Mittwoch, 18. Juli 2018

Im Kino: Foxtrot

In Israel gibt es so einige Experten, die in ihren Filmen Extremsituationen, meist in Zusammenhang mit Krieg und Terrorismus, anschaulich auf die Leinwand bringen können. Der Regisseur Samuel Maoz hatte uns schon in 2010 mit einem Panzer-Drama („Lebanon“) beglückt – ein Film, der nur in einem Panzer spielt. 

In seinem neuen Film „Foxtrot“ gibt es im Wesentlichen zwei Schauplätze. Der eine Schauplatz ist die Wohnung der Eltern eines jungen Soldaten, der zweite Schauplatz ist ein gottverlassener Straßensperre-Posten in der Wüste Negev, wo der Soldat seinen Wehrdienst ableistet. 

Der Film ist in mancher Hinsicht bizarr. Er beginnt mit dem Tod des Soldaten und zeigt die psychischen Folgen des Desasters bei und nach Überbringung der Todesbotschaft an die Eltern. 

Dann springt er zum zweiten Schauplatz in der Wüste, zeigt die mitunter absurde Routine am Posten, wo gelegentlich auch mal ein einsames Kamel durchgelassen wird, ohne dass dieses einen Ausweis vorzeigen muss oder wo auch Foxtrot-Tanzschritte mangels kontrollierbarem Verkehr von den Soldaten geübt werden können. 

Doch dann löst ein unglücklicher Zufall eine Katastrophe aus, bei der Zivilisten sterben, jedoch keine Soldaten verletzt werden. Den Eltern daheim wird erklärt, dass es sich bei der Todesmeldung um einen Irrtum handelt. 

Der Film hat jedoch eine finstere Pointe, die sich zeigt, nachdem der Film erneut zum Kontrollposten in der Wüste springt. 

Israelische Filme sind normalerweise keine Action-Dramen. Meist passiert nicht viel, aber wenn etwas passiert, passiert es unerwartet plötzlich und ist oft auch schnell vorbei. Dies macht einen Großteil der emotional wuchtigen und auch authentischen Wirkung dieser Filme aus. Auf diesen Film trifft das zu. 

So schnell gehen einem diese träumerischen Bilder eines albtraumhaften Films nicht wieder aus dem Kopf“, meint die Hannoversche Allgemeine.

Dienstag, 17. Juli 2018

Sie fliegen

Gestern, ich saß auf dem Balkon, sah ich drei Fledermäuse hier im Innenhof jagen. Schon als ich hier einzog vor 18 Jahren sah ich wiederkehrend meist eine Fledermaus, später in manchen Jahren auch mal zwei. Aber drei (!), das ist Rekord!

Vielleicht hat sich der ökologische Zustand der Kölner Südstadt gebessert? Vielleicht ist das Nahrungsangebot gerade in diesem Jahr besser?
 

Sonntag, 15. Juli 2018

Meine Woche (KW 28)

Getan: Gearbeitet, Vater besucht, heute in der Eifel zum Duppacher Weiher gewandert (Bericht folgt).   

Gesehen: im Kino „Die Frau, die vorausgeht“; zwei eher mittelprächtige WM-Halbfinalspiele (größtenteils) und das ebenfalls eher mittelprächtige Spiel um den 3. Platz zwischen Belgien und England.  

Gehört: Dargaard, Dark Muse, Dark Sanctuary, Das Weeth Experience, Eloy, Nick Cave And The Bad Seeds, Oh Wonder.  

Gelesen: Elif Shafak's Roman „Der Bastard von Istanbul“ zu Ende gelesen (Bericht), Jeff VanderMeer's Roman „Auslöschung“ begonnen; in der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau“, in der Rockzeitschrift „Eclipsed“.  

Gegessen: Putenschenkel mit Kartoffel-Wedges und Möhren war ein Highlight der Kantine. Zwei Maiskolben.  

