Freitag, 29. Juni 2018

Ein Jubiläum

Die Betriebssportgemeinschaft feierte ihr 50-jähriges Bestehen mit einer kleinen Beachparty am Rande von Köln-Bocklemünd. 

Ich wohne zwar schon „ewig“ in Köln, aber dort in der Gegend war ich noch nie. Die Lokalität liegt direkt am Rande von Fort IV, eine dieser urtümlichen Festungen aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg, die hier in Köln – soweit noch vorhanden – meist im Dornröschenschlaf liegen. 

Dort war ich zuerst, aber es führt kein Weg vom Fort zum Beachpark. 



Im Beachpark selbst kann man so Einiges tun, wobei dieser Tage Beach-Volleyball barfuß im Sand anscheinend das Beliebteste ist. 



Es gibt dort noch Anderes wie Fußball- und Tennisplätze, Tischtennisplatten, Boulebahnen etc. Einige haben auch Sport gemacht, aber im Grunde ging es mehr darum zu feiern, die Leute aus den anderen Sportsparten zu treffen, etwas Bier zu trinken und selbstgemachte Burger zu essen. 


Gut gelungen – an einem 27-Grad-warmen Spätnachmittag und frühen Abend. 

Mittwoch, 27. Juni 2018

Im Kino: Hereditary – Das Vermächtnis

Ari Aster's US-Horrorfilm fällt ins Subgenre des „Geisterhaus-, Okkult- und Seance-Films“. 

Eine Familie bezieht das große Anwesen der gestorbenen Mutter der Frau. Es kommt dann zu einem tödlichen Unfall, dem die etwas merkwürdige Tochter zum Opfer fällt und in Folge zu seltsamen Begebenheiten im Haus. Schuldgefühle und -zuweisungen, aber auch Alpträume und Visionen, vergiften gleichzeitig den Familienzusammenhalt. 

Sonderbare Fundstücke im Nachlass der Frau, später Erlebnisse einer Seance und der Fund einer Leiche auf dem Dachboden des Hauses lassen die Situation eskalieren. 

Der Film kann über größere Strecken mit seinem verschroben-unheimlichen Soundtrack sowie der Kameraführung überzeugen, läuft aber erst im letzten Drittel zu Form auf. Die Schauplätze wirkten auf mich eher „banal“, die Umsetzung der Story nicht wirklich überzeugend. 

Dennoch ist die Medienkritik anscheinend überwiegend positiv. In den stuttgarter-nachrichten heisst es beispielsweise: „Es ist atemberaubend, wie Aster die Katastrophe der Grahams nach den Regeln einer klassischen Tragödie anbahnt und durch zunächst nur winzige atmosphärische Verschiebungen ein subtil bohrendes Unbehagen erzeugt“. 

Sonntag, 24. Juni 2018

Meine Woche (KW 25)

Getan: Gearbeitet, Vater, Kino und Biergarten besucht, Steuerklärung über Elster abgewickelt (endlich !!! ), heute in der Börde/Eifel gewandert. (Bericht folgt).   

Gesehen: im Kino den Western „Feinde – Hostiles“ (Bericht: siehe dort); ein paar WM-Fußballspiele.  

Gehört:  C.U.B.S., Dalia Faitelson, Dapayk & Padberg.  

Gelesen: wie Vorwoche.    

Gegessen: den leckeren Salat mit Hähnchen und Bratkartoffeln im Herbrand's. Eis esse ich zwar überwiegend aus italienischen Eisdielen, Grandessa Eiskonfekt (Aldi) oder Rios Kokos Riegel (Penny) habe ich diesmal aber auch genommen.  

Getrunken: die zwei Weizenbier am Mittwoch im Biergarten sind erwähnenswert.  

Gefreut: über die gelungene spontane Verabredung mit FreundInnen am 28-Grad-warmen Mittwoch im Biergarten des Herbrand's in Köln-Ehrenfeld zum Essen/Trinken. Außerdem habe ich dort ein Internet-Radio für meinen Receiver geschenkt bekommen (es ist aber noch nicht angeschlossen).  

