album wählen. 

The National Jazz Trio of Scotland. Album: Standards Vol. IV (2018). Weder Jazz, noch Trio. Man hört primär minimalistisch-softigen Pop mit Lady am Micro. „Fein gezogene, oft schwerelose Lieder“, meint der musikexpress. Nicht schlecht, interessante Voice, aber zu wenig aufregender Sound, meine ich. SHR: 1 T. WD: n.v. 

Oceans of Slumber. Album: The Banished Heart (2018). Drittes Album einer US-amerikanischen Progressive-Metal-Band mit talentierter Lady am Micro. Ansprechender Sound bei den episch-doomigen Songs der wenig schnellen Gangart, besonders auch der 9-minütige Titelsong ist da zu nennen. Growls und Black-Metal-Geballer auf einigen Songs behagen mir allerdings weniger. SHR: 14 T – 122 T. WD: 24/d. 

Pumarosa. Album: The Witch (2017). Debut-Album einer britischen Band mit Lady am Micro. Irgendwo zwischen Postpunk und PopRock mit Songs oft in der 5–7-Minuten-Ecke. Lt. musikexpress verstrickt sich das Album oft „in softpsychedelische, samttrippige Outros“. Die Band sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten. Anspieltipp: „Priestess“. SHR: 85 T – 2.825 T. WD: n.v. 

Qntal. Album: VIII – Nachtblume (2018). Achtes Album dieser deutschen Mittelalter-Electro-Band, die seit 1992 aktiv ist und früher mal zu meinen Lieblingsbands gehörte. Der Voice der Sängerin kann ich ja immer noch viel abgewinnen, den programmierten elektronischen Sounds auf den letzten Alben häufig jedoch nicht mehr so viel. SHR: 5 T – 17 T. WD: 37/d. 

Rolo Tomassi. Album: Time Will Die And Love Will Bury It (2017). Etwa sechstes Album einer britischen Jazzcore- und Mathcore-Band mit Lady am Micro. Zwischen Melancholie und Geballer, sanften Gesängen und Screamo-Gekrächze. Nichts für ungeübte Ohren, sagte jemand, die Band kann aber auch vergleichsweise astreine Balladen wie „Risen“ schaffen. SHR: 35 T – 120 T. WD: 16/d. 

Sauna Youth. Album: Distractions (2015). Zweites Album einer britischen Postpunk-Band mit Boy/Lady am Micro. Schnelle Hau-Drauf-Songs in der 1–3-Minuten-Kategorie. Nichts Besonderes aus meiner Sicht. „Rasiermesserscharfer Zeitgeist-Garagen-Punk“, meint hingegen der musikexpress. SHR: 13 T – 69 T. WD: n.v. 

Tusks. Album: Dissolve (2017). Debut-Album einer britischen Singer-/ Songwriterin. „Dunkelheit und Eingängigkeit halten sich genau das richtige Maß“, meint plattentests. Ein auch auch aus meiner Sicht relativ angenehmes, mystisch angehauchtes, oft melancholisches Werk, aber ihre Voice spricht mich nicht besonders an. SHR: 19 T – 1.123 T. WD: 16/d. 

Weaves. Album: Wide Open (2017). Zweites Album einer kanadischen Indie-Pop-Band mit Lady am Micro. „Eine der vielversprechendsten kanadischen Bands“, meint aboutsongs. Das „Reduziert-Verschrobene“ einiger Songs kann mir mitunter gefallen. SHR: 22 T – 326 T. WD: n.v. 

Yo La Tengo. Album: There's A Riot Going On (2018). Etwa Album No. 19 dieser US-Band. Auffallend viele psychedelisch angehauchte, eskapistisch-ambiente Sounds. Kann man anhören, hat aus meiner Sicht aber zu wenig Höhepunkte und Schwächen bei den Voices. „Ein Album voller melancholischer Schönheit“, meint rollingstone. SHR: 139 T – 2.387 T. WD: 16/d.  

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 
 

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