Getrunken: neben Kaffee, Apfel- und Grapefruit-Saft auch Eiszeit-Weizenbier. 

Gefreut: über das Sommerwetter, Ice-Time.  

Gelacht: zu lachen gab's wenig.  

Genervt: über nicht funktionierende EDV-Netzwerke.  

Geärgert: ---  

Gefrustet: ---  

Geklickt: überwiegend über Höhlen.   

Gefunden: ---  

Gekauft: nichts Besonderes.   

Gestaunt: über die Rettung der eingeschlossenen Kinder aus der thailändischen Höhle.  

Gefühlt: ausgeglichen. Nackenverspannungen.  

Gedacht: es könnte wohl passieren, im Feld zu sterben.  

Fazit: insgesamt ansprechende, unaufgeregte Woche.

Eine Eifel-Wanderung von Scheven ins Rurtal nach Heimbach

Am letzten Sonntag machte ich bei schönem, aber nicht zu heißem Sommerwetter um 24 Grad eine 19,5 km lange Wanderung in der Eifel. 


>Alte Grabsteine in Hergarten<

Den Bericht habe ich bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh gepostet.

Freitag, 13. Juli 2018

Der Sommer kommt wieder!

Nachdem es am Dienstag und Mittwoch wettermäßig deutlich kühler in Köln war, setzt sich der Sommer nun wieder durch.


>Abendmotive gegen 21 Uhr 30. Die sehr schräg stehende Sonne scheint auf die Bäckerei am Chlodwigplatz, Köln-Südstadt. Unten, gleiche Zeit: Das Zhing-Sam-Restaurant ist gut besucht, die Temperatur schön zum draußen sitzen. Das Restaurant, das südostasiatische Küche bietet, gibt es nun auch schon seit einigen Jahren. Es ist der nächstgelegene Gastronomie-Ort, den ich von zu Hause aus erreichen kann.<


Ich habe übrigens einen kleinen Artikel über die Reisegefahr "Höhlen" bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh gepostet.
 

Dienstag, 10. Juli 2018

Im Kino: Die Frau, die vorausgeht

Dieser explizit andersartige Western der Regisseurin Susanna White erzählt von Catherine Weldon (Jessica Chastain), die 1889 New York verliess, um die Sioux in ihrem Reservat in Dakota zu besuchen und Sitting Bull (Michael Greyeyes) zu malen. 

Sie findet den Häuptling bei der Kartoffelernte vor und handelt einen Preis aus, um ihn zu malen. Sie ziehen durch's Land und suchen Plätze für die Portraits, doch wird die Frau zunehmend in die Konflikte zwischen den Siedlern und den Indianern verwickelt, denen mal wieder vertraglich mit Unterstützung der Regierung Land abgenommen werden soll. 

Als die Abstimmung über den Vertrag scheitert, wird Sitting Bull, der ermutigt wurde, die Indianer gegen die Zustimmung einzuschwören und eine großartige Rede vor der Abstimmung hielt, ermordet. 

Es ist ein ansprechender Film geworden, der es jedoch mit den historischen Wahrheiten leider nicht so ganz genau nimmt. „Die schillernde Beziehung zwischen Weldon und Sitting Bull wird hier auf eine recht geglättete seelenverwandtschaftliche Annäherung reduziert“, meint die zeit dazu. Aber gemalt hat sie ihn, und den Hass der indianerfeindlichen Siedler bekam sie auch zu spüren.

Montag, 9. Juli 2018

Meine Woche (KW 27)

Getan: Gearbeitet, Vater besucht, am Freitag mit Freunden gaaanz lange im Biergarten (Herbrand's) gewesen, Basketball gespielt, gestern in der Eifel zwischen Scheven und Heimbach gewandert (Bericht folgt).   

Gesehen: ein paar halbe WM-Fußballspiele, von denen „Belgien – Japan“ das beste war.  

Gehört: Dargaard, Dark Sanctuary, Nucleus Torn; und andere Bands, deren Alben ich bei spotify prüfte.  