Gelacht: zu lachen gab's wenig. Aber über die gesellschaftspolitischen Cartoons von Herrn Hilbring, die z.B. im Meinungsmagazin „Choices“ veröffentlicht werden, kann ich schon mal schmunzeln.  

Genervt: hinsichtlich der Flüchtlingsdebatte.  

Geärgert: über die von der CSU inszenierte neue Asylantendebatte.   

Gefrustet: ---  

Geklickt: vorwiegend auf Indianer-Seiten bei wikipedia und auf Fußballergebnisse.   

Gefunden: --- 

Gekauft: nichts Besonderes.    

Gestaunt: über den unerwarteten Mit-Ach-und-Krach-Sieg der deutschen Fußballmanschaft gegen Schweden.  

Gefühlt: ausgeglichen. Unerfreuliche Nackenverspannungen.   

Gedacht: über kurz oder lang kommen die neuen Flüchtlinge alle um im Mittelmeer.  

Fazit: einigermaßen gelungene Woche mit zu kühlem Wetter. 

Wandern zwischen Zülpich und Abenden

Bei einigermaßen freundlichem Wetter um 22 Grad wanderte ich am letzten Sonntag von der Zülpicher Börde aus die ersten Eifel-Höhen hoch nach Berg und dann durch das Isimuttal runter ins Rurtal nach Abenden.


>Die Eifel-Landschaft nordwestlich von Muldenau<

Bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh gibt es den Bericht dazu mit mehr Photos.

Samstag, 23. Juni 2018

Immer noch Leerstand

Im April 2017 berichtete ich hier von der untergegangenen Strauss-Filiale in 1a-Lage am Chlodwigplatz. 

Danach wurde der Laden geteilt und in die Nicht-1a-Lage am Ring zog eine Filiale von Elanza mit einem ähnlichen Angebot an Kleidung und Bad-Küchen-Ausstattung. 

Einige Monate hielt sich diese Filiale, dann wurde der Standort wieder aufgegeben. Die Schilder blieben. 

In die 1a-Lage zog bis jetzt niemand ein. Ladenherrichtung teuer, Miete zu teuer, denke ich mal. Wer riskiert da schon die Investitionen? 

Das kann heute doch nur ein Super- oder Biomarkt, oder?



>1a-Lage Chlodwigplatz: "Strauss Innovation", Juni 2018. Bei einer anderen Filiale am Friesenplatz ist auch nur Leerstand zu beobachten.< 

Montag, 18. Juni 2018

Meine Woche (KW 24)

Getan: Gearbeitet, Vater besucht, gestern in der Börde/Eifel gewandert. (Bericht folgt).  

Gesehen: Im Kino „Meine Tochter – Figlia Mia“; Fußball-WM „Portugal – Spanien“ (größere Teile), „Deutschland – Mexico“, und kleinere Passagen aus anderen Fußballspielen.  

Gehört: The Creatures, Crippled Black Phoenix, Neurosis.  

Gelesen: Elif Shafak's Roman „Der Bastard von Istanbul“ ist nach wie vor „in Lesearbeit“, in der Rock-Zeitschrift „Eclipsed“.    

Gegessen: Erbsenschoten auf Feldern der Börde. Gedeckten Apfelkuchen, Berliner. Spargel und Dorade sind noch „in“ gewesen; beides ist deutlich teurer geworden.  

Getrunken: das Übliche, meist Kaffee, ansonsten Grapefruit- und Blutorangensaft, gestern ein großes Kölsch in Abenden.  

Gefreut: vor allem über Kornblumen (sowohl auf meinem Balkon als auch auf Feldern oder an Feldrainen in der Eifel).  

Gelacht: zu lachen gab's wenig.    

Geärgert: Zahnbrücke durchgebrochen und ein Teil rausgefallen. Ich konnte sie wieder einsetzen, aber .... naja.   

Gefrustet: über das deutsche Fußballspiel, aber was will man machen, wenn die Mannschaft nur Mittelmaß ist. Über die Unfähigkeit, Dinge zur regeln, bevor das Ultimatum gestellt wird.  

