Dienstag, 10. Juli 2018

Im Kino: Die Frau, die vorausgeht

Dieser explizit andersartige Western der Regisseurin Susanna White erzählt von Catherine Weldon (Jessica Chastain), die 1889 New York verliess, um die Sioux in ihrem Reservat in Dakota zu besuchen und Sitting Bull (Michael Greyeyes) zu malen. 

Sie findet den Häuptling bei der Kartoffelernte vor und handelt einen Preis aus, um ihn zu malen. Sie ziehen durch's Land und suchen Plätze für die Portraits, doch wird die Frau zunehmend in die Konflikte zwischen den Siedlern und den Indianern verwickelt, denen mal wieder vertraglich mit Unterstützung der Regierung Land abgenommen werden soll. 

Als die Abstimmung über den Vertrag scheitert, wird Sitting Bull, der ermutigt wurde, die Indianer gegen die Zustimmung einzuschwören und eine großartige Rede vor der Abstimmung hielt, ermordet. 

Es ist ein ansprechender Film geworden, der es jedoch mit den historischen Wahrheiten leider nicht so ganz genau nimmt. „Die schillernde Beziehung zwischen Weldon und Sitting Bull wird hier auf eine recht geglättete seelenverwandtschaftliche Annäherung reduziert“, meint die zeit dazu. Aber gemalt hat sie ihn, und den Hass der indianerfeindlichen Siedler bekam sie auch zu spüren.

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