Mittwoch, 27. Juni 2018

Im Kino: Hereditary – Das Vermächtnis

Ari Aster's US-Horrorfilm fällt ins Subgenre des „Geisterhaus-, Okkult- und Seance-Films“. 

Eine Familie bezieht das große Anwesen der gestorbenen Mutter der Frau. Es kommt dann zu einem tödlichen Unfall, dem die etwas merkwürdige Tochter zum Opfer fällt und in Folge zu seltsamen Begebenheiten im Haus. Schuldgefühle und -zuweisungen, aber auch Alpträume und Visionen, vergiften gleichzeitig den Familienzusammenhalt. 

Sonderbare Fundstücke im Nachlass der Frau, später Erlebnisse einer Seance und der Fund einer Leiche auf dem Dachboden des Hauses lassen die Situation eskalieren. 

Der Film kann über größere Strecken mit seinem verschroben-unheimlichen Soundtrack sowie der Kameraführung überzeugen, läuft aber erst im letzten Drittel zu Form auf. Die Schauplätze wirkten auf mich eher „banal“, die Umsetzung der Story nicht wirklich überzeugend. 

Dennoch ist die Medienkritik anscheinend überwiegend positiv. In den stuttgarter-nachrichten heisst es beispielsweise: „Es ist atemberaubend, wie Aster die Katastrophe der Grahams nach den Regeln einer klassischen Tragödie anbahnt und durch zunächst nur winzige atmosphärische Verschiebungen ein subtil bohrendes Unbehagen erzeugt“. 

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