Geklickt: vorwiegend auf „Berlin“, Wetterberichte und Filmkritiken.   

Gefunden: Marion Zimmer Bradley „Das Schwert der Amazone“ (orig. 1985), Washington Irving „Erzählungen von der Alhambra“ (orig. 1829). Beide Bücher fand ich im öffentlichen Bücherschrank, hier in der Südstadt.  

Gekauft: nichts Besonderes.    

Gestaunt: ?? 

Gefühlt: ausgeglichener. Einen Stromschlag.  

Gedacht: manche Entscheidungsträger können keinen Apfel von einer Ziege unterscheiden und andere behaupten steif und fest, dass die Ziege ein Esel sei.  

Fazit: mittelmäßig-durchwachsene Woche - wie das Wetter. 

(geändert, 23.06.2018)
 

Balkonpracht: Lilien, Clematis & Co.

Im Juni entfalten meist ganz andere Pflanzen ihre Blütenpracht auf meinem Balkon. Im Februrar blühten - sogar unter Schnee - Hyazinthen und Primeln im April der Birnbaum und im Mai einige Hahnenfußgewächse. 

Aber im Juni kamen die Clematis und die Lilien zur Blüte. 

 
>Clematis. Ich habe zwei Pflanzen, eine mit bläulichen, die andere mit violetten Blüten.<

Die Lilien sehen für mich immer irgendwie tropisch aus, sie stammen aber ursprünglich aus dem Himalaya. 


 >Lilien-Motive. Im oberen Bild sieht man noch Blattwerk meines Apfelbaums, im unteren Bild Blattwerk meines Kirschbaums. <


Nachteilig ist allerdings, dass sich die Lilienblüten meist nur eine Woche halten.

Es sind noch einige andere Pflanzen am Blühen, beispielsweise Kornblumen:

Sonntag, 17. Juni 2018

Wandern zwischen Hoffnungsthal und Overath

Bei Unterwegs.Nahweh.Fernweh habe ich meinen Bericht zur Wanderung am letzten Sonntag gepostet. Es ging ins Bergische Land. Puh, es war sehr schwül.


>>Der Weg nach Hove<<
 

Samstag, 16. Juni 2018

Mai-Urlaub

Zu meinem Mai-Urlaub hatte ich es schon vor einigen Tagen geschafft, die Reiseroute zu skizzieren und das Verzeichnis der Beiträge anzulegen.

Vorhin habe ich es auch endlich geschafft, Bilder meines letzten Berlin-Tages einzubinden.

Mittwoch, 13. Juni 2018

Kinowelten: Meine Tochter – Figlia Mia

Laura Bispuri's Film spielt auf Sardinien im Sommer. Ein 9 – 10-jähriges Mädchen steht im Mittelpunkt der Geschichte. Es langweilt sich, auch oder insbesondere, wenn die Mutter anwesend ist, von der sie wohl behütet wird, aber auch nicht allzu viel Selbstvertrauen mitbekommt. 

Das Mädchen lernt eine andere Frau kennen, die ganz anders als ihre Mutter ist und in einem bankrotten Bauernhof lebt. Sie bemerkt, dass ihre Mutter mit dieser Frau auch eine ihr unklare Beziehung unterhält und dass diese Frau ihr optisch viel mehr ähnelt als ihre Mutter. Schließlich vermutet sie korrekt, dass diese Frau ihre wirkliche Mutter ist. 

Das Mädchen fühlt sich zu dieser Frau immer mehr hingezogen, ist dann öfter heimlich auf deren Hof, den die Frau wegen hoher Schulden aufgeben muss. 

Sie merkt aber auch bald, dass es zwar abenteuerlicher ist, mit ihrer richtigen Mutter zusammen zu sein, aber auch gefährlicher für sie. Das merkt sie in der Kneipe, an der Steilküste, aber auch später in einer Höhlen-Nekropole, als die Mutter von ihr verlangt, in eine enges Felsenloch zu klettern, weil dort unten möglicherweise ein zu bergender Schatz sein könnte. 

Dieser Film ist sehr feinfühlig inszeniert, die DarstellerInnen überzeugen auf der ganzen Linie und das gezeigte Beziehungsgeflecht wirkt authentisch. Als kleiner Independent-Film ist er nicht so spektakulär, dass er zweifelsfrei auf meine Bestenliste des Jahres kommen wird. Ein schöner Film ist es dennoch, und das Ende des Films gefiel mir auch. 

 „Beide Mütter sind von Überlebenskampf und Selbstsucht verblendet, man kann sie (wie alle Mütter, sagt Angelica einmal) durchaus auch als Hexen ansehen“, meint epd-film

Montag, 11. Juni 2018

Meine Woche (KW 23)

Getan: meist wenig. Viel schlecht geschlafen, weil es oft ziemlich warm war, und daher war ich oft übermüdet. Basketball gespielt, Vater besucht, habe ich dennoch. Heute bin ich im Bergischen Land gewandert (Bericht folgt).   

Gesehen: Im TV bestenfalls die Tagesschau.    

Gehört: Laibach, Neurosis und auch habe ich wieder einige Alben anderer Bands bei spotify angetestet, ob sie mir gefallen könnten.    

Gelesen: Elif Shafak's Roman „Der Bastard von Istanbul“ ist nach wie vor „in Lesearbeit“. In der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau“, in der „Eclipsed“.    

Gegessen: Hackbrötchen, leckere spanische Aprikosen und Plattpfirsiche. Auch die Spargelmahlzeiten sind noch „in“ gewesen.  

Getrunken: das Übliche, meist Kaffee. Aber heute trank ich auch ein großes Kölsch – am Bahnhof Overath.  

Gelacht: zu lachen gab's nichts.    

Geärgert: über Job-Angelegenheiten.   

Gefreut: meist nur über das feucht-warme Wetter, auch wenn ich nachts streckenweise schlechter schlafen konnte. Auch der Anblick auf meinem Balkon kann mich besonders im Juni immer erfreuen. Die Lilien mit ihren großen Blüten geben dem Balkon einen leicht tropischen Touch.  

Geklickt: vorwiegend auf Laibach-Videos, außerdem DVD-Filmbesprechungen gesucht.    

Gefunden: nicht viel.   

Gekauft: nichts Besonderes.    

Gestaunt: über sonderbare Geschenke, die zunächst unauffindbar versteckt waren.   

Gefühlt: wenig.    

Gedacht: wenig Konstruktives.   

Fazit: eine offensichtlich eher schlappe, aber emotional stressige Woche. 


(modified, 17.06.2018)
 

Sonntag, 10. Juni 2018

Kurz in Dortmund

Auf der Rückfahrt von Berlin machte ich auch kurz Station in Dortmund. Zwei Stunden Aufenthalt hatte ich beabsichtigt, aber mir war die Puste ziemlich ausgegangen. Auch regnete es dort zunächst und war ziemlich bewölkt, weshalb ich nur ca. eine Stunde dort war. 

Es ging mir darum, einen Blick auf das „Dortmunder U“ zu werfen, das als „Leuchtturmprojekt der Kulturhauptstadt Europas – RUHR.2010“ mit Video-Kunst, den "Fliegenden Bildern" von Adolf Winkelmann, konzipiert wurde. 


Es sind Bewegt-Bilder, die am Turm gezeigt werden und sie wechseln je nach Tag und Stunde, so dass ich keinesfalls alles gesehen habe. Aber die bis zu 6 m hohen sich bewegenden Tauben sind jedenfalls toll:


Inzwischen ist die wartungsaufwändige Installation allerdings schon wieder sanierungsbedürftig

Ansonsten kann ich zu dem Ort nur festhalten, dass er nahezu menschenleer war, als ich dort zugegen war.

Sounds: Laibach

Ich kaufte vor vielen Wochen ihre im letzten Jahr erschienene Platte „Also sprach Zarathustra“. Deshalb will ich hier seit Wochen etwas schreiben über die Band, aber was?? 

