Montag, 9. April 2018

Kinowelten: Das Mädchen aus dem Norden

Amanda Kernell's Film „Das Mädchen aus dem Norden“ spielt im Schweden der 1930 Jahre und ist – wenig überraschend - ein Lehrstück über Rassismus, Diskriminierung und Vorurteile gegenüber den lappischen Ureinwohnern aus dem Norden. 

Diese müssen zur Schule gehen, werden in isolierten Schulklassen gehalten, dürfen dort nicht ihre eigene Sprache sprechen und werden natürlich von einer strengen schwedischen Lehrerin mit Rute „erzogen“. 

Und wehe, sie wollen weg aus ihrem „Stammesgebiet“ und woanders was „Ordentliches“ lernen. Das geht schon mal gar nicht. 

Der Film handelt von so einem aufsässigen intelligenten Mädchen, das nach Uppsala flieht und dort zur Schule gehen will. 

Er lebt von seiner talentierten Hauptdarstellerin, ist ansonsten aber – wie viele skandinavische Filme - ziemlich spröde inszeniert. 

Die Schauspielerin Cecilia Sparrok, die Südsamisch sprechen kann, vermittelt einen Eindruck davon, welche Kraft nötig ist, um sich von der eigenen Herkunft zu emanzipieren“, meint epd-film

Neulich sah ich noch den georgischen Film "Vor dem Frühling" im Kino. Einen Bericht dazu habe ich dort gepostet. 

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