Sonntag, 3. Juni 2018

Sound-Welten (08/2018)

In dieser Prüfserie gab es leider kein mich überzeugendes Album.  

Ashby. Album: Fragmental (2015). Debut-Album einer deutschen Art-Rock- und Prog-Metal-Band mit Lady am Micro. Mal melodisch, mal verfrickelt, insgesamt ziemlich dynamischer Sound. Die Band kann auch lange Songs oberhalb der 10-min-Marke. „Die perfekte Mischung aus progressivem Metal, eingängigen Melodien und ausreichend vertrackten Teilen glänzt mit vielen Highlights“, meint stormbringer. Kann man anhören, sollte man vielleicht sogar im Hinterkopf behalten, aber Prog Metal ist mir tendenziell zu unruhig. SHR: 1 T. WD: n.v.  

Bannkreis. Album: Sakrament (2018). Aus dem Urgestein der deutschen Mittelalter-Rock-Band „Subway To Sally“ entstanden, schaffte es diese Band mit ihrem Debut-Album auf Anhieb auf Platz 20 der deutschen Charts. Sie haben im Unterschied zu der vorgenannten Band eine hauptamtliche Sängerin verpflichtet, die aber auch oft mit dem Subway-To-Sally-Sänger im Duett singt. Gesang auf deutsch. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen, aber ich war auch nie Subway-To-Sally-Fan; dieser Stil hört sich für mich immer nach Mittelalter-Schlager-Musik an. SHR: 5 T – 292 T. WD: 178/day.  

Chromium Hawk Machine. Album: Annunaki (2017). Das „kennt kein Mensch“. Irgendwelche Space-Rock-Bands, die spacige Sounds endlos vor sich hinjammen und improvisieren, gab es ja immer schon mal. Dies ist ein weiterer britisch-amerikanischer Vertreter, der auf seiner Doppel-CD schon mal Stücke fabriziert, die die 30-min-Marke knacken und den Hörer in einen tranceartigen Rausch/Schlaf befördert. Im Line-Up sind stark verdächtige Personen von „Chrome“ (!) und „Hawkwind“ (!) zu finden. „A certain repetitive charm to pull you into deep trance mode as you sail away too far off galaxies“, sagt progplanet. Ziemlich anstrengend, fand ich. SHR: 1 T. WD: n.v.  

DePhazz. Album: Prankster Bride (2016). Das ist das bis dato jüngste, 13. Studio-Album dieser deutschen Band, die den Charts nach zu urteilen, ihren Zenit überschritten hat. Lounge-Jazz, Ambient, Reggae, Latin, Pop habe ich auf diesem Album rausgehört, aber wahrscheinlich sind noch mehr Stilelemente dabei. Softig plätschert es so dahin, mit Lady am Micro; erwartungsgemäß nicht meine Richtung, aber immerhin auch nicht nervend. SHR: 62 T – 1.656 T. WD: 27/day.  

Envy. Album: Atheist's Cornea (2015). Siebtes Studio-Album einer japanischen Screamo-/Postrock-Band. Der Sound ist leicht depressiv, laut-leise, mit epischen Soundwällen und manchmal growlartigem Gesang. Kann man anhören. Anspieltipp: „Ticking Time And String“. SHR: 22 T – 152 T. WD: 4/day.  

Femme Equation. Album: Enigmatical (2018). Über diese schwedische Lady konnte ich wenig herausfinden im I-Net. Ihre stilistisch schwer einzuordnende, leicht psychedelische und melancholische Musik blieb in meinem Ohr auch nicht wirklich hängen, obgleich gute Ansätze zu erkennen sind. SHR: 1 T. WD: n.v.  

Gwenno. Album: Le Kov (2018). Zweites Album einer britischen Indie-Pop-Lady. Der Sound hört sich ziemlich psychedelisch an. Sie bewegt sich „dabei in ihrer ganz individuellen, vernebelten Sphäre“, meint intro. Irgendwie packen konnte mich der Sound dennoch nicht. SHR: 18 T - 249 T. WD: n.v.  

Hanne Hukkelberg. Album: Trust (2017). Nach 5 Jahren hat die norwegische Lady mal wieder ein neues, ihr fünftes Album herausgebracht. Ihr zweites Album hatte ich damals gekauft, aber das ist auch schon wieder mehr als 10 Jahre her. Dem oft experimentellen Stil ihrer Musik kann ich immer noch etwas abgewinnen, auch wenn ich immer vergeblich nach einem mich begeisternden „Hit“ in ihren neueren Werken suche. SHR: 8 T – 138 T. WD: 1/day.  

The Julie Ruin. Hit Reset (2016). Zweites Album einer US-amerikanischen Indie-Band mit Lady am Micro. Viel konnte ich dem Sound nicht abgewinnen. Erinnert manchmal B'52's. „Ein elektrisierend vielschichtiges Album zwischen Punk und Agitprop“, meint hingegen der musikexpress. SHR: 36 T – 285 T. WD: n.v.  

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 

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