Die 1980 gegründete, slowenische Band hatte von Anfang Probleme mit dem Staat, weshalb das erste Album auch erst 1985 erschien. 1986/87 kaufte ich zwei LP's von ihnen und verfolge ihr Schaffen seither sporadisch. Die Musik war damals brachialer Industrial, auch mit Hang zu „militant classicism“. Einige Stücke waren verfremdete Coverversionen bekannter Bands und wenn Laibach eine „faschistoide Aura“ unterstellt wurde, lag es zum Teil auch an diesen Stücken, beispielsweise am Cover von Queen's One Vision. Interessanterweise spielte Laibach diesen alten Song 2017 in Israel

Später wurde der Sound weniger brachial, jedoch empfinde ich ihn oft als sytheziser-geprägten Bombast-Kitsch. Was ich meine, lässt sich am besten über youtube verdeutlichen. Dort sind ganze Konzerte in hoher visueller und akustischer Qualität zu finden, meist von Auftritten in ost- und südost-europäischen Ländern, z.B. dieses in Ljubljana 2014 (so mainstreamig sind Laibach selten) oder dieses in Krakau 2015. Laibach verstand sich immer als Kunstprojekt. Auch dies sieht man – bombastische Shows mit viel Licht- und Video-Technik, die Konzerte zu visuellen Ereignissen machen. 

Laibach spielen relativ häufig auch mal in Köln. Wenn ich sie bis dato nicht live gesehen habe, so liegt das an meiner Angst um meine Ohren. Einen Gehörschaden brauche ich nämlich nicht. 

Und die CD, die ich gekauft habe? Nun, sie ist sicher nicht spektakulär, aber es gibt grazile Industrial-Sounds und verhältnismäßig wenig pompösen Bombast. Laibach's Sängerin, die auf den oben genannten Konzerten oft in Szene gesetzt ist, kommt hier nur in einem kitschigen Stück zum Einsatz. 

Wikipedia bietet einen ziemlich langen Laibach-Artikel, um sich kundig zu machen. 

Mittwoch, 6. Juni 2018

Ein Besuch in Magdeburg

Auf meiner Zugfahrt von Berlin nach Köln machte ich für einige Stunden Pause in Magdeburg, da ich zuvor in dieser Stadt noch nie gewesen bin. 

Als ich am Hauptbahnhof – von Berlin kommend – ausstieg, fiel mir ein Kontrast besonders auf: ich sah kaum Menschen. Es war ein 29-Grad-Sonntag, mag sein, dass dies den Eindruck verstärkt hat. Nun, Magdeburg hat nur knapp 240.000 Einwohner und vergleichsweise nur wenige Touristen, den Kontrast zu Berlin wird es in jedem Fall dennoch geben. 

Die ehemalige Altstadt wirkt ziemlich neu. Neue Funktionsbauten, das Alte ist weg mit Ausnahme einiger weniger Gebäude und Kirchen. Die Altstadt war weitgehend kaputt nach einem Bombenangriff am 16.01.1945. 


>In der City von Magdeburg<


Auf dem Weg vom Bahnhof zur Elbe stößt man praktisch automatisch auf das Hundertwasser-Haus, genannt Grüne Zitadelle, das letzte architektonische Projekt, an dem Herr Hundertwasser vor seinem Tod gearbeitet hatte. 


Das Bauwerk wurde im Jahr 2005 fertig gestellt. Unten im Haus gibt es ein Cafè/Restaurant, wo ich erst mal lecker frühstückte. 



Dann bestieg ich den Turm, der einen Ausblick über Magdeburg gestattet. Oben gibt es schicke große, vergoldete Kugeln und Rasenfläche mit Stühlen. 


>Auf dem Dach des Hundertwasser-Hauses, unten mit Blick auf den Magdeburger Dom<


Ein älterer Herr erzählte mir dort oben ausführlich etwas zur Stadt-Silhouette und Wirtschaftsstruktur von Magdeburg.

Im Ergebnis denke ich schon, dass dieses Gebäude erin Pflicht-Programmpunkt in Magdeburg ist. Es gefällt mir auch ganz gut, manchmal bin ich nämlich durchaus genervt von den phantasielosen schuhkartonähnlichen Bauwerken, die sonstwo neu entstehen, am besten noch auf großen knappen Filet-Grundstücken der Innenstädte. 

An der Elbe gab es nicht sonderlich viel zu sehen. Es gibt eine Ufer-Promenade, eine Aussichtsplattform, Felsbänke am Fluss:

 
Im innen relativ schlichten Magdeburger Dom und im anschließenden Kreuzgang mit seinen alten Grabplatten war ich auch noch. 





>Kreuzgang, Innenhof Magdeburger Dom<


Neben dem Dom ist ein kleiner Park, in dem auch restaurierte Bastionsanlagen der mittelalterlichen Stadtbefestigung liegen. 

Sound-Welten (09/2018)

In dieser Prüfserie gefiel mir besonders das Album von Mamiffer.  

Kaipa. Album: Children of the Sounds (2017). Etwa 15. Studio-Album einer schwedischen Progressive-Rock-Band, die bereits in den 1970er Jahren aktiv war. Überwiegend lange Songs oberhalb der 10-min-Marke enthält das neue Werk. Aber der stilistisch auf Harmonie setzende „britische Sound“ von Kaipa konnte mich auch in der Vergangenheit nicht besonders ansprechen. SHR: 10 T – 31 T. WD: 4/day.  

Lacrimosa. Album: Testimonium (2017). Album No. 13 einer relativ bekannten deutsch-schweizerischen Symphonic-Gothic-Metal-Band. Ich habe zwei historische 90er-Jahre-Alben von ihnen und bilde mir ein, sie auch mal live gesehen zu haben. Depressiv-dunkler und bombastischer Stil, deutschsprachiger Gesang. Die Trash-Metal-Passagen gefallen mir im neuen Album erwartungsgemäß nicht. SHR: 63 T – 192 T. WD: 83/day.  

Mamiffer. Album: The World Unseen (2016). Etwa 4. Studio-Album einer US-amerikanischen Band mit Lady am Micro. Laut wikipedia besitzen die Gesamtkompositionen einen Ambient-Charakter und häufig Elemente des Drone. Songs wie der 11-Minüter „Domestication of the Ewe: Part III – Divine Virus“ auf dem aktuellen Album haben auch einen starken Heavenly-Voices-Charakter. Interessantes Album, kaufe ich vielleicht noch. SHR: 2 T – 9 T. WD: 1/day.  

Nervus. Album: Everything Dies (2018). Zweites Album einer britischen Punk-Rock-Band. „Nervus überzeugen vor allen Dingen durch die Kombination ihres Emo/Indie/Post-Punk Sounds und gutem Songwriting, das sich in einem poppigen Konglomerat zusammenfindet“, meint handwritten-mag. Mir selbst ist das Album aber wohl zu mainstreamig und harmonie-betont. SHR: 5 T – 65 T. WD: n.v.  

Omnia. Album: Reflexions (2018). Von der niederländischen Neo-Folk-Band habe ich bereits zwei Alben. Das neue, ungefähr 12. Studio-Album hat wieder eine mystischere Atmosphäre, dennoch reicht sie mir sozusagen nicht aus zuzugreifen. „Schamanischer Pagan Folk Sound aus Atem, Knochen, Holz, Haut und Stein und all den anderen Elementen ihres Kosmos“, meint darkmusicworld. SHR: 12 T – 60 T. WD: 53/day.  

Port Cities. Album: Port Cities (2017). Debut-Album einer kanadischen Indie-Pop-Band mit Lady am Micro. Zu poppig für meinen Geschmack. SHR: 19 T – 733 T. WD: n.v.  

