Sonntag, 1. April 2018

Sound-Welten (07/2018)


Am erfreulichsten in dieser Prüfserie ist aus meiner Sicht wahrscheinlich das Album der schwedischen Band Sällskapet zu bewerten. 

Magic Pie. Album: King For A Day (2015). Etwa viertes Album einer norwegischen Progressive- und Hard-Rock-Band. Etwas verfrickelt, aber recht melodisch. „Zweifelsohne sind hier gute Handwerker mit Herz am Werkeln, doch echte Überraschungen sind hier nicht zu erwarten,“ meint betreutesproggen. Immerhin trauen sie sich an echte Longtracks mit 12 bzw. 27 min. Länge und abwechslungsreichen Laut-Leise-Passagen; das ist lobenswert. Die oft eher extrovertierten Gesangspartien gefallen mir weniger. SHR: 15 T – 41 T. WD: n.v. 

Nai Palm. Album: Needle Paw (2017). Solo-Debut-Album einer australischen Sängerin und Gitarristin, die insbesondere mit der Neo-Soul-Band „Hiatus Kaiyote“ regionale Erfolge erzielte. „Ein außerordentlich gelungenes Experiment in Emotion und Selbstermächtigung“, meint intro. Bei spotify recht erfolgreich, gehört aber nicht zu meinen bevorzugten Musikrichtungen. SHR: 106 T – 967 T. WD: n.v. 

Paradisia. Album: Sound of Freedom (2017). Debut-Album eines englisch-französischen Folk-Pop-Ladytrios. Aus meiner Sicht zu oft ein kitschiger und durchproduzierter Sound. „Wunderschöne Frauenstimmen in engelsgleichen Harmonien, betörende Melodien, kaum Ecken und Kanten“, meint sonic-seducer. SHR: 9 T – 2.400 T. WD: n.v. 

Rosemary & Garlic. Album: Rosemary & Garlic (2018). Debut-Album eines niederländischen Folk-Duos. Noch so ein „Ohne-Ecken-und-Kanten-Sound“, aber mehr in Richtung Dream Pop gehend. „Die Melodien sind süß, aber nicht wirklich eingängig, der Gesang schön, aber nicht atemberaubend“, meint nordbuzz. SHR: 21 T – 2.313 T. WD: n.v. 

Sällskapet. Album: Disparition (2018). Drittes Album einer schwedischen Ambient-Rockband. Das Besondere ist, dass sie die auch von mir geschätzte deutsche Pop-Noir-Sängerin Andrea Schroeder hier verpflichtet haben (die leider auf deutsch singt). „Ein berauschender Tanz in Zeitlupe durch nächtliche Straßen oder über einsam gelegene Trümmerfelder, an deren Rändern ein unheilbringender Wind durch Baumwipfel streicht,“ meint musikreviews. Nicht schlecht. SHR: 21 T – 31 T. WD: n.v. 

Thundermother. Album: Thundermother (2018). Drittes Album einer schwedischen Hard-Rock-Band in rein femininer Besetzung. Naja, Hard Rock eben; die Band kann/will nur relativ einfach strukturierte, kurze Songs in der 3-5-Minuten-Komfort-Zone spielen. SHR: 7 T – 138 T. WD: 49/day. 

Valparaiso. Album: Broken Homeland (2017). Debut-Album einer französischen Indie-Pop-Band, die hier zahlreiche GastsängerInnen verpflichtet hat. Das kann man gut anhören, Begeisterung wollte bei mir allerdings auch nicht aufkommen. „“Eine sehnsüchtige, melancholische Atmosphäre, die wunderbar in den Herbst passt“, meint detektor.fm. SHR: 5 T – 60 T. WD: n.v. 

White Willow. Album: Future Hopes (2017). Siebtes Album einer norwegischen, in der Vergangenheit durch viele Besetzungswechsel gekennzeichneten Progressive-Rock-Band mit Lady am Micro. Mal rau, mal episch, mal verspielt oder verfrickelt. Einen speziellen Nerv wird ihr Sound bei mir jedoch wohl nie treffen. SHR: 2 T – 8 T. WD: 2/day. 

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 
WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), 
n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 
 

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