Gelesen: wie Vorwoche.  

Gegessen: oft auch Nuss-Früchte-Müsli mit Milch.  

Getrunken: neben Kaffee auch Paulaner Weizen, Kölsch, Tyskie-Bier (aus der Dose), Blutorangen- und Grapefruit-Saft.  

Gefreut: über das Sommerwetter.  

Gelacht: zu lachen gab's wenig.  

Genervt: hinsichtlich der Flüchtlingsdebatte.  

Geärgert: ---  

Gefrustet: ---  

Geklickt: überwiegend Filmkritiken (DVD's).   

Gefunden: ---  

Gekauft: nichts Besonderes.    

Gestaunt: darüber, dass die belgische Fußballmannschaft einen 2:0-Rückstand noch in einen Sieg verwandeln konnte.  

Gefühlt: ausgeglichen. Nackenverspannungen.   

Gedacht: der Weltuntergang ist unvermeidlich. 

Fazit: insgesamt ansprechende Woche. 

Freitag, 6. Juli 2018

Eifel-Wanderung Scheven – Eiserfey – Mechernich

Am letzten Sonntag war es einige Grad wärmer als eine Woche zuvor. Eine Jacke brauchte man gar nicht erst mitzunehmen. Diesmal gibt es Photos ganz ohne Architektur ..... 


>Auf den Erz-Abraumhalden südöstlich von Kalenberg< 

Bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh habe ich den vollständigen Photo-Bericht hinterlegt.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Sound-Welten (10/2018)

In dieser spotify-Prüfserie gefiel mir kein Album gut genug, aber es gab ansprechende Songs. Im Zweifelsfall würde ich das Pumarosa-Album wählen. 

The National Jazz Trio of Scotland. Album: Standards Vol. IV (2018). Weder Jazz, noch Trio. Man hört primär minimalistisch-softigen Pop mit Lady am Micro. „Fein gezogene, oft schwerelose Lieder“, meint der musikexpress. Nicht schlecht, interessante Voice, aber zu wenig aufregender Sound, meine ich. SHR: 1 T. WD: n.v. 

Oceans of Slumber. Album: The Banished Heart (2018). Drittes Album einer US-amerikanischen Progressive-Metal-Band mit talentierter Lady am Micro. Ansprechender Sound bei den episch-doomigen Songs der wenig schnellen Gangart, besonders auch der 9-minütige Titelsong ist da zu nennen. Growls und Black-Metal-Geballer auf einigen Songs behagen mir allerdings weniger. SHR: 14 T – 122 T. WD: 24/d. 

Pumarosa. Album: The Witch (2017). Debut-Album einer britischen Band mit Lady am Micro. Irgendwo zwischen Postpunk und PopRock mit Songs oft in der 5–7-Minuten-Ecke. Lt. musikexpress verstrickt sich das Album oft „in softpsychedelische, samttrippige Outros“. Die Band sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten. Anspieltipp: „Priestess“. SHR: 85 T – 2.825 T. WD: n.v. 

Qntal. Album: VIII – Nachtblume (2018). Achtes Album dieser deutschen Mittelalter-Electro-Band, die seit 1992 aktiv ist und früher mal zu meinen Lieblingsbands gehörte. Der Voice der Sängerin kann ich ja immer noch viel abgewinnen, den programmierten elektronischen Sounds auf den letzten Alben häufig jedoch nicht mehr so viel. SHR: 5 T – 17 T. WD: 37/d. 

Rolo Tomassi. Album: Time Will Die And Love Will Bury It (2017). Etwa sechstes Album einer britischen Jazzcore- und Mathcore-Band mit Lady am Micro. Zwischen Melancholie und Geballer, sanften Gesängen und Screamo-Gekrächze. Nichts für ungeübte Ohren, sagte jemand, die Band kann aber auch vergleichsweise astreine Balladen wie „Risen“ schaffen. SHR: 35 T – 120 T. WD: 16/d. 