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 
 

Sonntag, 3. Juni 2018

Meine Woche (KW 22)

Getan: mal wieder auf der Arbeit gewesen, gefaulenzt am Montag und am Feiertag. Auch wenn der Freitag mit 24 mm anscheinend die bislang höchsten Niederschläge dieses Jahres in Köln brachte (an der Klimastation Köln-Stammheim), saß ich in dieser Woche oft auf dem Balkon. Viel an den Blogs gearbeitet, mal wieder Basketball gespielt, Vater besucht, die ganze Urlaubswäsche gewaschen.  

Gesehen: Iram Haq's Film „Was werden denn die Leute sagen“. Hierzu schrieb ich dort etwas.  

Gehört: nur einige Alben bei spotify angetestet, ob sie mir gefallen könnten. Nur die US-amerikanische Band Mamiffer mit „The World Unseen“ (2016) gefiel mir gut.  

Gelesen: beendet Robert Jackson Bennett's Roman „Die Stadt der toten Klingen“ (Fantasy), begonnen Elif Shafak's Roman „Der Bastard von Istanbul“. In der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau“.  

Gegessen: mal wieder Kantinenessen, auch mal wieder Fisch (Dorade) aus dem eigenen Wok und vor allem auch Spargel mit Kartoffeln und Kochschinken sowie gebratenen Zwiebeln und Pilzen. Spargel gibt’s bei mir nur zu Hause.  

Getrunken: leckeres Kölsch in der Köln-Ehrenfelder Kneipe „Braustelle“. Es ist trüb und schmeckt anders als die gängigen Kölsch-Sorten.  

Gelacht: über die Kommentare auf der untergehenden Blogger-Plattform help.twoday.net.  

Geärgert: über den Wahnsinn der Datenschutzbestimmungen.  

Gefreut: über meine Balkon-Bepflanzung, die meinen Urlaub weitgehend überstanden hat. Mein Bruder war dreimal da zum Gießen.  

Geklickt: überwiegend auf Datenschutzbestimmungen, andere Blogs, spotify-Songs und die Lage in Ägypten.  

Gefunden: nicht viel.  

Gekauft: erstmals einen Becher American Macadamia Nut – Eiscreme bei Aldi. Aber der Macadamia-Krokant macht die Eiscreme nach meinem Geschmack zu süß.  

Gestaunt: es gab nichts zu bestaunen. 

Gefühlt: die kommende „60“ und den heranziehenden eigenen Untergang.  

Gedacht: über den allgemeinen Wahnsinn, das Zusammenleben der Menschen kompliziert zu gestalten. 

Sound-Welten (08/2018)

In dieser Prüfserie gab es leider kein mich überzeugendes Album.  

Ashby. Album: Fragmental (2015). Debut-Album einer deutschen Art-Rock- und Prog-Metal-Band mit Lady am Micro. Mal melodisch, mal verfrickelt, insgesamt ziemlich dynamischer Sound. Die Band kann auch lange Songs oberhalb der 10-min-Marke. „Die perfekte Mischung aus progressivem Metal, eingängigen Melodien und ausreichend vertrackten Teilen glänzt mit vielen Highlights“, meint stormbringer. Kann man anhören, sollte man vielleicht sogar im Hinterkopf behalten, aber Prog Metal ist mir tendenziell zu unruhig. SHR: 1 T. WD: n.v.  

Bannkreis. Album: Sakrament (2018). Aus dem Urgestein der deutschen Mittelalter-Rock-Band „Subway To Sally“ entstanden, schaffte es diese Band mit ihrem Debut-Album auf Anhieb auf Platz 20 der deutschen Charts. Sie haben im Unterschied zu der vorgenannten Band eine hauptamtliche Sängerin verpflichtet, die aber auch oft mit dem Subway-To-Sally-Sänger im Duett singt. Gesang auf deutsch. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen, aber ich war auch nie Subway-To-Sally-Fan; dieser Stil hört sich für mich immer nach Mittelalter-Schlager-Musik an. SHR: 5 T – 292 T. WD: 178/day.  

Chromium Hawk Machine. Album: Annunaki (2017). Das „kennt kein Mensch“. Irgendwelche Space-Rock-Bands, die spacige Sounds endlos vor sich hinjammen und improvisieren, gab es ja immer schon mal. Dies ist ein weiterer britisch-amerikanischer Vertreter, der auf seiner Doppel-CD schon mal Stücke fabriziert, die die 30-min-Marke knacken und den Hörer in einen tranceartigen Rausch/Schlaf befördert. Im Line-Up sind stark verdächtige Personen von „Chrome“ (!) und „Hawkwind“ (!) zu finden. „A certain repetitive charm to pull you into deep trance mode as you sail away too far off galaxies“, sagt progplanet. Ziemlich anstrengend, fand ich. SHR: 1 T. WD: n.v.  

DePhazz. Album: Prankster Bride (2016). Das ist das bis dato jüngste, 13. Studio-Album dieser deutschen Band, die den Charts nach zu urteilen, ihren Zenit überschritten hat. Lounge-Jazz, Ambient, Reggae, Latin, Pop habe ich auf diesem Album rausgehört, aber wahrscheinlich sind noch mehr Stilelemente dabei. Softig plätschert es so dahin, mit Lady am Micro; erwartungsgemäß nicht meine Richtung, aber immerhin auch nicht nervend. SHR: 62 T – 1.656 T. WD: 27/day.  

Envy. Album: Atheist's Cornea (2015). Siebtes Studio-Album einer japanischen Screamo-/Postrock-Band. Der Sound ist leicht depressiv, laut-leise, mit epischen Soundwällen und manchmal growlartigem Gesang. Kann man anhören. Anspieltipp: „Ticking Time And String“. SHR: 22 T – 152 T. WD: 4/day.  

Femme Equation. Album: Enigmatical (2018). Über diese schwedische Lady konnte ich wenig herausfinden im I-Net. Ihre stilistisch schwer einzuordnende, leicht psychedelische und melancholische Musik blieb in meinem Ohr auch nicht wirklich hängen, obgleich gute Ansätze zu erkennen sind. SHR: 1 T. WD: n.v.  

Gwenno. Album: Le Kov (2018). Zweites Album einer britischen Indie-Pop-Lady. Der Sound hört sich ziemlich psychedelisch an. Sie bewegt sich „dabei in ihrer ganz individuellen, vernebelten Sphäre“, meint intro. Irgendwie packen konnte mich der Sound dennoch nicht. SHR: 18 T - 249 T. WD: n.v.  

Hanne Hukkelberg. Album: Trust (2017). Nach 5 Jahren hat die norwegische Lady mal wieder ein neues, ihr fünftes Album herausgebracht. Ihr zweites Album hatte ich damals gekauft, aber das ist auch schon wieder mehr als 10 Jahre her. Dem oft experimentellen Stil ihrer Musik kann ich immer noch etwas abgewinnen, auch wenn ich immer vergeblich nach einem mich begeisternden „Hit“ in ihren neueren Werken suche. SHR: 8 T – 138 T. WD: 1/day.  

The Julie Ruin. Hit Reset (2016). Zweites Album einer US-amerikanischen Indie-Band mit Lady am Micro. Viel konnte ich dem Sound nicht abgewinnen. Erinnert manchmal B'52's. „Ein elektrisierend vielschichtiges Album zwischen Punk und Agitprop“, meint hingegen der musikexpress. SHR: 36 T – 285 T. WD: n.v.  

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 

WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 

Freitag, 1. Juni 2018

twoday.net - Schwierigkeiten mit dem Untergang

Da sollte - geplant - gestern die einstmals angesagte Blogger-Plattform twoday.net endgültig untergehen. Viele harrten heute morgen gegen 00.00 Uhr der Dinge, da sie zu diesem Zeitpunkt noch lief. 

Aber da dort ja alles etwas marode und verwaist ist, weiss anscheinend auch niemand, wie das Abschalten geht oder wer es tut.  

Man konnte sich dort letzte Nacht köstlich amüsieren und herumspekulieren, im Moment noch nachzulesen auf info.twoday.net.