Sauna Youth. Album: Distractions (2015). Zweites Album einer britischen Postpunk-Band mit Boy/Lady am Micro. Schnelle Hau-Drauf-Songs in der 1–3-Minuten-Kategorie. Nichts Besonderes aus meiner Sicht. „Rasiermesserscharfer Zeitgeist-Garagen-Punk“, meint hingegen der musikexpress. SHR: 13 T – 69 T. WD: n.v. 

Tusks. Album: Dissolve (2017). Debut-Album einer britischen Singer-/ Songwriterin. „Dunkelheit und Eingängigkeit halten sich genau das richtige Maß“, meint plattentests. Ein auch auch aus meiner Sicht relativ angenehmes, mystisch angehauchtes, oft melancholisches Werk, aber ihre Voice spricht mich nicht besonders an. SHR: 19 T – 1.123 T. WD: 16/d. 

Weaves. Album: Wide Open (2017). Zweites Album einer kanadischen Indie-Pop-Band mit Lady am Micro. „Eine der vielversprechendsten kanadischen Bands“, meint aboutsongs. Das „Reduziert-Verschrobene“ einiger Songs kann mir mitunter gefallen. SHR: 22 T – 326 T. WD: n.v. 

Yo La Tengo. Album: There's A Riot Going On (2018). Etwa Album No. 19 dieser US-Band. Auffallend viele psychedelisch angehauchte, eskapistisch-ambiente Sounds. Kann man anhören, hat aus meiner Sicht aber zu wenig Höhepunkte und Schwächen bei den Voices. „Ein Album voller melancholischer Schönheit“, meint rollingstone. SHR: 139 T – 2.387 T. WD: 16/d.  

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 
 

Montag, 2. Juli 2018

Meine Woche (KW 26)

Getan: Gearbeitet, Vater, Kino und Biergarten besucht, gestern in der Eifel gewandert (Bericht folgt).  

Gesehen: im Kino den Horrorfilm „Hereditary – Das Vermächtnis“; ein paar halbe WM-Fußballspiele, von denen „Frankreich – Argentinien“ das beste war. 

Gehört: Dargaard, D'Arcadia, Neurosis, Nucleus Torn. 

Gelesen: Elif Shafak's Roman „Der Bastard von Istanbul“ ist nach wie vor „in Lesearbeit“, in der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau“, in der Rockzeitschrift „Eclipsed“. 

Gegessen: Bounty-Eis kann man auch essen. 

Getrunken: zwei Tannenzäpfle (Schwarzwälder Bier) im Beachpark sind erwähnenswert; ein polnisches Tyskie-Bier (aus der Dose) trank ich aber auch. 

Gefreut: über das wärmere Wetter zur Wochenmitte und über viele Schmetterlinge auf der Wanderung. 

Gelacht: zu lachen gab's wenig. 

Genervt: hinsichtlich der Flüchtlingsdebatte. 

Geärgert: --- 

Gefrustet: die Leistung der deutschen WM-Fußball-Elf war wenig erheiternd. Zum Glück sehe ich mich weder als echten Fußball-Fan noch als echten Patriot, daher hielt sich das Frustrationspotenzial in Grenzen. 

Geklickt: überwiegend Filmkritiken (DVD's).  

Gefunden: --- 

Gekauft: nichts Besonderes.   

Gestaunt: --- 

Gefühlt: ausgeglichen. Weniger Nackenverspannungen.   

Gedacht: nichts Besonderes.  

Fazit: insgesamt ansprechende Woche. 

Sonntag, 1. Juli 2018

Wandern zwischen Arloff und Mechernich (Eifel)

Am letzten Sonntag war das Wetter noch nicht so warm wie heute. Ich fuhr mit der Bahn nach Arloff und wanderte nach Mechernich. 


Den Bericht zur Tour findet ihr bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh.